Im Sommer wechselt Meeno Carstensen von der Förde ins Lipperland. Der Bruder von Leve verstärkt das Team HandbALL ab der Saison 2024/2025 am Kreis. Er kommt vom DHK Flensborg. „Wir freuen uns sehr, dass Meeno im Sommer zu uns kommt“, so der Trainer des Team HandbALL, Matthias Struck, über die Neuverpflichtung. „Wir haben uns schon länger um ihn bemüht, nun hat es geklappt“, legt Meeno in diesem Frühjahr noch das Abitur – darunter die Fremdsprach Dänisch – in seiner Heimat ab, bevor es dann nach Augustdorf und Lemgo geht.

Für Meeno wird das Lipperland genauso wie für seinen Bruder der erste Abschied aus seinem Elternhaus werden. Dann wartet nach dem Training gemeinsames Kochen in einer Lemgoer Handballer-WG anstatt das Abendessen zusammen mit seinen Eltern. Es sei natürlich schade, dass er sie ab Sommer womöglich nicht mehr sooft sehen werden, doch „ich freue mich natürlich auch sehr auf den Wechsel ins Lipperland zum Team HandbALL. Dort möchte ich mich weiterentwickeln und den nächsten Schritt machen“, so Meeno Carstensen. „Dass ich meinen Bruder dann vermutlich wieder etwas häufiger sehen werden, ist natürlich ein sehr schöner Nebeneffekt“, grinst der 19-jährige Kreisläufer, der auch im Innenblock zu Hause ist.

Meeno Carstensen wechselt vom DHK Flensborg zum Team HandbALL, in seiner Jugend spielte er bei der SG Flensburg-Handewitt, genoss aber schon in der A-Jugend ein Zweitspielrecht beim Dänischen Drittligisten in Flensburg. Und damit sind ihm die Sporthalle an der Gesamtschule in Lemgo und die wineo-ARENA in Augustdorf schon bekannt: Als A-Jugendlicher spielte er mit Flensburg in Lemgo, im Frühjahr 2023 trat er mit dem DHK Flensborg in der Relegation in Augustdorf an.

„Er bringt super Voraussetzungen mit, er ist groß und kräftig, er ist ein guter Typ, ehrgeizig, zielstrebig und ist bereit, viel zu investieren. Wir freuen uns, dass er zu uns kommt, unser Team HandbALL bereichert und einfach mit uns zusammen viel Gas geben möchte“, so Trainer Matthias Struck. Auch die beiden Geschäftsführer, Andreas Blüsse und Andreas Sukop, freuen sich auf den Neuzugang. „Mit Meeno haben wir einen körperlich sehr starken Kreisläufer für uns gewinnen können. Er hat viel Potential und bringt tolle Voraussetzungen mit und wir freuen uns, dass uns verstärkt.“

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe im handballverrückten Lipperland. Mein Bruder hat mir nur Positives berichtet“, so Meeno Carstensen. „Es wird zwar eine komplett neue Erfahrung werden, aber ich möchte mich schnell einleben. Ich möchte die nächsten Schritte machen und mich zusammen mit der Mannschaft weiterentwickeln. Da habe ich richtig Bock drauf und freue mich auf die Zukunft“, verfolgt Meeno ehrgeizige Ziele: „Die Bundesliga wäre natürlich ein Traum“, will er seinem Bruder Leve nacheifern.

Textquelle: Team HandbALL
Bildquelle: Max Grote

Am 18. März um 16:20 Uhr laden die Initiatoren wieder herzlich ein, sich nach der AWO-Jahreshauptversammlung im Bürgerzentrum an der bereits bekannten Aktion zu beteiligen: der Menschenkette für die Akzeptanz von Menschen aus unterschiedlichsten Nationen in Augustdorf. Diese wichtige Initiative setzt ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Zusammenhalt in unserer Gemeinde.

Die Informationstafel dazu steht seit Ende der Woche im Eingang des Rathauses und kann von außen eingesehen werden. „Wir freuen uns auf zahlreiche Beteiligung und setzen damit gemeinsam ein starkes Signal für ein weltoffenes und respektvolles Miteinander“, erklären Klaus Mai und die AWO.

