Landrat Dr. Axel Lehmann und Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast begrüßen Staatssekretär Dr. Martin Berges zur Eröffnung des Gewerbezentrums Smart Wood OWL
Büros für innovative Start-ups und kleine Unternehmen, Räume für Workshops und Besprechungen sowie eine große Laborfläche: All das bietet das Gewerbezentrum Smart Wood OWL, das der Kreis Lippe und der Landesverband Lippe gemeinsam mit dem Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Martin Berges, in der modernisierten Domäne am Schloss Brake in Lemgo eröffnet haben.
„Seit Jahrhunderten spielt die Wald-, Forst- und Holzwirtschaft eine wichtige Rolle in unserer lippischen Heimat“, sagt Landrat Dr. Axel Lehmann und verweist auf eine beeindruckende Zahl: 28 Prozent der gesamten Waldflächen in OWL stünden im Kreisgebiet. „Nicht zuletzt deswegen gilt Lippe als ‚Holzlager der Region‘. Das unterstreicht die immense ökonomische Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs, dem wir mit dem Gewerbezentrum Smart Wood OWL ein neues, kreatives Zentrum an die Seite stellen“, sagt Dr. Lehmann.
Der Kreis Lippe hat das Projekt gemeinsam mit dem Landesverband Lippe in die Tat umgesetzt – dem größten Waldbesitzer im Kreisgebiet. „Mit dem innovativen Ansatz des Gewerbezentrums Smart Wood OWL bieten wir jungen, innovativen Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründern aus der Holzindustrie eine moderne Arbeitsstätte“, erklärt Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbands Lippe, den Ansatz. „Sich zu vernetzen, neue Produktionsweisen auszuprobieren oder zu entwickeln ist genau das, was hier geschehen soll.“
Dass die neue Einrichtung Wirklichkeit werden konnte, ist auch dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen zu verdanken. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro wurden 2,22 Millionen Euro mit Geldern aus der Bund/Länder‐Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. Staatssekretär Dr. Martin Berges: „Holz ist der größte nachwachsende und zugleich CO₂-speichernde Baustoff aus heimischer Erzeugung. Durch Holzprodukte aus heimischer und nachhaltiger Waldwirtschaft werden allein in Deutschland jährlich 8,7 Millionen Tonnen CO₂ gebunden. Nordrhein-Westfalen ist schon heute eine der wichtigsten Regionen rund um das Cluster Forst und Holz mit seinen rund 154.000 Beschäftigten. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Forstwirtschaft und die Holzwirtschaft Hand in Hand zusammenarbeiten. Zumal die wertschöpfende Holzverwendung ein wichtiger Unterstützer für ein aktives Waldmanagement darstellt. Umso schöner ist es zu sehen, dass sich im neuen Gewerbezentrum Smart Wood OWL Partner aus Wissenschaft, Waldbesitz, Wirtschaft und Verwaltung zusammentun. Hier können nun für die Menschen in ihrer Region innovative Ideen rund um den Holzbau entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Ich wünsche dem Gewerbezentrum Smart Wood OWL in Lemgo einen guten Start!“
Entstanden ist das Gewerbezentrum Smart Wood OWL in der Domäne in direkter Nachbarschaft zum Schloss Brake. Nach einem umfangreichen Umbau sind dort auf rund 1.000 Quadratmetern moderne und freundliche Büros, Räume für Besprechungen, Workshops und Entwicklungen sowie eine große Laborfläche zum Ausprobieren entstanden. Junge Start-ups sowie kleinere Unternehmen können sich dort einmieten – die ersten innovativen Firmen haben ihren Standort dort bereits eingerichtet.
Unterstützerinnen und Unterstützer des Projekts haben sich im „Förderverein Smart Wood Center“ zusammengeschlossen, dem unter anderem der Kreis Lippe und der Landesverband Lippe, die Technische Hochschule (TH) Ostwestfalen-Lippe, die Kreiswirtschaftsförderung Lippe, die Städte Lemgo und Horn-Bad Meinberg, die Sparkasse Lemgo sowie die Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter, die Gemeinde Kalletal, die Giesdorf Mediengruppe sowie der Verband der Deutschen Möbelindustrie angehören. Durch die räumliche Nähe zum Innovation Campus Lemgo der TH OWL sind in der Zukunft auch interdisziplinäre Kooperationen denkbar.
Betrieben und verwaltet wird das Gewerbezentrum Smart Wood OWL durch die Kreiswirtschaftsförderung des Kreises Lippe, die auch mit einem „STARTERCENTER NRW“-Büro vor Ort vertreten ist und dort eine intensiven Gründungs- und Finanzierungsberatung anbietet.
Weitere Informationen über das Gewerbezentrum Smart Wood OWL gibt es bei der Kreiswirtschaftsförderung Lippe unter Tel. (05231) 62-1419 und 62-1417 sowie auf der Internetseite des Kreises Lippe.
Veterinäramt rät zur Vorsicht bei Waldspaziergängen: Staupe und „Hasenpest“ bei Wildtieren
Im Kreis Lippe sind bei toten Wildtieren kürzlich das Staupevirus und die Tularämie („Hasenpest“) nachgewiesen worden. Daher rät das Veterinäramt des Kreises Lippe zur Vorsicht: Ausgedehnten Waldspaziergängen steht zwar weiter nichts im Wege. Wildtierkadaver sollten aber generell nicht angefasst und Hunde grundsätzlich beim Gassigehen angeleint werden. Jägerinnen und Jäger sowie Menschen, die mit toten Wildtieren umgehen müssen, sollten verstärkt auf die empfohlene Schutzkleidung und eine entsprechende Hygiene achten.
Das Staupevirus war jüngst bei einem Waschbären in Leopoldstal festgestellt worden. Während für Menschen von diesem Erreger keine Gefahr ausgeht, können sich allerdings Hunde (sowie andere Wildtiere) mit Staupe infizieren. Da sich die Krankheit unter anderem durch Speichel, Nasen- und Augensekret, Kot und Urin infizierter Tiere übertragen kann, sollten Hunde grundsätzlich einen belastbaren Impfschutz gegen Staupe haben und so ausgeführt werden, dass der direkte Kontakt mit Wildtieren ausgeschlossen ist.
Genau das – auffällige und tote Wildtieren nicht anfassen und Hunde anleinen – rät das Veterinäramt auch zum Schutz vor Tularämie. Die auch „Hasenpest“ genannte Krankheit war vergangene Woche bei einem in Billinghausen gefundenen Hasen festgestellt worden. Der Erreger infiziert zwar vor allem Nagetiere. Anders als bei der Staupe können bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen aber auch Menschen an Tularämie erkranken. Ein Infektionsrisiko besteht daher in erster Linie für Jägerinnen und Jäger sowie für Menschen, die mit potentiell infizierten Tieren umgehen müssen (insbesondere beim Enthäuten und Ausnehmen erlegten Wildes). Dieser Personenkreis sollte daher unbedingt die ohnehin empfohlene Schutzkleidung (Einmalhandschuhe, Atemschutz) tragen und eine entsprechend strenge Hygiene einhalten (gründliches Händewaschen und –desinfizieren). Wild sollte vor dem Verzehr stets ausreichend durchgegart werden.
Sowohl die Staupe als auch die Tularämie sind leider keine seltenen Krankheiten bei Wildtieren und entsprechend weit verbreitet. So verstarben die meisten im Rahmen des Wildtiermonitorings untersuchten Waschbären im aktuell ausgewerteten Jagdjahr 2021/22 in NRW an der Staupe (64,7 Prozent). Die Tularämie wurde bei Hasen im Kreis Lippe in den vergangenen zwei Jahren bereits in Schlangen, Schieder-Schwalenberg, Extertal und Detmold nachgewiesen.
Team HandbALL empfängt Fredenbeck – Gelingt sechster Sieg in Folge?
Am heutigen Samstag, um 18 Uhr, erwartet das Team HandbALL den VfL Fredenbeck zum Duell in der wineo-ARENA. „Wir müssen mit breiter Brust in die nächste Aufgabe gehen. Ich glaube, wir können sehr viel Rückenwind und sehr viel Selbstvertrauen nach fünf Siegen in Folge mit in das Spiel nehmen und dürfen von unserem Weg auch nicht abkommen“, blickt Trainer Matthias Struck auf die Partie gegen den Tabellen-Fünfzehnten voraus. Gegen den VfL wollen die Lipper die Rechnung aus dem Hinspiel begleichen.
„Wir müssen weiter an unsere Stärken glauben, diese ins Spiel bringen, unser Spiel machen und erneut versuchen, unser Spiel dem Gegner aufdrücken“, gibt der THL-Coach aus. Im Hinspiel am 11. November letzten Jahres unterlagen die Jungs vom Team HandbALL in der Geestlandhalle mit 30:38, sie wollen im Rückspiel nun unbedingt siegen.
„Im Hinspiel hatten wir scheinbar in den ersten 20 Minuten das Spiel zunächst gut im Griff und dann haben wir es Stück für Stück aus der Hand gegeben. Das Spiel ist uns in der zweiten Halbzeit völlig aus den Händen geglitten“, so Struck. „Wir wollen zeigen, dass wir es besser machen können. Wir wollen an die letzten Erfolge anknüpfen.“
Auf die leichte Schulter nehmen werden die Gastgeber das Spiel aber sicherlich nicht. „Fredenbeck spielt eigentlich alles, was man spielen kann in der Deckung: Sehr viele Varianten, teilweise sehr offensiv orientiert, teilweise Manndeckung“, sagt der lippische Trainer über die Gäste aus den Norden.
„Im Angriff kann des Öfteren der siebte Feldspieler auf uns zukommen“, weiß Struck zudem, dass „Fredenbeck gute Rückraumschützen hat, aber auch immer wieder sehr gut über den Kreis spielt. Da finden sie immer wieder gute Lösungen, mit denen sie ihre Torchancen generieren.“ Erfolgreichster Torschütze bei Fredenbeck ist Jan Möller, 125 Treffer konnte der Rechtsaußen bislang erzielen, darunter 37 Siebenmeter.
„Wir müssen aus einer starken Abwehr heraus agieren und so versuchen, das Spiel zu bestimmen. Wir werden natürlich auch mit einer gewissen Portion Spielfreude in das Heimspiel gehen und wollen die Zuschauer mitnehmen“ verspricht der Trainer des Team HandbALL. „Wir wollen erneut zu einer guten Heimspielatmosphäre beitragen und für einen schönen Handballabend sorgen.“
Kreis Lippe und Netzwerk Lippe bilden Elternlotsinnen aus
Stolz haben sie ihre Urkunden entgegengenommen: 20 Frauen unterschiedlicher Nationalitäten haben jüngst erfolgreich eine vom Kreis und Netzwerk Lippe veranstaltete Schulung zur Elternlotsin absolviert.
In den beiden Schulungswochen ging es unter anderem um die Rahmenbedingungen der Arbeit, Leistungsangebote der Kinder- und Jugendhilfe – insbesondere der Frühen Hilfen – sowie der Gesundheitsförderung im Kreis Lippe. Zudem wurden Methoden der Gesprächsführung, Konfliktmanagement sowie Interkulturelle Bildung geschult.
Alle Teilnehmerinnen werden in das Netzwerk Frühkindliche Bildung des Kreises Lippe eingebunden, um ihr Wissen in der Angebotsvielfalt des Kreises zu erweitern und zu vertiefen.
Die Schulung fand im Zusammenhang mit dem Projekt „PerspektivLotsin“ statt. Dies ist Anfang 2023 gestartet und richtet sich vorrangig an Frauen mit Migrationsbiografie im Kreis Lippe. Ziel des noch bis Ende 2025 laufenden Projektes ist es, die Teilnehmerinnen in den Arbeitsmarkt zu vermitteln oder Schritt für Schritt dem Arbeitsmarkt näher zu bringen. Dazu gibt es Einzel- und Gruppenangebote. Zudem steht allen Frauen eine feste Beraterin zur Seite. Bis zum Ende der Laufzeit können mindestens 350 Frauen in das Projekt aufgenommen werden. Aktuell stammt die Mehrheit der Teilnehmerinnen aus der Ukraine.
Das Projekt „PerspektivLotsin“ wird im Rahmen des Programms „MyTurn“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Bei Fragen oder Interesse am Projekt wenden Sie sich bitte an:
Louisa Jacobsen-Angelakis, telefonisch unter (05231) 6403-501 oder per E-Mail an
ed.ep1772340003pil-k1772340003rewzt1772340003en@si1772340003kaleg1772340003na-ne1772340003sboca1772340003j.l1772340003.
