Die Luft steht schwer über dem malaysischen Dschungel. 33 Grad, 98 Prozent Luftfeuchtigkeit, Mückenschwärme im Morgengrauen – Schweiß läuft in Strömen. Zwischen dicht bewachsenen Baumreihen bewegt sich eine kleine Patrouille aus sieben blauuniformierten UN-Soldatinnen und Soldaten vorsichtig durch das Gelände. Unauffällig folgen drei Ausbilder. Einer von ihnen: Oberstleutnant Stefan aus der Panzerbrigade 21 „Lipperland“. Gemeinsam mit zwei Ausbildern des Malaysian Peacekeeping Centre begleitet er die Gruppe während einer realitätsnahen Abschlussübung in der Region Malakka.
Die Soldatinnen und Soldaten gehören zum 15. Internationalen Militärbeobachterlehrgang der malaysischen Streitkräfte. Das Szenario verlangt ihnen viel ab: Nach einem simulierten Angriff mussten die unbewaffneten UN-Beobachter ihren Stützpunkt verlassen und versuchen nun, einen sicheren Sammelpunkt zu erreichen. „Die angehenden Militärbeobachter sind unbewaffnet und mussten ihren Stützpunkt nach einem Angriff evakuieren“, erklärt Stefan.
Von Minenfund bis Offroad-Fahrten
Dreieinhalb Wochen intensiver Ausbildung liegen hinter den Teilnehmenden. Der Lehrgang folgt strikt den Vorgaben der Vereinten Nationen. Stefan selbst bringt umfangreiche Erfahrung aus Einsätzen in Afghanistan, im Irak sowie aus zwei UN-Missionen im Sudan und in der Westsahara mit.
Zu Beginn standen theoretische Grundlagen im Fokus: Verhandlungstechniken, der Umgang mit Sprachmittlern, Minen- und Kampfmittelerkennung, Navigation sowie Verhalten bei Geiselnahmen. Ab der zweiten Woche rückten praktische Inhalte in den Vordergrund. In der dritten Woche dominierten realistische Trainings – Offroad-Fahrten mit Geländefahrzeugen, das Reagieren auf Waffenstillstandsverstöße, der Umgang mit Bedrohungslagen, das Auffinden von Toten und das Verhalten in extremen Stresssituationen. „Es sind Worst-Case-Szenarien – aber genau darauf müssen Militärbeobachterinnen und -beobachter vorbereitet sein“, betont Stefan.
Besonders auffällig war die hohe Beteiligung von Frauen: Sechs malaysische Soldatinnen und zwei Polizistinnen nahmen teil. Unterstützt wurde die Ausbildung durch zwei malaysische Instruktorinnen und eine thailändische Gast-Ausbilderin. Viele der Teilnehmerinnen seien erfahrene Soldatinnen und Familienmütter gewesen – hochmotiviert, lernstark und mit beeindruckender Professionalität, hebt Stefan hervor.
Warum schickt man Beobachter in einen Konflikt?
Militärbeobachter werden dort eingesetzt, wo Konfliktparteien keine bewaffneten Friedenstruppen zulassen. Sie überwachen Waffenstillstände, beobachten Truppenbewegungen, melden Verstöße und berichten an die internationale Gemeinschaft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung und Stabilisierung in Krisenregionen. Eingesetzt werden sie für die Vereinten Nationen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa oder die Europäische Union.
Deutschland unterhält dazu enge internationale Ausbildungspartnerschaften. Soldatinnen und Soldaten vieler Nationen absolvieren Lehrgänge der Bundeswehr in Deutschland. Im Gegenzug entsendet Deutschland Ausbilder an internationale Partnerzentren. Dadurch entsteht schon während der Ausbildung ein missionsnahes Umfeld, das die spätere Zusammenarbeit im Einsatz erleichtert.
Hitze, Schweiß und Freude
Die klimatischen Bedingungen des tropischen Landes bleiben für Stefan eine besondere Herausforderung. „Schon nach kurzer Zeit im Freien ist man komplett durchnässt“, sagt er. Seine Anerkennung gilt besonders den malaysischen Soldatinnen, die als Teil ihrer Uniform dauerhaft einen Hidschab tragen – selbst unter extremer Luftfeuchtigkeit.
Zurück im dichten Dschungel erreicht die Patrouille ihren Sammelpunkt. Als die Ladeklappe des UN-Lasters hinter der letzten Soldatin schließt, bricht Jubel aus. Die sechstägige Übung Blue Haven ist erfolgreich abgeschlossen, damit endet auch die Ausbildung.
Am folgenden Tag erhalten 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen ihre Zertifikate und gehören nun offiziell zur weltweiten Gemeinschaft der UN-Militärbeobachter. „Man wird sich wiedersehen – irgendwo in dieser komplizierten Welt: im Dschungel, im Gebirge oder in einer der vielen Krisenregionen, die die Vereinten Nationen befrieden möchten“, sagt Stefan zum Abschluss.
Lage der Konfliktparteien: Der malaysische Offizier weist Oberstleutnant Stefan und das Beobachterteam mit der Karte in die aktuelle Situation ein. (Bundeswehr)
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Bild_2_Quelle_Bundeswehr-scaled.jpg25601920sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-12 18:42:422025-12-12 18:42:43Augustdorfer Offizier unterstützt UN-Ausbildung in Malaysia
Die Fraktionen von CDU und SPD im Rat der Gemeinde Augustdorf haben einen gemeinsamen Antrag zur umfassenden Verbesserung der Sportinfrastruktur an der Grundschule In der Senne, der Grundschule Auf der Insel und insbesondere der sanierungsbedürftigen Sporthalle am Schlingweg eingebracht. Ziel ist es, frühzeitig eine qualifizierte Grundlage für Förderanträge im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ sowie im Landesprogramm „NRW Plan für eine gute Infrastruktur“ zu schaffen.
In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde bereits erheblich in ihre Sportlandschaft investiert. Dazu zählen der Ausbau des Sport- und Begegnungsparks Schlingsbruch mit 90 % Bundesförderung sowie die Modernisierung der Sporthallen am Inselweg. Nun rückt der nächste zentrale Baustein in den Fokus: Die Sportanlagen im Umfeld der beiden Augustdorfer Grundschulen, insbesondere im Hinblick auf OGS-Ausbau, Barrierefreiheit, Energieeffizienz und die generelle Nutzungsqualität für Schul-, Vereins- und Breitensport.
Im Fokus: Schulsporthalle im Schlingweg
Hierbei legen die Fraktionen auch einen besonderen Fokus auf die Schulsporthalle im Schlingweg. Nachdem der Gemeinderat eine bis zu vierzügige Grundschule am Schlingweg vorsieht, ist eine Modernisierung zwingend erforderlich. Neben einer energetischen Modernisierung ist auch die Herstellung der Barrierefreiheit sowie die Sanierung der Umkleide- und Toilettenanlagen notwendig.
Der gemeinsame Antrag sieht vor, dass die Verwaltung zeitnah eine umfassende Bedarfsanalyse erarbeitet, unter Einbindung der Schulen, des Gemeindesportverbands, der Sportvereine und fachkundiger Expertinnen und Experten. Auf dieser Basis soll eine förderfähige Projektskizze entstehen, mit der sich Augustdorf in der nächsten oder übernächsten Förderperiode erfolgreich bewerben kann.
Wolfgang Huppke, Vorsitzender der CDU-Fraktion:
„Die Sanierung der Sporthalle am Schlingweg und die Weiterentwicklung der Außenanlagen an unseren Grundschulen sind längst überfällig. Wenn wir jetzt gemeinsam handeln, können wir Augustdorf erneut für millionenschwere Förderprogramme positionieren. Wir werden auch unsere Kontakte in Bund und Land aktiv nutzen, um für Augustdorf die bestmögliche Unterstützung zu sichern.“
Mats Uffe Schubert, Vorsitzender der SPD-Fraktion:
„Für uns ist klar: Gute Bildung braucht gute Sportinfrastruktur. Die Kinder, Vereine und Lehrkräfte dürfen nicht länger mit veralteten Anlagen arbeiten. Damit Augustdorf nicht nur plant, sondern tatsächlich modernisiert, müssen wir frühzeitig alle Voraussetzungen für Förderanträge schaffen. Wir ziehen als Fraktionen an einem Strang – und wir nutzen unsere politischen Netzwerke nach Berlin und Düsseldorf, um eine Förderzusage möglich zu machen.“
Gemeinsame Zielsetzung der Fraktionen
Beide Fraktionen betonen, dass die Modernisierung der sportlichen Infrastruktur ein zentrales Zukunftsprojekt für Augustdorf ist. Mit dem gemeinsamen Antrag soll die Gemeinde in die Lage versetzt werden, frühzeitig, vollständig und förderfähig in ein mögliches Förderverfahren einzutreten. Bereits jetzt werden daher die Weichen gestellt, um im Haushaltsjahr 2026 die notwendigen Mittel für Planung und Gutachten bereitzustellen.
CDU und SPD sind überzeugt: Nur durch eine strategisch vorbereitete, breit abgestimmte und professionell begleitete Planung kann Augustdorf erneut eine hohe Förderquote erreichen – und damit die Sportinfrastruktur für die kommenden Generationen sichern.
Text: schubert
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/23844-rotated-e1765183759772.jpg7971610sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-08 09:50:012025-12-08 09:50:02CDU und SPD beantragen Verbesserungen der Sportinfrastruktur an den Grundschulen
LWL erklärt Aeolian-Orgel in der Schlossbibliothek zum Denkmal des Monats Dezember
Detmold (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert: Wer es nicht weiß, ahnt nichts von dem besonderen Klangzauber, den die im Südflügel des Detmolder Residenzschlosses gelegene Bibliothek entfalten kann. Denn die hochwertige Wandgestaltung in diesem Raum fungiert als Hülle eines nahezu unsichtbaren Instruments, dessen Klänge aus dem Verborgenen wirken sollten. 80 Jahre hat die denkmalgeschützte Orgel aufgrund eines Defekts nach einem Wasserschaden geschwiegen. Nun erklingt sie wieder – nach erfolgreicher Restaurierung unter Mitwirkung des LWL-Denkmalfachamtes. Deshalb hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Aeolian-Orgel jetzt als Denkmal des Monats Dezember ausgezeichnet.
„Nur wenige Baudenkmäler sind auch akustisch wahrnehmbar. Die prominentesten Vertreter dieser Denkmalkategorie sind die Orgeln, die fast ausschließlich in Sakralräumen zu finden sind. Die Anzahl der profanen Orgeln von historischem Wert ist verschwindend gering – umso wichtiger ist ihr Erhalt für die Denkmalpflege“, erklärt LWL-Denkmalpfleger Dr. Christian Steinmeier. „Als Zeugnis der höfischen Musikkultur ist die Detmolder Orgel in Westfalen einzigartig und nach derzeitigem Kenntnisstand in ganz Europa ohne vergleichbares Beispiel.“
Ein solches Exemplar ist die Aeolian-Orgel im Detmolder Residenzschloss. Hier ließ der musikliebende Leopold IV., bis zu seiner Abdankung im Jahr 1918 der letzte Regent des Fürstentums Lippe, während des Ersten Weltkriegs eine Orgel der US-amerikanischen Aeolian-Company einbauen. „Das Besondere an diesem Instrument: Es konnte händisch gespielt werden, verfügte aber auch über einen Selbstspielapparat, über den auf Notenrollen eingestanzte Kompositionen wiedergegeben werden konnten“, so Steinmeier. „Beim Abspulen einer Rolle werden pneumatische Impulse ausgelöst und über elektrische Trakturen Orgelpfeifen, Glockenspiel und Röhrenglocken zum Klingen gebracht.“
Diese klangerzeugenden Elemente wurden jedoch bewusst nicht repräsentativ in die Raumgestaltung integriert, sondern hinter der hochwertigen Wand- und Deckengestaltung verborgen. „Der Klang der Orgel sollte unsichtbar in den Raum hineinschweben und sich dort sphärisch, ja mystisch ausbreiten“, sagt Orgel-Denkmalpfleger Steinmeier. „Diese diffuse Form der Klangentfaltung passt gut zu den spätromantischen Kompositionen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts.“ Tagebucheinträge Leopolds IV. belegen die rege Nutzung des Instruments durch eingeladene Künstler und den Fürsten selbst.
Nach einem vermutlich durch einen Wasserschaden ausgelösten Defekt an der Orgel wurde es um 1940 still in der Bibliothek. Eine Instandsetzung erfolgte nicht – auch, weil Leopold IV. 1949 verstarb. „Etwa 70 Jahre später begann der jetzige Eigentümer Stephan Prinz zur Lippe, sich mit den Möglichkeiten einer Instandsetzung auseinanderzusetzen – zusammen mit unserem Denkmalfachamt“, so Steinmeier. „Es folgten wissenschaftliche Untersuchungen, Konzepte, Ausschreibungen, Förderanträge und letztlich die ersehnte Restaurierung, die pünktlich zum Tag des offenen Denkmals abgeschlossen werden konnte.“ Was den Denkmalpfleger ebenso wie den Eigentümer besonders freut: „Bei der Restaurierung konnte der unverändert überlieferte Originalbestand erhalten werden, erneuert wurden ausschließlich Verschleißteile.“
Soundtrack einer Epoche – so klang es am Hof um 1900 Wie klang ein kleines Fürstentum im Deutschen Reich am Vorabend des Endes von Monarchie und Kaiserreich? Die musikalisch-auditiv greifbare Quellenlage ist dürftig, sodass man hierzu lange Zeit nur Vermutungen anstellen konnte. „Mit der Wiederbelebung der Detmolder Aeolian-Orgel ist es nun möglich, das Ohr an den Hauch der Geschichte zu legen. Gepaart mit dem umfangreichen Rollenbestand kündet die Orgel eindrucksvoll vom Musikverständnis und den Hörgewohnheiten einer ganzen Epoche. Hören Sie doch einmal rein“, so Steinmeier.
Hintergrund: Denkmalwert der Orgel In Bezug auf Material, Technik und Klang zählt die Aeolian-Orgel des Detmolder Schlosses zu den am besten überlieferten historischen Instrumenten in Westfalen-Lippe. Sie ist zudem eines der wenigen erhaltenen Beispiele halbautomatischer Musikinstrumente der Aeolian Company.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/110179.jpeg15752100sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-05 10:16:002025-12-05 11:01:39Wieder zum Leben erweckt: Die Orgel im Schloss Detmold
Die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ und die Evangelische Militärkirchengemeinde Augustdorf laden am Dienstag, den 9. Dezember 2025 um 19:30 Uhr, zum traditionellen Adventskonzert in die Evangelische Militärkirche ein. Das Konzert bildet seit vielen Jahren einen festen kulturellen Bestandteil des Standortlebens und verbindet Soldatinnen, Soldaten und Bürgerinnen und Bürger der Region. Der Eintritt ist frei.
