Fachstelle Kinderschutz möchte Kinder in Augustdorf für mehr Achtsamkeit und Zusammenhalt sensibilisieren

Zu Gast an der Grundschule „Auf der Insel“ in Augustdorf war jetzt die Fachstelle Kinderschutz des Kreises Lippe mit ihrem interaktiven Theaterstück „Die Freunde vom Spiekersberg“. Ziel der Aufführung war es, die Kinder für gegenseitige Achtsamkeit, Selbstschutz und respektvolles Miteinander zu sensibilisieren. 

Das Stück erzählt von befreundeten Tieren, nämlich der Eule, dem Eichhörnchen und der Hummel, die erleben, wie Ausgrenzung, mangelnder Respekt und Herabwürdigung das Zusammenleben stören können. Schließlich sind es aber Eigenschaften wie Mut, Freundschaft und Zusammenhalt, die helfen, die Situation zu verändern. Im Mittelpunkt steht die stolze Maus Manni, die andere Tiere mit ihrer Überheblichkeit kränkt. Erst durch die Begegnung mit der weisen Eule vom Spiekersberg erkennt sie, dass echte Stärke darin liegt, freundlich zu sein und andere in ihren Stärken anzunehmen. 

Die Kinder verfolgten das Stück mit großer Aufmerksamkeit und wurden immer wieder aktiv in die Handlung einbezogen. Dabei zeigten sie viele kreative und berührende Ideen, was Freundschaft für sie bedeutet: Sich helfen, trösten, füreinander einstehen, niemanden ausschließen, sich gute Tricks verraten oder einander wertschätzen waren nur einige der Beiträge. „Gerade durch das Mitmachen verstehen die Kinder viel besser, wie wichtig es ist, aufeinander zu achten“, erklärt Kerstin Plischka von der Fachstelle Kinderschutz. „Wenn Kinder erleben, dass sie gehört werden und selbst etwas beitragen können, stärkt das ihr Selbstbewusstsein nachhaltig.“

Auch die Schulleitung zeigt sich überzeugt von der Wirkung des Theaterstücks:  „Prävention ist ein fester Bestandteil unseres Schulalltags“, betont Birgit Schöne. „Wir möchten, dass unsere Kinder früh lernen, achtsam miteinander umzugehen, hinzusehen und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Das Theater hat diesen Gedanken wunderbar lebendig gemacht.“

Für die Mitarbeiterinnen der Fachstelle Kinderschutz ist die Eule ein wichtiges Symbol ihrer Arbeit geworden. Sie steht dafür, Kindern und Erwachsenen in schwierigen Situationen aufmerksam, zugewandt und hilfsbereit zur Seite zu stehen. „Wir möchten Kinder ermutigen, über Freundschaft, Vertrauen und Grenzen zu sprechen, alles Themen, die auch in unserer täglichen Arbeit eine große Rolle spielen“, unterstreicht Bettina Papenmeier.

Die Fachstelle Kinderschutz bietet für Kitas und Schulen im Kreis Lippe vielfältige Präventions- und Beratungsangebote an. Interessierte Einrichtungen können sich per E-Mail unter ed.ep1776769527pil-s1776769527ierk@1776769527akhcs1776769527ilp.k1776769527 oder ed.ep1776769527pil-s1776769527ierk@1776769527reiem1776769527nepap1776769527.b1776769527 an die Fachstelle wenden. 

Kurze Ankündigung:


Die Weihnachtsausgabe „Der Augustdorfer“ befindet sich in der Finalisierung und geht in der kommenden Woche in den Druck. Pünktlich zum ersten Advent wird sie in alle Haushalte in Augustdorf verteilt.
Wer noch Werbung oder redaktionelle Beiträge unterbringen möchte, meldet sich bitte schnell per E-Mail. Wenn noch Platz vorhanden ist, berücksichtigen wir Last-Minute-Wünsche gern.

Natürlich. Sicher. Selbstbestimmt.

Frauen, die sich eine natürliche und selbstbestimmte Geburt wünschen, finden am Klinikum Lippe ab sofort neben dem bewährten interprofessionellen Betreuungskonzept aus Hebammen und Ärztinnen und Ärzten ein zusätzliches Angebot: den hebammengeleiteten Kreißsaal.
Ab einem voraussichtlichen Entbindungstermin ab dem 1. Januar 2026 können Schwangere dieses neue Konzept am Perinatalzentrum Level II am Standort Detmold nutzen.

„Wir verbinden die Sicherheit einer modernen Geburtsklinik mit der persönlichen, kontinuierlichen Betreuung durch erfahrene Hebammen“, erklärt Dr. Corinna Bryan, Chefärztin der Geburtshilfe an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. „Im hebammengeleiteten Kreißsaal steht die Frau mit ihren Wünschen, ihrem Rhythmus und ihrem Vertrauen in den eigenen Körper im Mittelpunkt“, ergänzt Susann Grabsch, leitende Hebamme.

Gesunde Schwangere ohne spezielle Geburtsrisiken werden im hebammengeleiteten Kreißsaal während der gesamten Geburt eigenverantwortlich von Hebammen betreut. Ärztinnen und Ärzte stehen bei Bedarf jederzeit unterstützend zur Verfügung – die medizinische Sicherheit bleibt somit jederzeit gewährleistet. „Im hebammengeleiteten Kreißsaal arbeiten unsere erfahrenen Hebammen eigenverantwortlich und begleiten werdende Mütter empathisch, kompetent und mit viel Erfahrung“, sagt Susann Grabsch. „So schaffen wir den idealen Rahmen für eine natürliche, sichere und geborgene Geburt.“

Ob eine Geburt im hebammengeleiteten Kreißsaal möglich ist, hängt von verschiedenen medizinischen Kriterien ab. Eine Checkliste auf der Internetseite der Klinik hilft Schwangeren, zu prüfen, ob sie für eine Betreuung im hebammengeleiteten Kreißsaal geeignet sind. Wenn die schwangere Frau sich angemeldet hat, dienen zwei persönliche Gesprächstermine – zwischen der 24. und 38. Schwangerschaftswoche – dazu, individuelle Wünsche, Erwartungen und den geplanten Geburtsverlauf zu besprechen. Sollte sich zeigen, dass eine hebammengeleitete Geburt nicht infrage kommt, bietet das Klinikum Lippe selbstverständlich eine umfassende Beratung zu alternativen Betreuungs- und Geburtsformen an.

Der hebammengeleitete Kreißsaal ist integrierter Teil des Perinatalzentrums Level II, in dem Geburtshilfe und Kinderklinik eng zusammenarbeiten. So ist auch in besonderen Situationen oder bei Komplikationen eine schnelle und sichere Versorgung von Mutter und Kind gewährleistet.

Am Dienstag, 18. November 2025, findet um 18:00 Uhr die erste Sitzung des Betriebsausschusses der neuen Wahlperiode im Saal Wanzleben des Bürgerzentrums statt.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Bestellung einer Schriftführerin und ihrer Stellvertreterin, die Verpflichtung von sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern sowie die Vorstellung und Beratung des Jahresabschlusses der Gemeindewerke für das Wirtschaftsjahr 2024. 

Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner sind herzlich eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen.

– 25 Jahre Heimatgeschichte im Rückblick

Die neue Augustdorf-Chronik ist da – oder genauer gesagt: ab sofort vorbestellbar.
Gemeinsam mit dem Heimatverein Augustdorf e.V. veröffentlicht die Gemeinde das Buch „Augustdorf in den Jahren 2000 bis 2025“. Auf rund 25 Jahre Ortsgeschichte blickt die Chronik zurück – mit Geschichten, Erinnerungen, Fotos und Ereignissen, die das Leben in der Sennegemeinde geprägt haben.

Zwei Augustdorfer im Dienst der Geschichte

Hinter dem Werk stehen zwei, die Augustdorf und seine Entwicklung genau kennen:
Heinrich Georg Schneider und Mats Uffe Schubert. Beide haben die Chronik in knapp 18 Monaten ehrenamtlicher Arbeit zusammengestellt. Als Grundlage dienten Zeitungsartikel sowie Protokolle des Rates und der Ausschüsse von 2000 bis 2025. Die Autoren griffen dabei auf das von Bettina Grote geführte Zeitungsarchiv der Gemeinde Augustdorf zurück. Schneider berichtet: „Ursprünglich haben wir gedacht, dass wir die Berichte einfach bei der LZ erfragen können. Die haben uns dann zum Landesarchiv geschickt. Dort wurden uns Mikrofilme gezeigt und der Hinweis gegeben, dass in der Landesbibliothek auch digitale Ausgaben vorliegen.“ Schubert ergänzt: „Die Chronik zeigt, wie viel in den letzten 25 Jahren in Augustdorf passiert ist. Es ist wirklich beeindruckend, was auch die ganzen Vereine in Augustdorf schon geleistet haben. Diese Arbeit ist einfach unbezahlbar.“

Vorbestellung ab sofort möglich

Die erste Auflage ist zahlenmäßig begrenzt, daher wird eine rechtzeitige Vorbestellung empfohlen.
Vorbestellungen sind online unter
👉 https://kurzlinks.de/Chronik
oder direkt in Selda’s Lotto Shop möglich.

Die Abholung der vorbestellten Exemplare ist ab Ende November geplant, der Verkauf ab Dezember über den REWE-Markt Krumbach. Herausgeber ist die Gemeinde Augustdorf, der Vertrieb erfolgt über den Heimatverein Augustdorf e.V.

📘 Preis: 29,90 €
Ein Buch für alle, die sich mit Augustdorf verbunden fühlen – und ein schönes Geschenk für diejenigen, die Heimatgeschichte lieben.


Am Samstag ist der TuS Vinnhorst in der horatec ARENA in Augustdorf zu Gast. Das Team HandbALL empfängt das Team aus dem Hannoveraner Stadtteil wie gewohnt um 18 Uhr. „Wir wollen uns in der Entwicklung wieder ein Stück nach vorne bewegen“, blickt Matthias Struck auf das Spiel am Wochenende voraus. „Vielleicht können wir mit einer guten Leistung für eine Überraschung sorgen. Wir haben Bock auf das Match und wollen Gas geben“, so Struck weiter, der erneut Jari Lemk vertritt.

Mit dem TuS Vinnhorst stellt sich eines der Spitzenteams der Staffel Nord-West vor, derzeit rangiert das Team vom ehemaligen Bundesliga-Spieler Lars Lehnhoff auf Platz drei der Tabelle. Vor zwei Wochen unterlag der TuS knapp in Bielefeld mit einem Treffer, am letzten Wochenende mussten sie sich mit sechs Treffern in eigener Halle dem TV Emsdetten geschlagen geben. Die Gäste reisen also mit zwei Niederlagen in Folge im Gepäck ins Lipperland. Zuvor siegte Vinnhorst in den ersten neun Spielen der Saison und untermauerte damit ihre Aufstiegsambitionen.

„Es erwartet uns ein absoluter Liga-Knaller. Ich glaube, da sind wir in jedem Fall in der Außenseiterrolle“, sagt Matthias Struck vor der Partie gegen das Team, dass mit zahlreichen ehemaligen Bundesligaspielern gespickt ist. „Vinnhorst ist eine Mannschaft, die Ambitionen hat, um den Aufstieg mitzuspielen. Gerade aufgrund der zwei Niederlagen zuletzt werden sie sehr fokussiert und sehr konzentriert bei uns auflaufen“, prophezeit er.

„Der TuS wird eine sehr aggressive, teilweise sehr offensiv agierende Abwehr am Wochenende gegen uns stellen. Daraus werden sie mit viel Tempo nach vorne gehen und vorne sehr routiniert gerade in Kombination mit dem starken Kreisläufer agieren.“

„Für uns wird wichtig sein, dass wir einen Schritt nach vorne machen wollen, dass wir mutig agieren, dass wir mit allem was wir haben uns dagegen stemmen werden. Wir wollen eine aggressive, motivierte Abwehr aufs Spielfeld stellen und dann selber hier und da mit Temposiel ein paar Nadelstiche setzen“, so Struck.

„Im Angriff müssen wir lange, konzentrierte Angriff fahren, wo wir auf gute Chancen warten, um uns am Wochenende mit der Mannschaft wieder ein Stück nach vorne zu bewegen in der Entwicklung und vielleicht auch mit einer guten Leistung für eine Überraschung sorgen können. Dazu sollten wir immer bereit sein und darauf werden wir die Jungs vorbereiten, dass sie auf jeden Fall breit sind. Wir haben Bock auf das Spiel und wollen Gas geben“ sagt Matthias Struck abschließend.

Text: Team HandbALL 

Der neue Gemeinderat für die Wahlperiode 2025 bis 2030 hat sich in der vergangenen Woche konstituiert. Insgesamt sind diesmal sechs Fraktionen vertreten. Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) war nicht erneut angetreten, während mit der AfD, Bündnis 90/Die Grünen und der Demokratischen Bürger-Union (DBA) drei neue Parteien beziehungsweise Wählergruppen Einzug gehalten haben.

Acht Frauen und 18 Männer sitzen im Rat. Das Durchschnittsalter beträgt 45 Jahre. Im folgenden werden die einzelnen Fraktionen vorgestellt:

Bei der jüngsten Wahl wurde die CDU mit 34,2% der Stimmen erneut stärkste Kraft und gewann neun Ratssitze, die alle direkt in den Wahlbezirken errungen wurden. Den Fraktionsvorsitz behält Wolfgang Huppke, sein Stellvertreter bleibt Stefan Koop.

  • Patrick Baltruschat, 42, Verwaltungsfachangestellter
  • Jakob Eck, 28, Beamter
  • Daniel Fast, 34, Elektrotechniker
  • Viktor Gossen, 43, Area Manager
  • Wolfgang Huppke, 69, Pensionäre
  • Barbara Kastning, 47, Hausfrau
  • Stefan Koop, 36, Finanzieren
  • Albert Lange, 46, Verwaltungsangestellter
  • Janis Swolinski, 43, Dipl.-Wirtsch.-Ing.

Die SPD erreichte 25,6% und stellt sieben Ratsmitglieder, davon vier mit Direktmandaten. Die Fraktion führt weiterhin Mats Uffe Schubert, unterstützt von seinem Stellvertreter Daniel Klöpper.

  • Katrin Freiberger, 49, Studentin
  • Timo Freiberger, 50, Senior Manager
  • Anja Holitschke, 49, Büeokauffrau
  • Daniel Klöpper, 49, Veranstaltungsplaner/Schulverwaltungsassistent
  • Beate Pflug, 58, Oecothrophologin
  • Mats Uffe Schubert, 28, Diplomierter Bankbetriebswirt
  • Selva Yoksulabakan, 56, Betreuungskraft

Erstmals zieht die AfD mit 17,5% und vier Sitzen in den Gemeinderat ein. Fraktionsvorsitzender ist Eduard Stumpf, Christian Sidoruk übernimmt den Stellvertretungsposten.

  • Eduard Naumann, 63, Industriemechaniker
  • Christian Sidoruk, 44, Selbständig
  • Angelika Stumpf, 24, Pflegefachfrau
  • Eduard Stumpf, 29, Bauingenieur

Aufbruch C sicherte sich 8,7% der Stimmen und zwei Sitze im Rat, Fraktionsvorsitzender ist Dieter Boschmann.

  • Dieter Boschmann, 44, Elektroniker
  • Leano Boschmann, 20, Auszubildender (Fachinformatiker)

Die Demokratische Bürger-Union (DBA) errang 7,1% und ebenfalls zwei Sitze. Lutz Müller wurde wieder zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.

  • Lutz Müller, 72, Pensionär
  • Frank Salomon, 62, Busfahrer

Bündnis 90/Die Grünen (4,4%) und die FDP (2,5%) bilden nach der Wahl eine gemeinsame Fraktion. Den Vorsitz übernimmt in der ersten Halbzeit Sarah Ritter.

  • Natascha Barz, Grüne, 49, Polizeibeamtin
  • Sarah Ritter, FDP, 27, B.A.-Politikwissenschaft und Sozialwissenschaft 

Transparente Kommunalpolitik für alle Bürgerinnen und Bürger.

Gemeinderat nimmt Arbeit auf

In der ersten Sitzung des neu gewählten Augustdorfer Gemeinderates hat Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf (parteilos) sein Amt offiziell angetreten. Die konstituierende Sitzung wurde am Donnerstagabend vom dienstältesten Ratsmitglied Frank Salomon eröffnet.

Bereits zu Beginn der Sitzung wählten die Ratsmitglieder eine Schriftführerin und eine Stellvertreterin, ehe Dr. Wulf den Amtseid ablegte. In seiner Antrittsrede betonte er die Bedeutung von Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt: Der Rat solle offen und engagiert diskutieren, aber persönliche Angriffe vermeiden. Als Zeichen für mehr Gemeinschaftsgeist schlug Wulf vor, die frühere Tradition wieder aufleben zu lassen, nach den Sitzungen gemeinsam in den Ratsstuben einzukehren. Seine parteilose Haltung, so Wulf, solle dabei helfen, alle Fraktionen gleich zu behandeln.


Würdigung von Thomas Katzer

Ein emotionaler Moment war die Verabschiedung des bisherigen Bürgermeisters Thomas Katzer. Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf hob in seiner Rede hervor, dass die letzten 5 Jahre von besonderen Herausforderungen geprägt waren: der Corona-Pandemie, einer drohenden Energieknappheit und der Zuwanderung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine.

In einer großen Gemeinschaftsaktion sei gelungen, eine große Zahl ukrainischer Flüchtlinge unterzubringen, und zwar ohne, dass Turnhallen oder Schulen in Anspruch genommen oder Zelte aufgebaut werden mussten. Unter Federführung des Bürgermeisters hatte sich die Gemeinde auf einen winterlichen Blackout und eine Notversorgung der Bevölkerung vorbereitet, weil die Sorge um eine Gasknappheit und Hackerangriffe auf die Energieinfrastruktur bestand.

In der Corona-Pandemie musste Thomas Katzer als Hauptverwaltungsbeamter die Lebensbedingungen der Augustdorfer so gestalten, dass möglichst wenig Menschen durch die Infektionskrankheit zu Schaden kommen. Weil das mit der Einschränkung von Freiheitsrechten einherging, sei das eine besonders heikle Aufgabe gewesen, die naturgemäß Widerspruch ausgelöst hat.

Auch die bisherigen stellvertretenden Bürgermeister Gottfried Dennebier und Katrin Freiberger wurden verabschiedet. Während Dennebiers Ausscheiden aus dem Amt feststand, bleibt Freibergers Zukunft offen, da sie erneut kandidierte – was Dr. Wulf mit einem Schmunzeln kommentierte.


Neue Stellvertretungen und Ratsmitglieder

Nach der Verpflichtung der neuen Ratsmitglieder folgte die Wahl der stellvertretenden Bürgermeister. Auf Vorschlag aller Fraktionen traten Patrick Baltruschat (CDU) und Katrin Freiberger (SPD) gemeinsam an. Im ersten Wahlgang wurde das erforderliche einstimmige Ergebnis verfehlt. Im zweiten Durchgang wurden Baltruschat zum ersten und Freiberger zur zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt.


Ausschussbildung sorgt für erste Diskussion

Die Bildung und Zusammensetzung der Ausschüsse führte zur ersten kontroversen Debatte der Legislatur. CDU und SPD beantragten, die Zahl der sachkundigen Bürger pro Fraktion auf drei je Ratsmitglied, maximal zwölf je Fraktion, zu begrenzen. Lutz Müller (DBA) kritisierte dies scharf und sah darin einen Versuch, kleinere Fraktionen zu benachteiligen. Unterstützung erhielt er von Sarah Ritter (Grüne/FDP).

CDU-Fraktionschef Wolfgang Huppke und SPD-Fraktionschef Mats Uffe Schubert zeigten sich überrascht, dass beide Fraktionen ihrer zuvor geäußerten Zustimmung widersprächen. Am Ende wurde der Vorschlag mehrheitlich angenommen. Zudem einigten sich die Ratsmitglieder darauf, dass alle Ausschüsse künftig aus 14 Mitgliedern bestehen.


Einstimmige Beschlüsse zum Abschluss

Die anschließenden Wahlen zu den Ausschüssen sowie die Wahl der Vorsitzenden und die Aufgabenverteilung erfolgten jeweils einstimmig. Auch die Übertragung von Entscheidungsbefugnissen auf die Ausschüsse und die Bestimmung der Vertreterinnen und Vertreter in weiteren Gremien wurden ohne Gegenstimmen beschlossen.

Folgende Ausschussvorsitzende wurden gewählt:

  • Rechnungsprüfungsausschuss: Eduard Stumpf (AfD)
  • Betriebsausschuss: Janis Swolinski (CDU)
  • Wahlprüfungsausschuss: Daniel Fast (CDU)
  • Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales: Jakob Eck (CDU)
  • Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt: Daniel Klöpper (SPD)
  • Ausschuss für öffentliche Einrichtungen: Mats Uffe Schubert (SPD)

Mit der konstituierenden Sitzung hat sich der neue Gemeinderat Augustdorf offiziell formiert. Bürgermeister Wulf lud anschließend die Ratsmitglieder in die Ratsstuben ein.

Großes Varieté von Weltklasse in einem kleinen Ort.

Das Jubiläumsprogramm am 8. November enthält Acts, die weit über die – natürlich ebenfalls vertretenen – klassischen Varieté-Elemente Artistik, Akrobatik und Jonglage hinausgehen.

Zu nennen ist da zunächst der renommierte Moderator Jan Mattheis, der nicht nur als Conférencier und Entertainer glänzt und höchst unterhaltsam durch das Programm führt. Zusätzlich beherrscht er die selten live zu erlebende Kunst des Bauchredens in Perfektion. Wenn dabei seine großen Handpuppen im Dialog ihr eigenständiges Bühnenleben entwickeln, bleibt kein Auge trocken. Doch damit nicht genug: Jan Mattheis weiß auch als preisgekrönter Zauberer das Publikum mit unglaublichen Tricks und magischen Momenten zu verblüffen. Der Illusionist täuscht mit raffinierten Kunstgriffen und macht das Spiel mit Alltagsgegenständen zur Herausforderung für das Zuschauerauge.

Einen von unten beleuchteten Glastisch, darüber eine Kamera und dazu nur eine Handvoll Sand – mehr braucht die ausgebildete Malerin Eva Aibazova nicht, um ihre grandiose Kunst der Sandmalerei zur Verblüffung des Publikums auf eine große Leinwand zu zaubern. In ihrer Show „Mit Liebe um die Welt“ erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer eine poetische Reise zu den berühmtesten Weltwundern, eingebettet in eine berührende Liebesgeschichte. Aus Licht, Musik und nahtlos ineinander übergehenden Bildern schafft die Künstlerin eine unvergessliche visuelle Erzählung.

Was Eva Aibazova zudem von anderen Sandmalerinnen unterscheidet, ist die Besonderheit, dass sie nach vorab angeforderten Fotos und Informationen stets lokale Motive und Themen in ihre Geschichte einfließen lässt. Das Publikum darf gespannt sein.

Was Eva Aibazova mit Sand macht, das macht Dmytro Tarasenko in seiner spektakulären Show mit Laserstrahlen. Der als Laserman bekannte Meister der visuellen Magie demonstriert auf höchst beeindruckende Weise, wie aus einfachen Laserstrahlen dynamische, raumfüllende Lichtkunst werden kann. Seine „Leinwand“ ist dabei die gesamte Bühne, die „Lichtbilder“ sind in steter Bewegung und dreidimensional. Mittendrin steht Dmytro Tarasenko, greift, lenkt und führt die Laserstrahlen mit Händen und Körper und erschafft so in einem einzigartigen Zusammenspiel aus Licht, Musik, Technik und Fantasie visuelle Erlebnisse, die die Grenzen der Vorstellungskraft des Publikums sprengen.

Einige Tickets für diese Jubiläumsshow sind noch verfügbar und können direkt über die Homepage bestellt werden (www.augustdorfer-variete.de).

Eine Wildgans in Oerlinghausen ist vermutlich an der Geflügelpest gestorben. Den Erreger hat das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Detmold in einer Untersuchung nachgewiesen. Die abschließende Bestätigung durch das Friedrich-Löffler-Institut steht noch aus und erfolgt in den kommenden Tagen. Bis dahin handelt es sich bei der gefundenen Wildgans um einen Verdachtsfall. Zuletzt wurden immer wieder verendete Wildvögel gefunden, die das CVUA stetig untersucht hatte. Die Wildgans aus Oerlinghausen ist der erste Verdachtsfall von Geflügelpest im Wildvogelbestand in Lippe mit positivem Befund.

Da es sich bisher um den mutmaßlich ersten Fall der Geflügelpest in Lippe handelt, spricht der Kreis Lippe zunächst keine Stallpflicht aus. Das Risiko, dass sich weitere Tiere infizieren ist jedoch hoch. Geflügelhaltungen können jederzeit davon betroffen sein, wenn die Tiere Kontakt zu Wildvögeln haben. Aus diesem Grund empfiehlt das Veterinäramt allen Geflügelhaltern die Tiere aufzustallen, um sie zu schützen. Alle Geflügelhalter, auch Kleinsthaltungen, sollten unbedingt die notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen prüfen und einhalten, um einen Ausbruch im Bestand zu verhindern.

Zu den Maßnahmen gehören, dass Halter den direkten und indirekten Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln verhindern. Insbesondere gilt: Haus- und Nutzgeflügel darf nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind. Die Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwasser versorgt werden, zu dem auch Wildvögel Zugang haben. Futter und Einstreu sind so zu lagern, dass sie für Wildvögel unzugänglich sind. Personen, die Geflügelställe betreten, sollten dies nur mit sauberen Stiefeln oder Überschuhen tun.

Tierhalter, die erhöhten Tierverlust oder klinische Anzeichen auf Geflügelpest feststellen, sollten die Ursache tierärztlich abklären. Eine Untersuchung kann eine Infektion mit Geflügelpestviren ausschließen beziehungsweise einen Verdacht weiter verfolgen. Mögliche Anzeichen einer Erkrankung des Geflügels können Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit, Durchfall, zentral nervöse Störung (Taumeln und Schwanken) oder Atemnot sein. Stellen Halter Anzeichen der Geflügelpest bei ihren Tieren fest, müssen sie diese dem Kreisveterinäramt melden.

Bürgerinnen und Bürger können Funde von verendeten wildlebenden Wasservögeln sowie Greif-,  Eulen- und Rabenvögeln dem Veterinäramt melden unter ed.ep1776769527pil-s1776769527ierk@1776769527eumlt1776769527ev1776769527 oder telefonisch unter (05231) 622171.

Hintergrund Geflügelpest

Die Geflügelpest ist eine Tierseuche, die bei gehaltenen Geflügel und bei Wildvögeln zu schweren Krankheitsverläufen mit massenhaftem Verenden der Tiere führen kann. Als Hauptüberträger der Viren gelten insbesondere Wasservögel, die den Erreger während des Vogelzugs über weite Strecken verbreiten können.

(Anm. d. Red.: Unter diesem Link gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung weitere Informationen zum Thema:
https://www.bfr.bund.de/mitteilung/vogelgrippe-h5n1-infektion-des-menschen-durch-den-verzehr-von-lebensmitteln-nicht-zu-erwarten/