Margit Monika Hahn, telefonisch unter (05231) 62-4280 oder per E-Mail an
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Emotionaler Jubel der „richtig geilen Band“ – Team HandbALL schlägt Aurich
„Unser Spielplan hat funktioniert“, bilanzierte Dominik Schmidt kurz und knapp nach dem Spiel. Die beiden Co-Trainer Schmidt und Udo Schildmannn jubelten zusammen mit dem Team über den verdienten 33:31-Erfolg im Norden. „Dieses Spiel hat die Truppe zur Band werden lassen“, so Schmidt weiter. „Man hat heute erneut die Entwicklungen aus den letzten Spielen gesehen. Das haben sich die Jungs erarbeitet und verdient.“ Der Erfolg in Aurich war der fünfte Sieg in Serie für das Team HandbALL.
Die Gäste erwischten einen perfekten Start in die Partie und zwangen beim 10:6 den OHV Aurich schon in der 14. Minute zur frühen Auszeit. Zwar blieben die Lipper weiter vorne, doch nach uns Nach robbte Aurich sich heran und auch vorbei. In die Pause ging es mit einem 18:20 aus Sicht des Team HandbALL. „Ich finde, wir haben trotz des Rückstands zur Pause in der ersten Halbzeit nicht viel falsch gemacht. Die Sachen, die wir uns vorgenommen haben, haben funktioniert“, so Schmidt.
Der Beginn der zweiten dreißig Minuten war fast ein Spiegelbild der ersten Halbzeit. Auch hier gab es eine frühe Auszeit der Gastgeber, denn das Team HandbALL drehte die Partie schnell und legte wieder vier Tore vor. Beim 23:27 griff OHV-Coach Alvarez wieder zur Grünen Karte. „Wir hatten eine guten Matchplan gegen die 5:1 von Aurich. Sie haben dann aber auf die 6:0 umgestellt, das hat uns unter Druck gesetzt“, sagte der THL-Co. Aurich kämpfe sich abermals ins Spiel zurück und an den Lippern vorbei.
„Wir mussten dann reagieren und haben relativ früh unsere dritte Auszeit nehmen müssen, was aber dann auch tatsächlich gefruchtet hat“, konnten Schildmann und Schmidt umstellen und abermals das Spiel drehen. Den Deckel auf die Partie machte dann im Angriff Hark Hansen mit seinem siebten Treffer zum 33:31. Und weil Louis Kleinschmidt versprach, den fälligen Siebenmeter für Aurich zu halten, kam er für die Schlussszene auf die Platte und parierte tatsächlich gegen Polishchuk.
„Danach gab es emotionalen Jubel. Die Jungs haben sich zurecht sehr über diesen Erfolg beim OHV Aurich gefreut. Ein Lob an das Team. Malte Runge auf Rechtsaußen und Max Hollstein auf Linksaußen waren heute einfach überragend, sie haben zusammen 13 Treffer erzielen können“, so Schmidt. „Wenn die Außen jeden Ball verwandeln und man sich auf alle Mannschaftsteile verlassen kann, wird es natürlich für alle einfacher. Das galt aber ebenso für die Deckung“, fügte der Trainer an.
„In den letzten Wochen ist das eine richtig geile Band geworden. Ich muss den Jungspunden ein riesen Kompliment machen“, war das aber nicht das einzige Lob von Dominik Schmidt. „Unser Kompliment geht auch an das Publikum. Die Stimmung ist immer richtig geil hier und wir kommen sehr gerne her. Ich denke, die Zuschauer haben heute einen guten Kampf auf gutem Niveau gesehen“, waren 650 Zuschauer in der Arena in Aurich.
Team HandbALL: Kleinschmidt, Goldbecker; Runger 7, ter Duis, Oetjen 2, Hasenkamp 3, Puls, Hinsch, Hübke, Bakker, Bilanzola, Geislers 8, Hansen 7/3, Hollstein 6.
Textquelle: Team HandbALL
Kreatives Zentrum für die Holzwirtschaft geht in Lemgo an den Start
Landrat Dr. Axel Lehmann und Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast begrüßen Staatssekretär Dr. Martin Berges zur Eröffnung des Gewerbezentrums Smart Wood OWL
Büros für innovative Start-ups und kleine Unternehmen, Räume für Workshops und Besprechungen sowie eine große Laborfläche: All das bietet das Gewerbezentrum Smart Wood OWL, das der Kreis Lippe und der Landesverband Lippe gemeinsam mit dem Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Martin Berges, in der modernisierten Domäne am Schloss Brake in Lemgo eröffnet haben.
„Seit Jahrhunderten spielt die Wald-, Forst- und Holzwirtschaft eine wichtige Rolle in unserer lippischen Heimat“, sagt Landrat Dr. Axel Lehmann und verweist auf eine beeindruckende Zahl: 28 Prozent der gesamten Waldflächen in OWL stünden im Kreisgebiet. „Nicht zuletzt deswegen gilt Lippe als ‚Holzlager der Region‘. Das unterstreicht die immense ökonomische Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs, dem wir mit dem Gewerbezentrum Smart Wood OWL ein neues, kreatives Zentrum an die Seite stellen“, sagt Dr. Lehmann.
Der Kreis Lippe hat das Projekt gemeinsam mit dem Landesverband Lippe in die Tat umgesetzt – dem größten Waldbesitzer im Kreisgebiet. „Mit dem innovativen Ansatz des Gewerbezentrums Smart Wood OWL bieten wir jungen, innovativen Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründern aus der Holzindustrie eine moderne Arbeitsstätte“, erklärt Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbands Lippe, den Ansatz. „Sich zu vernetzen, neue Produktionsweisen auszuprobieren oder zu entwickeln ist genau das, was hier geschehen soll.“
Dass die neue Einrichtung Wirklichkeit werden konnte, ist auch dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen zu verdanken. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro wurden 2,22 Millionen Euro mit Geldern aus der Bund/Länder‐Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. Staatssekretär Dr. Martin Berges: „Holz ist der größte nachwachsende und zugleich CO₂-speichernde Baustoff aus heimischer Erzeugung. Durch Holzprodukte aus heimischer und nachhaltiger Waldwirtschaft werden allein in Deutschland jährlich 8,7 Millionen Tonnen CO₂ gebunden. Nordrhein-Westfalen ist schon heute eine der wichtigsten Regionen rund um das Cluster Forst und Holz mit seinen rund 154.000 Beschäftigten. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Forstwirtschaft und die Holzwirtschaft Hand in Hand zusammenarbeiten. Zumal die wertschöpfende Holzverwendung ein wichtiger Unterstützer für ein aktives Waldmanagement darstellt. Umso schöner ist es zu sehen, dass sich im neuen Gewerbezentrum Smart Wood OWL Partner aus Wissenschaft, Waldbesitz, Wirtschaft und Verwaltung zusammentun. Hier können nun für die Menschen in ihrer Region innovative Ideen rund um den Holzbau entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Ich wünsche dem Gewerbezentrum Smart Wood OWL in Lemgo einen guten Start!“
Entstanden ist das Gewerbezentrum Smart Wood OWL in der Domäne in direkter Nachbarschaft zum Schloss Brake. Nach einem umfangreichen Umbau sind dort auf rund 1.000 Quadratmetern moderne und freundliche Büros, Räume für Besprechungen, Workshops und Entwicklungen sowie eine große Laborfläche zum Ausprobieren entstanden. Junge Start-ups sowie kleinere Unternehmen können sich dort einmieten – die ersten innovativen Firmen haben ihren Standort dort bereits eingerichtet.
Unterstützerinnen und Unterstützer des Projekts haben sich im „Förderverein Smart Wood Center“ zusammengeschlossen, dem unter anderem der Kreis Lippe und der Landesverband Lippe, die Technische Hochschule (TH) Ostwestfalen-Lippe, die Kreiswirtschaftsförderung Lippe, die Städte Lemgo und Horn-Bad Meinberg, die Sparkasse Lemgo sowie die Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter, die Gemeinde Kalletal, die Giesdorf Mediengruppe sowie der Verband der Deutschen Möbelindustrie angehören. Durch die räumliche Nähe zum Innovation Campus Lemgo der TH OWL sind in der Zukunft auch interdisziplinäre Kooperationen denkbar.
Betrieben und verwaltet wird das Gewerbezentrum Smart Wood OWL durch die Kreiswirtschaftsförderung des Kreises Lippe, die auch mit einem „STARTERCENTER NRW“-Büro vor Ort vertreten ist und dort eine intensiven Gründungs- und Finanzierungsberatung anbietet.
Weitere Informationen über das Gewerbezentrum Smart Wood OWL gibt es bei der Kreiswirtschaftsförderung Lippe unter Tel. (05231) 62-1419 und 62-1417 sowie auf der Internetseite des Kreises Lippe.
Tag der offenen Tür im Gesundheitszentrum Oerlinghausen
Das Gesundheitszentrum Oerlinghausen stellt sich am Freitag, 12. April, beim Tag der offenen Tür vor. Besucherinnen und Besucher haben zwischen 14 Uhr und 18 Uhr die Möglichkeit, das Gesundheitszentrum in der Detmolder Straße 6-10 kennen zu lernen. Präsentiert werden technische Hilfsmittel zur Unterstützung im Haushalt und beim Wohnen im Alter sowie das Patienten-Informationszentrum. Darüber hinaus stellen sich das Team des Gesundheitszentrums, die Pflegeberatung, die Wohnberatung, die Selbsthilfekontaktstelle, der Senioreninformationsdienst und die Familienlotsin vor. „Janine & friends“ sorgen für die musikalische Begleitung.
Weitere Informationen zu den Leistungen des Gesundheitszentrums gibt es im Internet unter www.kreis-lippe.de/gesundheitszentren.
Ordnungspartnerschaft Augustdorf nimmt Siedlung „Am Dören“ unter die Lupe und kündigt weitere Kontrollen an
Herumliegender Sperrmüll, nicht angemeldete Fahrzeuge oder die Beförderung von Abfällen ohne Gewerbeschein: Diese und weitere Verstöße haben verschiedene Behörden bei einer gemeinsamen unangekündigten Kontrolle der „Ordnungspartnerschaft Augustdorf“ in der Wohnsiedlung „Am Dören“ festgestellt und geahndet. Beteiligt waren die Kreispolizeibehörde, das Umwelt- und das Straßenverkehrsamt des Kreises Lippe, das Jobcenter sowie das Ordnungsamt der Gemeinde Augustdorf.
Hintergrund ist die allgemeine Situation „Am Dören“. Dort hatten Bürgerinnen und Bürgern zuletzt immer wieder von Vandalismus, Vermüllung oder aggressivem Verhalten anderer Mitmenschen berichtet und die Behörden um Hilfe gebeten. Um das Problem anzugehen, hatten sich der Kreis Lippe, die Gemeinde Augustdorf und die Kreispolizeibehörde im vergangenen Jahr zu einer Ordnungspartnerschaft zusammengeschlossen – die nun immer mehr mit Leben gefüllt wird. „Mit der Ordnungspartnerschaft unterstreichen wir, dass wir die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen. Seither zeigen die einzelnen, an der Kooperation beteiligten Behörden immer wieder unabhängig voneinander Präsenz ‚Am Dören‘. Hinzu kommen gemeinsame Aktionen“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.
Im Fokus standen bei einer ersten Aktion Ende 2023 unter anderem die unübersehbaren Sperrmüllhaufen, herumliegende Altreifen oder andere Materialien. Diese wurden vom Umweltamt des Kreises Lippe dokumentiert und aufgenommen – ein Auftakt, um Umweltgefahren auszuschließen, den Müll beseitigen zu lassen, konkrete Hinweise auf die Verursacher zu bekommen und um gegebenenfalls Bußgeldverfahren in Gang zu setzen.
Vor Ort wurden auch mehrere „Schrottsammler“ kontrolliert, die aber keine Gewerbeanmeldung besitzen. Ihnen wurde diese Tätigkeit umgehend untersagt.
Das Straßenverkehrsamt nahm mehrere nicht angemeldete Fahrzeuge und Transporter mit ausländischen Kennzeichen unter die Lupe, um die Halter ausfindig machen zu können. Diese haben inzwischen die Aufforderung bekommen, abgemeldete Fahrzeuge zu entfernen oder ihre Wagen mit deutschem Kennzeichen zuzulassen – sofern sie hierzulande gemeldet sind. Auch die Polizei und das Jobcenter waren an der Aktion beteiligt – um Flagge zu zeigen, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und gegebenenfalls Verstöße aufzunehmen.
Mehrfach hatte es in den vergangenen Wochen Nachkontrollen der verschiedenen Behörden gegeben – insbesondere durch das Umweltamt. Zwischenfazit: Einige Fahrzeuge und Müll wurden entfernt und das Erscheinungsbild in der Siedlung hat sich verbessert.
Dennoch steht die Situation „Am Dören“ weiter im Fokus – insbesondere auch bei den Sicherheitsbehörden, nachdem es Mitte Februar vor Ort eine große Schlägerei gegeben hatte. Nicht erst seit diesem Vorfall beobachtet die Kreispolizeibehörde die Situation in der Siedlung sehr genau. „Neben unserer Präsenz vor Ort hat die Vergangenheit gezeigt, dass wir durch Ordnungspartnerschaften wie nun in Augustdorf mittelfristig große Schritte weiterkommen. Auch, weil so ein gemeinsames Vorgehen und Auftreten der einzelnen Behörden verstärkt möglich wird“, sagt Polizeidirektor Christian Peters, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz der Kreispolizeibehörde Lippe. „Das Zusammenspiel funktioniert gut, das hat sich schon in Horn-Bad Meinberg, aber auch jetzt wieder hier in Augustdorf gezeigt“, ergänzt Sabine Beine, zuständige Verwaltungsvorständin beim Kreis Lippe.
Augustdorfs Bürgermeister Thomas Katzer ist sehr dankbar für diese Zusammenarbeit und die Unterstützung seiner Gemeinde bei der Lösung der vielfältigen Probleme. „Und da lassen wir nicht locker. Deshalb wird es in Kürze wieder eine gemeinsame Aktion der Ordnungspartnerschaft ‚Am Dören‘ geben“, kündigt Katzer an.
Team HandbALL erwartet MTV Großenheidorn – Mit starker Abwehr zum Erfolg
Nach einem spielfreien Wochenende empfangen die Lipper am Samstag den MTV Großenheidorn. Anwurf des acht letzten Spieltags ist wie gewohnt um 18 Uhr in der Sporthalle am Inselweg in Augustdorf. Mit einem weiteren Sieg kann das Team von Matthias Struck den Abstand nach unten weiter vergrößern und sogar auf einen einstelligen Tabellenplatz nach vorne rutschen.
„Es ist ein enorm wichtiges Spiel“, sagt der Trainer vom Team HandbALL im Vorfeld der Partie. „Wir können den direkten Vergleich gegen Großenheidorn und weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gewinnen.“ Aber auch für die Gäste aus Niedersachsen gilt das gleiche, beide Teams werden somit hochmotiviert in diese Begegnung gehen.
Die Handballer vom Steinhuder Meer kommen mit einem deftigen 25:40 im Gepäck aus dem Spiel gegen die MT Melsungen II ins Lipperland, während die Gastgeber zuletzt drei Derby-Siege in Folge feiern konnten. Es war zu lesen, dass es nach der jüngsten Niederlage viel Gesprächsbedarf bei den Jungs des MTV gegeben hat, deshalb „werden wir uns darauf einstellen müssen, dass die Gäste um jeden Zentimeter Hallenboden kämpfen werden“, so Matthias Struck.
Nach dem Unentschieden im Hinspiel (35:35) will das Team HandbALL im Rückspiel nun zwei Zähler. Es ging eng und spannend zu im ersten Vergleich. Kurz vor Schluss hatten die ‚Meer-Handballer‘ sogar die Führung erzielt, aber das Team HandbALL antwortete wenige Sekunden vor dem Ende mit dem Ausgleich zur Punkteteilung.
Auch am Samstag könnte auf die Fans in der wineo-ARENA in Augustdorf eine ähnlich spannende Partie warten. „Wir müssen mit starken Präsenz auftreten und den vollen Fokus behalten“, gibt der Trainer aus. „Aufgrund der vielen wechselnden Abwehrformationen, auch in die offensiven Varianten, müssen wir mit Ruhe und Geduld agieren und dürfen keine überhasteten Pässe spielen, um Großenheidorn nicht das Gegenstoßspiel zu ermöglichen. Wir müssen uns gute Wurfpositionen erarbeiten und kreieren.“
Der Fokus liegt beim Team HandbALL ganz und gar auf den letzten starken Leistungen. „Wir schauen auf uns, darauf liegt unser Hauptaugenmerk. Wir wollen dem Gegner unser Spiel aufzwingen“, gibt Struck aus. „Wir wollen wie in den letzten Spielen auch, wieder eine gute Abwehr spielen.“
Ein Wiedersehen gibt es mit dem Lemgoer Matthias Ende. Er spielte seine komplette Jugend bei Handball Lemgo und auch bei den Lemgo Youngsters. Nach seiner Ausbildung wechselte er im Sommer aus Nienburg zum MTV Großenheidorn.
Textquelle: Team HandbALL
Lukas Disse gewinnt Josef Schulze-Dieckhoff Gedächtnispokal
Lukas Disse aus Augustdorf spielte erstmalig beim Josef Schulze-Dieckhoff Gedächtnispokal des Schachclub Stukenbrock mit und gewann. Das Schnellschachturnier, das zu Ehren des Vereinsmitbegründers Josef Schulze-Dieckhoff vom Schachclub Stukenbrock alljährlich veranstaltet wird, wurde über zwei Termine, am 19. und 26. März, und fünf Spielrunden nach dem sogenannten Schweizer System ausgespielt.
Lukas gewann vor den starken Vereinsspielern Klaus Schlicht auf Platz zwei, Simon Belte auf Platz drei, Bastian Fritsch (Platz vier) und André Heubeck (Platz fünf). Gespielt wurden jeweils 15 Minuten plus 5 Sekunden Inkrement. Klaus Schlicht und Lukas Disse hatten am Ende des Turniers beide vier Punkte, doch im direkten Vergleich zählte der Sieg von Lukas gegen Klaus, sodass der Turniersieg an Lukas ging.
Jeden Dienstag findet der Vereinsspielabend vor Ort an der alten Spellerstraße 30 in den Räumlichkeiten der Flüchtlingshilfe ab 18 Uhr 30 statt. Mehr Infos unter moc.o1772340003ohay@1772340003shsbu1772340003lchca1772340003hcs1772340003
Schloß Holte-Stukenbrock, den 02.04.2024
Stephan Belte, 1.Vorsitzender Schachclub Stukenbrock
Junges Improvisationsorchester aus Berlin ist am 05.04. zu Gast in Detmold
PLAYGROUND erweitert die Tradition herkömmlicher Musikwettbewerbe
PLAYGROUND – so lautet der Titel für ein innovatives Wettbewerbsformat an der Hochschule für Musik Detmold, das die herkömmlichen Grenzen von Musikwettbewerben erweitert. Statt dem üblichen Prinzip „Vorausscheidung – Finale – Preis“, zielt PLAYGROUND in diesem Jahr erstmalig auf eine nachhaltigere Durchführung in mehreren Etappen ab.
„PLAYGROUND ist mehr als nur ein Wettbewerb“, so bringt es Prof. Katharina Höhne, Leiterin des Studiengangs Musikvermittlung, auf den Punkt. Vor der Präsentation eines innovativen und unkonventionellen Bühnenkonzepts, können Studierende ihre Ideen im geschützten Raum erproben. Im Rahmen eines dreitägigen Workshops vom 05. bis 07.04. sind Mitglieder des Berliner Improvisationsorchesters STEGREIF zu Gast in Detmold und arbeiten mit den studentischen Ensembles an ihrer Performance. Die 30 internationalen Musikerinnen und Musiker spielen nicht nur ihre Instrumente, sie improvisieren dabei mit eigenen Ideen. Im Stehen, ohne Noten und ohne feste musikalische Leitung. Das klassische Verständnis Bühne-Publikum wird dabei aufgehoben. Der Raum erweitert sich, das Publikum ist selbst Teil der Inszenierung. „Musikschaffende müssen sich neu verorten. Heutzutage ist es wichtiger denn je, sich mit seinem Publikum auseinander zu setzen und eine echte Beziehung zu diesem entstehen zu lassen“, erklärt Katharina Höhne.
Am 28.05. präsentieren die Ensembles ihre Beitragsidee vor einer Jury mit Publikum. Als Kooperationspartner konnte dafür das Landestheater Detmold mit dem JUNGEN THEATER gewonnen werden, auf dessen Bühne die Performances stattfinden. Für das Finale sind Gelder in Höhe von 4.000 Euro über die Stiftung der Hochschule ausgelobt. Doch damit nicht genug: Um den Wettbewerb nachhaltig zu gestalten und Musikstudierende auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten, nimmt das Preisträgerensemble im Anschluss an einer Summer School teil. Zusammen mit STEGREIF entwickelt es seinen Wettbewerbsbeitrag zu einem vollständigen Bühnenkonzept aus, mit dem es in der Saison 2024 bis 25 auf Bühnen in NRW auf Tour geht. Ermöglicht wird das durch eine Kooperation mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh.