Neues Eingangs- und Ausstellungsgebäude eröffnet
Detmold (lwl). Mit der Eröffnung des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes schlägt das LWL-Museum Hellerlecht in Detmold ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf. Das als LWL-Freilichtmuseum Detmold bekannte Museum präsentiert sich ab sofort unter neuem Namen und mit einem Gebäude, das Nachhaltigkeit, Besucherorientierung und innovative Architektur miteinander verbindet. In vier Jahren Bauzeit entstand ein Bauprojekt, dessen Erkenntnisse über Westfalen-Lippe hinaus Bedeutung für die Museums- und Kulturlandschaft haben sollen.
„Für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist das Gebäude mehr als ein Neubau. Wir versprechen uns vom Projekt überregionale Strahlkraft, die dem Museum eine Vorreiterrolle in der deutschen Museumslandschaft verschaffen soll“, sagte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Georg Lunemann, am Mittwoch (1.7.) in Detmold. „Das neue Gebäude steht auch für die Verantwortung, die wir als Kulturinstitution gegenüber Mensch, Kultur und Klima übernehmen.“
„Das neue Gebäude ist Ergebnis des politischen Willens der Kommunen, in Kultur und Identität zu investieren“, so Eva Irrgang, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe. „Das Museum stärkt so die Attraktivität der Region.“
Das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude mit einer Bausumme von insgesamt 58 Millionen Euro wurde von Beginn an als Modellprojekt für nachhaltiges Bauen konzipiert. Der LWL verfolge damit das Ziel, neue Wege für den ressourcenschonenden Bau und Betrieb von Museumsgebäuden zu gehen, so Lunemann.
Museumsgebäude gehören aufgrund ihrer konservatorischen Anforderungen zu den besonders energieintensiven Gebäudetypen. Vor diesem Hintergrund wurde das Forschungsprojekt „ECOsights“ entwickelt. In einem interdisziplinären Verbund arbeiteten Fachleute aus Architektur, Bauphysik, Gebäudeklimatik, Energietechnik und Bildungswissenschaften daran, neue Konzepte für nachhaltige Museumsbauten zu entwickeln und wissenschaftlich zu begleiten. Ziel war es, übertragbare Grundlagen für energieeffiziente und ressourcenschonende Museumsgebäude zu schaffen.
Dabei stehen unter anderem die Verwendung nachwachsender und regional verfügbarer Baustoffe, die Reduzierung energieintensiver Materialien sowie innovative Klima- und Energiekonzepte im Mittelpunkt. Der Neubau gilt als einer der ersten Museumsbauten in Deutschland mit einem ganzheitlich nachhaltigen Ansatz.
Unterstützung durch Forschung und Förderung
Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Unterstützt wurde das Vorhaben unter anderem durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die die Forschungsarbeiten im Rahmen des Projektes „ECOsights“ fördert.
Neue Möglichkeiten für Besucherinnen und Besucher
Der Neubau verbessert die Rahmenbedingungen für den Besuch im LWL-Museum Hellerlecht grundlegend. Das Gebäude vereint Ausstellungs-, Informations- und Veranstaltungsflächen unter einem Dach. Neben der 800 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche, auf der zukünftig jährlich große Sonderausstellungen gezeigt werden, bieten Vortrags- und Workshopräume, eine Mühlenwerkstatt für Kinder sowie das neue „Bistro Hellerlecht“ zusätzliche Angebote für Gäste, Gruppen und Veranstaltungen. „Wir sind im LWL stolz auf dieses Bauprojekt, das mit diesem Gebäude beispielhaft für nachhaltiges Bauen im Kulturbereich steht. Es wurde als Modellprojekt mit zukunftsweisenden Technologien konzipiert und wird Maßstäbe für ressourcenschonende Kulturinfrastrukturen setzen“, unterstrich Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des LWL, die Zielsetzung des Projekts.
Die neue Besucherführung durch ein interaktives Geländemodell im Foyer des Forums erleichtere die Orientierung im Gelände und schaffet einen Erlebnispunkt – auch in den Wintermonaten. Eine Installation der Technischen Hochschule OWL in Zusammenarbeit mit dem KreativInstitut OWL mache das Museum zu einer interaktiven 3D-Welt, durch die sich die Besuchenden navigieren können.
Neue Ausstellungsformate
Darüber hinaus bietet das Gebäude Raum für neue Ausstellungsformate, die so bisher nicht im Museum gezeigt werden konnten. „Die Besucherinnen und Besucher erleben in unserem neuen Forum Themen der Alltagskultur zukünftig nicht nur über Objekte aus dem Bestand des Museums: Sie sehen Exponate aus unserer reichhaltigen Sammlung gemeinsam mit beeindruckenden Leihgaben aus nationalen wie internationalen Museen, Galerien und Privatsammlungen – ein Erlebnis, auf das ich mich persönlich sehr freue“, so Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin des LWL-Museums Hellerlecht. Das Gebäude mit seiner nachhaltigen Architektur werde selbst zum Ausstellungsobjekt und Lernort.
Impuls für Region und Museumslandschaft
Das LWL-Museum Hellerlecht gehört mit seinem rund 90 Hektar großen Gelände und etwa 120 historischen Gebäuden zu den bedeutendsten Freilichtmuseen Europas. Jährlich besuchen rund 150.000 Menschen die Einrichtung.
Das Gebäude bildet einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft: Während das Museum die historische Bau- und Alltagskultur Westfalens bewahrt, zeigt der Neubau, wie die Prinzipien nachhaltigen Bauens in die Gegenwart übertragen werden können. Die im Rahmen von ECOsights gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig anderen Museen und Kultureinrichtungen zur Verfügung stehen. „Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Fachplanung, Bauverwaltung und Museum eng zusammenarbeiten“, fasste Urs Frigger, LWL-Baudezernent, das Ergebnis des Bauvorhabens zusammen.
Sommerferien im LWL-Museum Hellerlecht
Detmold (lwl). Sommerzeit ist Ferienzeit -das LWL-Museum Hellerlecht hat in den kommenden Ferienwochen ein volles Programm zusammengestellt, damit die Ferienzeit zu Hause ideal genutzt werden kann.
Die Ferien starten direkt mit einem Kreativangebot: Bei wechselnden Mitmachprogrammen können Kinder in der Kreativwerkstatt dienstags und donnerstags von 11 bis 16 Uhr (21.7., 23.7., 28.7., 4.8., 6.8., 11.8., 13.8., 18.8., 20.8., 25.8., 27.8.) und samstags und sonntags (25.7., 26.7., 1.8., 2.8., 8.8., 9.8., 15.8., 16.8., 22.8., 23.8., 30.8.) von 14 bis 17 Uhr mitmachen.
Feurige Schönheiten entstehen am Samstag (25.7.) von 14 bis 17 Uhr beim Mitmachprogramm „Feuerbienen“, wenn Kinder und Erwachsene gemeinsam einen Insektenkörper aus Draht formen. Dieser Rohling wird mit Pappe gefüllt und anschließend in einem Feuer zum Brennen gebracht. Die Materialkosten betragen drei Euro.
Im Laufe der Sommerferien bietet das LWL-Museum Hellerlecht mit den „Naturbegegnungen“ ein buntes Programm für Ferienkinder. Donnerstag und Freitag (13.8. und 14.8.) heißt es „Vom Getreide auf dem Acker bis zum Brot aus dem Backofen“. Jeweils von 9 bis 12.30 Uhr erleben Kinder ab dem Grundschulalter, wie aus Getreide Brot wird. Die Teilnahme an allen Naturbegegnungen kostet jeweils sechs Euro pro Person.
Rund um die Tiere der Lüfte geht es in den Naturbegegnungen am Samstag (15.8.) unter dem Motto „Ausflug in die Welt der Vögel: Nistkastenbau“ und am Sonntag (16.8.) „Kunterbunte Flattermänner“, jeweils von 11 bis 17 Uhr. Hier erfahren Kinder ab sechs Jahren alles über Schmetterlinge und deren Schutz.
Die darauffolgende Ferienwoche startet mit dem „Sommerzeit, Erntezeit!“. Kinder können am Dienstag (18.8.) von 14 bis 17 Uhr während dieses Workshops eine leckere Entdeckungsreise durch das Freilichtmuseum mit anschließendem Mühlenbesuch unternehmen. Bienenfreunde sind am Mittwoch (19.8.) bei „Wilden Bienen muss geholfen werden“ genau richtig. Hier lernen Kinder die Lebensweise der Wildbienen kennen und können in Zusammarbeit mit der Museumstöpferei Wildbienennisthilfen herstellen. Die Naturbegegnungen finden an diesem Tag von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr statt.
Wer lieber bei der Flachsernte fleißig sein möchte, für den ist „Raufen“ ausdrücklich erwünscht. Mittwoch (19.8.), Samstag (22.8.) und Sonntag (23.8.) darf jeweils von 11 bis 16 Uhr der Flachs kräftig gerauft werden.
Am Donnerstag (20.8.) und am Dienstag (25.8.) dreht sich alles rund ums Pferd: Unter dem Titel
„Das Pferd – mehr als ein Reittier“ dreht sich am Donnerstag von 14 bis 17 Uhr alles um die Geschichte und das natürliche Verhalten der Pferde. Am darauffolgenden Dienstag steht bei „So frei, so stark – die Geschichte der Senner Pferde“ von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr die vom Aussterben bedrohte Pferderasse der Senner Pferde im Fokus. Die Teilnehmenden können die Tiere im Anschluss an einen Kurzvortrag im Gelände besuchen. Ebenfalls tierisch geht es am Freitag (21.8.) bei „Kuh und Co.“ zu. Von 10 bis 14 Uhr stehen bei einem Rundgang die Hoftiere im Mittelpunkt, und insbesondere die Frage, wo Eier, Wurst und Wollsocken eigentlich herkommen.
Und auch die letzte Ferienwoche hat in Sachen Programm noch einiges zu bieten: Bei den Naturbegnungen „Von Schafen und Schäfern“ lernen Kinder im Grundschulalter am Mittwoch (26.8.) von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr viel Interessantes rund um die kuscheligen Nutztiere. Wer sich immer schon gefragt hat, warum das Zirpen der Grashüpfer zum Sommer gehört wie Freibadbesuche und Eis essen, erfährt am Donnerstag (27.8.) von 11 bis 16 Uhr Spannendes über die kleinen springenden Tiere.
Freilichtentdecker:innen, die sich für „Alte Kinderspiele“ interessieren, sind am Freitag (28.8) von 11 bis 17 Uhr an der richtigen Adresse. Stelzenlaufen, Kreisel und viele weitere Spiele zählen zum Programm.
Die Kinder sollten unempfindliche Kleidung und Verpflegung mitbringen. Eine Anmeldung ist für alle „Naturbegegnungen“ erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist (Tel. 05231 706 104, E-Mail gro.lwl@dlomted.oreubofni).
LWL-Museum Hellerlecht mit nachhaltigem Bau
Neues Eingangs- und Ausstellungsgebäude eröffnet
Detmold (lwl). Mit der Eröffnung des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes schlägt das LWL-Museum Hellerlecht in Detmold ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf. Das als LWL-Freilichtmuseum Detmold bekannte Museum präsentiert sich ab sofort unter neuem Namen und mit einem Gebäude, das Nachhaltigkeit, Besucherorientierung und innovative Architektur miteinander verbindet. In vier Jahren Bauzeit entstand ein Bauprojekt, dessen Erkenntnisse über Westfalen-Lippe hinaus Bedeutung für die Museums- und Kulturlandschaft haben sollen.
„Für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist das Gebäude mehr als ein Neubau. Wir versprechen uns vom Projekt überregionale Strahlkraft, die dem Museum eine Vorreiterrolle in der deutschen Museumslandschaft verschaffen soll“, sagte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Georg Lunemann, am Mittwoch (1.7.) in Detmold. „Das neue Gebäude steht auch für die Verantwortung, die wir als Kulturinstitution gegenüber Mensch, Kultur und Klima übernehmen.“
„Das neue Gebäude ist Ergebnis des politischen Willens der Kommunen, in Kultur und Identität zu investieren“, so Eva Irrgang, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe. „Das Museum stärkt so die Attraktivität der Region.“
Das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude mit einer Bausumme von insgesamt 58 Millionen Euro wurde von Beginn an als Modellprojekt für nachhaltiges Bauen konzipiert. Der LWL verfolge damit das Ziel, neue Wege für den ressourcenschonenden Bau und Betrieb von Museumsgebäuden zu gehen, so Lunemann.
Museumsgebäude gehören aufgrund ihrer konservatorischen Anforderungen zu den besonders energieintensiven Gebäudetypen. Vor diesem Hintergrund wurde das Forschungsprojekt „ECOsights“ entwickelt. In einem interdisziplinären Verbund arbeiteten Fachleute aus Architektur, Bauphysik, Gebäudeklimatik, Energietechnik und Bildungswissenschaften daran, neue Konzepte für nachhaltige Museumsbauten zu entwickeln und wissenschaftlich zu begleiten. Ziel war es, übertragbare Grundlagen für energieeffiziente und ressourcenschonende Museumsgebäude zu schaffen.
Dabei stehen unter anderem die Verwendung nachwachsender und regional verfügbarer Baustoffe, die Reduzierung energieintensiver Materialien sowie innovative Klima- und Energiekonzepte im Mittelpunkt. Der Neubau gilt als einer der ersten Museumsbauten in Deutschland mit einem ganzheitlich nachhaltigen Ansatz.
Unterstützung durch Forschung und Förderung
Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Unterstützt wurde das Vorhaben unter anderem durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die die Forschungsarbeiten im Rahmen des Projektes „ECOsights“ fördert.
Neue Möglichkeiten für Besucherinnen und Besucher
Der Neubau verbessert die Rahmenbedingungen für den Besuch im LWL-Museum Hellerlecht grundlegend. Das Gebäude vereint Ausstellungs-, Informations- und Veranstaltungsflächen unter einem Dach. Neben der 800 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche, auf der zukünftig jährlich große Sonderausstellungen gezeigt werden, bieten Vortrags- und Workshopräume, eine Mühlenwerkstatt für Kinder sowie das neue „Bistro Hellerlecht“ zusätzliche Angebote für Gäste, Gruppen und Veranstaltungen. „Wir sind im LWL stolz auf dieses Bauprojekt, das mit diesem Gebäude beispielhaft für nachhaltiges Bauen im Kulturbereich steht. Es wurde als Modellprojekt mit zukunftsweisenden Technologien konzipiert und wird Maßstäbe für ressourcenschonende Kulturinfrastrukturen setzen“, unterstrich Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des LWL, die Zielsetzung des Projekts.
Die neue Besucherführung durch ein interaktives Geländemodell im Foyer des Forums erleichtere die Orientierung im Gelände und schaffet einen Erlebnispunkt – auch in den Wintermonaten. Eine Installation der Technischen Hochschule OWL in Zusammenarbeit mit dem KreativInstitut OWL mache das Museum zu einer interaktiven 3D-Welt, durch die sich die Besuchenden navigieren können.
Neue Ausstellungsformate
Darüber hinaus bietet das Gebäude Raum für neue Ausstellungsformate, die so bisher nicht im Museum gezeigt werden konnten. „Die Besucherinnen und Besucher erleben in unserem neuen Forum Themen der Alltagskultur zukünftig nicht nur über Objekte aus dem Bestand des Museums: Sie sehen Exponate aus unserer reichhaltigen Sammlung gemeinsam mit beeindruckenden Leihgaben aus nationalen wie internationalen Museen, Galerien und Privatsammlungen – ein Erlebnis, auf das ich mich persönlich sehr freue“, so Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin des LWL-Museums Hellerlecht. Das Gebäude mit seiner nachhaltigen Architektur werde selbst zum Ausstellungsobjekt und Lernort.
Impuls für Region und Museumslandschaft
Das LWL-Museum Hellerlecht gehört mit seinem rund 90 Hektar großen Gelände und etwa 120 historischen Gebäuden zu den bedeutendsten Freilichtmuseen Europas. Jährlich besuchen rund 150.000 Menschen die Einrichtung.
Das Gebäude bildet einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft: Während das Museum die historische Bau- und Alltagskultur Westfalens bewahrt, zeigt der Neubau, wie die Prinzipien nachhaltigen Bauens in die Gegenwart übertragen werden können. Die im Rahmen von ECOsights gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig anderen Museen und Kultureinrichtungen zur Verfügung stehen. „Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Fachplanung, Bauverwaltung und Museum eng zusammenarbeiten“, fasste Urs Frigger, LWL-Baudezernent, das Ergebnis des Bauvorhabens zusammen.
Realschule Augustdorf mit Rekordzahlen beim Übergang in die duale Ausbildung
Die Realschule Augustdorf verzeichnet 2026 einen Rekord im direkten Übergang in die Arbeitswelt. Von 78 Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 10 wechseln 47 in die duale Ausbildung. Dies entspricht einer Übergangsquote von 60%. Verglichen mit anderen Schulen der Region mit Übergangsquoten von rund 25% sei das schon außergewöhnlich, so Kirsten Kuhlmann, zuständige Berufsberaterin der Agentur für Arbeit. Nahezu jeder Absolvent der RSA, der eine duale Ausbildung beginnen wollte, habe auch einen Ausbildungsplatz erhalten, so Kuhlmann weiter.
Bereits seit Jahren könne die Realschule Augustdorf mit vergleichsweise hohen Übergangsquoten in verschiedenste Ausbildungsberufe glänzen, die erfolgreichen Bewerbungsprozesse dieses Jahrgangs seien aber besonders erfreulich, so Michael Ast, Berufswahlkoordinator an der RSA. Ein früher Einstieg in die Berufswahlorientierung mit einem Berufswahlprogramm, das vor allem auf die Verantwortung und Selbststeuerung der Schülerinnen und Schüler und ihren Eltern im Dialog mit der Agentur für Arbeit setze, engagierte Klassenleitungen und ein günstiges Umfeld in den umliegenden Industriegebieten seien die vorrangigen Gründe für diese Zahlen, so Ast. Rückmeldungen aus den Betrieben und Behörden zeigten zudem, dass „unsere Schülerinnen und Schüler auf dem Ausbildungsmarkt gefragt sind und die Arbeit an unserer Schule wertgeschätzt wird“, so Ast weiter.
Zu einem erfolgreichen Konzept gehöre aber auch, Prozesse stetig zu hinterfragen und auf ihre Effizienz zu überprüfen. Nach fünf Jahren „Augustdorfer Ausbildungs- und Berufswahlmesse“ wird es daher 2026 keine erneute Durchführung dieses lokalen Angebotes mehr geben. Die ursprüngliche Idee von Initiator Wolfgang Huppke, Augustdorfer Schülerinnen und Schüler mit Augustdorfer Betrieben zusammenzubringen, sei über die Jahre leider verwässert, sodass zunehmend immer weniger Aussteller aus Augustdorf an der Messe teilnahmen, so Melanie Grimm, Schulleiterin der RSA. Mit dem endgültigen Rückzug des GIKA, dem Gewerbeinitiativkreis Augustdorf, der die Messe anfangs federführend mitgestaltet hat und dem schwindenden Interesse anderer Augustdorfer Unternehmen gab es schlussendlich keinen wirklichen Grund mehr, mit hohem organisatorischen Aufwand eine eigene Messe durchzuführen, wenn die etwa zeitgleich stattfindende Berufe-Live Messe in den Räumlichkeiten der IHK in Detmold ein ungleich vielfältigeres Angebot an Ausstellern aus der Region vorhalte, so Grimm weiter. Den Wunsch nach einem breiteren Angebot offenbarte auch eine Befragung unter den Lernenden der RSA, dem nun Rechnung getragen würde. „Wir danken dennoch allen Unternehmen, die uns über Jahre in Augustdorf die Treue gehalten haben und freuen uns auf ein Wiedersehen auf der Berufe Live 2026 in Detmold, die fortan wieder regelmäßig besucht wird“, bemerkte die Schulleiterin.
Der übrige Teil des Abschlussjahrgangs 2026 strebe auf den umliegenden weiterführenden Schulen das Fachabitur oder Abitur an, erklärte die Schulleiterin. 35 Schülerinnen und Schüler hätten mit besonders guten Zeugnissen den Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe erreicht.
IHK Lippe warnt vor Risiken für den heimischen Mittelstand
Erbschaftsteuer nicht antasten
Nach Medienberichten prüft Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) im Rahmen geplanter Steuerreformen auch ein Modell, das eine Gegenfinanzierung über eine höhere Erbschaftsteuer vorsähe. Die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) sieht darin eine erhebliche Gefahr für die vielen familiengeführten Unternehmen in der Region und spricht sich klar gegen eine Anhebung aus.
Kurz vor den Beratungen der Koalitionsspitzen sind laut Berichten zwei mögliche Reformmodelle aus dem Bundesfinanzministerium bekannt geworden. Beide Varianten sollen vor allem kleine und mittlere Einkommen steuerlich entlasten und im Gegenzug höhere Steuern für Spitzenverdiener vorsehen. Ein Unterschied zwischen den Modellen liegt jedoch in der Finanzierung: Während ein Modell auf eine höhere Erbschaftsteuer zur Gegenfinanzierung verzichtet, sieht das umfangreichere Modell genau diese Möglichkeit ausdrücklich vor. Eine endgültige Entscheidung darüber, ob und in welcher Form die Reform umgesetzt wird, steht noch aus.
„Eine Erhöhung der Erbschaftsteuer trifft in Lippe nicht anonyme Großkonzerne, sondern Familienunternehmen, die seit zwei, drei oder sogar vier Generationen am Standort verwurzelt sind“, erklärt Volker Steinbach, Präsident der IHK Lippe. „Gerade diese Betriebe stehen für Verlässlichkeit, für Ausbildungsplätze und für eine Standorttreue, die man in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollte.“
Der lippische Mittelstand sei geprägt von inhabergeführten Betrieben, die langfristig planen und in der Regel den überwiegenden Teil ihres Vermögens im Unternehmen gebunden haben, so die lippische Kammer. Eine höhere Erbschaftsteuer könne bei der nächsten Generationenübergabe schnell zu Liquiditätsproblemen führen, etwa wenn Steuerlasten aus dem Betriebsvermögen selbst finanziert werden müssten, obwohl dieses in Maschinen, Immobilien oder Beteiligungen gebunden ist.
„Wer Nachfolgeregelungen erschwert, gefährdet am Ende Arbeitsplätze und Investitionskraft direkt vor Ort“, warnt IHK-Hauptgeschäftsführerin Svenja Jochens weiter. „Wir appellieren an die Koalitionsspitzen, bei der weiteren Ausgestaltung der Reform die besondere Situation familiengeführter Mittelstandsunternehmen im Blick zu behalten und auf eine Verschärfung der Erbschaftsteuer zu verzichten. Die IHK Lippe wird die weiteren Beratungen der Koalition daher aufmerksam verfolgen und sich als Stimme der regionalen Wirtschaft aktiv in die Debatte einbringen.“
Kreis Lippe sucht 300 Statisten für Großübung in Blomberg
Katastrophenschutz übt den Ernstfall
Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit mehrere hundert Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen? Wie gelingt es, eine Schule in eine funktionierende Betreuungseinrichtung zu verwandeln? Und wer kümmert sich in einer solchen Lage um die betroffenen Bürger? Um im Ernstfall schnell und professionell helfen zu können, erprobt der Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe dieses Szenario im Rahmen einer Großübung. Für Samstag, 18. Juli, sucht die Verwaltung nun 300 Freiwillige, die als Statisten auftreten.
Zwischen 10 und 14 Uhr werden ehrenamtliche Kräfte der Hilfsorganisationen und der Feuerwehren mit einer Aufgabe konfrontiert: Sie müssen die Sekundarschule Blomberg in eine Notunterkunft für bis zu 500 Menschen verwandeln. Hintergrund ist ein fiktiver Waldbrand, der sich Richtung Wohnbebauung ausbreitet.
Gesucht werden Frauen, Männer, Kinder, Familien sowie Menschen mit Beeinträchtigung, die für einige Stunden in die Rolle evakuierter Personen schlüpfen – und das mit allen Ängsten, Problemen und Herausforderungen, die eine solche Extremsituation mit sich bringt. Für Verpflegung ist an dem Tag gesorgt, eine Vergütung gibt es jedoch nicht.
Wer hautnah miterleben möchte, wie Katastrophenschutz in der Praxis funktioniert und gleichzeitig die Einsatzbereitschaft der lokalen Rettungskräfte unterstützen möchte, kann sich bis zum 10. Juli online registrieren unter www.lippeschutz.de (Stichwort: Übung). Hier gibt es auch weitere Informationen.
Stellvertretende Schiedsperson gesucht
Im Schiedsamtsbezirk Augustdorf ist die Stelle einer stellvertretenden Schiedsperson neu zu besetzen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich für das Ehrenamt zu bewerben.
Schiedspersonen versuchen, in Rechtstreitigkeiten zwischen Einwohnern zu vermitteln und so Verfahren vor Gericht zu vermeiden. Sie haben somit eine wichtige befriedende Funktion in der Gemeinde.
Folgende Bedingungen sind für Bestellung in das Amt Voraussetzung:
Die stellvertretende Schiedsperson wird vom Rat der Gemeinde Augustdorf zunächst bis zum 31.12.2028 gewählt. Die Gemeinde zahlt derzeit eine Aufwandsentschädigung und erstattet Sachmittel.
Für Auskünfte wenden Sie sich bitte an Frau Iris Diekmann unter 05237-9710-34 oder ed.frodtsugua@nnamkeid.i.
Bewerbungen sind bis zum 15.07.2026 an den Bürgermeister der Gemeinde Augustdorf, Pivitsheider Straße 16, 32832 Augustdorf, ed.frodtsugua@ofni zu richten.
Gemäß § 3 Abs. 2 Satz 2 SchAG NRW wird darauf hingewiesen, dass Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund ausdrücklich erwünscht sind.
Weitergehende Informationen finden Sie unter:
https://www.justiz.nrw.de/BS/recht_a_z/S/Schiedsamt
https://recht.nrw.de/lrgv/gesetz/01102024-gesetz-ueber-das-schiedsamt-den-gemeinden-des-landes-nordrhein-westfalen
Bürgermeister ändert Verwaltungsorganisation
Ebene des Verwaltungsvorstands wird schrittweise aufgelöst
Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf hat dem Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung vom 07.05.2026 mitgeteilt, dass er die Gemeindeverwaltung schrittweise neu organisieren wird. Zuvor wurden auch die Beschäftigten der Gemeindeverwaltung informiert. Nach Beteiligung von Personalrat und Gleichstellungsbeauftragter konnte der erste Schritt der Umorganisation zum 1. Juni 2026 vollzogen werden.
Insbesondere will der Bürgermeister die Ebene der Verwaltungsvorstände streichen. Diese ist im Jahr 2022 eingeführt worden. „Eine Verwaltung mit ca. 90 Beschäftigten braucht keine 4 oder 5 Führungsebenen“, ist Dr. Wulf überzeugt: „Mir ist die direkte Kommunikation mit den Fachbereichsleitern und den Beschäftigten sehr wichtig. Entscheidungen sollen durch kürzere Wege schneller getroffen werden, Motivation und Zufriedenheit von Mitarbeitern sollen erhöht werden.“
Zum 1. Juni 2026 wurde nun der Vorstandsbereich 2, dem die Fachbereiche III „Bildung, Soziales und Sport“ und IV „Bauen, Planen und Umwelt“ unterstellt waren, aufgelöst. Die Stelle war vakant. Die Fachbereiche III und IV sind dem Bürgermeister wieder unmittelbar unterstellt worden. Der Vorstandsbereich 3, dem aktuell die Gemeindewerke und der Ordnungsbereich zugeordnet sind, soll im Zuge des altersbedingten Ausscheidens des Stelleninhabers im nächsten Jahr abgeschafft werden. Das Ordnungsamt wird dann wieder einem Fachbereich, in dem es sich in der Vergangenheit bewährt hat, angegliedert.
Der Vorstandsbereich 1 soll umorganisiert werden. Insbesondere soll wieder ein Hauptamt geschaffen werden. Dabei soll der Kämmerer und Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters eine herausgehobene Funktion behalten.
Wiedereingerichtet wurde auch das Büro des Bürgermeisters. Das ist in der letzten Wahlperiode aufgelöst worden. Somit ist das Vorzimmer des Bürgermeisters nun wieder unmittelbar dem Chef der Gemeindeverwaltung unterstellt.
Der Bürgermeister hat auch angekündigt, dem Betriebsausschuss und dem Rat einen Vorschlag zur zukünftigen Leitung der Gemeindewerke zu unterbreiten. Die Betriebsleitung soll auf breitere Füße gestellt werden. Es soll wieder einen kaufmännischen und einen technischen Betriebsleiter geben. Die kaufmännische Betriebsleitung kann dem Kämmerer übertragen werden. Die Buchhaltungen der Kernverwaltung und der Gemeindewerke sollen enger verknüpft werden, um die Effizienz und die Resilienz zu erhöhen.
Das aktuelle Organigramm finden Sie auf der Homepage der Gemeinde Augustdorf unter: https://www.augustdorf.de/Verwaltung/Verwaltungsgliederung/
Quelle: Mitteilungen von Rat und Verwaltung
Nach Vereinsauflösung: FWG-Vermögen soll dem HoT Funkenflug zufließen
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 21.05.2026 einstimmig beschlossen, die verbleibenden liquiden Mittel der aufgelösten Freien Wählergemeinschaft Augustdorf e.V. (FWG) in Höhe von rund 4.000 Euro zweckgebunden an das HoT Funkenflug weiterzuleiten. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Weiterleitung unmittelbar nach Eingang der Mittel bei der Gemeinde vorzunehmen und den Liquidator des Vereins entsprechend zu informieren.
Hintergrund ist die Auflösung der Freien Wählergemeinschaft Augustdorf e.V., die in der Mitgliederversammlung am 21.09.2025 beschlossen wurde. Zudem hat die FWG für die 18. Legislaturperiode nicht erneut kandidiert und besteht daher nicht mehr.
Nach der Satzung des Vereins fällt das verbleibende Vereinsvermögen im Falle einer Auflösung, soweit keine Verbindlichkeiten mehr bestehen, an die Gemeinde Augustdorf. Die Mittel sind dabei unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden. Die Verwaltung wird nach Vorlage der abschließenden Liquidations-unterlagen die Übernahme des Vermögens veranlassen und die zweckentsprechende Verwendung sicherstellen.
Mit dem Beschluss folgt der Rat dem Vorschlag, die Mittel dem HoT Funkenflug zugutekommen zu lassen.
Ausschuss spricht sich gegen geplante Dachkuppel aus
Mitteilungen von Rat und Verwaltung
Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt hat am 12.05.2026 über eine Bauvoranfrage zur Erweiterung eines Gebäudes am Kirchweg beraten. Gegenstand der Anfrage war insbesondere die geplante Errichtung einer Dachkuppel.
Für den Bereich gilt der Bebauungsplan Nr. 8b, der ein Allgemeines Wohngebiet mit der Festsetzung „Satteldach“ vorsieht. Nach Einschätzung der Verwaltung würde die geplante Abweichung die Grundzüge der Planung berühren, da mit der Dachkuppel ein neuer, charakterbildender Baukörper entstehen würde.
Auf Empfehlung der Kreisverwaltung Lippe als zuständiger Bauaufsichtsbehörde wurden die angrenzenden Nachbarinnen und Nachbarn beteiligt und über die Planung informiert. Die Ergebnisse der Beteiligung wurden in der Sitzung vorgestellt.
Im Rahmen der Beratung sollte entschieden werden, ob die Gemeinde im Hinblick auf ihre Verantwortung für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung einer Abweichung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zustimmt. Ein Beschlussvorschlag seitens der Verwaltung lag nicht vor.
Nach ausführlicher Beratung wurde die Bauvoranfrage abgelehnt.
Für die Ablehnung stimmten die CDU-Fraktion mit fünf Stimmen, die Fraktion Aufbruch C mit einer Stimme sowie die AfD-Fraktion mit zwei Stimmen. Gegen die Ablehnung stimmten die SPD-Fraktion mit vier Stimmen, die Fraktion FDP/Grüne mit einer Stimme sowie die DBA-Fraktion mit einer Stimme. Damit wurde die Bauvoranfrage mit 8 zu 6 Stimmen abgelehnt.
Ausgabe Juni – Juli in Vorbereitung
Die Juni – Juli Ausgabe des Ortsmagazins „Der Augustdorfer“ entsteht derzeit Schritt für Schritt im Hintergrund. Aktuell werden die eingegangenen Beiträge gesichtet, redaktionell bearbeitet, in das Layout gesetzt und für den Druck aufbereitet – ein Prozess, der Zeit und Sorgfalt erfordert.
Ein Teil der Inhalte stammt von engagierten Ehrenamtlichen aus Vereinen und Institutionen, die mit ihren Einsendungen das Heft lebendig und vielfältig machen. Ebenso tragen natürlich unsere treuen Werbekundinnen und Werbekunden maßgeblich dazu bei, dass das Magazin in dieser Form überhaupt realisiert werden kann.
In der kommenden Woche gehen die Daten in den Druck. Anschließend folgen Weiterverarbeitung und Anlieferung, bevor die Ausgabe am letzten Mai-Wochenende – im Übergang zum 1. Juni – von engagierten Helferinnen und Helfern, unterstützt durch Freundeskreis und Familie, im Ort verteilt wird.
So entsteht Ausgabe für Ausgabe – mit etwas Vorlauf, aber mit dem Anspruch, Ihnen authentische Rückblicke und aktuelle Einblicke, Angebote und Termine aus Augustdorf und Umgebung zu bieten.