Anmerkung der Redaktion: Leider verweigert der Server seit Freitag den Upload von Bildern. Der Programmierer ist informiert und arbeitet dran. Es scheint aber noch zu dauern – daher setze ich jetzt den Text ohne Bild hinein, damit die Information nicht komplett zu spät ankommt! S.Reichmann

In der vergangenen Sitzung des Rates der Gemeinde Augustdorf wurde der Haushalt für das Jahr 2024 beschlossen. Die Planungen sehen bis 2027 einen durchgehend defizitären Haushalt vor. 2024 beträgt das Defizit über drei Millionen Euro. Mehrheitlich stimmten die Ratsmitglieder dem vorgelegten Entwurf zu.

DBA: Kritik an Entwicklungshilfe und „Nein“ zu Steuererhöhungen

„Heute, wie vor einem Jahr, sind die Probleme die Gleichen“, erklärt DBA-Fraktionsvorsitzender Lutz Müller in seiner Haushaltsrede. Lediglich die Arbeit der Kämmerei sorge dafür, dass der Haushalt 2024 ausgeglichen sei. „Wir stehen vor dem Tor der Haushaltssicherung“, warnte Müller.

Grund für das hohe Defizit seien auch „überflutende Vorgaben der Landes- und Bundesregierung“. Müller kritisierte dabei unter anderem den Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz. „Es gibt kaum noch Fachpersonal, welches die Kinder betreuen kann. Viele Lehrkräfte sind ausgebrannt und verlassen die Schulen“, so der DBA-Fraktionsvorsitzende. Die geforderten sozialpädagogischen Kräfte und anderen helfende Personen sorgen allerdings für eine Erhöhung der Kreisumlage.

„Kommt es so weit, dass wir uns entscheiden müssen, entweder pädagogische Kräfte einzustellen, um unserer Jugend Bildung und Wissen für ihre Zukunft zu vermitteln, oder aber die Infrastruktur an den Schulen nach höchstem Standard zu realisieren?“, fragte Lutz Müller rhetorisch.

Der Erhöhung von Steuern erteilte er eine deutliche Absage. „Wir möchten nicht nach dem Donaid-Trump-Motto agieren ‚Augustdorf at first‘. Aber es muss endlich etwas geschehen!“, forderte Müller. Hierbei kritisierte der DBA-Politiker die Entwicklungshilfeausgaben des Bundes.

SPD: Grundschulen im Fokus

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Mats Uffe Schubert nahm die Bundes- und Landesregierung in die Pflicht: „Es hilft dabei nicht, wenn uns ein Teil des Ballastes für eine kurze Wegstrecke abgenommen wird. Entweder wird unser Schiff grundsätzlich gestärkt oder Ladung abgenommen“, knüpfte Schubert an den Vergleich des Kämmerers Patrick Herrmann an, der den Haushalt mit einem Schiff verglich.

Schubert rief die Ratsmitglieder dazu auf, gemeinsam in die Zukunft zu blicken: „Es ist in erster Linie unsere Aufgabe, die Geschicke unserer Kommune zu lenken. Dabei dürfen wir aber nicht nur hinter uns schauen, sondern nach vorne.“ Er bekräftigte dabei, dass die Grundschule in der Senne Priorität hat. „Eine umfassende Investition in die Grundschulen steht für uns außer Frage. Wissen ist unsere wichtigste Ressource. Wir müssen alles dafür geben, dass wir allen Kindern, egal mit welchem Hintergrund, eine gute Bildung ermöglichen“, so Schubert.

Aber auch andere Vorhaben dürfen nicht vernachlässigt werden. Unter anderem nannte Schubert den HoT Funkenflug. „Dem Heidehaus können wir nur sagen: Uns ist dieses Thema sehr wichtig. Wir schätzen die Arbeit des HoT Funkenflug. Sie ist für Augustdorf sehr wichtig.“

Schließlich mahnte Mats Uffe Schubert, dass die Ratsmitglieder gemeinsam agieren müssen. „Ein verfrühter Wahlkampf aus Existenzsorgen ist dabei fehl am Platz. Wir müssen gemeinsam Lösungen für die Zukunft Augustdorfs finden“, so Schubert.

FWG: Stärkere Bürgerbeteiligung, Investition und Stärkung der Unternehmen

„Wir sind uns alle klar, dass das Konnexitätsprinzip nicht immer greift: Vereinfacht gesagt: ‚Wer bestellt, der bezahlt auch‘ – hier muss sich die Verwaltung und der Bürgermeister zusammen mit anderen Kommunen stark machen“, fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FWG Dennis Marx.

Er machte auch auf die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur aufmerksam. „Unsere Straßen, Schulen, Wasserleitungsnetze und andere öffentliche Einrichtungen benötigen teils dringend Renovierungen und Modernisierungen, um den Bedürfnissen unserer Gemeinde gerecht zu werden.“

Die FWG wolle die Bürgerbeteiligung in Augustdorf stärken. „Auch die Bildung von Bürgerräten, welche von Institutionen wie “Mehr Demokratie” ausdrücklich empfohlen werden, stellen ein neues, innovatives Instrument für mehr Beteiligung dar, welches sich auch in unserer Gemeinde wiederfinden muss“, so Marx.

In seiner Rede griff Marx auch die Vorteile der KI-Unterstützung und Digitalisierung auf. Zudem forderte er, dass die Rahmenbedingungen für die Unternehmen verbessert werden. „Wir müssen uns dafür einsetzen, dass unsere Unternehmen die notwendige Unterstützung erhalten, um erfolgreich zu sein und Arbeitsplätze in unserer Gemeinde zu sichern“, erklärt Dennis Marx.

CDU: Ampelkritik und strategische Ausrichtung von Augustdorf

„Unsere Überzeugung als CDU ist, dass die aktuelle Ampelpolitik kommunalfeindlich ausgerichtet ist und maßgeblich für die finanziellen Ungleichgewichte verantwortlich ist“, griff CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Huppke die Bundesregierung an. Es sei insbesondere den Gewerbetreibenden zu danken, durch welche hohe Steuereinnahmen erwirtschaftet werden konnten.

Der stellvertretende Vorsitzende der Kreistags-CDU blickte auch auf Kreisebene: „Die steigende Kreisumlage sowie Jugendamtszulage sind weitere Belastungen, denen wir gegenüberstehen. Sie könnten uns die Suppe 2025 ganz ordentlich versalzen!“ Augustdorf müsse sich diesen Herausforderungen stellen und bestmögliche Lösungen finden.

„Ich möchte sie alle daran erinnern, dass wir mit Ratsbeschluss vom 10.03.2022 beschlossen haben, dass gemeinsam Leitlinien und strategische Ziele erarbeitet werden“, machte Huppke auf einen Ratsbeschluss aufmerksam. Es sein gut, dass diese Arbeit nun beginnen soll. „Somit ist der vorliegende Haushalt zugleich die Eröffnung einer Debatte über die zukünftigen bezahlbaren Aufgaben und Projekte.“

FDP: Bürgerhaushalt und Ablehnung

„An dieser Stelle mahnen wir den Kreis Lippe sowie die LWL an, ihre Ausgaben genauestens zu prüfen und auf Luftschlösser, Personalaufwand und überzogene Standards zu verzichten“, mahnte FDP-Fraktionsvorsitzender Roger Ritter. Gleichzeitig kritisierte Ritter auch die Zuweisungen der Landesmittel. Diese würden Kommunen im Kreis Lippe benachteiligen und kreisfreie Städte bevorzugen.

„Entweder Ausgaben senken oder Einnahmen erhöhen, würde der Kaufmann sagen. Die Schulden von heute sind die Probleme von morgen!“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. „Um Gelder effizienter aufzuwenden und die Öffentlichkeit transparent mit einzubeziehen, kann ein Bürgerhaushalt zielführend sein. Aus diesem Grund wird in der nächsten Ratssitzung ein entsprechender Antrag der FDP-Fraktion kommen“, erklärte Ritter.

Auch kritisierte der FDP-Fraktionsvorsitzende die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Ordnungsamtes. „Die Personalplanung in Zusammenhang mit dem ausgelagerten Ordnungsdienst führen unserer Meinung nach nicht zu einer Verbesserung der allgemeinen Lage oder zur Verbesserung des Sicherheitsgefühlt der Einwohner.“

„Es ist zu viel Dunkelheit als Licht im Haushalt“, erklärte Ritter. Aus diesem Grund lehnte die FDP-Fraktion den Haushalt ab. DBA, SPD, FWG und CDU stimmten für den Haushalt.

Am Ende bedankten sich Bürgermeister Thomas Katzer und Kämmerer Patrick Herrmann bei den Fraktionen für die konstruktive Zusammenarbeit. Auch in diesem Jahr sprach der Kämmerer seiner Mitarbeiterin Stephanie Schneider einen besonderen Dank aus. Diese habe den Haushalt sehr gut vorbereitet.

Mitteilungen aus Rat und Verwaltung 12. März 2024

In der Nähe von Greifswald 1946 geboren, verschlug es Heinz Stolp als jungen Mann 1960 zusammen mit seinen Eltern nach Augustdorf. 14 Jahre lang lebte die Familie am Birkenweg. Damals gab es den heutigen Waldfriedhof noch nicht und das Gelände wurde von der Bundeswehr als Übungsfläche genutzt. Einige Meter weiter befand sich eine kleine Müllhalde und weiter in Richtung Rühlmannstätte war ein Sportplatz.
In Zeiten ohne Instagram, Tik Tok und ab 1962 mit nur 2 Fernsehprogrammen, die auch nur stundenweise ausstrahlten, hielt man sich viel draußen in der Natur und an der frischen Luft auf. Auch wurde viel mit dem Vater zuhause repariert und gebaut. Dabei lernte er, dass Handwerk seine Sache ist. Auf einem seiner Streifzüge fand der damals junge Heinz am Gelände des heutigen Waldfriedhofes eine alte Kaffeemühle. Ermuntert, durch das gemeinsame Werkeln mit seinem Vater, entfernte er die Schublade und das Mahlwerk, drehte die Mühle kurzerhand auf den Kopf und hatte so sein erstes Vogelhäuschen gefertigt.
An einem Baum befestigt stellte Heinz Stolp dann ein Jahr später fest, dass seine Idee von einem Vogelpärchen angenommen wurde und sich ein schönes Vogelnest in der alten Kaffeemühle befand. Inspiriert von seinem Erfolg und mit einem wachen Auge für die Natur, stellte er fest, dass es in seiner direkten Umgebung wohl eine Vielfalt an Vogelarten, jedoch kaum Nistmöglichkeiten gab.

Auch die Idee, Nistkästen aus vorhandenen Materialien nachhaltig zu fertigen, beschäftigte ihn. Wenn es seine Zeit zuließ, zog sich der gelernte Dreher und spätere Maschinenbautechniker gerne an seine Werkbank zurück und ersann für die verschiedenen Vogelarten Nistkästen aus nachhaltigen Materialien. Damals hing er diese Nistkästen noch selbst im Wald auf. Das war vor nun bereits 60 Jahren. Heute baut Heinz Stolp immer noch gerne hin und wieder Nistkästen. Dabei verwendet er auch weiterhin nachhaltige Materialien. Auch wenn er schon lange nicht mehr in Augustdorf wohnt, fühlt er sich trotzdem der Gemeinde weiterhin verbunden. Zu diesem 60. zugegeben eher ungewöhnlichen Jubiläum spendet der heute 77jährige fünf Stück seiner selbst gefertigten Vogelhäuschen der Gemeinde Augustdorf. Dabei ist es ihm wichtig, vielen verschiedenen Vogelarten eine Nistmöglichkeit zu geben. Es gibt je einen Kasten für Kohlmeisen, Blaumeisen, den Star, den Fliegenschnäpper sowie einen weiteren für Höhlenbrüter, wie die Bachstelze. „Nur selbst auf eine Leiter steigen und aufhängen möchte ich die in meinem Alter nicht mehr“, erklärt Heinz Stolp verschmitzt lächelnd. Nach kurzer Rücksprache mit der Gemeinde Augustdorf traf man sich Anfang März auf dem Waldfriedhof zur Übergabe der Vogelhäuschen. Das passiert der Gemeinde auch nicht allzu häufig und deswegen bedankt sich der Fachbereichsleiter Bauen, Planen und Umwelt, Norbert Wehmeier, sehr herzlich bei Herrn Stolp. Als kleine Aufmerksamkeit übereicht er im Namen der Gemeinde eine große Tafel Schokolade und eine deftige Mettwurst.

Es war ein bitterer Abend für die 1. Herrenmannschaft der SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof. Im Spiel gegen den Landesligaabsteiger und Spitzenreiter in der Bezirksliga setzte es eine deutliche 26:44-Niederlage. „Es hat einfach nichts funktioniert“, zeigt sich Trainer Marius Bolte nach dem Spiel enttäuscht. Am Sonntag geht es gegen Horn-Bad Meinberg weiter.

Die Mannschaft aus Bösingfeld erwischte den deutlich besseren Start. Nach sechs Spielminuten stand es 0:4. Nach weiteren vier Spielminuten schließlich 1:7. Auch eine Auszeit der Sandhasen half nicht weiter. „Wir haben absolut nicht unseren Handball gespielt. In der Abwehr waren wir zu harmlos und im Angriff zu unkoordiniert“, so Bolte. Bis zur Halbzeit konnten die Bösingfelder ihren Vorsprung schließlich auf 10:22 ausbauen.

„In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Abwehr nochmal umgestellt und Bösingfeld damit zuerst vor Herausforderungen gestellt“, erklärt der Sandhasen-Coach. Gleichzeitig gelang es den Sandhasen aber nicht, im Angriff die notwendigen Tore zu erzielen. „Bösingfeld hat verdient gewonnen und einen guten Handball gespielt“, so das Fazit des Trainers.

Am Sonntag spielen die Sandhasen gegen Tabellennachbarn Horn-Bad Meinberg. „Die Punkte müssen wir uns holen“, sagt Bolte. Die Trainingswoche werde genutzt, um sich auf den Gegner einzustellen. „Aber auch wir müssen wieder zu unserer Art des Handballspielens zurückfinden“, so Marius Bolte zum Abschluss.

Textquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof
Fotoquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof

Berufsinformationsbörse BIB findet am Mittwoch, 20.03.2024, von 12:30 Uhr bis 17:00 Uhr, in der Aula am Gymnasium in Schloß Holte-Stukenbrock mit 68 Ausstellern statt

(Schloß Holte-Stukenbrock). „Was möchtest Du mal werden?“ – Auf diese Frage haben nicht alle Jugendlichen sofort eine Antwort parat. Oft fehlt es an Ideen oder den Informationen darüber, welche Berufe es in der eigenen Region oder Stadt überhaupt gibt. Hier hilft die Berufsinformationsbörse (BIB) der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock weiter. Sie findet statt am Mittwoch, 20.03.2024, von 12:30 Uhr bis 17:00 Uhr, in der Aula am Gymnasium und bietet mit 68 Ausstellern aus Schloß Holte-Stukenbrock und der Umgebung einen umfangreichen Einblick in mögliche Berufe sowie Ausbildungswege und Studiengänge. 

„Mit der BIB wollen wir den Jugendlichen die Chance geben, Berufsinformationen aus erster Hand zu erhalten und Kontakte zu knüpfen“, informiert Katharina Fraune, Fachbereichsleiterin Wirtschaft und Stadtentwicklung der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock. „Eine große Spanne der Schülerschaft, von der Jahrgangsstufe 8 bis zur Oberstufe, nutzt in und außerhalb der Unterrichtszeiten die Gelegenheit, mit möglichen Ausbildungsbetrieben oder den Studienberatungen der Hochschulen in Kontakt zu treten und eventuell sogar ganz spontan schon ein Vorstellungsgespräch oder direkt einen Praktikumsplatz zu vereinbaren“, weiß Lena Lenz, Übergangscoachin des AWO Kreisverbands Gütersloh e.V., zuständig für die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock. „Die jungen Menschen bereiten sich zum Teil intensiv im Unterricht auf den Besuch der BIB vor“, berichtet sie.

Die Berufsinformationsbörse gibt es bereits seit 2008, zunächst an wechselnden Schulstandorten in Schloß Holte-Stukenbrock. Aufgrund der Vielzahl an Ausstellern findet die BIB seit 2013 in der Aula am Gymnasium statt. „In diesem Jahr dürfen wir mit 68 Austellern auch einen neuen Ausstellerrekord verzeichnen“, freuen sich Fraune und Lenz. Seit 2018 dauere die BIB zudem bis in den späten Nachmittag. „Der Wunsch danach kam seinerzeit von den Betrieben, um den Eltern zu ermöglichen, ihre Kinder bei dem Besuch zu begleiten“, informiert Lenz. Eltern und weitere Interessierte seien demnach sehr herzlich willkommen.

Die BIB bietet sowohl für die jungen Besucherinnen und Besucher als auch für die Aussteller einen besonderen Mehrwehrt. „Die Jugendlichen erhalten einen sehr umfangreichen Einblick in die beruflichen Möglichkeiten in Industrie, Handwerk und im Dienstleistungssektor der Region und damit wichtige Impulse für die Berufsfindung“, sagt Lenz. „Und die Aussteller können die Jugendlichen als potentielle Nachwuchskräfte direkt ansprechen und für sich gewinnen“, ergänzt Fraune. Ein Highlight in diesem Jahr sei wieder die sogenannte Pflegeinsel, ein Gemeinschaftsverband des Pflegenetzwerkes SHS. „Hier ist unser besonderes Ziel, den Pflegeberuf für die jungen Menschen interessant zu machen“.

Die Liste der Aussteller mit den jeweiligen Ausbildungsmöglichkeiten findet sich auf der Internetseite der Stadtverwaltung und kann dort heruntergeladen werden. „Wir freuen uns schon sehr auf die diesjährige BIB und wünschen allen Beteiligten sowie Besucherinnen und Besuchern einen interessanten und zielführenden Austausch“, schließt Fraune.

Die Internetseite der Stadtverwaltung findet sich unter www.stadt-shs.de.

Die Ausstellerliste steht hier zum Download bereit: https://www.schlossholtestukenbrock.de/rathaus-stadt/wirtschaftsfoerderung/berufsinformationsboerse.

Am Ende jubelte erneut das Team HandbALL zusammen mit den zahlreichen Fans. Die Lipper schlugen am Sonntagnachmittag LIT 1912 II mit 29:27. Und es blieb wie sooft mittlerweile im Handball bis in die Schlussminute spannend: Die Gäste von Matthias Struck spielten starke erste 30 Minuten und gingen mit einem Vorsprung von sechs Treffern in die Pause. LIT drehte das Spiel allerdings binnen zehn Minuten und setzte sich sogar kurzzeitig nach vorne, von da an war das Match ein Vergleich auf Augenhöhe. „Schlüssel zum Erfolg war unsere Abwehrarbeit. Ich denke, wir haben auch verdient mit zwei Toren gewonnen“, sagte THL-Coach Matthias Struck nach dem Spiel.

„Wie vor dem Spiel gesagt, war auch dieses Derby wieder eng und spannend“, äußerte sich Struck nach der Partie. „Man hat gemerkt, dass bei der Mannschaft der Wille absolut da war heute. Wir haben eine unglaublich gute Abwehrleistung gezeigt in der ersten Halbzeit“, profitierten die Gäste auch von einigen Unkonzentriertheiten im Spiel von LIT. „Wir haben in dieser Phase die Fehler von LIT – sie verlieren den Ball, machen technische Fehler – super genutzt und uns mit Gegenstößen direkt abgesetzt“, so Struck. Das Team HandbALL führte erst mit drei oder vier Toren, je näher die Pause rückte dann auch mit fünf oder sechs Treffern. Nach dem 14:7 fiel per Siebenmeter von LIT noch der 14:8-Pausenstand

„Leider haben wir gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ein paar sehr leichte Fehler gemacht“, sah der Trainer des THL nun die Gastgeber auf dem Vormarsch. LIT kam sehr schnell zurück ins Spiel und stellte nur gut zehn Minuten nach Beginn des zweiten Durchgangs auf Unentschieden. „Wir haben dann auch in Unterzahl zu leichtfertig unsere Bälle hergeschenkt. LIT konnte dann mit sehr einfach erarbeiteten Treffern schnell verkürzen und in Führung gehen“, traf Ole Günter für LIT zum 19:18 in der 42. Minute.

„Gut war aber, dass wir uns davon nicht so stark haben beeindrucken lassen, sondern wir haben einfach weitergearbeitet und in der Abwehr an ein paar Stellschrauben gedreht, so dass wir da wieder besser stehen“, so Struck. Mit unserem Abwehr- und Torhüterspiel im Verbund haben wir dann wieder das Spiel in den Griff bekommen und konnten im Angriff dann auch wieder geduldiger agieren. Aber der Schlüssel war erneut unsere gute Abwehrarbeit“, siegten die Gäste am Ende verdient mit zwei Toren. Aber erst Frederik Puls war es, der mit seinem vierten Treffer zum 29:27 fünf Sekunden vor Ende die Entscheidung brachte.

Team HandbALL: Kleinschmidt, Goldbecker; Runge 1, Carstensen 6, ter Duis 1, Oetjen 1,  Hasenkamp 5, Puls 4, Battermann 1, Hübke 2, Bakker, Bilanzola, Geislers 4, Hansen 4/1, Micheely, Hollstein. 

Neue Perspektiven für Ausbildungsberufe

KREIS LIPPE. Das Jobcenter Lippe setzt sich kontinuierlich dafür ein, Arbeitsuchende bestmöglich auf dem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. In diesem Zusammenhang wurden die Mitarbeitenden des Arbeitgeberservice jetzt von Ausbildungsberater Martin Raithel von der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold über neue Ausbildungsberufe und die Neukonzeption einiger Berufsbilder informiert.

Unter anderem wurden die Berufe „Gestalter für immersive Medien“, „Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Fachrichtung Caravan- und Reisemobiltechnik“, „Kunststoff- und Kautschuktechnologe“, „Industriemechanik“ und „Industrieelektronik“ vorgestellt. Diese Berufe bieten spannende Perspektiven in zukunftsorientierten Branchen und sind besonders gefragt auf dem Weg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Interessant waren auch Raithels Ausführungen zu Veränderungen bei Ausbildungsgängen in der Hotel- und Gastronomiebranche, die jetzt vielfältigere Entwicklungsmöglichkeiten als früher bieten und besser auf die unterschiedlichen Potenziale der Ausbildungsplatzsuchenden abgestimmt sind.

Die Mitarbeitenden des Arbeitgeberservice zeigten großes Interesse an den neuen Ausbildungsberufen und konnten viele wertvolle Informationen sammeln. Birgit Potthoff-Edler, Fachgebietsleiterin des Arbeitgeberservice: „Durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer können wir nun noch gezielter Ausbildungs- und Arbeitsuchende über diese innovativen Berufsfelder informieren und sie bei der Suche nach passenden Ausbildungsplätzen unterstützen.“

Das Jobcenter Lippe freut sich über die gelungene Veranstaltung und bedankt sich bei Martin Raithel für die informative Präsentation. „Gemeinsam setzen wir uns weiterhin dafür ein, die Kundinnen und Kunden des Jobcenters bestmöglich zu fördern und ihnen neue Perspektiven auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu eröffnen“, so Potthoff-Edler abschließend.

Es bietet Beratung, Information und Begegnung für Bürgerinnen und Bürger zu Gesundheitsthemen an. Bei der Feierstunde zur Eröffnung haben zwei prominente Gäste gratuliert.

Der Kreis Lippe hat sein erstes Gesundheitszentrum im grundsanierten Obergeschoss des Ceweco-Gebäudes eröffnet. Seit dem 8. März können sich Lipperinnen und Lipper über Gesundheitsthemen informieren und beraten lassen.

„Das Gesundheitszentrum Oerlinghausen bietet Ratsuchenden bei der Fülle an Informationen im Internet und der zunehmenden medizinischen Spezialisierung, die Möglichkeit, sich individuell über Gesundheitsthemen zu informieren und zu erkennen, welche Informationen für sie relevant sind“, beschreibt Landrat Dr. Axel Lehmann das Angebot des Zentrums. „Das finde ich sehr wichtig, um sich in unserem komplexen Gesundheitssystem besser zurechtzufinden“, sagt er. Dr. Kerstin Ahaus, Leiterin des Gesundheitsamtes des Kreises Lippe, ergänzt: „Wer sich besser zurechtfindet, kann sich aktiv am eigenen Behandlungs- und Genesungsprozess beteiligen. Das ist hier unser Ziel.“

Die Bürgerinnen und Bürger können im Gesundheitszentrum Oerlinghausen persönlich vorbeikommen, telefonisch einen Termin vereinbaren oder auf Veranlassung von Ärzten Kontakt aufnehmen. Mit kompetenter Beratung zu gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung, finanziellen, sozialen und technischen Unterstützungsmöglichkeiten, der Suche nach einer passenden Anlaufstelle und vielem mehr, hilft das Gesundheitszentrum Bürgerinnen und Bürgern da, wo Leistungserbringer nicht unterstützen können. Alle Angebote und Beratungen sind zudem kostenlos.

Bei der feierlichen Eröffnung hat Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, persönlich gratuliert: „Lippeweit – Lippestark! Die gesundheitliche Versorgung der Menschen in unseren ländlichen Räumen ist ein Garant für gleichwertige Lebensverhältnisse. Mit der Eröffnung des Gesundheitszentrums wird ein weiterer Meilenstein auch in Sachen Information und Beratung rund um Gesundheit und Pflege erreicht. Mit dem ‚guLIP – Gesundes Land Lippe‘ wird zudem ein weiteres Projekt aus der REGIONALE 2022 in Ostwestfalen-Lippe umgesetzt. Und so ganz nebenbei wurde mit der Nachnutzung des Kontorgebäudes noch der Nachhaltigkeit Rechnung getragen und gleichzeitig soll das Gesundheitszentrum zu einer Aufwertung der Oerlinghauser Innenstadt beitragen. Vier gute Gründe für 1,2 Millionen Euro aus der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes.“

Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling lobt das Potential des Gesundheitszentrums: „Die Gesundheit ist unser aller höchstes Gut, für deren Erhalt sich jeder Einsatz lohnt. Das Zentrum hat Vorbildcharakter für Ostwestfalen-Lippe, wie sich medizinische und pflegerische Versorgung zusammenbringen lässt. Für Sie, liebe Lipperinnen und Lipper, wird das jetzt noch etwas einfacher“, sagt sie.

„Das Gesundheitszentrum ist ein Gewinn für die Oerlinghauserinnen und Oerlinghauser. Ich bin gespannt und freue mich darauf, wie es sich hier etablieren wird“, sagt Volker Neuhöfer, stellvertretender Bürgermeister von Oerlinghausen. Eine enge Kooperation mit den niedergelassenen Haus- und Fachärzten und weiteren Fachkräften aus dem Bereich der Gesundheitsversorgung ist für die Zukunft gewünscht. In ein paar Tagen eröffnet außerdem das zweite Gesundheitszentrum des Kreises Lippe. Es wird in Lügde für Bürgerinnen und Bürgerinnen eine Anlaufstelle.

Die Derby-Wochen gehen in die dritte Runde. Am heutigen Sonntag folgt um 17 Uhr der Anwurf zum dritten Spiel binnen 15 Tagen gegen Teams aus dem nahen Umkreis von Lemgo und Augustdorf. Das Team HandbALL ist zu Gast bei LIT 1912 in der Sporthalle der Grundschule Hille-Nord in Nordhemmern. „Wir haben zwei von drei Derbys gewonnen, das dritte wollen wir nun auch gewinnen“, freut sich Trainer Matthias Stuck zusammen mit seinen Jungs auf die Partie.

„Schon das Hinspiel war hart umkämpft“, blickt der THL-Trainer zurück. „Das sehr spannende und enge Spiel haben wir am Ende für uns entschieden“, siegte das Team HandbALL gegen LIT im Heimspiel im Oktober mit 39:33. Damals war dieses Spiel das einzige des Derby-Dreierpacks, dass die Lipper gewinnen konnten. Nun sind die Jungs heiß auf den Six-Pack, was die Punkte aus den drei Derbys angeht. 

„Ganz wichtig ist, dass wir, gerade weil die letzten Wochen so gut gelaufen sind, nicht anfangen, die Gegner, die jetzt kommen, zu unterschätzen“, warnt Struck. „Wir müssen weiter an uns arbeiten, den Fokus bei uns behalten und unsere Leistung Woche für Woche versuchen zu verbessern und weiterhin abzurufen. Wenn wir diese Stabilität, wie wir sie jetzt im Spiel haben, weiter gewährleisten können, dann haben wir in den nächsten Wochen und gerade auch jetzt am Sonntag guten Chancen, unser Punktekonto weiter aufzufüllen“, sagt Matthias Struck.

Das Team HandbALL kann mit einem starken Auftritt erneut einen Schritt auch in der Tabelle nach vorne machen und den Abstand nach unten etwas vergrößern, auch wenn es in der Staffel Nord-West zuweilen sehr eng zu geht. Mit LIT wartet aber zunächst ein harter Brocken, der nur fünf Zähler hinter dem Team HandbALL liegt. „Es erwartet eine heiße Aufgabe, nicht zuletzt, weil LIT als Tabellenletzter dasteht. Sie werden sicherlich hochmotiviert ins Spiel gehen“, ist sich Matthias Struck sicher.

„Ich glaube wir müssen uns wieder weh tun, um unsere Tore zu bekommen. Wir müssen sehr viel Geduld haben, den großen Innenblock in Bewegung bringen, um dann mit Geduld und langem Spiel vorne gute Chancen zu bekommen. Und diese müssen wir natürlich auch nutzen“, führt der Coach weiter aus. „Ganz wichtig wird erneut sein, dass wir selber hinten stabil in der Abwehr arbeiten und stehen.“

Das Team HandbALL reist mit vollem Fokus und voller Motivation in den Mühlenkreis. „Wir wollen dieses wichtige Spiel im Kampf um den Klassenerhalt mit breiter Brust angehen“, gibt Matthias Struck aus. Fans können die Mannschaft am Sonntag vor Ort unterstützen oder auf sportdeutschland.tv wie gewohnt das Spiel im Livestream verfolgen. 

Textquelle: Team HandbALL