Im letzten Spiel der Saison 2025/2026 geht es um Alles – zumindest für die Gäste aus Hamm. Zwar wollen die Jungs vom Team HandbALL ihren Fans und den scheidenden Spielern einen tollen Rahmen zum Saisonabschluss bieten, doch für Hamm geht es in diesem allerletzten Spiel noch um das Ticket zur Aufstiegsrunde. Mindestens einen Zähler benötigt das Team von Jamal Naji, um sich den zweiten Platz zu sichern. Doch der ASV ist gewarnt, denn das Team HandbALL möchte auch am Samstag um 18 Uhr im Rückspiel so spektakulär auftrumpfen wie im Weihnachtsspiel in der Hammer Arena. „Wir wollen dem Favoriten ganz lange Paroli bieten, wir sind bis in die Haarspitzen motiviert und werden alles raushauen“, so THL-Trainer Björn Piontek.
„Sportlich erwartet uns ein absolutes Schwergewicht der 3. Liga deutschlandweit, der ASV Hamm-Westfalen hat starke Zweitliga-Ambitionen, ist ein Verein mit Zweitliga-Voraussetzungen, mit einem Zweitliga-Kader und mit einem Zweitliga-Etat“ so Piontek. „Und wir haben im Hinspiel das Unmögliche geschafft und dort die Punkte geholt.“ Das Team HandbALL möchte natürlich liebend gerne den Erfolg aus Dezember wiederholen, doch die Lipper wissen auch, dass Hamm noch einen Zähler benötigt, um sich die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zu sichern, egal was dann Konkurrent Vinnhorst in dem unglücklicherweise erst um 19 Uhr beginnenden Stadtduell in Anderten macht.
„Ich kann versprechen, dass wir eine hochmotivierte Mannschaft auf der Platte sehen werden. Die Jungs werden bis in die Haarspitzen motiviert sein, sie werden im letzten Spiel alles raushauen was geht, auch um den Jungs, die uns verlassen, eine würdigen Abschied zu bereiten. „Ich kann versprechen, dass wir mit vollem Mut antreten, dass wir vor der Größe der Aufgabe keine Angst haben werden und ich kann versprechen, dass wir wirklich alles geben, was wir haben“, war sich der Coach der jungen Wilden aus dem Lipperland schon nach dem ersten Training in dieser Woche sicher. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir mental voll da sein werden. Wozu es dann reicht, dass werden wir sehen, aber ich hoffe natürlich, dass wir dem Favoriten ganz lange Paroli bieten und ein ganz langes Rennen liefern können, um dann mal zu schauen, was passiert, wenn wir Hamm lange nicht wegziehen lassen, wenn sie ganz lange kämpfen müssen und das Spiel nicht sehr früh auf ihre Seite ziehen können.“
Die Fans können sich auf einen spannenden Handballabend in der horatec ARENA freuen. „So wie es aktuell aussieht, wird die Halle sehr voll werden und das haben sich die Jungs auch verdient nach einer überragenden Rückrunde, die sie performt haben“, so der Trainer weiter. „Sie haben sich einen so tollen Rahmen im letzten Heimspiel mehr als nur verdient und es wäre sehr, sehr schön, wenn ganz, ganz viele Fans den Weg in die Arena finden würden.“
Es könnte – auch Dank der Mithilfe zahlreicher Fans aus Hamm – ein neuer Zuschauer-Rekord für ein Team HandbALL-Spiel aufgestellt werden. Deshalb empfehlen wir, sich die Eintrittskarten bereits im Vorfeld online zu sichern. „Wir freuen uns auf das Wochenende, wir freuen uns auf eine volle horatec ARENA, wir freuen auf ein richtig cooles Handballspiel und mit Euch, den Fans im Rücken, wollen wir den Jungs einen super Rahmen, ein super Event liefern, als verdienten Abschluss für alle“, so Piontek abschließend. Textquelle: Team HandbALL
In einer Pressemitteilung informiert die britische Armee über eine bevorstehende Großübung, die auch den Raum Augustdorf betrifft
Im Zeitraum von Anfang Mai bis Mitte Juni führt die britische Armee die Großübung „Exercise RHINO STORM“ durch. In diesem Zusammenhang werden rund 3.500 Soldatinnen und Soldaten des 7th Light Mechanised Brigade Combat Teams aus verschiedenen Standorten im Vereinigten Königreich nach Deutschland verlegt.
Neben dem Truppenübungsplatz Sennelager werden Übungen an ausgewählten und bereits genehmigten Standorten in Bereich Gütersloh, Bielefeld, Landkreis Paderborn sowie Hameln in Niedersachsen stattfinden.
Die eingesetzte 7. Brigade gilt als besonders schnell verlegefähig und gehört zur NATO Advanced Readiness Force. Insgesamt bringen die britischen Streitkräfte etwa 1.000 Fahrzeuge mit nach Deutschland. Der Einsatz von schwerem Gerät wie Kampfpanzern ist jedoch nicht vorgesehen.
Im Zuge der Übung kann es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Militärkonvois kommen – auch nachts. Die Fahrzeugkolonnen bewegen sich in mehreren, zeitversetzt fahrenden Gruppen. Aus Sicherheitsgründen werden genaue Routen und Zwischenstopps im Vorfeld nicht bekannt gegeben.
Die britische Armee bittet Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit. Es wird empfohlen, ausreichend Abstand zu Militärkonvois zu halten und nicht zwischen einzelne Fahrzeuge einzuscheren.
Hintergrund der Übung ist die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Truppe. Militärische Übungen wie „RHINO STORM“ dienen der Ausbildung sowie der schnellen Verlegefähigkeit von Streitkräften. Die Verlegung über Land-, Luft- und Seewege gilt zudem als wichtiger Beitrag Großbritanniens zur kollektiven Sicherheit und Verteidigung in Europa.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/IMG_3323-scaled.jpeg19202560sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2026-04-23 21:27:122026-04-23 21:27:14Großübung der britischen Armee
Im Jahre 2009 stand Bert Rex schon einmal als Moderator des Varietés in Augustdorf auf der Bühne, brachte das Publikum mit viel Charme, Witz und grandioser Zauberei von Anbeginn an auf seine Seite und sorgte damals in kongenialem Zusammenspiel mit Herrn Niels für unvergessene Momente. Nach sechs Jahren in Lateinamerika kehrt er nun zurück nach Europa und sein fast erster Auftritt führt ihn direkt auf die Bühne in Augustdorf. Am 7. November wird Bert Rex als Zeremonienmeister mit Leib und Seele erneut das Varieté moderieren und dem Publikum eine Show voller Weltklasseartistik präsentieren.
Unter anderem wird Danyl Lysenko in diesem wieder einmal mit Highlights gespickten Programm auftreten. Der gebürtige Ukrainer, ausgebildet an der renommierten Kiewer Zirkusschule, gehört zu den besten Jongleuren der Welt. Kürzlich hat er mit dem Jonglieren von gleichzeitig 13 Ringen in einer Kaskade einen neuen Weltrekord aufgestellt. Nicht der erste Rekord für den hochtalentierten Artisten, der auch der Erste war, der neun Ringe in einer 360 Grad-Pirouetten-Drehung in der Luft hielt und später 21 mal hintereinander elf Ringe ohne einen einzigen Fehler gefangen hat. Beim Festival du Cirque de Demain in Paris gab es Silber für Danils fantastische Performance, auch die Fachjury beim Festival im spanischen Albacete verlieh ihm das gleiche Edelmetall. 2024 gewann er gar Gold bei der Jonglier-Weltmeisterschaft, anschließend Bronze beim Internationalen Circus Festival im italienischen Latina. Nicht verwunderlich, dass dieser Ausnahmejongleur gefeierte Auftritte rund um den Globus und in den größten Circus- und Varietéshows vorweisen kann. Das Augustdorfer Publikum darf sich am 7. November also auf eine absolut faszinierende Jonglageshow freuen.
Mehr zu den anderen in diesem Programm auftretenden Artistinnen und Artisten demnächst auf der Homepage und in weiteren Ankündigungen.
Wie immer wird man an dem Samstag ab 18.30 Uhr die Gelegenheit haben, sich vorab mit Freunden und Bekannten in der Horatec-Arena zu treffen und an den Tischen und Stehtischen zunächst einmal die Getränke und Speisen, die der Party-Service Sander an der direkt unten in der Halle aufgebauten langen Theke anbietet, zu genießen, bevor sich um 20 Uhr der Vorhang öffnet. Parkplätze sind direkt an der Halle vorhanden, auch ein barrierefreier Zugang ist möglich.
Der Vorverkauf läuft! Man sollte sich frühzeitig Karten sichern für diese weit und breit absolut einmalige Varietéshow. Und nicht vergessen: Auch ein schöner Abend mit bester Unterhaltung und Weltklasseartistik kann ein besonderes Geschenk sein. Karten können wie immer über die Homepage www.augustdorfer-variete.de bestellt werden. Dort findet man demnächst auch den Trailer, der einen sehenswerten Vorgeschmack auf das Programm liefert.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/IMG_5505.jpeg8001200sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2026-03-30 10:03:282026-05-23 09:44:31AUGUSTDORFER VARIETE GEHT INS 31. JAHR
Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt tagt am 24.03.2026
Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt des Gemeinderates kommt am Dienstag, 24. März 2026, um 18.00 Uhr im Bürgerzentrum, Saal Wanzleben, zu seiner zweiten Sitzung im laufenden Jahr zusammen. Die Sitzung ist öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Zu Beginn der Sitzung findet eine Einwohnerfragestunde statt. Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde haben die Möglichkeit, Fragen, die sich auf Angelegenheiten der Gemeinde beziehen müssen, an den Bürgermeister bzw. die in den Ausschüssen anwesenden Vertreter zu richten.
Der Ausschuss befasst sich insbesondere mit der Änderung des Bebauungsplans Nr. 11 im Bereich Hirtenkamp sowie der Teilaufhebung des Bebauungsplans Nr. 7 und des Bebauungsplans Nr. 7.2 „Im Hässeln“. Des Weiteren soll die Anwendung des Bau-Turbos in der Gemeinde beraten werden. Schließlich steht auch ein Antrag der AfD-Fraktion zum kommunalen Baulandmanagements auf der Tagesordnung.
Die vollständige Tagesordnung einschließlich der Verwaltungsvorlagen ist abrufbar unter:
Am Montag, 23. März 2026, findet um 14.30 Uhr wieder die Vorlesestunde in der Gemeindebücherei Augustdorf in Kooperation mit dem Ev. FamZ Kita Regenbogen und Jona und der DRK-Kita, Haustenbecker Straße 2, statt.
Dazu möchten wir alle Kinder, Erwachsenen und Erzieher herzlich einladen.
Es wird aus dem Buch „Herr Hase und der ungebetene Gast“ von Steve Smallman und Tim Warnes vorgelesen.
Hier eine kurze Inhaltsangabe: Herr Hase ist ein sehr ordentlicher Hase…bis eines Tages ein sehr unordentliches Küken aus einem Ei schlüpft. Mitten in sein Hasenhaus.“ Mama!“, piepst es und strahlt Herrn Hase an. Der schlägt entsetzt seine Hasenohren zusammen. Er ist doch keine Mama! Und überhaupt: So ein zerstrubbeltes Entenküken macht nichts als Ärger, Dreck und Unordnung. Und das kann Herr Hase nicht gebrauchen, oder?
Dies ist ein warmherziges Bilderbuch mit zwei ungleichen allerbesten Freunden.
Das ist ein Vorlesebuch für Kinder ab 3 Jahre.
Wir freuen uns über jeden kleinen und großen Besucher!
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/vorlese-opa.png22222295sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2026-03-19 04:49:192026-03-19 04:49:21 Vorlesestunde in der Bücherei
Zwei neue Blitzeranhänger und zwei VW Caddy arbeiten für die Verkehrssicherheit in Augustdorf, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lage, Schlangen und Detmold.
Detmold. Die gemeinsam organisierte Geschwindigkeitsüberwachung auf den Straßen der Kommunen Augustdorf, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lage, Schlangen und Detmold ist angelaufen. Seit Anfang Januar überwachen die beteiligten Kommunen nun gemeinsam die Geschwindigkeit des Verkehrs und bieten damit mehr Sicherheit an neuralgischen Verkehrspunkten.
Das Unternehmen Jenoptik hat kurz vor dem Jahreswechsel zwei VW Caddy mit der Verkehrsüberwachungstechnik geliefert, die jetzt im Regelbetrieb sind. Es handelt sich dabei zunächst um zwei Mietfahrzeuge, die zur Überbrückung eingesetzt werden. Noch im ersten Quartal des Jahres sollen die bestellten Fahrzeuge ankommen. In wenigen Tagen gehen zudem zwei Blitzer-Anhänger in Detmold in den Dienst, die für die interkommunale Kooperation angeschafft worden sind.
Die vier Fahrzeuge werden in den beteiligten Kommunen eingesetzt, in denen 25 neue Messstellen identifiziert wurden. Diese neuen Einsatzstellen liegen ausschließlich im Bereich von schützenswerten Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Alten- und Pflegeheimen. „Das ist ein eindeutiges Zeichen für mehr Verkehrssicherheit in den beteiligten Kommunen“, hebt Detmolds Bürgermeister Frank Hilker hervor. Denn darum geht es: „Immer wieder erheben Bürgerinnen und Bürger den Wunsch nach mehr Verkehrsüberwachung“, sagt Christoph Dolle, Bürgermeister in Blomberg. „Dem kommen wir damit nach“, ergänzt sein Amtskollege Matthias Kalkreuter aus Lage. Denn immer noch ist Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen. Marcus Püster, Bürgermeister in Schlangen, verweist darauf, dass 2024 im Kreis Lippe immerhin 123 Kinder und 84 Jugendliche im Straßenverkehr verunglückt sind. Das sind rund 16 beziehungsweise 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Horn-Bad Meinbergs Bürgermeister Michael Ruttner: „Es werden weitere Messstellen hinzukommen, dazu befinden wir uns im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit in einem stetigen Austausch.“ Augustdorfs erster Bürger Dr. Andreas J. Wulf: „Auch in Augustdorf wünschen sich Einwohner mehr Geschwindigkeitskontrollen – besonders dort, wo Kinder durch zu schnelles Fahren gefährdet werden können. Durch die neue Kooperation, die von den Erfahrungen der Stadt Detmold profitieren wird, kommen wir diesem Bedürfnis entgegen.“ Frank Hilker verweist darauf, dass Detmold gerade von der Dekra mit dem Vision-Zero-Award ausgezeichnet wurde, weil es in den vergangenen acht Jahren keine Verkehrstoten auf Detmolder Straßen gab. Dazu hat auch die konsequente Geschwindigkeitsüberwachung beigetragen.
In der Stadt Detmold wird bereits seit Jahren das Tempo des fließenden Verkehrs durch die Kommune selbst überwacht. Dafür sind der Blitzeranhänger „Xena“ und ein VW-Caddy in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Seniorenheimen im Einsatz. Die dabei erworbene Expertise setzt die Stadt Detmold nun auch für die Nachbarkommunen in der interkommunalen Zusammenarbeit ein. Die Basis dafür sind gemeinsame Festlegungen des Landesinnenministeriums und des Ministeriums für Kommunales und Heimat. Die Ministerien haben im Jahr 2024 klargestellt, dass nicht nur Kreise und Kommunen mit mehr als 60.000 Einwohnern selbst die Geschwindigkeit überwachen dürfen, sondern auch kommunale Zusammenschlüsse, die gemeinsam mehr als 60.000 Einwohner zählen.
Dennoch war es bis zur Umsetzung der Idee ein weiter Weg. Zunächst mussten alle sechs Gemeinderäte der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zustimmen, dann wurde das notwendige Personal für den Innen- und den Außendienst bei der Stadt Detmold ausgewählt, eingestellt und geschult.
„Ich möchte mich an dieser Stelle besonders für die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen der Nachbarkommunen bedanken“, sagt Detmolds Bürgermeister Frank Hilker. „Die Umsetzung eines solch innovativen Projekts kann nur gemeinsam und auf Augenhöhe erfolgen. Sowohl die Zusammenarbeit im Kommunalen Ordnungsdienst Detmold – Lippe, als auch im neuen Kommunalen Verkehrsdienst Detmold – Lippe sind aus meiner Sicht eine Blaupause für ausgezeichnete Kooperation der Partnerkommunen hier in Lippe.“
Wie die bereits in Detmold eingesetzte „Xena“, so werden auch die neuen Anhänger Namen erhalten. Die Wahl fiel auf „Hurry“ und „Selly“ – ein Wortspiel in Anlehnung an ein berühmtes Film-Liebespaar.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Blitzer.jpg11541731sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2026-01-15 18:26:272026-01-15 18:26:28Sechs Kommunen organisieren die Geschwindigkeitsüberwachung jetzt gemeinsam
Brigadegeneral Marco Eggert wird in Kürze seine Funktion als Kommandeur der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ abgeben und eine neue Verwendung im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin antreten. Eggert übernahm die Führung der Brigade vor rund drei Jahren im Februar 2023 und führte den Großkampfverband des Heeres durch eine Zeit sehr umfangreicher Umstrukturierung und Neuausrichtungen mit dem Schwerpunkt auf den Aufbau der sogenannten „Mittleren Kräfte“ sowie der Steigerung der Einsatzbereitschaft im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung. Die Nachfolge über das Kommando der Panzerbrigade 21 wird derzeit bestimmt.
In seiner neuen Verwendung übernimmt Brigadegeneral Eggert kurzfristig die Leitung des neu eingerichteten Sonderstabselements Digitalisierung Landbasierter Operationen im Bundesministerium der Verteidigung. Bundesminister Boris Pistorius hatte die Einrichtung dieses neuen Koordinierungselements für die Ministeriumsleitung Ende 2025 bekanntgegeben. Eine erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung der Landstreitkräfte hat der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, kürzlich als „kriegsentscheidend“ bewertet, es ist das aktuell größte Rüstungsprojekt der Bundeswehr.
Eggert übernahm die Panzerbrigade 21 mit dem Auftrag, sie zur ersten Brigade der Mittleren Kräfte des Deutschen Heeres weiterzuentwickeln. Diese radgebundenen Kräfte sind auf eigener Achse verlegbar und für unterschiedliche Einsatzszenarien vielseitig einsetzbar. Während seiner dreijährigen Amtszeit setzte Eggert diesen Auftrag konsequent um.
Kurz nach seinem Dienstantritt gab die Brigade zwei kettenbasierte lippische Bataillone ab – das Panzergrenadierbataillon 212 und das Panzerbataillon 203 – und integrierte im Gegenzug zwei radbasierte Jägerbataillone aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Unter Eggerts Führung übernahm die Panzerbrigade 21 zudem den Auftrag als Rückversicherungsbrigade in Litauen. Es folgten umfangreiche Übungs- und Verlegevorhaben im NATO-Bündnisgebiet, an denen 2024 mehr als 5.000 Soldatinnen und Soldaten sowie mehrere hundert Gefechtsfahrzeuge beteiligt waren. Ziel war die glaubhafte Abschreckung gegen potentielle Aggressoren beim NATO-Partner Litauen. Zuletzt stellte Eggert im Oktober 2025 das Artilleriebataillon 215 auf – den ersten Artillerieverband des Deutschen Heeres, der mit Radhaubitzen und modernen unbemannten Waffensystemen ausgestattet werden wird.
Die Panzerbrigade 21 ist die erste Brigade des Deutschen Heeres, die der neuen Kräftekategorie Mittlere Kräfte zugeordnet wurde. Mit ihren radbeweglichen, hochmobilen Verbänden ist sie in der Lage, schnell und flexibel innerhalb des NATO-Einsatzraumes zu verlegen. Hohe Mobilität, starke Feuerkraft und robuster Schutz machen den Großverband zu einem zentralen Pfeiler für Krisenreaktion sowie Landes u. Bündnisverteidigung.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/2_240122_GUeZ-01-25_Till-Hey-54-scaled.jpg17072560sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2026-01-12 16:00:012026-01-12 16:00:02Brigadegeneral Eggert verlässt die Panzerbrigade 21
Auf ein neues Jahr – mit Erfolg, Frieden, Glück und persönlicher Zufriedenheit. Möge es Raum für Zuversicht und Leichtigkeit lassen und Augustdorf gut voranbringen.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/TeutoWinterwald-am-Abend-scaled.jpeg13662560sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2026-01-01 23:56:102026-01-01 23:56:102026 – Wir wünschen einen guten Start!
Kreis, Gemeinde Augustdorf und Heidehaus e.V. schließen Leistungsvereinbarung für offene Kinder- und Jugendarbeit
Die jüngste Kommune im Kreis Lippe hat einen wichtigen Meilenstein in der offenen Kinder- und Jugendarbeit erreicht: Als erste der zwölf Kommunen im Jugendamtsbezirk des Kreises hat Augustdorf die neue Leistungsvereinbarung für 2026 bis 2030 mit dem Heidehaus e.V. als Träger und dem Kreis Lippe erfolgreich geschlossen. Die Vereinbarung bezieht sich auf den Betrieb des HoT Funkenflugs sowie auf die dort tätigen Fachkräfte und schafft eine verlässliche Grundlage für die offene Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Augustdorf.
„Mit dieser zukunftsweisenden Leistungsvereinbarung wird die Unterstützung für die in der Gemeinde lebenden Kinder und Jugendliche nachhaltig gestärkt. Sie sichert sowohl den dauerhaften Betrieb des HoT Funkenflugs sowie des Feldhauses als auch die fachlich qualifizierte Arbeit der pädagogischen Fachkräfte, die dort täglich als verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für junge Menschen tätig sind“, freuen sich Ulrike Glathe, Fachbereichsleiterin Jugend und Familie beim Kreis Lippe und Augustdorfs Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf.
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die perspektivische Weiterentwicklung des Jugendzentrums. Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 sollen Modernisierungsmaßnahmen mindestens konkret geplant und inhaltlich ausgearbeitet werden. Diese sollen ausdrücklich auch einen inklusiven Zweck verfolgen und das Jugendzentrum langfristig zukunftsfähig, attraktiv und an die Bedürfnisse junger Menschen angepasst aufstellen.
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Leistungsvereinbarung setzen der Träger Heidehaus e.V., die Gemeinde Augustdorf und der Kreis Lippe ein deutliches Zeichen für partnerschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltige Investitionen in die Zukunft der jungen Generation.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Leistungsvereinbarung_Augustdorf.jpeg8701178sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-22 09:10:402025-12-22 09:10:41Investition in die Zukunft der jungen Generation:
Die Luft steht schwer über dem malaysischen Dschungel. 33 Grad, 98 Prozent Luftfeuchtigkeit, Mückenschwärme im Morgengrauen – Schweiß läuft in Strömen. Zwischen dicht bewachsenen Baumreihen bewegt sich eine kleine Patrouille aus sieben blauuniformierten UN-Soldatinnen und Soldaten vorsichtig durch das Gelände. Unauffällig folgen drei Ausbilder. Einer von ihnen: Oberstleutnant Stefan aus der Panzerbrigade 21 „Lipperland“. Gemeinsam mit zwei Ausbildern des Malaysian Peacekeeping Centre begleitet er die Gruppe während einer realitätsnahen Abschlussübung in der Region Malakka.
Die Soldatinnen und Soldaten gehören zum 15. Internationalen Militärbeobachterlehrgang der malaysischen Streitkräfte. Das Szenario verlangt ihnen viel ab: Nach einem simulierten Angriff mussten die unbewaffneten UN-Beobachter ihren Stützpunkt verlassen und versuchen nun, einen sicheren Sammelpunkt zu erreichen. „Die angehenden Militärbeobachter sind unbewaffnet und mussten ihren Stützpunkt nach einem Angriff evakuieren“, erklärt Stefan.
Von Minenfund bis Offroad-Fahrten
Dreieinhalb Wochen intensiver Ausbildung liegen hinter den Teilnehmenden. Der Lehrgang folgt strikt den Vorgaben der Vereinten Nationen. Stefan selbst bringt umfangreiche Erfahrung aus Einsätzen in Afghanistan, im Irak sowie aus zwei UN-Missionen im Sudan und in der Westsahara mit.
Zu Beginn standen theoretische Grundlagen im Fokus: Verhandlungstechniken, der Umgang mit Sprachmittlern, Minen- und Kampfmittelerkennung, Navigation sowie Verhalten bei Geiselnahmen. Ab der zweiten Woche rückten praktische Inhalte in den Vordergrund. In der dritten Woche dominierten realistische Trainings – Offroad-Fahrten mit Geländefahrzeugen, das Reagieren auf Waffenstillstandsverstöße, der Umgang mit Bedrohungslagen, das Auffinden von Toten und das Verhalten in extremen Stresssituationen. „Es sind Worst-Case-Szenarien – aber genau darauf müssen Militärbeobachterinnen und -beobachter vorbereitet sein“, betont Stefan.
Besonders auffällig war die hohe Beteiligung von Frauen: Sechs malaysische Soldatinnen und zwei Polizistinnen nahmen teil. Unterstützt wurde die Ausbildung durch zwei malaysische Instruktorinnen und eine thailändische Gast-Ausbilderin. Viele der Teilnehmerinnen seien erfahrene Soldatinnen und Familienmütter gewesen – hochmotiviert, lernstark und mit beeindruckender Professionalität, hebt Stefan hervor.
Warum schickt man Beobachter in einen Konflikt?
Militärbeobachter werden dort eingesetzt, wo Konfliktparteien keine bewaffneten Friedenstruppen zulassen. Sie überwachen Waffenstillstände, beobachten Truppenbewegungen, melden Verstöße und berichten an die internationale Gemeinschaft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung und Stabilisierung in Krisenregionen. Eingesetzt werden sie für die Vereinten Nationen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa oder die Europäische Union.
Deutschland unterhält dazu enge internationale Ausbildungspartnerschaften. Soldatinnen und Soldaten vieler Nationen absolvieren Lehrgänge der Bundeswehr in Deutschland. Im Gegenzug entsendet Deutschland Ausbilder an internationale Partnerzentren. Dadurch entsteht schon während der Ausbildung ein missionsnahes Umfeld, das die spätere Zusammenarbeit im Einsatz erleichtert.
Hitze, Schweiß und Freude
Die klimatischen Bedingungen des tropischen Landes bleiben für Stefan eine besondere Herausforderung. „Schon nach kurzer Zeit im Freien ist man komplett durchnässt“, sagt er. Seine Anerkennung gilt besonders den malaysischen Soldatinnen, die als Teil ihrer Uniform dauerhaft einen Hidschab tragen – selbst unter extremer Luftfeuchtigkeit.
Zurück im dichten Dschungel erreicht die Patrouille ihren Sammelpunkt. Als die Ladeklappe des UN-Lasters hinter der letzten Soldatin schließt, bricht Jubel aus. Die sechstägige Übung Blue Haven ist erfolgreich abgeschlossen, damit endet auch die Ausbildung.
Am folgenden Tag erhalten 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen ihre Zertifikate und gehören nun offiziell zur weltweiten Gemeinschaft der UN-Militärbeobachter. „Man wird sich wiedersehen – irgendwo in dieser komplizierten Welt: im Dschungel, im Gebirge oder in einer der vielen Krisenregionen, die die Vereinten Nationen befrieden möchten“, sagt Stefan zum Abschluss.
Lage der Konfliktparteien: Der malaysische Offizier weist Oberstleutnant Stefan und das Beobachterteam mit der Karte in die aktuelle Situation ein. (Bundeswehr)
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Bild_2_Quelle_Bundeswehr-scaled.jpg25601920sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-12 18:42:422025-12-12 18:42:43Augustdorfer Offizier unterstützt UN-Ausbildung in Malaysia
Diese Website verwendet Cookies, die uns dabei helfen zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird. Ich bin damit einverstanden und kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen oder ändern.
Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Website verfügbaren Dienste zur Verfügung zu stellen und einige ihrer Funktionen zu nutzen.
Da diese Cookies zur Bereitstellung der Website unbedingt erforderlich sind, können Sie sie nicht ablehnen, ohne die Funktionsweise unserer Website zu beeinträchtigen. Sie können sie blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Website erzwingen.
Google Analytics Cookies
Diese Cookies sammeln Informationen, die entweder in aggregierter Form verwendet werden, um zu verstehen, wie unsere Website genutzt wird oder wie effektiv unsere Marketingkampagnen sind, oder um uns zu helfen, unsere Website und Anwendung für Sie anzupassen, um Ihre Erfahrung zu verbessern.
Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihren Besuch auf unserer Website verfolgen, können Sie das Tracking in Ihrem Browser hier deaktivieren:
Datenschutzrichtlinie
Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail in unseren Datenschutzrichtlinie nachlesen.
Spektakuläres Saisonfinale
Team HandbALL erwartet den ASV Hamm-Westfalen
Im letzten Spiel der Saison 2025/2026 geht es um Alles – zumindest für die Gäste aus Hamm. Zwar wollen die Jungs vom Team HandbALL ihren Fans und den scheidenden Spielern einen tollen Rahmen zum Saisonabschluss bieten, doch für Hamm geht es in diesem allerletzten Spiel noch um das Ticket zur Aufstiegsrunde. Mindestens einen Zähler benötigt das Team von Jamal Naji, um sich den zweiten Platz zu sichern. Doch der ASV ist gewarnt, denn das Team HandbALL möchte auch am Samstag um 18 Uhr im Rückspiel so spektakulär auftrumpfen wie im Weihnachtsspiel in der Hammer Arena. „Wir wollen dem Favoriten ganz lange Paroli bieten, wir sind bis in die Haarspitzen motiviert und werden alles raushauen“, so THL-Trainer Björn Piontek.
„Sportlich erwartet uns ein absolutes Schwergewicht der 3. Liga deutschlandweit, der ASV Hamm-Westfalen hat starke Zweitliga-Ambitionen, ist ein Verein mit Zweitliga-Voraussetzungen, mit einem Zweitliga-Kader und mit einem Zweitliga-Etat“ so Piontek. „Und wir haben im Hinspiel das Unmögliche geschafft und dort die Punkte geholt.“ Das Team HandbALL möchte natürlich liebend gerne den Erfolg aus Dezember wiederholen, doch die Lipper wissen auch, dass Hamm noch einen Zähler benötigt, um sich die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zu sichern, egal was dann Konkurrent Vinnhorst in dem unglücklicherweise erst um 19 Uhr beginnenden Stadtduell in Anderten macht.
„Ich kann versprechen, dass wir eine hochmotivierte Mannschaft auf der Platte sehen werden. Die Jungs werden bis in die Haarspitzen motiviert sein, sie werden im letzten Spiel alles raushauen was geht, auch um den Jungs, die uns verlassen, eine würdigen Abschied zu bereiten. „Ich kann versprechen, dass wir mit vollem Mut antreten, dass wir vor der Größe der Aufgabe keine Angst haben werden und ich kann versprechen, dass wir wirklich alles geben, was wir haben“, war sich der Coach der jungen Wilden aus dem Lipperland schon nach dem ersten Training in dieser Woche sicher. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir mental voll da sein werden. Wozu es dann reicht, dass werden wir sehen, aber ich hoffe natürlich, dass wir dem Favoriten ganz lange Paroli bieten und ein ganz langes Rennen liefern können, um dann mal zu schauen, was passiert, wenn wir Hamm lange nicht wegziehen lassen, wenn sie ganz lange kämpfen müssen und das Spiel nicht sehr früh auf ihre Seite ziehen können.“
Die Fans können sich auf einen spannenden Handballabend in der horatec ARENA freuen. „So wie es aktuell aussieht, wird die Halle sehr voll werden und das haben sich die Jungs auch verdient nach einer überragenden Rückrunde, die sie performt haben“, so der Trainer weiter. „Sie haben sich einen so tollen Rahmen im letzten Heimspiel mehr als nur verdient und es wäre sehr, sehr schön, wenn ganz, ganz viele Fans den Weg in die Arena finden würden.“
Es könnte – auch Dank der Mithilfe zahlreicher Fans aus Hamm – ein neuer Zuschauer-Rekord für ein Team HandbALL-Spiel aufgestellt werden. Deshalb empfehlen wir, sich die Eintrittskarten bereits im Vorfeld online zu sichern. „Wir freuen uns auf das Wochenende, wir freuen uns auf eine volle horatec ARENA, wir freuen auf ein richtig cooles Handballspiel und mit Euch, den Fans im Rücken, wollen wir den Jungs einen super Rahmen, ein super Event liefern, als verdienten Abschluss für alle“, so Piontek abschließend. Textquelle: Team HandbALL
Großübung der britischen Armee
In einer Pressemitteilung informiert die britische Armee über eine bevorstehende Großübung, die auch den Raum Augustdorf betrifft
Im Zeitraum von Anfang Mai bis Mitte Juni führt die britische Armee die Großübung „Exercise RHINO STORM“ durch. In diesem Zusammenhang werden rund 3.500 Soldatinnen und Soldaten des 7th Light Mechanised Brigade Combat Teams aus verschiedenen Standorten im Vereinigten Königreich nach Deutschland verlegt.
Neben dem Truppenübungsplatz Sennelager werden Übungen an ausgewählten und bereits genehmigten Standorten in Bereich Gütersloh, Bielefeld, Landkreis Paderborn sowie Hameln in Niedersachsen stattfinden.
Die eingesetzte 7. Brigade gilt als besonders schnell verlegefähig und gehört zur NATO Advanced Readiness Force. Insgesamt bringen die britischen Streitkräfte etwa 1.000 Fahrzeuge mit nach Deutschland. Der Einsatz von schwerem Gerät wie Kampfpanzern ist jedoch nicht vorgesehen.
Im Zuge der Übung kann es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Militärkonvois kommen – auch nachts. Die Fahrzeugkolonnen bewegen sich in mehreren, zeitversetzt fahrenden Gruppen. Aus Sicherheitsgründen werden genaue Routen und Zwischenstopps im Vorfeld nicht bekannt gegeben.
Die britische Armee bittet Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit. Es wird empfohlen, ausreichend Abstand zu Militärkonvois zu halten und nicht zwischen einzelne Fahrzeuge einzuscheren.
Hintergrund der Übung ist die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Truppe. Militärische Übungen wie „RHINO STORM“ dienen der Ausbildung sowie der schnellen Verlegefähigkeit von Streitkräften. Die Verlegung über Land-, Luft- und Seewege gilt zudem als wichtiger Beitrag Großbritanniens zur kollektiven Sicherheit und Verteidigung in Europa.
AUGUSTDORFER VARIETE GEHT INS 31. JAHR
DER VORVERKAUF BEGINNT!
Im Jahre 2009 stand Bert Rex schon einmal als Moderator des Varietés in Augustdorf auf der Bühne, brachte das Publikum mit viel Charme, Witz und grandioser Zauberei von Anbeginn an auf seine Seite und sorgte damals in kongenialem Zusammenspiel mit Herrn Niels für unvergessene Momente. Nach sechs Jahren in Lateinamerika kehrt er nun zurück nach Europa und sein fast erster Auftritt führt ihn direkt auf die Bühne in Augustdorf. Am 7. November wird Bert Rex als Zeremonienmeister mit Leib und Seele erneut das Varieté moderieren und dem Publikum eine Show voller Weltklasseartistik präsentieren.
Unter anderem wird Danyl Lysenko in diesem wieder einmal mit Highlights gespickten Programm auftreten. Der gebürtige Ukrainer, ausgebildet an der renommierten Kiewer Zirkusschule, gehört zu den besten Jongleuren der Welt. Kürzlich hat er mit dem Jonglieren von gleichzeitig 13 Ringen in einer Kaskade einen neuen Weltrekord aufgestellt. Nicht der erste Rekord für den hochtalentierten Artisten, der auch der Erste war, der neun Ringe in einer 360 Grad-Pirouetten-Drehung in der Luft hielt und später 21 mal hintereinander elf Ringe ohne einen einzigen Fehler gefangen hat. Beim Festival du Cirque de Demain in Paris gab es Silber für Danils fantastische Performance, auch die Fachjury beim Festival im spanischen Albacete verlieh ihm das gleiche Edelmetall. 2024 gewann er gar Gold bei der Jonglier-Weltmeisterschaft, anschließend Bronze beim Internationalen Circus Festival im italienischen Latina. Nicht verwunderlich, dass dieser Ausnahmejongleur gefeierte Auftritte rund um den Globus und in den größten Circus- und Varietéshows vorweisen kann. Das Augustdorfer Publikum darf sich am 7. November also auf eine absolut faszinierende Jonglageshow freuen.
Mehr zu den anderen in diesem Programm auftretenden Artistinnen und Artisten demnächst auf der Homepage und in weiteren Ankündigungen.
Wie immer wird man an dem Samstag ab 18.30 Uhr die Gelegenheit haben, sich vorab mit Freunden und Bekannten in der Horatec-Arena zu treffen und an den Tischen und Stehtischen zunächst einmal die Getränke und Speisen, die der Party-Service Sander an der direkt unten in der Halle aufgebauten langen Theke anbietet, zu genießen, bevor sich um 20 Uhr der Vorhang öffnet. Parkplätze sind direkt an der Halle vorhanden, auch ein barrierefreier Zugang ist möglich.
Der Vorverkauf läuft! Man sollte sich frühzeitig Karten sichern für diese weit und breit absolut einmalige Varietéshow. Und nicht vergessen: Auch ein schöner Abend mit bester Unterhaltung und Weltklasseartistik kann ein besonderes Geschenk sein. Karten können wie immer über die Homepage www.augustdorfer-variete.de bestellt werden. Dort findet man demnächst auch den Trailer, der einen sehenswerten Vorgeschmack auf das Programm liefert.
Bau-Turbo, kommunales Baulandmanagement, Änderung und Aufhebung von Bebauungsplänen
Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt tagt am 24.03.2026
Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt des Gemeinderates kommt am Dienstag, 24. März 2026, um 18.00 Uhr im Bürgerzentrum, Saal Wanzleben, zu seiner zweiten Sitzung im laufenden Jahr zusammen. Die Sitzung ist öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Zu Beginn der Sitzung findet eine Einwohnerfragestunde statt. Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde haben die Möglichkeit, Fragen, die sich auf Angelegenheiten der Gemeinde beziehen müssen, an den Bürgermeister bzw. die in den Ausschüssen anwesenden Vertreter zu richten.
Der Ausschuss befasst sich insbesondere mit der Änderung des Bebauungsplans Nr. 11 im Bereich Hirtenkamp sowie der Teilaufhebung des Bebauungsplans Nr. 7 und des Bebauungsplans Nr. 7.2 „Im Hässeln“. Des Weiteren soll die Anwendung des Bau-Turbos in der Gemeinde beraten werden. Schließlich steht auch ein Antrag der AfD-Fraktion zum kommunalen Baulandmanagements auf der Tagesordnung.
Die vollständige Tagesordnung einschließlich der Verwaltungsvorlagen ist abrufbar unter:
https://sessionnet.owl-it.de/augustdorf/bi/si0057.asp?__ksinr=14488
Vorlesestunde in der Bücherei
Am Montag, 23. März 2026, findet um 14.30 Uhr wieder die Vorlesestunde in der Gemeindebücherei Augustdorf in Kooperation mit dem Ev. FamZ Kita Regenbogen und Jona und der DRK-Kita, Haustenbecker Straße 2, statt.
Dazu möchten wir alle Kinder, Erwachsenen und Erzieher herzlich einladen.
Es wird aus dem Buch „Herr Hase und der ungebetene Gast“ von Steve Smallman und Tim Warnes vorgelesen.
Hier eine kurze Inhaltsangabe: Herr Hase ist ein sehr ordentlicher Hase…bis eines Tages ein sehr unordentliches Küken aus einem Ei schlüpft. Mitten in sein Hasenhaus.“ Mama!“, piepst es und strahlt Herrn Hase an. Der schlägt entsetzt seine Hasenohren zusammen. Er ist doch keine Mama! Und überhaupt: So ein zerstrubbeltes Entenküken macht nichts als Ärger, Dreck und Unordnung. Und das kann Herr Hase nicht gebrauchen, oder?
Dies ist ein warmherziges Bilderbuch mit zwei ungleichen allerbesten Freunden.
Das ist ein Vorlesebuch für Kinder ab 3 Jahre.
Wir freuen uns über jeden kleinen und großen Besucher!
Sechs Kommunen organisieren die Geschwindigkeitsüberwachung jetzt gemeinsam
Zwei neue Blitzeranhänger und zwei VW Caddy arbeiten für die Verkehrssicherheit in Augustdorf, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lage, Schlangen und Detmold.
Detmold. Die gemeinsam organisierte Geschwindigkeitsüberwachung auf den Straßen der Kommunen Augustdorf, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lage, Schlangen und Detmold ist angelaufen. Seit Anfang Januar überwachen die beteiligten Kommunen nun gemeinsam die Geschwindigkeit des Verkehrs und bieten damit mehr Sicherheit an neuralgischen Verkehrspunkten.
Das Unternehmen Jenoptik hat kurz vor dem Jahreswechsel zwei VW Caddy mit der Verkehrsüberwachungstechnik geliefert, die jetzt im Regelbetrieb sind. Es handelt sich dabei zunächst um zwei Mietfahrzeuge, die zur Überbrückung eingesetzt werden. Noch im ersten Quartal des Jahres sollen die bestellten Fahrzeuge ankommen. In wenigen Tagen gehen zudem zwei Blitzer-Anhänger in Detmold in den Dienst, die für die interkommunale Kooperation angeschafft worden sind.
Die vier Fahrzeuge werden in den beteiligten Kommunen eingesetzt, in denen 25 neue Messstellen identifiziert wurden. Diese neuen Einsatzstellen liegen ausschließlich im Bereich von schützenswerten Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Alten- und Pflegeheimen. „Das ist ein eindeutiges Zeichen für mehr Verkehrssicherheit in den beteiligten Kommunen“, hebt Detmolds Bürgermeister Frank Hilker hervor. Denn darum geht es: „Immer wieder erheben Bürgerinnen und Bürger den Wunsch nach mehr Verkehrsüberwachung“, sagt Christoph Dolle, Bürgermeister in Blomberg. „Dem kommen wir damit nach“, ergänzt sein Amtskollege Matthias Kalkreuter aus Lage. Denn immer noch ist Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen. Marcus Püster, Bürgermeister in Schlangen, verweist darauf, dass 2024 im Kreis Lippe immerhin 123 Kinder und 84 Jugendliche im Straßenverkehr verunglückt sind. Das sind rund 16 beziehungsweise 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Horn-Bad Meinbergs Bürgermeister Michael Ruttner: „Es werden weitere Messstellen hinzukommen, dazu befinden wir uns im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit in einem stetigen Austausch.“ Augustdorfs erster Bürger Dr. Andreas J. Wulf: „Auch in Augustdorf wünschen sich Einwohner mehr Geschwindigkeitskontrollen – besonders dort, wo Kinder durch zu schnelles Fahren gefährdet werden können. Durch die neue Kooperation, die von den Erfahrungen der Stadt Detmold profitieren wird, kommen wir diesem Bedürfnis entgegen.“ Frank Hilker verweist darauf, dass Detmold gerade von der Dekra mit dem Vision-Zero-Award ausgezeichnet wurde, weil es in den vergangenen acht Jahren keine Verkehrstoten auf Detmolder Straßen gab. Dazu hat auch die konsequente Geschwindigkeitsüberwachung beigetragen.
In der Stadt Detmold wird bereits seit Jahren das Tempo des fließenden Verkehrs durch die Kommune selbst überwacht. Dafür sind der Blitzeranhänger „Xena“ und ein VW-Caddy in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Seniorenheimen im Einsatz. Die dabei erworbene Expertise setzt die Stadt Detmold nun auch für die Nachbarkommunen in der interkommunalen Zusammenarbeit ein. Die Basis dafür sind gemeinsame Festlegungen des Landesinnenministeriums und des Ministeriums für Kommunales und Heimat. Die Ministerien haben im Jahr 2024 klargestellt, dass nicht nur Kreise und Kommunen mit mehr als 60.000 Einwohnern selbst die Geschwindigkeit überwachen dürfen, sondern auch kommunale Zusammenschlüsse, die gemeinsam mehr als 60.000 Einwohner zählen.
Dennoch war es bis zur Umsetzung der Idee ein weiter Weg. Zunächst mussten alle sechs Gemeinderäte der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zustimmen, dann wurde das notwendige Personal für den Innen- und den Außendienst bei der Stadt Detmold ausgewählt, eingestellt und geschult.
„Ich möchte mich an dieser Stelle besonders für die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen der Nachbarkommunen bedanken“, sagt Detmolds Bürgermeister Frank Hilker. „Die Umsetzung eines solch innovativen Projekts kann nur gemeinsam und auf Augenhöhe erfolgen. Sowohl die Zusammenarbeit im Kommunalen Ordnungsdienst Detmold – Lippe, als auch im neuen Kommunalen Verkehrsdienst Detmold – Lippe sind aus meiner Sicht eine Blaupause für ausgezeichnete Kooperation der Partnerkommunen hier in Lippe.“
Wie die bereits in Detmold eingesetzte „Xena“, so werden auch die neuen Anhänger Namen erhalten. Die Wahl fiel auf „Hurry“ und „Selly“ – ein Wortspiel in Anlehnung an ein berühmtes Film-Liebespaar.
Brigadegeneral Eggert verlässt die Panzerbrigade 21
Personalwechsel in Augustdorf
Brigadegeneral Marco Eggert wird in Kürze seine Funktion als Kommandeur der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ abgeben und eine neue Verwendung im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin antreten. Eggert übernahm die Führung der Brigade vor rund drei Jahren im Februar 2023 und führte den Großkampfverband des Heeres durch eine Zeit sehr umfangreicher Umstrukturierung und Neuausrichtungen mit dem Schwerpunkt auf den Aufbau der sogenannten „Mittleren Kräfte“ sowie der Steigerung der Einsatzbereitschaft im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung. Die Nachfolge über das Kommando der Panzerbrigade 21 wird derzeit bestimmt.
In seiner neuen Verwendung übernimmt Brigadegeneral Eggert kurzfristig die Leitung des neu eingerichteten Sonderstabselements Digitalisierung Landbasierter Operationen im Bundesministerium der Verteidigung. Bundesminister Boris Pistorius hatte die Einrichtung dieses neuen Koordinierungselements für die Ministeriumsleitung Ende 2025 bekanntgegeben. Eine erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung der Landstreitkräfte hat der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, kürzlich als „kriegsentscheidend“ bewertet, es ist das aktuell größte Rüstungsprojekt der Bundeswehr.
Eggert übernahm die Panzerbrigade 21 mit dem Auftrag, sie zur ersten Brigade der Mittleren Kräfte des Deutschen Heeres weiterzuentwickeln. Diese radgebundenen Kräfte sind auf eigener Achse verlegbar und für unterschiedliche Einsatzszenarien vielseitig einsetzbar. Während seiner dreijährigen Amtszeit setzte Eggert diesen Auftrag konsequent um.
Kurz nach seinem Dienstantritt gab die Brigade zwei kettenbasierte lippische Bataillone ab – das Panzergrenadierbataillon 212 und das Panzerbataillon 203 – und integrierte im Gegenzug zwei radbasierte Jägerbataillone aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Unter Eggerts Führung übernahm die Panzerbrigade 21 zudem den Auftrag als Rückversicherungsbrigade in Litauen. Es folgten umfangreiche Übungs- und Verlegevorhaben im NATO-Bündnisgebiet, an denen 2024 mehr als 5.000 Soldatinnen und Soldaten sowie mehrere hundert Gefechtsfahrzeuge beteiligt waren. Ziel war die glaubhafte Abschreckung gegen potentielle Aggressoren beim NATO-Partner Litauen. Zuletzt stellte Eggert im Oktober 2025 das Artilleriebataillon 215 auf – den ersten Artillerieverband des Deutschen Heeres, der mit Radhaubitzen und modernen unbemannten Waffensystemen ausgestattet werden wird.
Die Panzerbrigade 21 ist die erste Brigade des Deutschen Heeres, die der neuen Kräftekategorie Mittlere Kräfte zugeordnet wurde. Mit ihren radbeweglichen, hochmobilen Verbänden ist sie in der Lage, schnell und flexibel innerhalb des NATO-Einsatzraumes zu verlegen. Hohe Mobilität, starke Feuerkraft und robuster Schutz machen den Großverband zu einem zentralen Pfeiler für Krisenreaktion sowie Landes u. Bündnisverteidigung.
2026 – Wir wünschen einen guten Start!
Auf ein neues Jahr – mit Erfolg, Frieden, Glück und persönlicher Zufriedenheit. Möge es Raum für Zuversicht und Leichtigkeit lassen und Augustdorf gut voranbringen.
Investition in die Zukunft der jungen Generation:
Kreis, Gemeinde Augustdorf und Heidehaus e.V. schließen Leistungsvereinbarung für offene Kinder- und Jugendarbeit
Die jüngste Kommune im Kreis Lippe hat einen wichtigen Meilenstein in der offenen Kinder- und Jugendarbeit erreicht: Als erste der zwölf Kommunen im Jugendamtsbezirk des Kreises hat Augustdorf die neue Leistungsvereinbarung für 2026 bis 2030 mit dem Heidehaus e.V. als Träger und dem Kreis Lippe erfolgreich geschlossen. Die Vereinbarung bezieht sich auf den Betrieb des HoT Funkenflugs sowie auf die dort tätigen Fachkräfte und schafft eine verlässliche Grundlage für die offene Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Augustdorf.
„Mit dieser zukunftsweisenden Leistungsvereinbarung wird die Unterstützung für die in der Gemeinde lebenden Kinder und Jugendliche nachhaltig gestärkt. Sie sichert sowohl den dauerhaften Betrieb des HoT Funkenflugs sowie des Feldhauses als auch die fachlich qualifizierte Arbeit der pädagogischen Fachkräfte, die dort täglich als verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für junge Menschen tätig sind“, freuen sich Ulrike Glathe, Fachbereichsleiterin Jugend und Familie beim Kreis Lippe und Augustdorfs Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf.
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die perspektivische Weiterentwicklung des Jugendzentrums. Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 sollen Modernisierungsmaßnahmen mindestens konkret geplant und inhaltlich ausgearbeitet werden. Diese sollen ausdrücklich auch einen inklusiven Zweck verfolgen und das Jugendzentrum langfristig zukunftsfähig, attraktiv und an die Bedürfnisse junger Menschen angepasst aufstellen.
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Leistungsvereinbarung setzen der Träger Heidehaus e.V., die Gemeinde Augustdorf und der Kreis Lippe ein deutliches Zeichen für partnerschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltige Investitionen in die Zukunft der jungen Generation.
Augustdorfer Offizier unterstützt UN-Ausbildung in Malaysia
Im Südostasien-Einsatz
Die Luft steht schwer über dem malaysischen Dschungel. 33 Grad, 98 Prozent Luftfeuchtigkeit, Mückenschwärme im Morgengrauen – Schweiß läuft in Strömen. Zwischen dicht bewachsenen Baumreihen bewegt sich eine kleine Patrouille aus sieben blauuniformierten UN-Soldatinnen und Soldaten vorsichtig durch das Gelände. Unauffällig folgen drei Ausbilder. Einer von ihnen: Oberstleutnant Stefan aus der Panzerbrigade 21 „Lipperland“. Gemeinsam mit zwei Ausbildern des Malaysian Peacekeeping Centre begleitet er die Gruppe während einer realitätsnahen Abschlussübung in der Region Malakka.
Die Soldatinnen und Soldaten gehören zum 15. Internationalen Militärbeobachterlehrgang der malaysischen Streitkräfte. Das Szenario verlangt ihnen viel ab: Nach einem simulierten Angriff mussten die unbewaffneten UN-Beobachter ihren Stützpunkt verlassen und versuchen nun, einen sicheren Sammelpunkt zu erreichen. „Die angehenden Militärbeobachter sind unbewaffnet und mussten ihren Stützpunkt nach einem Angriff evakuieren“, erklärt Stefan.
Von Minenfund bis Offroad-Fahrten
Dreieinhalb Wochen intensiver Ausbildung liegen hinter den Teilnehmenden. Der Lehrgang folgt strikt den Vorgaben der Vereinten Nationen. Stefan selbst bringt umfangreiche Erfahrung aus Einsätzen in Afghanistan, im Irak sowie aus zwei UN-Missionen im Sudan und in der Westsahara mit.
Zu Beginn standen theoretische Grundlagen im Fokus: Verhandlungstechniken, der Umgang mit Sprachmittlern, Minen- und Kampfmittelerkennung, Navigation sowie Verhalten bei Geiselnahmen. Ab der zweiten Woche rückten praktische Inhalte in den Vordergrund. In der dritten Woche dominierten realistische Trainings – Offroad-Fahrten mit Geländefahrzeugen, das Reagieren auf Waffenstillstandsverstöße, der Umgang mit Bedrohungslagen, das Auffinden von Toten und das Verhalten in extremen Stresssituationen. „Es sind Worst-Case-Szenarien – aber genau darauf müssen Militärbeobachterinnen und -beobachter vorbereitet sein“, betont Stefan.
Besonders auffällig war die hohe Beteiligung von Frauen: Sechs malaysische Soldatinnen und zwei Polizistinnen nahmen teil. Unterstützt wurde die Ausbildung durch zwei malaysische Instruktorinnen und eine thailändische Gast-Ausbilderin. Viele der Teilnehmerinnen seien erfahrene Soldatinnen und Familienmütter gewesen – hochmotiviert, lernstark und mit beeindruckender Professionalität, hebt Stefan hervor.
Warum schickt man Beobachter in einen Konflikt?
Militärbeobachter werden dort eingesetzt, wo Konfliktparteien keine bewaffneten Friedenstruppen zulassen. Sie überwachen Waffenstillstände, beobachten Truppenbewegungen, melden Verstöße und berichten an die internationale Gemeinschaft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung und Stabilisierung in Krisenregionen. Eingesetzt werden sie für die Vereinten Nationen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa oder die Europäische Union.
Deutschland unterhält dazu enge internationale Ausbildungspartnerschaften. Soldatinnen und Soldaten vieler Nationen absolvieren Lehrgänge der Bundeswehr in Deutschland. Im Gegenzug entsendet Deutschland Ausbilder an internationale Partnerzentren. Dadurch entsteht schon während der Ausbildung ein missionsnahes Umfeld, das die spätere Zusammenarbeit im Einsatz erleichtert.
Hitze, Schweiß und Freude
Die klimatischen Bedingungen des tropischen Landes bleiben für Stefan eine besondere Herausforderung. „Schon nach kurzer Zeit im Freien ist man komplett durchnässt“, sagt er. Seine Anerkennung gilt besonders den malaysischen Soldatinnen, die als Teil ihrer Uniform dauerhaft einen Hidschab tragen – selbst unter extremer Luftfeuchtigkeit.
Zurück im dichten Dschungel erreicht die Patrouille ihren Sammelpunkt. Als die Ladeklappe des UN-Lasters hinter der letzten Soldatin schließt, bricht Jubel aus. Die sechstägige Übung Blue Haven ist erfolgreich abgeschlossen, damit endet auch die Ausbildung.
Am folgenden Tag erhalten 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen ihre Zertifikate und gehören nun offiziell zur weltweiten Gemeinschaft der UN-Militärbeobachter. „Man wird sich wiedersehen – irgendwo in dieser komplizierten Welt: im Dschungel, im Gebirge oder in einer der vielen Krisenregionen, die die Vereinten Nationen befrieden möchten“, sagt Stefan zum Abschluss.
Lage der Konfliktparteien: Der malaysische Offizier weist Oberstleutnant Stefan und das Beobachterteam mit der Karte in die aktuelle Situation ein. (Bundeswehr)