In diesem Jahr musizieren die Kantorei der Militärkirchengemeinde sowie der Chor „Querbeet“ der Alten Dorfkirche Augustdorf gemeinsam mit einem Streichquartett und weiteren Sängerinnen und Sängern der Hochschule für Musik Detmold. Zu den Musikerinnen und Musikern gehören unter anderem der Bassbariton Avishsing Ramdhany und der Violinist Heiko Jonathan Giel.
Das Programm steht unter dem Titel „…auf den Morgenstern“ und umfasst Werke von Arcangelo Corelli und Peter Cornelius. Die musikalische Gesamtleitung übernimmt Kantor Aaron Bettels.
Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, im Anschluss eine Spende zugunsten des Vereins Reha-Assistenzhunde Deutschland zu geben.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Fotolia_4659006_XS.jpg388309sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-04 19:33:312025-12-04 19:33:31 Adventskonzert in der Militärkirche
Am 26.11.2025 trafen sich erneut zahlreiche Mitglieder und Freunde der DBA zu einem gemeinsamen Ausflug zum „Tannenhof Grottendieck“ in Melle. Die Fahrt war zuvor von den Seniorenbeauftragten der DBA, Klaus-Dieter Kuhlmann und Rosi Büker, bestens organisiert worden. Nach ihrer Ankunft wurde die Reisegruppe zunächst in den wunderbar weihnachtlich geschmückten, rustikalen Saal des Tannenhofs geleitet. Nachdem dort zunächst mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt wurde, konnten sich die Ausflügler an schönen Weihnachtsgeschichten und -liedern erfreuen. Eine kleine Weihnachtsausstellung auf dem Hofgelände lud ebenfalls zum Verweilen ein und bot Interessierten sogar die Möglichkeit zum Erwerb eines Weihnachtsbaumes. Nach guten Gesprächen, Punsch und belegten Broten endete der Ausflug am späten Nachmittag. Alle Teilnehmenden waren sehr zufrieden, bedankten sich bei den Organisatoren und freuen sich schon auf die nächsten Fahrten mit der DBA in 2026. Die Termine werden rechtzeitig auf der Internetseite www.dba-augustdorf.de veröffentlicht.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/PHOTO-2025-11-26-16-48-59.jpg480640sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-02 22:45:142025-12-02 22:45:14Adventsausflug der Demokratischen Bürger-Union Augustdorf (DBA)
In dieser Woche finden in Augustdorf zwei Ausschusssitzungen statt: Die erste Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales am heutigen Dienstag, 2. Dezember 2025, sowie die zweite Sitzung des Betriebsausschusses am Donnerstag, 4. Dezember 2025. Beide Sitzungen beginnen jeweils um 18:00 Uhr im Bürgerzentrum, Saal Wanzleben.
Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales
Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Ausschusses stehen unter anderem organisatorische Punkte wie die Bestellung einer Schriftführerin/eines Schriftführers und die Verpflichtung der sachkundigen Bürgerinnen und Bürger.
Inhaltlich diskutiert werden außerdem:
Die offene Kinder- und Jugendarbeit: Abschluss einer Leistungs- und Entgeltvereinbarung mit dem Kreis Lippe und der Jugendsiedlung Heidehaus e.V.
Ein Betreibervertrag zwischen der Gemeinde und der Handball GmbH & Co. KG zur Nutzung des Foyers und der horatec Arena.
Ein Antrag des FC Augustdorf e.V. zur Änderung des Pachtvertrags für das Grillplatzgelände Schlingsbruch bezüglich der Pachtlaufzeit.
Betriebsausschuss
Die zweite Sitzung behandelt zentrale Themen der Gemeindewerke. Es stehen folgende Punkte auf der Agenda:
Kanalanschlussbeiträgen, Abwassergebühren und Kostenersatz
Wasseranschlussbeiträgen, Wassergebühren und Kostenersatz
Wirtschaftsplan 2026
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/2017-12-23-Augustdorf-4-scaled.jpg17092560sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-02 22:39:442025-12-02 22:39:44Sozialausschuss und Betriebsausschuss tagen
Der Wahlprüfungsausschuss der Gemeinde Augustdorf hat in seiner Sitzung am 27. November 2025 die Rechtmäßigkeit sowohl der Bürgermeisterwahl vom 28. September 2025 als auch der Kommunalwahl vom 14. September 2025 bestätigt. Der Ausschuss empfiehlt dem Gemeinderat einstimmig, beide Wahlen offiziell für gültig zu erklären.
Keine Einsprüche – keine Unregelmäßigkeiten festgestellt
Zur Bürgermeisterwahl stellte der Wahlausschuss bereits am 29. September 2025 das endgültige Ergebnis fest; die öffentliche Bekanntmachung folgte am 30. September. Innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Einspruchsfrist von einem Monat gingen keinerlei Beanstandungen ein. Weder mangelnde Wählbarkeit eines Kandidaten noch Unregelmäßigkeiten bei Vorbereitung oder Durchführung der Wahl wurden festgestellt.
Auch für die Kommunalwahl 2025 ergab die Vorprüfung keine Auffälligkeiten. Der Wahlausschuss hatte das Ergebnis am 16. September festgestellt und einen Tag später veröffentlicht. Gemäß § 40 Kommunalwahlgesetz ist der Gemeinderat verpflichtet, über die Gültigkeit zu entscheiden – entweder aufgrund eingegangener Einsprüche oder von Amts wegen. Da weder Verstöße gegen Wählbarkeit noch Fehler im Wahlablauf oder bei der Ergebnisfeststellung festgestellt wurden, sieht der Ausschuss keine Grundlage für eine Ungültigerklärung oder Wiederholungswahl.
Empfehlung: Beide Wahlen sind gültig
Der Wahlprüfungsausschuss kommt damit zu dem Ergebnis, dass keiner der gesetzlichen Ungültigkeitsgründe vorliegt. Dem Gemeinderat wird daher empfohlen, sowohl die Bürgermeisterwahl als auch die Kommunalwahl offiziell für gültig zu erklären.
Die endgültige Entscheidung trifft der Rat in einer seiner nächsten Sitzungen.
Text: m.schubert
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/2025-09-15-Augustdorf-25-1.jpg55048256sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-02 22:38:522025-12-02 22:38:53Augustdorf bestätigt Gültigkeit der Bürgermeister- und Kommunalwahl 2025
Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hat in seiner Sitzung am 25.11.2025 die Gebühren für Abfallentsorgung und Straßenreinigung für das Jahr 2026 beraten. Während die Abfallgebühren im kommenden Jahr teilweise steigen, können die Straßenreinigungsgebühren gesenkt werden. Die entgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat am 11.12.2025.
Abfallgebühren: Steigende Kosten – vor allem bei Biotonnen
Die turnusmäßige Neukalkulation der Abfallgebühren führte zu Anpassungen bei Einwohnerzahlen, Behältermengen und den angelieferten Abfallfraktionen. Zudem steht 2026 kein ausgleichsfähiger Gebührenüberschuss aus Vorjahren zur Verfügung, sodass Bürgerinnen und Bürger nicht entlastet werden können.
Die Grundgebühr sollen sich leicht um 60 Cent auf 27 Euro erhöhen. Die Gebühren für graue Restmülltonnen sollen dagegen unverändert bleiben. Deutliche Steigerungen sollen sich jedoch bei der Biotonne ergeben:
40 Liter: +1,20 Euro auf 24,00 Euro
60 Liter: +1,80 Euro auf 36,00 Euro
80 Liter: +2,40 Euro auf 48,00 Euro
120 Liter: +3,60 Euro auf 72,00 Euro
240 Liter: +7,20 Euro 144,00 Euro
Auch die Sommerbiotonnen (April bis November) sollen je nach Größe um 1,60 bis 4,80 Euro teurer werden. Eine Ausnahme bildet der große 1.100-Liter-Container, dessen Gebühr um 48 Euro auf 1.200 Euro jährlich sinken soll.
Parallel wurden auch die Straßenreinigungsgebühren für 2026 beraten. Obwohl die Kosten für Winterdienst und Reinigung – etwa durch höhere Tariflöhne und Inflation – steigen, sollen die Gebühren reduziert werden. Grund dafür sind Überschüsse aus Vorjahren, die zur Stabilisierung eingesetzt werden.
Die neuen Gebühren pro Frontmeter sollen lauten:
Straßenverzeichnis A: 1,35 € (–0,25 €)
Straßenverzeichnis B: 0,69 € (–0,11 €)
Straßenverzeichnis C: 0,35 € (–0,05 €)
Zudem wurden im Zuge der Erschließung des Neubaugebiets Ahornstraße neue Straßen in die Verzeichnisse aufgenommen. Die veranlagte Straßenlänge steigt dadurch auf 75.538 Meter.
Zwei gegensätzliche Entwicklungen
Während Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Straßenreinigung im kommenden Jahr entlastet werden, müssen sie für die Abfallentsorgung – insbesondere für die Biotonne – tiefer in die Tasche greifen. Beide Satzungen sollen zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.
Text: m.schubert
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/2025-09-15-Augustdorf-25-1.jpg55048256sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-02 22:38:352025-12-02 22:38:35Augustdorf beschließt neue Gebühren für 2026
Soll die Gemeindebücherei künftig den Namen „Gemeindebücherei Erich Kästner“ tragen? Diese Frage wird nicht sofort entschieden – stattdessen soll nun die Bevölkerung eingebunden werden. Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen beschloss, eine Umfrage zur geplanten Umbenennung durchzuführen. Erst danach wird erneut beraten.
Hintergrund: Wunsch aus der Bevölkerung – aber auch Skepsis
Die Diskussion um eine mögliche Namensänderung begleitet die Gemeinde seit der Ratssitzung am 4. September 2025. Die 1937 gegründete Einrichtung ist seit fast 90 Jahren als „Gemeindebücherei“ bekannt und wird im Alltag auch ausschließlich so genannt. Eine Benennung nach Persönlichkeiten erfolgt in Augustdorf traditionell zurückhaltend – auch, weil Namensgebungen nach historischen Figuren immer wieder zu kontroversen Debatten geführt hatten.
Ein Teil der Bevölkerung wünschte sich dennoch, das Medien- und Bildungszentrum beziehungsweise die Bücherei nach Erich Kästner zu benennen. Rund 120 Bürgerinnen und Bürger unterstützten diese Idee im Rahmen einer Unterschriftensammlung. Daraufhin hatte die SPD im August den Antrag gestellt, die Gemeindebücherei in Erick-Kästner-Bücherei umzubennen.
Rechtliche Klärung: „Gemeindebücherei Erich Kästner“ wäre zulässig
Die Verwaltung holte eine rechtliche Einschätzung beim Vertreter des Erbens von Erich Kästner ein. Dieser stellte klar: Die Bezeichnung „Erich Kästner Bücherei“ sei nicht möglich, da es in der Nähe von Schweinfurt bereits eine entsprechende Einrichtung gibt. Die Bezeichnung „Gemeindebücherei Erich Kästner“ sei hingegen zulässig. Für die Namensnutzung würden keine Kosten entstehen. Der Name müsse ohne Bindestrich geführt werden.
Fraktionen im Ausschuss: Zustimmung, Ablehnung und ein Kompromiss
Die Positionen im Ausschuss fielen unterschiedlich aus:
SPD: Die SPD unterstützt weiterhin eine Umbenennung. Man habe einen Kompromiss entwickelt, nachdem viele Bürger Erich Kästner als Namensgeber des MBZ vorgeschlagen hatten. Die Unterschriftensammlung belege das Interesse.
CDU: Die CDU lehnt die Umbenennung ab. Auch künftig werde die Bücherei im Alltag „Bücherei“ oder „Gemeindebücherei“ genannt, unabhängig vom offiziellen Namen. Zudem rechne die CDU trotz ausbleibender Lizenzkosten mit Folgekosten, etwa für Beschilderung oder Anpassungen.
Grüne/FDP: Die Fraktion sieht keinen Mehrwert in einer Umbenennung und lehnt sie ebenfalls ab.
DBA: Die DBA zeigte sich offen gegenüber einer Namensänderung, fordert aber zunächst ein breiteres Meinungsbild. Die Fraktion beantragte daher eine Umfrage.
Aufbruch C und AfD: Beide Fraktionen betonten, dass Erich Kästner Anerkennung verdiene, und könnten einer Umbenennung grundsätzlich zustimmen.
Beschluss: Bürgerinnen und Bürger sollen entscheiden
Der Ausschuss entschied schließlich mehrheitlich, dass die Verwaltung eine Umfrage in der Bevölkerung durchführen soll.Damit bleibt die Entscheidung zur Umbenennung offen – die Bürgerinnen und Bürger haben nun das Wort.
Text: m.schubert
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/2025-09-15-Augustdorf-25-1.jpg55048256sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-12-02 22:38:192025-12-02 22:38:20Augustdorf prüft Umbenennung der Gemeindebücherei
Mit dem Hauptanliegen der satzungsgemäßen Neuwahl des Vereinsvorstandes fand am 13.11.2025 in der Augustdorfer Gaststätte “Wenzels Ratsstuben” eine Mitgliederversammlung der Demokratischen Bürger-Union Augustdorf (DBA) statt.
Nach der obligatorischen Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit durch den 1.Vorsitzenden, Gottfried Dennebier, berichtete dieser zu den bisherigen Aktivitäten des Vereins sowie über die diesjährige Kommunalwahl, zu der die DBA erstmals als politische Vereinigung angetreten war. Hier konnten 7,1% der abgegebenen Stimmen gewonnen und damit zwei Ratsmandate sowie Fraktionsstatus erzielt werden. Dennebier betonte, dass sich die DBA auf einem guten Weg befinde und auch zunehmend neue Mitglieder gewinne.
Lutz Müller, Vorsitzender der DBA-Fraktion, ergänzte Dennebiers Bericht um Neuigkeiten aus der Fraktionsarbeit sowie den Bürgersprechstunden. Die Fraktionsarbeit sei sehr konstruktiv, die Sprechstunden würden einen regen Zulauf verzeichnen und wertvolle Anregungen für die politische Arbeit liefern. Vielen ratsuchenden Bürgern habe bereits geholfen werden können.
Müller berichtete zudem aus der konstituierenden Ratssitzung vom 06.11.2025, in welcher unter anderem die Anzahl der sachkundigen Bürger*innen auf Antrag von CDU und SPD begrenzt wurde. Hierdurch werde die künftige politische Arbeit für die DBA-Fraktion schwieriger, da seitens der DBA nun nur noch sechs sachkundigen Bürger*innen nominiert werden dürfen. Mehreren an einer aktiven Mitarbeit interessierten Mitgliedern müsse nun erstmal eine Absage erteilt werden.
Auch die Seniorenbeauftragten der DBA, Klaus-Dieter Kuhlmann und Rosi Büker, hatten interessante Mitteilungen für die anwesenden Mitglieder. Neben turnusmäßigen Frühstücksrunden konnten mehrere, sehr gut besuchte Ausflugsfahrten durchgeführt werden. Die nächste Fahrt findet am 26.11.2025 statt und auch im nächsten Jahr sind weitere Fahrten geplant.
Allen Akteuren und Unterstützern sprach Dennebier seinen Dank und Anerkennung aus.
Im Anschluss an die Berichterstattungen wurden die zentralen Tagesordnungspunkte dieser Veranstaltung aufgerufen. Nach Bekanntgabe des Prüfberichts der Vereinskasse wurde zunächst dem bisherigen Vorstand einstimmig und uneingeschränkt Entlastung erteilt. Daran anschließend wurden die verschiedenen Ämter des Vorstandes und des erweiterten Vorstandes für die nächsten zwei Jahre zur Wahl gestellt. Zur Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit wurde ein neues Amt “Social-Media-Beauftragte(r)” geschaffen und in den erweiterten Vorstand eingebunden.
Im Einzelnen wurden jeweils einstimmig gewählt bzw. im Amt bestätigt:
1.Vorsitzender: Gottfried Dennebier,
2.Vorsitzender: Alexander Schling,
Geschäftsführer: Frank Salomon,
Schatzmeister: Alexander Siekmann,
Schriftführerin (Neuwahl): Erika Hellweg,
Pressewart: Uwe Rieks,
Social-Media-Beauftragter (Neuwahl): Alexander Schling,
Kassenprüfer (Neuwahl): Ralf Geppert.
Die Versammlung endete mit dem Ausblick auf die im kommenden Jahr geplanten Veranstaltungen. Gottfried Dennebier bedankte sich bei den Mitgliedern und freut sich auf eine weiterhin sehr gute Zusammenarbeit.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/PHOTO-2025-11-24-20-39-17.jpg15302040sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-11-26 11:55:522025-11-26 12:32:45 Erweiterter Vorstand der DBA bis 2027 im Amt bestätigt
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Augustdorfer Offizier unterstützt UN-Ausbildung in Malaysia
Im Südostasien-Einsatz
Die Luft steht schwer über dem malaysischen Dschungel. 33 Grad, 98 Prozent Luftfeuchtigkeit, Mückenschwärme im Morgengrauen – Schweiß läuft in Strömen. Zwischen dicht bewachsenen Baumreihen bewegt sich eine kleine Patrouille aus sieben blauuniformierten UN-Soldatinnen und Soldaten vorsichtig durch das Gelände. Unauffällig folgen drei Ausbilder. Einer von ihnen: Oberstleutnant Stefan aus der Panzerbrigade 21 „Lipperland“. Gemeinsam mit zwei Ausbildern des Malaysian Peacekeeping Centre begleitet er die Gruppe während einer realitätsnahen Abschlussübung in der Region Malakka.
Die Soldatinnen und Soldaten gehören zum 15. Internationalen Militärbeobachterlehrgang der malaysischen Streitkräfte. Das Szenario verlangt ihnen viel ab: Nach einem simulierten Angriff mussten die unbewaffneten UN-Beobachter ihren Stützpunkt verlassen und versuchen nun, einen sicheren Sammelpunkt zu erreichen. „Die angehenden Militärbeobachter sind unbewaffnet und mussten ihren Stützpunkt nach einem Angriff evakuieren“, erklärt Stefan.
Von Minenfund bis Offroad-Fahrten
Dreieinhalb Wochen intensiver Ausbildung liegen hinter den Teilnehmenden. Der Lehrgang folgt strikt den Vorgaben der Vereinten Nationen. Stefan selbst bringt umfangreiche Erfahrung aus Einsätzen in Afghanistan, im Irak sowie aus zwei UN-Missionen im Sudan und in der Westsahara mit.
Zu Beginn standen theoretische Grundlagen im Fokus: Verhandlungstechniken, der Umgang mit Sprachmittlern, Minen- und Kampfmittelerkennung, Navigation sowie Verhalten bei Geiselnahmen. Ab der zweiten Woche rückten praktische Inhalte in den Vordergrund. In der dritten Woche dominierten realistische Trainings – Offroad-Fahrten mit Geländefahrzeugen, das Reagieren auf Waffenstillstandsverstöße, der Umgang mit Bedrohungslagen, das Auffinden von Toten und das Verhalten in extremen Stresssituationen. „Es sind Worst-Case-Szenarien – aber genau darauf müssen Militärbeobachterinnen und -beobachter vorbereitet sein“, betont Stefan.
Besonders auffällig war die hohe Beteiligung von Frauen: Sechs malaysische Soldatinnen und zwei Polizistinnen nahmen teil. Unterstützt wurde die Ausbildung durch zwei malaysische Instruktorinnen und eine thailändische Gast-Ausbilderin. Viele der Teilnehmerinnen seien erfahrene Soldatinnen und Familienmütter gewesen – hochmotiviert, lernstark und mit beeindruckender Professionalität, hebt Stefan hervor.
Warum schickt man Beobachter in einen Konflikt?
Militärbeobachter werden dort eingesetzt, wo Konfliktparteien keine bewaffneten Friedenstruppen zulassen. Sie überwachen Waffenstillstände, beobachten Truppenbewegungen, melden Verstöße und berichten an die internationale Gemeinschaft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung und Stabilisierung in Krisenregionen. Eingesetzt werden sie für die Vereinten Nationen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa oder die Europäische Union.
Deutschland unterhält dazu enge internationale Ausbildungspartnerschaften. Soldatinnen und Soldaten vieler Nationen absolvieren Lehrgänge der Bundeswehr in Deutschland. Im Gegenzug entsendet Deutschland Ausbilder an internationale Partnerzentren. Dadurch entsteht schon während der Ausbildung ein missionsnahes Umfeld, das die spätere Zusammenarbeit im Einsatz erleichtert.
Hitze, Schweiß und Freude
Die klimatischen Bedingungen des tropischen Landes bleiben für Stefan eine besondere Herausforderung. „Schon nach kurzer Zeit im Freien ist man komplett durchnässt“, sagt er. Seine Anerkennung gilt besonders den malaysischen Soldatinnen, die als Teil ihrer Uniform dauerhaft einen Hidschab tragen – selbst unter extremer Luftfeuchtigkeit.
Zurück im dichten Dschungel erreicht die Patrouille ihren Sammelpunkt. Als die Ladeklappe des UN-Lasters hinter der letzten Soldatin schließt, bricht Jubel aus. Die sechstägige Übung Blue Haven ist erfolgreich abgeschlossen, damit endet auch die Ausbildung.
Am folgenden Tag erhalten 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen ihre Zertifikate und gehören nun offiziell zur weltweiten Gemeinschaft der UN-Militärbeobachter. „Man wird sich wiedersehen – irgendwo in dieser komplizierten Welt: im Dschungel, im Gebirge oder in einer der vielen Krisenregionen, die die Vereinten Nationen befrieden möchten“, sagt Stefan zum Abschluss.
Lage der Konfliktparteien: Der malaysische Offizier weist Oberstleutnant Stefan und das Beobachterteam mit der Karte in die aktuelle Situation ein. (Bundeswehr)
CDU und SPD beantragen Verbesserungen der Sportinfrastruktur an den Grundschulen
Die Fraktionen von CDU und SPD im Rat der Gemeinde Augustdorf haben einen gemeinsamen Antrag zur umfassenden Verbesserung der Sportinfrastruktur an der Grundschule In der Senne, der Grundschule Auf der Insel und insbesondere der sanierungsbedürftigen Sporthalle am Schlingweg eingebracht. Ziel ist es, frühzeitig eine qualifizierte Grundlage für Förderanträge im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ sowie im Landesprogramm „NRW Plan für eine gute Infrastruktur“ zu schaffen.
In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde bereits erheblich in ihre Sportlandschaft investiert. Dazu zählen der Ausbau des Sport- und Begegnungsparks Schlingsbruch mit 90 % Bundesförderung sowie die Modernisierung der Sporthallen am Inselweg. Nun rückt der nächste zentrale Baustein in den Fokus: Die Sportanlagen im Umfeld der beiden Augustdorfer Grundschulen, insbesondere im Hinblick auf OGS-Ausbau, Barrierefreiheit, Energieeffizienz und die generelle Nutzungsqualität für Schul-, Vereins- und Breitensport.
Im Fokus: Schulsporthalle im Schlingweg
Hierbei legen die Fraktionen auch einen besonderen Fokus auf die Schulsporthalle im Schlingweg. Nachdem der Gemeinderat eine bis zu vierzügige Grundschule am Schlingweg vorsieht, ist eine Modernisierung zwingend erforderlich. Neben einer energetischen Modernisierung ist auch die Herstellung der Barrierefreiheit sowie die Sanierung der Umkleide- und Toilettenanlagen notwendig.
Der gemeinsame Antrag sieht vor, dass die Verwaltung zeitnah eine umfassende Bedarfsanalyse erarbeitet, unter Einbindung der Schulen, des Gemeindesportverbands, der Sportvereine und fachkundiger Expertinnen und Experten. Auf dieser Basis soll eine förderfähige Projektskizze entstehen, mit der sich Augustdorf in der nächsten oder übernächsten Förderperiode erfolgreich bewerben kann.
Wolfgang Huppke, Vorsitzender der CDU-Fraktion:
„Die Sanierung der Sporthalle am Schlingweg und die Weiterentwicklung der Außenanlagen an unseren Grundschulen sind längst überfällig. Wenn wir jetzt gemeinsam handeln, können wir Augustdorf erneut für millionenschwere Förderprogramme positionieren. Wir werden auch unsere Kontakte in Bund und Land aktiv nutzen, um für Augustdorf die bestmögliche Unterstützung zu sichern.“
Mats Uffe Schubert, Vorsitzender der SPD-Fraktion:
„Für uns ist klar: Gute Bildung braucht gute Sportinfrastruktur. Die Kinder, Vereine und Lehrkräfte dürfen nicht länger mit veralteten Anlagen arbeiten. Damit Augustdorf nicht nur plant, sondern tatsächlich modernisiert, müssen wir frühzeitig alle Voraussetzungen für Förderanträge schaffen. Wir ziehen als Fraktionen an einem Strang – und wir nutzen unsere politischen Netzwerke nach Berlin und Düsseldorf, um eine Förderzusage möglich zu machen.“
Gemeinsame Zielsetzung der Fraktionen
Beide Fraktionen betonen, dass die Modernisierung der sportlichen Infrastruktur ein zentrales Zukunftsprojekt für Augustdorf ist. Mit dem gemeinsamen Antrag soll die Gemeinde in die Lage versetzt werden, frühzeitig, vollständig und förderfähig in ein mögliches Förderverfahren einzutreten. Bereits jetzt werden daher die Weichen gestellt, um im Haushaltsjahr 2026 die notwendigen Mittel für Planung und Gutachten bereitzustellen.
CDU und SPD sind überzeugt: Nur durch eine strategisch vorbereitete, breit abgestimmte und professionell begleitete Planung kann Augustdorf erneut eine hohe Förderquote erreichen – und damit die Sportinfrastruktur für die kommenden Generationen sichern.
Text: schubert
Wieder zum Leben erweckt: Die Orgel im Schloss Detmold
LWL erklärt Aeolian-Orgel in der Schlossbibliothek zum Denkmal des Monats Dezember
Detmold (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert: Wer es nicht weiß, ahnt nichts von dem besonderen Klangzauber, den die im Südflügel des Detmolder Residenzschlosses gelegene Bibliothek entfalten kann. Denn die hochwertige Wandgestaltung in diesem Raum fungiert als Hülle eines nahezu unsichtbaren Instruments, dessen Klänge aus dem Verborgenen wirken sollten. 80 Jahre hat die denkmalgeschützte Orgel aufgrund eines Defekts nach einem Wasserschaden geschwiegen. Nun erklingt sie wieder – nach erfolgreicher Restaurierung unter Mitwirkung des LWL-Denkmalfachamtes. Deshalb hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Aeolian-Orgel jetzt als Denkmal des Monats Dezember ausgezeichnet.
„Nur wenige Baudenkmäler sind auch akustisch wahrnehmbar. Die prominentesten Vertreter dieser Denkmalkategorie sind die Orgeln, die fast ausschließlich in Sakralräumen zu finden sind. Die Anzahl der profanen Orgeln von historischem Wert ist verschwindend gering – umso wichtiger ist ihr Erhalt für die Denkmalpflege“, erklärt LWL-Denkmalpfleger Dr. Christian Steinmeier. „Als Zeugnis der höfischen Musikkultur ist die Detmolder Orgel in Westfalen einzigartig und nach derzeitigem Kenntnisstand in ganz Europa ohne vergleichbares Beispiel.“
Ein solches Exemplar ist die Aeolian-Orgel im Detmolder Residenzschloss. Hier ließ der musikliebende Leopold IV., bis zu seiner Abdankung im Jahr 1918 der letzte Regent des Fürstentums Lippe, während des Ersten Weltkriegs eine Orgel der US-amerikanischen Aeolian-Company einbauen. „Das Besondere an diesem Instrument: Es konnte händisch gespielt werden, verfügte aber auch über einen Selbstspielapparat, über den auf Notenrollen eingestanzte Kompositionen wiedergegeben werden konnten“, so Steinmeier. „Beim Abspulen einer Rolle werden pneumatische Impulse ausgelöst und über elektrische Trakturen Orgelpfeifen, Glockenspiel und Röhrenglocken zum Klingen gebracht.“
Diese klangerzeugenden Elemente wurden jedoch bewusst nicht repräsentativ in die Raumgestaltung integriert, sondern hinter der hochwertigen Wand- und Deckengestaltung verborgen. „Der Klang der Orgel sollte unsichtbar in den Raum hineinschweben und sich dort sphärisch, ja mystisch ausbreiten“, sagt Orgel-Denkmalpfleger Steinmeier. „Diese diffuse Form der Klangentfaltung passt gut zu den spätromantischen Kompositionen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts.“ Tagebucheinträge Leopolds IV. belegen die rege Nutzung des Instruments durch eingeladene Künstler und den Fürsten selbst.
Nach einem vermutlich durch einen Wasserschaden ausgelösten Defekt an der Orgel wurde es um 1940 still in der Bibliothek. Eine Instandsetzung erfolgte nicht – auch, weil Leopold IV. 1949 verstarb. „Etwa 70 Jahre später begann der jetzige Eigentümer Stephan Prinz zur Lippe, sich mit den Möglichkeiten einer Instandsetzung auseinanderzusetzen – zusammen mit unserem Denkmalfachamt“, so Steinmeier. „Es folgten wissenschaftliche Untersuchungen, Konzepte, Ausschreibungen, Förderanträge und letztlich die ersehnte Restaurierung, die pünktlich zum Tag des offenen Denkmals abgeschlossen werden konnte.“ Was den Denkmalpfleger ebenso wie den Eigentümer besonders freut: „Bei der Restaurierung konnte der unverändert überlieferte Originalbestand erhalten werden, erneuert wurden ausschließlich Verschleißteile.“
Soundtrack einer Epoche – so klang es am Hof um 1900
Wie klang ein kleines Fürstentum im Deutschen Reich am Vorabend des Endes von Monarchie und Kaiserreich? Die musikalisch-auditiv greifbare Quellenlage ist dürftig, sodass man hierzu lange Zeit nur Vermutungen anstellen konnte. „Mit der Wiederbelebung der Detmolder Aeolian-Orgel ist es nun möglich, das Ohr an den Hauch der Geschichte zu legen. Gepaart mit dem umfangreichen Rollenbestand kündet die Orgel eindrucksvoll vom Musikverständnis und den Hörgewohnheiten einer ganzen Epoche. Hören Sie doch einmal rein“, so Steinmeier.
https://www.lwl-dlbw.de/de/denkmaeler-entdecken/denkmal-des-monats/detmold-aeolian-orgel
Hintergrund: Denkmalwert der Orgel
In Bezug auf Material, Technik und Klang zählt die Aeolian-Orgel des Detmolder Schlosses zu den am besten überlieferten historischen Instrumenten in Westfalen-Lippe. Sie ist zudem eines der wenigen erhaltenen Beispiele halbautomatischer Musikinstrumente der Aeolian Company.
Adventskonzert in der Militärkirche
Besinnliche Klänge
Die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ und die Evangelische Militärkirchengemeinde Augustdorf laden am Dienstag, den 9. Dezember 2025 um 19:30 Uhr, zum traditionellen Adventskonzert in die Evangelische Militärkirche ein. Das Konzert bildet seit vielen Jahren einen festen kulturellen Bestandteil des Standortlebens und verbindet Soldatinnen, Soldaten und Bürgerinnen und Bürger der Region. Der Eintritt ist frei.
In diesem Jahr musizieren die Kantorei der Militärkirchengemeinde sowie der Chor „Querbeet“ der Alten Dorfkirche Augustdorf gemeinsam mit einem Streichquartett und weiteren Sängerinnen und Sängern der Hochschule für Musik Detmold. Zu den Musikerinnen und Musikern gehören unter anderem der Bassbariton Avishsing Ramdhany und der Violinist Heiko Jonathan Giel.
Das Programm steht unter dem Titel „…auf den Morgenstern“ und umfasst Werke von Arcangelo Corelli und Peter Cornelius. Die musikalische Gesamtleitung übernimmt Kantor Aaron Bettels.
Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, im Anschluss eine Spende zugunsten des Vereins Reha-Assistenzhunde Deutschland zu geben.
Adventsausflug der Demokratischen Bürger-Union Augustdorf (DBA)
Am 26.11.2025 trafen sich erneut zahlreiche Mitglieder und Freunde der DBA zu einem gemeinsamen Ausflug zum „Tannenhof Grottendieck“ in Melle. Die Fahrt war zuvor von den Seniorenbeauftragten der DBA, Klaus-Dieter Kuhlmann und Rosi Büker, bestens organisiert worden.
Nach ihrer Ankunft wurde die Reisegruppe zunächst in den wunderbar weihnachtlich geschmückten, rustikalen Saal des Tannenhofs geleitet. Nachdem dort zunächst mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt wurde, konnten sich die Ausflügler an schönen Weihnachtsgeschichten und -liedern erfreuen. Eine kleine Weihnachtsausstellung auf dem Hofgelände lud ebenfalls zum Verweilen ein und bot Interessierten sogar die Möglichkeit zum Erwerb eines Weihnachtsbaumes. Nach guten Gesprächen, Punsch und belegten Broten endete der Ausflug am späten Nachmittag. Alle Teilnehmenden waren sehr zufrieden, bedankten sich bei den Organisatoren und freuen sich schon auf die nächsten Fahrten mit der DBA in 2026.
Die Termine werden rechtzeitig auf der Internetseite www.dba-augustdorf.de veröffentlicht.
Sozialausschuss und Betriebsausschuss tagen
In dieser Woche finden in Augustdorf zwei Ausschusssitzungen statt: Die erste Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales am heutigen Dienstag, 2. Dezember 2025, sowie die zweite Sitzung des Betriebsausschusses am Donnerstag, 4. Dezember 2025. Beide Sitzungen beginnen jeweils um 18:00 Uhr im Bürgerzentrum, Saal Wanzleben.
Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales
Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Ausschusses stehen unter anderem organisatorische Punkte wie die Bestellung einer Schriftführerin/eines Schriftführers und die Verpflichtung der sachkundigen Bürgerinnen und Bürger.
Inhaltlich diskutiert werden außerdem:
Betriebsausschuss
Die zweite Sitzung behandelt zentrale Themen der Gemeindewerke. Es stehen folgende Punkte auf der Agenda:
Augustdorf bestätigt Gültigkeit der Bürgermeister- und Kommunalwahl 2025
Der Wahlprüfungsausschuss der Gemeinde Augustdorf hat in seiner Sitzung am 27. November 2025 die Rechtmäßigkeit sowohl der Bürgermeisterwahl vom 28. September 2025 als auch der Kommunalwahl vom 14. September 2025 bestätigt. Der Ausschuss empfiehlt dem Gemeinderat einstimmig, beide Wahlen offiziell für gültig zu erklären.
Keine Einsprüche – keine Unregelmäßigkeiten festgestellt
Zur Bürgermeisterwahl stellte der Wahlausschuss bereits am 29. September 2025 das endgültige Ergebnis fest; die öffentliche Bekanntmachung folgte am 30. September. Innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Einspruchsfrist von einem Monat gingen keinerlei Beanstandungen ein. Weder mangelnde Wählbarkeit eines Kandidaten noch Unregelmäßigkeiten bei Vorbereitung oder Durchführung der Wahl wurden festgestellt.
Auch für die Kommunalwahl 2025 ergab die Vorprüfung keine Auffälligkeiten. Der Wahlausschuss hatte das Ergebnis am 16. September festgestellt und einen Tag später veröffentlicht. Gemäß § 40 Kommunalwahlgesetz ist der Gemeinderat verpflichtet, über die Gültigkeit zu entscheiden – entweder aufgrund eingegangener Einsprüche oder von Amts wegen. Da weder Verstöße gegen Wählbarkeit noch Fehler im Wahlablauf oder bei der Ergebnisfeststellung festgestellt wurden, sieht der Ausschuss keine Grundlage für eine Ungültigerklärung oder Wiederholungswahl.
Empfehlung: Beide Wahlen sind gültig
Der Wahlprüfungsausschuss kommt damit zu dem Ergebnis, dass keiner der gesetzlichen Ungültigkeitsgründe vorliegt. Dem Gemeinderat wird daher empfohlen, sowohl die Bürgermeisterwahl als auch die Kommunalwahl offiziell für gültig zu erklären.
Die endgültige Entscheidung trifft der Rat in einer seiner nächsten Sitzungen.
Text: m.schubert
Augustdorf beschließt neue Gebühren für 2026
Abfallentsorgung teurer, Straßenreinigung günstiger
Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hat in seiner Sitzung am 25.11.2025 die Gebühren für Abfallentsorgung und Straßenreinigung für das Jahr 2026 beraten. Während die Abfallgebühren im kommenden Jahr teilweise steigen, können die Straßenreinigungsgebühren gesenkt werden. Die entgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat am 11.12.2025.
Abfallgebühren: Steigende Kosten – vor allem bei Biotonnen
Die turnusmäßige Neukalkulation der Abfallgebühren führte zu Anpassungen bei Einwohnerzahlen, Behältermengen und den angelieferten Abfallfraktionen. Zudem steht 2026 kein ausgleichsfähiger Gebührenüberschuss aus Vorjahren zur Verfügung, sodass Bürgerinnen und Bürger nicht entlastet werden können.
Die Grundgebühr sollen sich leicht um 60 Cent auf 27 Euro erhöhen. Die Gebühren für graue Restmülltonnen sollen dagegen unverändert bleiben. Deutliche Steigerungen sollen sich jedoch bei der Biotonne ergeben:
Auch die Sommerbiotonnen (April bis November) sollen je nach Größe um 1,60 bis 4,80 Euro teurer werden. Eine Ausnahme bildet der große 1.100-Liter-Container, dessen Gebühr um 48 Euro auf 1.200 Euro jährlich sinken soll.
Straßenreinigung: Gebühren sinken trotz höherer Aufwendungen
Parallel wurden auch die Straßenreinigungsgebühren für 2026 beraten. Obwohl die Kosten für Winterdienst und Reinigung – etwa durch höhere Tariflöhne und Inflation – steigen, sollen die Gebühren reduziert werden. Grund dafür sind Überschüsse aus Vorjahren, die zur Stabilisierung eingesetzt werden.
Die neuen Gebühren pro Frontmeter sollen lauten:
Zudem wurden im Zuge der Erschließung des Neubaugebiets Ahornstraße neue Straßen in die Verzeichnisse aufgenommen. Die veranlagte Straßenlänge steigt dadurch auf 75.538 Meter.
Zwei gegensätzliche Entwicklungen
Während Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Straßenreinigung im kommenden Jahr entlastet werden, müssen sie für die Abfallentsorgung – insbesondere für die Biotonne – tiefer in die Tasche greifen. Beide Satzungen sollen zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.
Text: m.schubert
Augustdorf prüft Umbenennung der Gemeindebücherei
Bevölkerung soll entscheiden
Soll die Gemeindebücherei künftig den Namen „Gemeindebücherei Erich Kästner“ tragen? Diese Frage wird nicht sofort entschieden – stattdessen soll nun die Bevölkerung eingebunden werden. Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen beschloss, eine Umfrage zur geplanten Umbenennung durchzuführen. Erst danach wird erneut beraten.
Hintergrund: Wunsch aus der Bevölkerung – aber auch Skepsis
Die Diskussion um eine mögliche Namensänderung begleitet die Gemeinde seit der Ratssitzung am 4. September 2025. Die 1937 gegründete Einrichtung ist seit fast 90 Jahren als „Gemeindebücherei“ bekannt und wird im Alltag auch ausschließlich so genannt. Eine Benennung nach Persönlichkeiten erfolgt in Augustdorf traditionell zurückhaltend – auch, weil Namensgebungen nach historischen Figuren immer wieder zu kontroversen Debatten geführt hatten.
Ein Teil der Bevölkerung wünschte sich dennoch, das Medien- und Bildungszentrum beziehungsweise die Bücherei nach Erich Kästner zu benennen. Rund 120 Bürgerinnen und Bürger unterstützten diese Idee im Rahmen einer Unterschriftensammlung. Daraufhin hatte die SPD im August den Antrag gestellt, die Gemeindebücherei in Erick-Kästner-Bücherei umzubennen.
Rechtliche Klärung: „Gemeindebücherei Erich Kästner“ wäre zulässig
Die Verwaltung holte eine rechtliche Einschätzung beim Vertreter des Erbens von Erich Kästner ein. Dieser stellte klar: Die Bezeichnung „Erich Kästner Bücherei“ sei nicht möglich, da es in der Nähe von Schweinfurt bereits eine entsprechende Einrichtung gibt. Die Bezeichnung „Gemeindebücherei Erich Kästner“ sei hingegen zulässig. Für die Namensnutzung würden keine Kosten entstehen. Der Name müsse ohne Bindestrich geführt werden.
Fraktionen im Ausschuss: Zustimmung, Ablehnung und ein Kompromiss
Die Positionen im Ausschuss fielen unterschiedlich aus:
Beschluss: Bürgerinnen und Bürger sollen entscheiden
Der Ausschuss entschied schließlich mehrheitlich, dass die Verwaltung eine Umfrage in der Bevölkerung durchführen soll.Damit bleibt die Entscheidung zur Umbenennung offen – die Bürgerinnen und Bürger haben nun das Wort.
Text: m.schubert
Erweiterter Vorstand der DBA bis 2027 im Amt bestätigt
Mit dem Hauptanliegen der satzungsgemäßen Neuwahl des Vereinsvorstandes fand am 13.11.2025 in der Augustdorfer Gaststätte “Wenzels Ratsstuben” eine Mitgliederversammlung der Demokratischen Bürger-Union Augustdorf (DBA) statt.
Nach der obligatorischen Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit durch den 1.Vorsitzenden, Gottfried Dennebier, berichtete dieser zu den bisherigen Aktivitäten des Vereins sowie über die diesjährige Kommunalwahl, zu der die DBA erstmals als politische Vereinigung angetreten war. Hier konnten 7,1% der abgegebenen Stimmen gewonnen und damit zwei Ratsmandate sowie Fraktionsstatus erzielt werden. Dennebier betonte, dass sich die DBA auf einem guten Weg befinde und auch zunehmend neue Mitglieder gewinne.
Lutz Müller, Vorsitzender der DBA-Fraktion, ergänzte Dennebiers Bericht um Neuigkeiten aus der Fraktionsarbeit sowie den Bürgersprechstunden. Die Fraktionsarbeit sei sehr konstruktiv, die Sprechstunden würden einen regen Zulauf verzeichnen und wertvolle Anregungen für die politische Arbeit liefern. Vielen ratsuchenden Bürgern habe bereits geholfen werden können.
Müller berichtete zudem aus der konstituierenden Ratssitzung vom 06.11.2025, in welcher unter anderem die Anzahl der sachkundigen Bürger*innen auf Antrag von CDU und SPD begrenzt wurde. Hierdurch werde die künftige politische Arbeit für die DBA-Fraktion schwieriger, da seitens der DBA nun nur noch sechs sachkundigen Bürger*innen nominiert werden dürfen. Mehreren an einer aktiven Mitarbeit interessierten Mitgliedern müsse nun erstmal eine Absage erteilt werden.
Auch die Seniorenbeauftragten der DBA, Klaus-Dieter Kuhlmann und Rosi Büker, hatten interessante Mitteilungen für die anwesenden Mitglieder. Neben turnusmäßigen Frühstücksrunden konnten mehrere, sehr gut besuchte Ausflugsfahrten durchgeführt werden. Die nächste Fahrt findet am 26.11.2025 statt und auch im nächsten Jahr sind weitere Fahrten geplant.
Allen Akteuren und Unterstützern sprach Dennebier seinen Dank und Anerkennung aus.
Im Anschluss an die Berichterstattungen wurden die zentralen Tagesordnungspunkte dieser Veranstaltung aufgerufen. Nach Bekanntgabe des Prüfberichts der Vereinskasse wurde zunächst dem bisherigen Vorstand einstimmig und uneingeschränkt Entlastung erteilt. Daran anschließend wurden die verschiedenen Ämter des Vorstandes und des erweiterten Vorstandes für die nächsten zwei Jahre zur Wahl gestellt. Zur Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit wurde ein neues Amt “Social-Media-Beauftragte(r)” geschaffen und in den erweiterten Vorstand eingebunden.
Im Einzelnen wurden jeweils einstimmig gewählt bzw. im Amt bestätigt:
1.Vorsitzender: Gottfried Dennebier,
2.Vorsitzender: Alexander Schling,
Geschäftsführer: Frank Salomon,
Schatzmeister: Alexander Siekmann,
Schriftführerin (Neuwahl): Erika Hellweg,
Pressewart: Uwe Rieks,
Social-Media-Beauftragter (Neuwahl): Alexander Schling,
Kassenprüfer (Neuwahl): Ralf Geppert.
Die Versammlung endete mit dem Ausblick auf die im kommenden Jahr geplanten Veranstaltungen. Gottfried Dennebier bedankte sich bei den Mitgliedern und freut sich auf eine weiterhin sehr gute Zusammenarbeit.