Zwei neue Blitzeranhänger und zwei VW Caddy arbeiten für die Verkehrssicherheit in Augustdorf, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lage, Schlangen und Detmold.
Detmold. Die gemeinsam organisierte Geschwindigkeitsüberwachung auf den Straßen der Kommunen Augustdorf, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lage, Schlangen und Detmold ist angelaufen. Seit Anfang Januar überwachen die beteiligten Kommunen nun gemeinsam die Geschwindigkeit des Verkehrs und bieten damit mehr Sicherheit an neuralgischen Verkehrspunkten.
Das Unternehmen Jenoptik hat kurz vor dem Jahreswechsel zwei VW Caddy mit der Verkehrsüberwachungstechnik geliefert, die jetzt im Regelbetrieb sind. Es handelt sich dabei zunächst um zwei Mietfahrzeuge, die zur Überbrückung eingesetzt werden. Noch im ersten Quartal des Jahres sollen die bestellten Fahrzeuge ankommen. In wenigen Tagen gehen zudem zwei Blitzer-Anhänger in Detmold in den Dienst, die für die interkommunale Kooperation angeschafft worden sind.
Die vier Fahrzeuge werden in den beteiligten Kommunen eingesetzt, in denen 25 neue Messstellen identifiziert wurden. Diese neuen Einsatzstellen liegen ausschließlich im Bereich von schützenswerten Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Alten- und Pflegeheimen. „Das ist ein eindeutiges Zeichen für mehr Verkehrssicherheit in den beteiligten Kommunen“, hebt Detmolds Bürgermeister Frank Hilker hervor. Denn darum geht es: „Immer wieder erheben Bürgerinnen und Bürger den Wunsch nach mehr Verkehrsüberwachung“, sagt Christoph Dolle, Bürgermeister in Blomberg. „Dem kommen wir damit nach“, ergänzt sein Amtskollege Matthias Kalkreuter aus Lage. Denn immer noch ist Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen. Marcus Püster, Bürgermeister in Schlangen, verweist darauf, dass 2024 im Kreis Lippe immerhin 123 Kinder und 84 Jugendliche im Straßenverkehr verunglückt sind. Das sind rund 16 beziehungsweise 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Horn-Bad Meinbergs Bürgermeister Michael Ruttner: „Es werden weitere Messstellen hinzukommen, dazu befinden wir uns im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit in einem stetigen Austausch.“ Augustdorfs erster Bürger Dr. Andreas J. Wulf: „Auch in Augustdorf wünschen sich Einwohner mehr Geschwindigkeitskontrollen – besonders dort, wo Kinder durch zu schnelles Fahren gefährdet werden können. Durch die neue Kooperation, die von den Erfahrungen der Stadt Detmold profitieren wird, kommen wir diesem Bedürfnis entgegen.“ Frank Hilker verweist darauf, dass Detmold gerade von der Dekra mit dem Vision-Zero-Award ausgezeichnet wurde, weil es in den vergangenen acht Jahren keine Verkehrstoten auf Detmolder Straßen gab. Dazu hat auch die konsequente Geschwindigkeitsüberwachung beigetragen.
In der Stadt Detmold wird bereits seit Jahren das Tempo des fließenden Verkehrs durch die Kommune selbst überwacht. Dafür sind der Blitzeranhänger „Xena“ und ein VW-Caddy in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Seniorenheimen im Einsatz. Die dabei erworbene Expertise setzt die Stadt Detmold nun auch für die Nachbarkommunen in der interkommunalen Zusammenarbeit ein. Die Basis dafür sind gemeinsame Festlegungen des Landesinnenministeriums und des Ministeriums für Kommunales und Heimat. Die Ministerien haben im Jahr 2024 klargestellt, dass nicht nur Kreise und Kommunen mit mehr als 60.000 Einwohnern selbst die Geschwindigkeit überwachen dürfen, sondern auch kommunale Zusammenschlüsse, die gemeinsam mehr als 60.000 Einwohner zählen.
Dennoch war es bis zur Umsetzung der Idee ein weiter Weg. Zunächst mussten alle sechs Gemeinderäte der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zustimmen, dann wurde das notwendige Personal für den Innen- und den Außendienst bei der Stadt Detmold ausgewählt, eingestellt und geschult.
„Ich möchte mich an dieser Stelle besonders für die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen der Nachbarkommunen bedanken“, sagt Detmolds Bürgermeister Frank Hilker. „Die Umsetzung eines solch innovativen Projekts kann nur gemeinsam und auf Augenhöhe erfolgen. Sowohl die Zusammenarbeit im Kommunalen Ordnungsdienst Detmold – Lippe, als auch im neuen Kommunalen Verkehrsdienst Detmold – Lippe sind aus meiner Sicht eine Blaupause für ausgezeichnete Kooperation der Partnerkommunen hier in Lippe.“
Wie die bereits in Detmold eingesetzte „Xena“, so werden auch die neuen Anhänger Namen erhalten. Die Wahl fiel auf „Hurry“ und „Selly“ – ein Wortspiel in Anlehnung an ein berühmtes Film-Liebespaar.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Blitzer.jpg11541731sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2026-01-15 18:26:272026-01-15 18:26:28Sechs Kommunen organisieren die Geschwindigkeitsüberwachung jetzt gemeinsam
Brigadegeneral Marco Eggert wird in Kürze seine Funktion als Kommandeur der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ abgeben und eine neue Verwendung im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin antreten. Eggert übernahm die Führung der Brigade vor rund drei Jahren im Februar 2023 und führte den Großkampfverband des Heeres durch eine Zeit sehr umfangreicher Umstrukturierung und Neuausrichtungen mit dem Schwerpunkt auf den Aufbau der sogenannten „Mittleren Kräfte“ sowie der Steigerung der Einsatzbereitschaft im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung. Die Nachfolge über das Kommando der Panzerbrigade 21 wird derzeit bestimmt.
In seiner neuen Verwendung übernimmt Brigadegeneral Eggert kurzfristig die Leitung des neu eingerichteten Sonderstabselements Digitalisierung Landbasierter Operationen im Bundesministerium der Verteidigung. Bundesminister Boris Pistorius hatte die Einrichtung dieses neuen Koordinierungselements für die Ministeriumsleitung Ende 2025 bekanntgegeben. Eine erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung der Landstreitkräfte hat der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, kürzlich als „kriegsentscheidend“ bewertet, es ist das aktuell größte Rüstungsprojekt der Bundeswehr.
Eggert übernahm die Panzerbrigade 21 mit dem Auftrag, sie zur ersten Brigade der Mittleren Kräfte des Deutschen Heeres weiterzuentwickeln. Diese radgebundenen Kräfte sind auf eigener Achse verlegbar und für unterschiedliche Einsatzszenarien vielseitig einsetzbar. Während seiner dreijährigen Amtszeit setzte Eggert diesen Auftrag konsequent um.
Kurz nach seinem Dienstantritt gab die Brigade zwei kettenbasierte lippische Bataillone ab – das Panzergrenadierbataillon 212 und das Panzerbataillon 203 – und integrierte im Gegenzug zwei radbasierte Jägerbataillone aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Unter Eggerts Führung übernahm die Panzerbrigade 21 zudem den Auftrag als Rückversicherungsbrigade in Litauen. Es folgten umfangreiche Übungs- und Verlegevorhaben im NATO-Bündnisgebiet, an denen 2024 mehr als 5.000 Soldatinnen und Soldaten sowie mehrere hundert Gefechtsfahrzeuge beteiligt waren. Ziel war die glaubhafte Abschreckung gegen potentielle Aggressoren beim NATO-Partner Litauen. Zuletzt stellte Eggert im Oktober 2025 das Artilleriebataillon 215 auf – den ersten Artillerieverband des Deutschen Heeres, der mit Radhaubitzen und modernen unbemannten Waffensystemen ausgestattet werden wird.
Die Panzerbrigade 21 ist die erste Brigade des Deutschen Heeres, die der neuen Kräftekategorie Mittlere Kräfte zugeordnet wurde. Mit ihren radbeweglichen, hochmobilen Verbänden ist sie in der Lage, schnell und flexibel innerhalb des NATO-Einsatzraumes zu verlegen. Hohe Mobilität, starke Feuerkraft und robuster Schutz machen den Großverband zu einem zentralen Pfeiler für Krisenreaktion sowie Landes u. Bündnisverteidigung.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/2_240122_GUeZ-01-25_Till-Hey-54-scaled.jpg17072560sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2026-01-12 16:00:012026-01-12 16:00:02Brigadegeneral Eggert verlässt die Panzerbrigade 21
Auf ein neues Jahr – mit Erfolg, Frieden, Glück und persönlicher Zufriedenheit. Möge es Raum für Zuversicht und Leichtigkeit lassen und Augustdorf gut voranbringen.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/TeutoWinterwald-am-Abend-scaled.jpeg13662560sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2026-01-01 23:56:102026-01-01 23:56:102026 – Wir wünschen einen guten Start!
Kreis, Gemeinde Augustdorf und Heidehaus e.V. schließen Leistungsvereinbarung für offene Kinder- und Jugendarbeit
Die jüngste Kommune im Kreis Lippe hat einen wichtigen Meilenstein in der offenen Kinder- und Jugendarbeit erreicht: Als erste der zwölf Kommunen im Jugendamtsbezirk des Kreises hat Augustdorf die neue Leistungsvereinbarung für 2026 bis 2030 mit dem Heidehaus e.V. als Träger und dem Kreis Lippe erfolgreich geschlossen. Die Vereinbarung bezieht sich auf den Betrieb des HoT Funkenflugs sowie auf die dort tätigen Fachkräfte und schafft eine verlässliche Grundlage für die offene Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Augustdorf.
„Mit dieser zukunftsweisenden Leistungsvereinbarung wird die Unterstützung für die in der Gemeinde lebenden Kinder und Jugendliche nachhaltig gestärkt. Sie sichert sowohl den dauerhaften Betrieb des HoT Funkenflugs sowie des Feldhauses als auch die fachlich qualifizierte Arbeit der pädagogischen Fachkräfte, die dort täglich als verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für junge Menschen tätig sind“, freuen sich Ulrike Glathe, Fachbereichsleiterin Jugend und Familie beim Kreis Lippe und Augustdorfs Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf.
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die perspektivische Weiterentwicklung des Jugendzentrums. Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 sollen Modernisierungsmaßnahmen mindestens konkret geplant und inhaltlich ausgearbeitet werden. Diese sollen ausdrücklich auch einen inklusiven Zweck verfolgen und das Jugendzentrum langfristig zukunftsfähig, attraktiv und an die Bedürfnisse junger Menschen angepasst aufstellen.
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Leistungsvereinbarung setzen der Träger Heidehaus e.V., die Gemeinde Augustdorf und der Kreis Lippe ein deutliches Zeichen für partnerschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltige Investitionen in die Zukunft der jungen Generation.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Leistungsvereinbarung_Augustdorf.jpeg8701178sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-22 09:10:402025-12-22 09:10:41Investition in die Zukunft der jungen Generation:
Die Luft steht schwer über dem malaysischen Dschungel. 33 Grad, 98 Prozent Luftfeuchtigkeit, Mückenschwärme im Morgengrauen – Schweiß läuft in Strömen. Zwischen dicht bewachsenen Baumreihen bewegt sich eine kleine Patrouille aus sieben blauuniformierten UN-Soldatinnen und Soldaten vorsichtig durch das Gelände. Unauffällig folgen drei Ausbilder. Einer von ihnen: Oberstleutnant Stefan aus der Panzerbrigade 21 „Lipperland“. Gemeinsam mit zwei Ausbildern des Malaysian Peacekeeping Centre begleitet er die Gruppe während einer realitätsnahen Abschlussübung in der Region Malakka.
Die Soldatinnen und Soldaten gehören zum 15. Internationalen Militärbeobachterlehrgang der malaysischen Streitkräfte. Das Szenario verlangt ihnen viel ab: Nach einem simulierten Angriff mussten die unbewaffneten UN-Beobachter ihren Stützpunkt verlassen und versuchen nun, einen sicheren Sammelpunkt zu erreichen. „Die angehenden Militärbeobachter sind unbewaffnet und mussten ihren Stützpunkt nach einem Angriff evakuieren“, erklärt Stefan.
Von Minenfund bis Offroad-Fahrten
Dreieinhalb Wochen intensiver Ausbildung liegen hinter den Teilnehmenden. Der Lehrgang folgt strikt den Vorgaben der Vereinten Nationen. Stefan selbst bringt umfangreiche Erfahrung aus Einsätzen in Afghanistan, im Irak sowie aus zwei UN-Missionen im Sudan und in der Westsahara mit.
Zu Beginn standen theoretische Grundlagen im Fokus: Verhandlungstechniken, der Umgang mit Sprachmittlern, Minen- und Kampfmittelerkennung, Navigation sowie Verhalten bei Geiselnahmen. Ab der zweiten Woche rückten praktische Inhalte in den Vordergrund. In der dritten Woche dominierten realistische Trainings – Offroad-Fahrten mit Geländefahrzeugen, das Reagieren auf Waffenstillstandsverstöße, der Umgang mit Bedrohungslagen, das Auffinden von Toten und das Verhalten in extremen Stresssituationen. „Es sind Worst-Case-Szenarien – aber genau darauf müssen Militärbeobachterinnen und -beobachter vorbereitet sein“, betont Stefan.
Besonders auffällig war die hohe Beteiligung von Frauen: Sechs malaysische Soldatinnen und zwei Polizistinnen nahmen teil. Unterstützt wurde die Ausbildung durch zwei malaysische Instruktorinnen und eine thailändische Gast-Ausbilderin. Viele der Teilnehmerinnen seien erfahrene Soldatinnen und Familienmütter gewesen – hochmotiviert, lernstark und mit beeindruckender Professionalität, hebt Stefan hervor.
Warum schickt man Beobachter in einen Konflikt?
Militärbeobachter werden dort eingesetzt, wo Konfliktparteien keine bewaffneten Friedenstruppen zulassen. Sie überwachen Waffenstillstände, beobachten Truppenbewegungen, melden Verstöße und berichten an die internationale Gemeinschaft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung und Stabilisierung in Krisenregionen. Eingesetzt werden sie für die Vereinten Nationen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa oder die Europäische Union.
Deutschland unterhält dazu enge internationale Ausbildungspartnerschaften. Soldatinnen und Soldaten vieler Nationen absolvieren Lehrgänge der Bundeswehr in Deutschland. Im Gegenzug entsendet Deutschland Ausbilder an internationale Partnerzentren. Dadurch entsteht schon während der Ausbildung ein missionsnahes Umfeld, das die spätere Zusammenarbeit im Einsatz erleichtert.
Hitze, Schweiß und Freude
Die klimatischen Bedingungen des tropischen Landes bleiben für Stefan eine besondere Herausforderung. „Schon nach kurzer Zeit im Freien ist man komplett durchnässt“, sagt er. Seine Anerkennung gilt besonders den malaysischen Soldatinnen, die als Teil ihrer Uniform dauerhaft einen Hidschab tragen – selbst unter extremer Luftfeuchtigkeit.
Zurück im dichten Dschungel erreicht die Patrouille ihren Sammelpunkt. Als die Ladeklappe des UN-Lasters hinter der letzten Soldatin schließt, bricht Jubel aus. Die sechstägige Übung Blue Haven ist erfolgreich abgeschlossen, damit endet auch die Ausbildung.
Am folgenden Tag erhalten 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen ihre Zertifikate und gehören nun offiziell zur weltweiten Gemeinschaft der UN-Militärbeobachter. „Man wird sich wiedersehen – irgendwo in dieser komplizierten Welt: im Dschungel, im Gebirge oder in einer der vielen Krisenregionen, die die Vereinten Nationen befrieden möchten“, sagt Stefan zum Abschluss.
Lage der Konfliktparteien: Der malaysische Offizier weist Oberstleutnant Stefan und das Beobachterteam mit der Karte in die aktuelle Situation ein. (Bundeswehr)
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Bild_2_Quelle_Bundeswehr-scaled.jpg25601920sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-12 18:42:422025-12-12 18:42:43Augustdorfer Offizier unterstützt UN-Ausbildung in Malaysia
Die Fraktionen von CDU und SPD im Rat der Gemeinde Augustdorf haben einen gemeinsamen Antrag zur umfassenden Verbesserung der Sportinfrastruktur an der Grundschule In der Senne, der Grundschule Auf der Insel und insbesondere der sanierungsbedürftigen Sporthalle am Schlingweg eingebracht. Ziel ist es, frühzeitig eine qualifizierte Grundlage für Förderanträge im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ sowie im Landesprogramm „NRW Plan für eine gute Infrastruktur“ zu schaffen.
In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde bereits erheblich in ihre Sportlandschaft investiert. Dazu zählen der Ausbau des Sport- und Begegnungsparks Schlingsbruch mit 90 % Bundesförderung sowie die Modernisierung der Sporthallen am Inselweg. Nun rückt der nächste zentrale Baustein in den Fokus: Die Sportanlagen im Umfeld der beiden Augustdorfer Grundschulen, insbesondere im Hinblick auf OGS-Ausbau, Barrierefreiheit, Energieeffizienz und die generelle Nutzungsqualität für Schul-, Vereins- und Breitensport.
Im Fokus: Schulsporthalle im Schlingweg
Hierbei legen die Fraktionen auch einen besonderen Fokus auf die Schulsporthalle im Schlingweg. Nachdem der Gemeinderat eine bis zu vierzügige Grundschule am Schlingweg vorsieht, ist eine Modernisierung zwingend erforderlich. Neben einer energetischen Modernisierung ist auch die Herstellung der Barrierefreiheit sowie die Sanierung der Umkleide- und Toilettenanlagen notwendig.
Der gemeinsame Antrag sieht vor, dass die Verwaltung zeitnah eine umfassende Bedarfsanalyse erarbeitet, unter Einbindung der Schulen, des Gemeindesportverbands, der Sportvereine und fachkundiger Expertinnen und Experten. Auf dieser Basis soll eine förderfähige Projektskizze entstehen, mit der sich Augustdorf in der nächsten oder übernächsten Förderperiode erfolgreich bewerben kann.
Wolfgang Huppke, Vorsitzender der CDU-Fraktion:
„Die Sanierung der Sporthalle am Schlingweg und die Weiterentwicklung der Außenanlagen an unseren Grundschulen sind längst überfällig. Wenn wir jetzt gemeinsam handeln, können wir Augustdorf erneut für millionenschwere Förderprogramme positionieren. Wir werden auch unsere Kontakte in Bund und Land aktiv nutzen, um für Augustdorf die bestmögliche Unterstützung zu sichern.“
Mats Uffe Schubert, Vorsitzender der SPD-Fraktion:
„Für uns ist klar: Gute Bildung braucht gute Sportinfrastruktur. Die Kinder, Vereine und Lehrkräfte dürfen nicht länger mit veralteten Anlagen arbeiten. Damit Augustdorf nicht nur plant, sondern tatsächlich modernisiert, müssen wir frühzeitig alle Voraussetzungen für Förderanträge schaffen. Wir ziehen als Fraktionen an einem Strang – und wir nutzen unsere politischen Netzwerke nach Berlin und Düsseldorf, um eine Förderzusage möglich zu machen.“
Gemeinsame Zielsetzung der Fraktionen
Beide Fraktionen betonen, dass die Modernisierung der sportlichen Infrastruktur ein zentrales Zukunftsprojekt für Augustdorf ist. Mit dem gemeinsamen Antrag soll die Gemeinde in die Lage versetzt werden, frühzeitig, vollständig und förderfähig in ein mögliches Förderverfahren einzutreten. Bereits jetzt werden daher die Weichen gestellt, um im Haushaltsjahr 2026 die notwendigen Mittel für Planung und Gutachten bereitzustellen.
CDU und SPD sind überzeugt: Nur durch eine strategisch vorbereitete, breit abgestimmte und professionell begleitete Planung kann Augustdorf erneut eine hohe Förderquote erreichen – und damit die Sportinfrastruktur für die kommenden Generationen sichern.
Text: schubert
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/23844-rotated-e1765183759772.jpg7971610sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-08 09:50:012025-12-08 09:50:02CDU und SPD beantragen Verbesserungen der Sportinfrastruktur an den Grundschulen
LWL erklärt Aeolian-Orgel in der Schlossbibliothek zum Denkmal des Monats Dezember
Detmold (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert: Wer es nicht weiß, ahnt nichts von dem besonderen Klangzauber, den die im Südflügel des Detmolder Residenzschlosses gelegene Bibliothek entfalten kann. Denn die hochwertige Wandgestaltung in diesem Raum fungiert als Hülle eines nahezu unsichtbaren Instruments, dessen Klänge aus dem Verborgenen wirken sollten. 80 Jahre hat die denkmalgeschützte Orgel aufgrund eines Defekts nach einem Wasserschaden geschwiegen. Nun erklingt sie wieder – nach erfolgreicher Restaurierung unter Mitwirkung des LWL-Denkmalfachamtes. Deshalb hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Aeolian-Orgel jetzt als Denkmal des Monats Dezember ausgezeichnet.
„Nur wenige Baudenkmäler sind auch akustisch wahrnehmbar. Die prominentesten Vertreter dieser Denkmalkategorie sind die Orgeln, die fast ausschließlich in Sakralräumen zu finden sind. Die Anzahl der profanen Orgeln von historischem Wert ist verschwindend gering – umso wichtiger ist ihr Erhalt für die Denkmalpflege“, erklärt LWL-Denkmalpfleger Dr. Christian Steinmeier. „Als Zeugnis der höfischen Musikkultur ist die Detmolder Orgel in Westfalen einzigartig und nach derzeitigem Kenntnisstand in ganz Europa ohne vergleichbares Beispiel.“
Ein solches Exemplar ist die Aeolian-Orgel im Detmolder Residenzschloss. Hier ließ der musikliebende Leopold IV., bis zu seiner Abdankung im Jahr 1918 der letzte Regent des Fürstentums Lippe, während des Ersten Weltkriegs eine Orgel der US-amerikanischen Aeolian-Company einbauen. „Das Besondere an diesem Instrument: Es konnte händisch gespielt werden, verfügte aber auch über einen Selbstspielapparat, über den auf Notenrollen eingestanzte Kompositionen wiedergegeben werden konnten“, so Steinmeier. „Beim Abspulen einer Rolle werden pneumatische Impulse ausgelöst und über elektrische Trakturen Orgelpfeifen, Glockenspiel und Röhrenglocken zum Klingen gebracht.“
Diese klangerzeugenden Elemente wurden jedoch bewusst nicht repräsentativ in die Raumgestaltung integriert, sondern hinter der hochwertigen Wand- und Deckengestaltung verborgen. „Der Klang der Orgel sollte unsichtbar in den Raum hineinschweben und sich dort sphärisch, ja mystisch ausbreiten“, sagt Orgel-Denkmalpfleger Steinmeier. „Diese diffuse Form der Klangentfaltung passt gut zu den spätromantischen Kompositionen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts.“ Tagebucheinträge Leopolds IV. belegen die rege Nutzung des Instruments durch eingeladene Künstler und den Fürsten selbst.
Nach einem vermutlich durch einen Wasserschaden ausgelösten Defekt an der Orgel wurde es um 1940 still in der Bibliothek. Eine Instandsetzung erfolgte nicht – auch, weil Leopold IV. 1949 verstarb. „Etwa 70 Jahre später begann der jetzige Eigentümer Stephan Prinz zur Lippe, sich mit den Möglichkeiten einer Instandsetzung auseinanderzusetzen – zusammen mit unserem Denkmalfachamt“, so Steinmeier. „Es folgten wissenschaftliche Untersuchungen, Konzepte, Ausschreibungen, Förderanträge und letztlich die ersehnte Restaurierung, die pünktlich zum Tag des offenen Denkmals abgeschlossen werden konnte.“ Was den Denkmalpfleger ebenso wie den Eigentümer besonders freut: „Bei der Restaurierung konnte der unverändert überlieferte Originalbestand erhalten werden, erneuert wurden ausschließlich Verschleißteile.“
Soundtrack einer Epoche – so klang es am Hof um 1900 Wie klang ein kleines Fürstentum im Deutschen Reich am Vorabend des Endes von Monarchie und Kaiserreich? Die musikalisch-auditiv greifbare Quellenlage ist dürftig, sodass man hierzu lange Zeit nur Vermutungen anstellen konnte. „Mit der Wiederbelebung der Detmolder Aeolian-Orgel ist es nun möglich, das Ohr an den Hauch der Geschichte zu legen. Gepaart mit dem umfangreichen Rollenbestand kündet die Orgel eindrucksvoll vom Musikverständnis und den Hörgewohnheiten einer ganzen Epoche. Hören Sie doch einmal rein“, so Steinmeier.
Hintergrund: Denkmalwert der Orgel In Bezug auf Material, Technik und Klang zählt die Aeolian-Orgel des Detmolder Schlosses zu den am besten überlieferten historischen Instrumenten in Westfalen-Lippe. Sie ist zudem eines der wenigen erhaltenen Beispiele halbautomatischer Musikinstrumente der Aeolian Company.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/110179.jpeg15752100sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-05 10:16:002025-12-05 11:01:39Wieder zum Leben erweckt: Die Orgel im Schloss Detmold
Die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ und die Evangelische Militärkirchengemeinde Augustdorf laden am Dienstag, den 9. Dezember 2025 um 19:30 Uhr, zum traditionellen Adventskonzert in die Evangelische Militärkirche ein. Das Konzert bildet seit vielen Jahren einen festen kulturellen Bestandteil des Standortlebens und verbindet Soldatinnen, Soldaten und Bürgerinnen und Bürger der Region. Der Eintritt ist frei.
In diesem Jahr musizieren die Kantorei der Militärkirchengemeinde sowie der Chor „Querbeet“ der Alten Dorfkirche Augustdorf gemeinsam mit einem Streichquartett und weiteren Sängerinnen und Sängern der Hochschule für Musik Detmold. Zu den Musikerinnen und Musikern gehören unter anderem der Bassbariton Avishsing Ramdhany und der Violinist Heiko Jonathan Giel.
Das Programm steht unter dem Titel „…auf den Morgenstern“ und umfasst Werke von Arcangelo Corelli und Peter Cornelius. Die musikalische Gesamtleitung übernimmt Kantor Aaron Bettels.
Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, im Anschluss eine Spende zugunsten des Vereins Reha-Assistenzhunde Deutschland zu geben.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Fotolia_4659006_XS.jpg388309sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-04 19:33:312025-12-04 19:33:31 Adventskonzert in der Militärkirche
Am 26.11.2025 trafen sich erneut zahlreiche Mitglieder und Freunde der DBA zu einem gemeinsamen Ausflug zum „Tannenhof Grottendieck“ in Melle. Die Fahrt war zuvor von den Seniorenbeauftragten der DBA, Klaus-Dieter Kuhlmann und Rosi Büker, bestens organisiert worden. Nach ihrer Ankunft wurde die Reisegruppe zunächst in den wunderbar weihnachtlich geschmückten, rustikalen Saal des Tannenhofs geleitet. Nachdem dort zunächst mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt wurde, konnten sich die Ausflügler an schönen Weihnachtsgeschichten und -liedern erfreuen. Eine kleine Weihnachtsausstellung auf dem Hofgelände lud ebenfalls zum Verweilen ein und bot Interessierten sogar die Möglichkeit zum Erwerb eines Weihnachtsbaumes. Nach guten Gesprächen, Punsch und belegten Broten endete der Ausflug am späten Nachmittag. Alle Teilnehmenden waren sehr zufrieden, bedankten sich bei den Organisatoren und freuen sich schon auf die nächsten Fahrten mit der DBA in 2026. Die Termine werden rechtzeitig auf der Internetseite www.dba-augustdorf.de veröffentlicht.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/PHOTO-2025-11-26-16-48-59.jpg480640sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-02 22:45:142025-12-02 22:45:14Adventsausflug der Demokratischen Bürger-Union Augustdorf (DBA)
In dieser Woche finden in Augustdorf zwei Ausschusssitzungen statt: Die erste Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales am heutigen Dienstag, 2. Dezember 2025, sowie die zweite Sitzung des Betriebsausschusses am Donnerstag, 4. Dezember 2025. Beide Sitzungen beginnen jeweils um 18:00 Uhr im Bürgerzentrum, Saal Wanzleben.
Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales
Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Ausschusses stehen unter anderem organisatorische Punkte wie die Bestellung einer Schriftführerin/eines Schriftführers und die Verpflichtung der sachkundigen Bürgerinnen und Bürger.
Inhaltlich diskutiert werden außerdem:
Die offene Kinder- und Jugendarbeit: Abschluss einer Leistungs- und Entgeltvereinbarung mit dem Kreis Lippe und der Jugendsiedlung Heidehaus e.V.
Ein Betreibervertrag zwischen der Gemeinde und der Handball GmbH & Co. KG zur Nutzung des Foyers und der horatec Arena.
Ein Antrag des FC Augustdorf e.V. zur Änderung des Pachtvertrags für das Grillplatzgelände Schlingsbruch bezüglich der Pachtlaufzeit.
Betriebsausschuss
Die zweite Sitzung behandelt zentrale Themen der Gemeindewerke. Es stehen folgende Punkte auf der Agenda:
Kanalanschlussbeiträgen, Abwassergebühren und Kostenersatz
Wasseranschlussbeiträgen, Wassergebühren und Kostenersatz
Wirtschaftsplan 2026
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/2017-12-23-Augustdorf-4-scaled.jpg17092560sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-02 22:39:442025-12-02 22:39:44Sozialausschuss und Betriebsausschuss tagen
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Sechs Kommunen organisieren die Geschwindigkeitsüberwachung jetzt gemeinsam
Zwei neue Blitzeranhänger und zwei VW Caddy arbeiten für die Verkehrssicherheit in Augustdorf, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lage, Schlangen und Detmold.
Detmold. Die gemeinsam organisierte Geschwindigkeitsüberwachung auf den Straßen der Kommunen Augustdorf, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lage, Schlangen und Detmold ist angelaufen. Seit Anfang Januar überwachen die beteiligten Kommunen nun gemeinsam die Geschwindigkeit des Verkehrs und bieten damit mehr Sicherheit an neuralgischen Verkehrspunkten.
Das Unternehmen Jenoptik hat kurz vor dem Jahreswechsel zwei VW Caddy mit der Verkehrsüberwachungstechnik geliefert, die jetzt im Regelbetrieb sind. Es handelt sich dabei zunächst um zwei Mietfahrzeuge, die zur Überbrückung eingesetzt werden. Noch im ersten Quartal des Jahres sollen die bestellten Fahrzeuge ankommen. In wenigen Tagen gehen zudem zwei Blitzer-Anhänger in Detmold in den Dienst, die für die interkommunale Kooperation angeschafft worden sind.
Die vier Fahrzeuge werden in den beteiligten Kommunen eingesetzt, in denen 25 neue Messstellen identifiziert wurden. Diese neuen Einsatzstellen liegen ausschließlich im Bereich von schützenswerten Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Alten- und Pflegeheimen. „Das ist ein eindeutiges Zeichen für mehr Verkehrssicherheit in den beteiligten Kommunen“, hebt Detmolds Bürgermeister Frank Hilker hervor. Denn darum geht es: „Immer wieder erheben Bürgerinnen und Bürger den Wunsch nach mehr Verkehrsüberwachung“, sagt Christoph Dolle, Bürgermeister in Blomberg. „Dem kommen wir damit nach“, ergänzt sein Amtskollege Matthias Kalkreuter aus Lage. Denn immer noch ist Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen. Marcus Püster, Bürgermeister in Schlangen, verweist darauf, dass 2024 im Kreis Lippe immerhin 123 Kinder und 84 Jugendliche im Straßenverkehr verunglückt sind. Das sind rund 16 beziehungsweise 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Horn-Bad Meinbergs Bürgermeister Michael Ruttner: „Es werden weitere Messstellen hinzukommen, dazu befinden wir uns im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit in einem stetigen Austausch.“ Augustdorfs erster Bürger Dr. Andreas J. Wulf: „Auch in Augustdorf wünschen sich Einwohner mehr Geschwindigkeitskontrollen – besonders dort, wo Kinder durch zu schnelles Fahren gefährdet werden können. Durch die neue Kooperation, die von den Erfahrungen der Stadt Detmold profitieren wird, kommen wir diesem Bedürfnis entgegen.“ Frank Hilker verweist darauf, dass Detmold gerade von der Dekra mit dem Vision-Zero-Award ausgezeichnet wurde, weil es in den vergangenen acht Jahren keine Verkehrstoten auf Detmolder Straßen gab. Dazu hat auch die konsequente Geschwindigkeitsüberwachung beigetragen.
In der Stadt Detmold wird bereits seit Jahren das Tempo des fließenden Verkehrs durch die Kommune selbst überwacht. Dafür sind der Blitzeranhänger „Xena“ und ein VW-Caddy in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Seniorenheimen im Einsatz. Die dabei erworbene Expertise setzt die Stadt Detmold nun auch für die Nachbarkommunen in der interkommunalen Zusammenarbeit ein. Die Basis dafür sind gemeinsame Festlegungen des Landesinnenministeriums und des Ministeriums für Kommunales und Heimat. Die Ministerien haben im Jahr 2024 klargestellt, dass nicht nur Kreise und Kommunen mit mehr als 60.000 Einwohnern selbst die Geschwindigkeit überwachen dürfen, sondern auch kommunale Zusammenschlüsse, die gemeinsam mehr als 60.000 Einwohner zählen.
Dennoch war es bis zur Umsetzung der Idee ein weiter Weg. Zunächst mussten alle sechs Gemeinderäte der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zustimmen, dann wurde das notwendige Personal für den Innen- und den Außendienst bei der Stadt Detmold ausgewählt, eingestellt und geschult.
„Ich möchte mich an dieser Stelle besonders für die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen der Nachbarkommunen bedanken“, sagt Detmolds Bürgermeister Frank Hilker. „Die Umsetzung eines solch innovativen Projekts kann nur gemeinsam und auf Augenhöhe erfolgen. Sowohl die Zusammenarbeit im Kommunalen Ordnungsdienst Detmold – Lippe, als auch im neuen Kommunalen Verkehrsdienst Detmold – Lippe sind aus meiner Sicht eine Blaupause für ausgezeichnete Kooperation der Partnerkommunen hier in Lippe.“
Wie die bereits in Detmold eingesetzte „Xena“, so werden auch die neuen Anhänger Namen erhalten. Die Wahl fiel auf „Hurry“ und „Selly“ – ein Wortspiel in Anlehnung an ein berühmtes Film-Liebespaar.
Brigadegeneral Eggert verlässt die Panzerbrigade 21
Personalwechsel in Augustdorf
Brigadegeneral Marco Eggert wird in Kürze seine Funktion als Kommandeur der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ abgeben und eine neue Verwendung im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin antreten. Eggert übernahm die Führung der Brigade vor rund drei Jahren im Februar 2023 und führte den Großkampfverband des Heeres durch eine Zeit sehr umfangreicher Umstrukturierung und Neuausrichtungen mit dem Schwerpunkt auf den Aufbau der sogenannten „Mittleren Kräfte“ sowie der Steigerung der Einsatzbereitschaft im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung. Die Nachfolge über das Kommando der Panzerbrigade 21 wird derzeit bestimmt.
In seiner neuen Verwendung übernimmt Brigadegeneral Eggert kurzfristig die Leitung des neu eingerichteten Sonderstabselements Digitalisierung Landbasierter Operationen im Bundesministerium der Verteidigung. Bundesminister Boris Pistorius hatte die Einrichtung dieses neuen Koordinierungselements für die Ministeriumsleitung Ende 2025 bekanntgegeben. Eine erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung der Landstreitkräfte hat der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, kürzlich als „kriegsentscheidend“ bewertet, es ist das aktuell größte Rüstungsprojekt der Bundeswehr.
Eggert übernahm die Panzerbrigade 21 mit dem Auftrag, sie zur ersten Brigade der Mittleren Kräfte des Deutschen Heeres weiterzuentwickeln. Diese radgebundenen Kräfte sind auf eigener Achse verlegbar und für unterschiedliche Einsatzszenarien vielseitig einsetzbar. Während seiner dreijährigen Amtszeit setzte Eggert diesen Auftrag konsequent um.
Kurz nach seinem Dienstantritt gab die Brigade zwei kettenbasierte lippische Bataillone ab – das Panzergrenadierbataillon 212 und das Panzerbataillon 203 – und integrierte im Gegenzug zwei radbasierte Jägerbataillone aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Unter Eggerts Führung übernahm die Panzerbrigade 21 zudem den Auftrag als Rückversicherungsbrigade in Litauen. Es folgten umfangreiche Übungs- und Verlegevorhaben im NATO-Bündnisgebiet, an denen 2024 mehr als 5.000 Soldatinnen und Soldaten sowie mehrere hundert Gefechtsfahrzeuge beteiligt waren. Ziel war die glaubhafte Abschreckung gegen potentielle Aggressoren beim NATO-Partner Litauen. Zuletzt stellte Eggert im Oktober 2025 das Artilleriebataillon 215 auf – den ersten Artillerieverband des Deutschen Heeres, der mit Radhaubitzen und modernen unbemannten Waffensystemen ausgestattet werden wird.
Die Panzerbrigade 21 ist die erste Brigade des Deutschen Heeres, die der neuen Kräftekategorie Mittlere Kräfte zugeordnet wurde. Mit ihren radbeweglichen, hochmobilen Verbänden ist sie in der Lage, schnell und flexibel innerhalb des NATO-Einsatzraumes zu verlegen. Hohe Mobilität, starke Feuerkraft und robuster Schutz machen den Großverband zu einem zentralen Pfeiler für Krisenreaktion sowie Landes u. Bündnisverteidigung.
2026 – Wir wünschen einen guten Start!
Auf ein neues Jahr – mit Erfolg, Frieden, Glück und persönlicher Zufriedenheit. Möge es Raum für Zuversicht und Leichtigkeit lassen und Augustdorf gut voranbringen.
Investition in die Zukunft der jungen Generation:
Kreis, Gemeinde Augustdorf und Heidehaus e.V. schließen Leistungsvereinbarung für offene Kinder- und Jugendarbeit
Die jüngste Kommune im Kreis Lippe hat einen wichtigen Meilenstein in der offenen Kinder- und Jugendarbeit erreicht: Als erste der zwölf Kommunen im Jugendamtsbezirk des Kreises hat Augustdorf die neue Leistungsvereinbarung für 2026 bis 2030 mit dem Heidehaus e.V. als Träger und dem Kreis Lippe erfolgreich geschlossen. Die Vereinbarung bezieht sich auf den Betrieb des HoT Funkenflugs sowie auf die dort tätigen Fachkräfte und schafft eine verlässliche Grundlage für die offene Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Augustdorf.
„Mit dieser zukunftsweisenden Leistungsvereinbarung wird die Unterstützung für die in der Gemeinde lebenden Kinder und Jugendliche nachhaltig gestärkt. Sie sichert sowohl den dauerhaften Betrieb des HoT Funkenflugs sowie des Feldhauses als auch die fachlich qualifizierte Arbeit der pädagogischen Fachkräfte, die dort täglich als verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für junge Menschen tätig sind“, freuen sich Ulrike Glathe, Fachbereichsleiterin Jugend und Familie beim Kreis Lippe und Augustdorfs Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf.
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die perspektivische Weiterentwicklung des Jugendzentrums. Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 sollen Modernisierungsmaßnahmen mindestens konkret geplant und inhaltlich ausgearbeitet werden. Diese sollen ausdrücklich auch einen inklusiven Zweck verfolgen und das Jugendzentrum langfristig zukunftsfähig, attraktiv und an die Bedürfnisse junger Menschen angepasst aufstellen.
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Leistungsvereinbarung setzen der Träger Heidehaus e.V., die Gemeinde Augustdorf und der Kreis Lippe ein deutliches Zeichen für partnerschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltige Investitionen in die Zukunft der jungen Generation.
Augustdorfer Offizier unterstützt UN-Ausbildung in Malaysia
Im Südostasien-Einsatz
Die Luft steht schwer über dem malaysischen Dschungel. 33 Grad, 98 Prozent Luftfeuchtigkeit, Mückenschwärme im Morgengrauen – Schweiß läuft in Strömen. Zwischen dicht bewachsenen Baumreihen bewegt sich eine kleine Patrouille aus sieben blauuniformierten UN-Soldatinnen und Soldaten vorsichtig durch das Gelände. Unauffällig folgen drei Ausbilder. Einer von ihnen: Oberstleutnant Stefan aus der Panzerbrigade 21 „Lipperland“. Gemeinsam mit zwei Ausbildern des Malaysian Peacekeeping Centre begleitet er die Gruppe während einer realitätsnahen Abschlussübung in der Region Malakka.
Die Soldatinnen und Soldaten gehören zum 15. Internationalen Militärbeobachterlehrgang der malaysischen Streitkräfte. Das Szenario verlangt ihnen viel ab: Nach einem simulierten Angriff mussten die unbewaffneten UN-Beobachter ihren Stützpunkt verlassen und versuchen nun, einen sicheren Sammelpunkt zu erreichen. „Die angehenden Militärbeobachter sind unbewaffnet und mussten ihren Stützpunkt nach einem Angriff evakuieren“, erklärt Stefan.
Von Minenfund bis Offroad-Fahrten
Dreieinhalb Wochen intensiver Ausbildung liegen hinter den Teilnehmenden. Der Lehrgang folgt strikt den Vorgaben der Vereinten Nationen. Stefan selbst bringt umfangreiche Erfahrung aus Einsätzen in Afghanistan, im Irak sowie aus zwei UN-Missionen im Sudan und in der Westsahara mit.
Zu Beginn standen theoretische Grundlagen im Fokus: Verhandlungstechniken, der Umgang mit Sprachmittlern, Minen- und Kampfmittelerkennung, Navigation sowie Verhalten bei Geiselnahmen. Ab der zweiten Woche rückten praktische Inhalte in den Vordergrund. In der dritten Woche dominierten realistische Trainings – Offroad-Fahrten mit Geländefahrzeugen, das Reagieren auf Waffenstillstandsverstöße, der Umgang mit Bedrohungslagen, das Auffinden von Toten und das Verhalten in extremen Stresssituationen. „Es sind Worst-Case-Szenarien – aber genau darauf müssen Militärbeobachterinnen und -beobachter vorbereitet sein“, betont Stefan.
Besonders auffällig war die hohe Beteiligung von Frauen: Sechs malaysische Soldatinnen und zwei Polizistinnen nahmen teil. Unterstützt wurde die Ausbildung durch zwei malaysische Instruktorinnen und eine thailändische Gast-Ausbilderin. Viele der Teilnehmerinnen seien erfahrene Soldatinnen und Familienmütter gewesen – hochmotiviert, lernstark und mit beeindruckender Professionalität, hebt Stefan hervor.
Warum schickt man Beobachter in einen Konflikt?
Militärbeobachter werden dort eingesetzt, wo Konfliktparteien keine bewaffneten Friedenstruppen zulassen. Sie überwachen Waffenstillstände, beobachten Truppenbewegungen, melden Verstöße und berichten an die internationale Gemeinschaft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung und Stabilisierung in Krisenregionen. Eingesetzt werden sie für die Vereinten Nationen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa oder die Europäische Union.
Deutschland unterhält dazu enge internationale Ausbildungspartnerschaften. Soldatinnen und Soldaten vieler Nationen absolvieren Lehrgänge der Bundeswehr in Deutschland. Im Gegenzug entsendet Deutschland Ausbilder an internationale Partnerzentren. Dadurch entsteht schon während der Ausbildung ein missionsnahes Umfeld, das die spätere Zusammenarbeit im Einsatz erleichtert.
Hitze, Schweiß und Freude
Die klimatischen Bedingungen des tropischen Landes bleiben für Stefan eine besondere Herausforderung. „Schon nach kurzer Zeit im Freien ist man komplett durchnässt“, sagt er. Seine Anerkennung gilt besonders den malaysischen Soldatinnen, die als Teil ihrer Uniform dauerhaft einen Hidschab tragen – selbst unter extremer Luftfeuchtigkeit.
Zurück im dichten Dschungel erreicht die Patrouille ihren Sammelpunkt. Als die Ladeklappe des UN-Lasters hinter der letzten Soldatin schließt, bricht Jubel aus. Die sechstägige Übung Blue Haven ist erfolgreich abgeschlossen, damit endet auch die Ausbildung.
Am folgenden Tag erhalten 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen ihre Zertifikate und gehören nun offiziell zur weltweiten Gemeinschaft der UN-Militärbeobachter. „Man wird sich wiedersehen – irgendwo in dieser komplizierten Welt: im Dschungel, im Gebirge oder in einer der vielen Krisenregionen, die die Vereinten Nationen befrieden möchten“, sagt Stefan zum Abschluss.
Lage der Konfliktparteien: Der malaysische Offizier weist Oberstleutnant Stefan und das Beobachterteam mit der Karte in die aktuelle Situation ein. (Bundeswehr)
CDU und SPD beantragen Verbesserungen der Sportinfrastruktur an den Grundschulen
Die Fraktionen von CDU und SPD im Rat der Gemeinde Augustdorf haben einen gemeinsamen Antrag zur umfassenden Verbesserung der Sportinfrastruktur an der Grundschule In der Senne, der Grundschule Auf der Insel und insbesondere der sanierungsbedürftigen Sporthalle am Schlingweg eingebracht. Ziel ist es, frühzeitig eine qualifizierte Grundlage für Förderanträge im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ sowie im Landesprogramm „NRW Plan für eine gute Infrastruktur“ zu schaffen.
In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde bereits erheblich in ihre Sportlandschaft investiert. Dazu zählen der Ausbau des Sport- und Begegnungsparks Schlingsbruch mit 90 % Bundesförderung sowie die Modernisierung der Sporthallen am Inselweg. Nun rückt der nächste zentrale Baustein in den Fokus: Die Sportanlagen im Umfeld der beiden Augustdorfer Grundschulen, insbesondere im Hinblick auf OGS-Ausbau, Barrierefreiheit, Energieeffizienz und die generelle Nutzungsqualität für Schul-, Vereins- und Breitensport.
Im Fokus: Schulsporthalle im Schlingweg
Hierbei legen die Fraktionen auch einen besonderen Fokus auf die Schulsporthalle im Schlingweg. Nachdem der Gemeinderat eine bis zu vierzügige Grundschule am Schlingweg vorsieht, ist eine Modernisierung zwingend erforderlich. Neben einer energetischen Modernisierung ist auch die Herstellung der Barrierefreiheit sowie die Sanierung der Umkleide- und Toilettenanlagen notwendig.
Der gemeinsame Antrag sieht vor, dass die Verwaltung zeitnah eine umfassende Bedarfsanalyse erarbeitet, unter Einbindung der Schulen, des Gemeindesportverbands, der Sportvereine und fachkundiger Expertinnen und Experten. Auf dieser Basis soll eine förderfähige Projektskizze entstehen, mit der sich Augustdorf in der nächsten oder übernächsten Förderperiode erfolgreich bewerben kann.
Wolfgang Huppke, Vorsitzender der CDU-Fraktion:
„Die Sanierung der Sporthalle am Schlingweg und die Weiterentwicklung der Außenanlagen an unseren Grundschulen sind längst überfällig. Wenn wir jetzt gemeinsam handeln, können wir Augustdorf erneut für millionenschwere Förderprogramme positionieren. Wir werden auch unsere Kontakte in Bund und Land aktiv nutzen, um für Augustdorf die bestmögliche Unterstützung zu sichern.“
Mats Uffe Schubert, Vorsitzender der SPD-Fraktion:
„Für uns ist klar: Gute Bildung braucht gute Sportinfrastruktur. Die Kinder, Vereine und Lehrkräfte dürfen nicht länger mit veralteten Anlagen arbeiten. Damit Augustdorf nicht nur plant, sondern tatsächlich modernisiert, müssen wir frühzeitig alle Voraussetzungen für Förderanträge schaffen. Wir ziehen als Fraktionen an einem Strang – und wir nutzen unsere politischen Netzwerke nach Berlin und Düsseldorf, um eine Förderzusage möglich zu machen.“
Gemeinsame Zielsetzung der Fraktionen
Beide Fraktionen betonen, dass die Modernisierung der sportlichen Infrastruktur ein zentrales Zukunftsprojekt für Augustdorf ist. Mit dem gemeinsamen Antrag soll die Gemeinde in die Lage versetzt werden, frühzeitig, vollständig und förderfähig in ein mögliches Förderverfahren einzutreten. Bereits jetzt werden daher die Weichen gestellt, um im Haushaltsjahr 2026 die notwendigen Mittel für Planung und Gutachten bereitzustellen.
CDU und SPD sind überzeugt: Nur durch eine strategisch vorbereitete, breit abgestimmte und professionell begleitete Planung kann Augustdorf erneut eine hohe Förderquote erreichen – und damit die Sportinfrastruktur für die kommenden Generationen sichern.
Text: schubert
Wieder zum Leben erweckt: Die Orgel im Schloss Detmold
LWL erklärt Aeolian-Orgel in der Schlossbibliothek zum Denkmal des Monats Dezember
Detmold (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert: Wer es nicht weiß, ahnt nichts von dem besonderen Klangzauber, den die im Südflügel des Detmolder Residenzschlosses gelegene Bibliothek entfalten kann. Denn die hochwertige Wandgestaltung in diesem Raum fungiert als Hülle eines nahezu unsichtbaren Instruments, dessen Klänge aus dem Verborgenen wirken sollten. 80 Jahre hat die denkmalgeschützte Orgel aufgrund eines Defekts nach einem Wasserschaden geschwiegen. Nun erklingt sie wieder – nach erfolgreicher Restaurierung unter Mitwirkung des LWL-Denkmalfachamtes. Deshalb hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Aeolian-Orgel jetzt als Denkmal des Monats Dezember ausgezeichnet.
„Nur wenige Baudenkmäler sind auch akustisch wahrnehmbar. Die prominentesten Vertreter dieser Denkmalkategorie sind die Orgeln, die fast ausschließlich in Sakralräumen zu finden sind. Die Anzahl der profanen Orgeln von historischem Wert ist verschwindend gering – umso wichtiger ist ihr Erhalt für die Denkmalpflege“, erklärt LWL-Denkmalpfleger Dr. Christian Steinmeier. „Als Zeugnis der höfischen Musikkultur ist die Detmolder Orgel in Westfalen einzigartig und nach derzeitigem Kenntnisstand in ganz Europa ohne vergleichbares Beispiel.“
Ein solches Exemplar ist die Aeolian-Orgel im Detmolder Residenzschloss. Hier ließ der musikliebende Leopold IV., bis zu seiner Abdankung im Jahr 1918 der letzte Regent des Fürstentums Lippe, während des Ersten Weltkriegs eine Orgel der US-amerikanischen Aeolian-Company einbauen. „Das Besondere an diesem Instrument: Es konnte händisch gespielt werden, verfügte aber auch über einen Selbstspielapparat, über den auf Notenrollen eingestanzte Kompositionen wiedergegeben werden konnten“, so Steinmeier. „Beim Abspulen einer Rolle werden pneumatische Impulse ausgelöst und über elektrische Trakturen Orgelpfeifen, Glockenspiel und Röhrenglocken zum Klingen gebracht.“
Diese klangerzeugenden Elemente wurden jedoch bewusst nicht repräsentativ in die Raumgestaltung integriert, sondern hinter der hochwertigen Wand- und Deckengestaltung verborgen. „Der Klang der Orgel sollte unsichtbar in den Raum hineinschweben und sich dort sphärisch, ja mystisch ausbreiten“, sagt Orgel-Denkmalpfleger Steinmeier. „Diese diffuse Form der Klangentfaltung passt gut zu den spätromantischen Kompositionen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts.“ Tagebucheinträge Leopolds IV. belegen die rege Nutzung des Instruments durch eingeladene Künstler und den Fürsten selbst.
Nach einem vermutlich durch einen Wasserschaden ausgelösten Defekt an der Orgel wurde es um 1940 still in der Bibliothek. Eine Instandsetzung erfolgte nicht – auch, weil Leopold IV. 1949 verstarb. „Etwa 70 Jahre später begann der jetzige Eigentümer Stephan Prinz zur Lippe, sich mit den Möglichkeiten einer Instandsetzung auseinanderzusetzen – zusammen mit unserem Denkmalfachamt“, so Steinmeier. „Es folgten wissenschaftliche Untersuchungen, Konzepte, Ausschreibungen, Förderanträge und letztlich die ersehnte Restaurierung, die pünktlich zum Tag des offenen Denkmals abgeschlossen werden konnte.“ Was den Denkmalpfleger ebenso wie den Eigentümer besonders freut: „Bei der Restaurierung konnte der unverändert überlieferte Originalbestand erhalten werden, erneuert wurden ausschließlich Verschleißteile.“
Soundtrack einer Epoche – so klang es am Hof um 1900
Wie klang ein kleines Fürstentum im Deutschen Reich am Vorabend des Endes von Monarchie und Kaiserreich? Die musikalisch-auditiv greifbare Quellenlage ist dürftig, sodass man hierzu lange Zeit nur Vermutungen anstellen konnte. „Mit der Wiederbelebung der Detmolder Aeolian-Orgel ist es nun möglich, das Ohr an den Hauch der Geschichte zu legen. Gepaart mit dem umfangreichen Rollenbestand kündet die Orgel eindrucksvoll vom Musikverständnis und den Hörgewohnheiten einer ganzen Epoche. Hören Sie doch einmal rein“, so Steinmeier.
https://www.lwl-dlbw.de/de/denkmaeler-entdecken/denkmal-des-monats/detmold-aeolian-orgel
Hintergrund: Denkmalwert der Orgel
In Bezug auf Material, Technik und Klang zählt die Aeolian-Orgel des Detmolder Schlosses zu den am besten überlieferten historischen Instrumenten in Westfalen-Lippe. Sie ist zudem eines der wenigen erhaltenen Beispiele halbautomatischer Musikinstrumente der Aeolian Company.
Adventskonzert in der Militärkirche
Besinnliche Klänge
Die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ und die Evangelische Militärkirchengemeinde Augustdorf laden am Dienstag, den 9. Dezember 2025 um 19:30 Uhr, zum traditionellen Adventskonzert in die Evangelische Militärkirche ein. Das Konzert bildet seit vielen Jahren einen festen kulturellen Bestandteil des Standortlebens und verbindet Soldatinnen, Soldaten und Bürgerinnen und Bürger der Region. Der Eintritt ist frei.
In diesem Jahr musizieren die Kantorei der Militärkirchengemeinde sowie der Chor „Querbeet“ der Alten Dorfkirche Augustdorf gemeinsam mit einem Streichquartett und weiteren Sängerinnen und Sängern der Hochschule für Musik Detmold. Zu den Musikerinnen und Musikern gehören unter anderem der Bassbariton Avishsing Ramdhany und der Violinist Heiko Jonathan Giel.
Das Programm steht unter dem Titel „…auf den Morgenstern“ und umfasst Werke von Arcangelo Corelli und Peter Cornelius. Die musikalische Gesamtleitung übernimmt Kantor Aaron Bettels.
Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, im Anschluss eine Spende zugunsten des Vereins Reha-Assistenzhunde Deutschland zu geben.
Adventsausflug der Demokratischen Bürger-Union Augustdorf (DBA)
Am 26.11.2025 trafen sich erneut zahlreiche Mitglieder und Freunde der DBA zu einem gemeinsamen Ausflug zum „Tannenhof Grottendieck“ in Melle. Die Fahrt war zuvor von den Seniorenbeauftragten der DBA, Klaus-Dieter Kuhlmann und Rosi Büker, bestens organisiert worden.
Nach ihrer Ankunft wurde die Reisegruppe zunächst in den wunderbar weihnachtlich geschmückten, rustikalen Saal des Tannenhofs geleitet. Nachdem dort zunächst mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt wurde, konnten sich die Ausflügler an schönen Weihnachtsgeschichten und -liedern erfreuen. Eine kleine Weihnachtsausstellung auf dem Hofgelände lud ebenfalls zum Verweilen ein und bot Interessierten sogar die Möglichkeit zum Erwerb eines Weihnachtsbaumes. Nach guten Gesprächen, Punsch und belegten Broten endete der Ausflug am späten Nachmittag. Alle Teilnehmenden waren sehr zufrieden, bedankten sich bei den Organisatoren und freuen sich schon auf die nächsten Fahrten mit der DBA in 2026.
Die Termine werden rechtzeitig auf der Internetseite www.dba-augustdorf.de veröffentlicht.
Sozialausschuss und Betriebsausschuss tagen
In dieser Woche finden in Augustdorf zwei Ausschusssitzungen statt: Die erste Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales am heutigen Dienstag, 2. Dezember 2025, sowie die zweite Sitzung des Betriebsausschusses am Donnerstag, 4. Dezember 2025. Beide Sitzungen beginnen jeweils um 18:00 Uhr im Bürgerzentrum, Saal Wanzleben.
Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales
Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Ausschusses stehen unter anderem organisatorische Punkte wie die Bestellung einer Schriftführerin/eines Schriftführers und die Verpflichtung der sachkundigen Bürgerinnen und Bürger.
Inhaltlich diskutiert werden außerdem:
Betriebsausschuss
Die zweite Sitzung behandelt zentrale Themen der Gemeindewerke. Es stehen folgende Punkte auf der Agenda: