Die Einbringung des Haushalts ist traditionell die Stunde des Kämmerers. So war es auch in der vergangenen Sitzung des Rates der Gemeinde Augustdorf. Kämmerer Patrick Herrmann nutzte die Gelegenheit, um die Politik auf die kommenden Jahre einzuschwören. Weil die nächsten Jahre nur gemeinsam gemeistert werden können, schenkte der Kämmerer den Ratsmitgliedern eine Trillerpfeife.
Die gute Nachricht verriet Kämmerer Herrmann direkt zu Beginn: „Unser Haushalt ist zu mindestens fiktiv ausgeglichen.“ Hierdurch muss die Gemeinde Augustdorf kein Haushaltssicherungskonzept aufstellen und bewahrt sich ein Stück finanzielle Freiheit. Dennoch betonte Herrmann, dass die Finanzen alles andere als rosig sein.
Die Kämmerei plant für die Jahre 2024 bis 2026 mit einem Defizit von insgesamt mehr als fünf Millionen Euro. Das größte Defizit soll es in diesem Jahr geben: Mit rund 3,17 Millionen Euro Defizit plant der Kämmerer für 2024. Erst ab 2027 sieht die Gemeindeverwaltung wieder einen Haushaltsüberschuss. Vorteil für die Gemeinde Augustdorf ist, dass in den vergangenen Jahren aufgrund von Jahresüberschüssen eine Rücklage gebildet werden konnte. „Diese wird nach der aktuellen Planung im Jahr 2026 aufgebraucht“, erklärt Herrmann.
In seiner Rede erinnert Herrmann an das vergangene Jahr. Damals schenkte er den Ratsmitgliedern ein Tau. Dabei ging verglich er die Augustdorfer Finanzlage mit einem Frachtschiff, dass durch einen Sturm manövriert werden müsste. Auch in diesem Jahr griff er diesen Vergleich auf: Die Fracht sei dieselbe, nur sei diese zum Teil deutlich schwerer geworden. Insbesondere die Steigerungen der Baupreise um teilweise zehn Prozent schlagen zubuche.
Auf der Seite der Investitionen stehen neben den Feuerwehrgerätehaus, dem Rathausvorplatz auch die beiden Grundschulen. Während die Grundschule Auf der Insel für den Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz gewappnet werden soll, steht die Grundschule In der Senne vor weitreichenderen Veränderungen. Hier muss geklärt werden, ob ein Ausbau oder Ersatzneubau erfolgen soll.
Auch die gestiegenen Kreis- und Jugendamtsumlagen treffen die Gemeinde Augustdorf. Gleichzeitig sinken die Zuweisungen des Landes NRW, weil die Gewerbesteuereinnahmen deutlich gestiegen sind. Der Kämmerer plant „optimistisch“ im Jahr 2024 mit Einnahmen von rund 8,9 Millionen Euro. Dieser Wert liegt 1,9 Millionen Euro über dem Ansatz für 2023.
Dann erinnerte Patrick Herrmann erneut an die vergangene Haushaltseinbringung. Das Tau solle auch dafür sorgen, dass die Politik zusammenarbeite. Als zusätzliche Ausrüstung gab es vom Kämmerer eine Trillerpfeife und zog einen Vergleich zu Kreuzfahrten: „Hier werden auch immer Übungen abgehalten. Und an den Schwimmwesten befinden sich Trillerpfeifen, um im Ernstfall auf sich aufmerksam zu machen.“ Und das riet der Kämmerer auch den Ratsmitgliedern: „Egal aus welchem politischen Lager sie kommen, machen Sie auf sich aufmerksam auf Landes- und Bundesebene.“
Die Fraktionen und der Bürgermeister bedanken sich bereits bei der Einbringung für die Arbeit des Kämmerers und seines Teams. Alle seien gespannt auf die Haushaltsberatungen. Kämmerer Herrmann betonte, dass in den kommenden Wochen auch eine strategische Planung zu den Zielen in den nächsten Jahren erfolgen soll.
Sandhasen retten Punkt
Die 1. Herrenmannschaft der SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof trennt sich nach einer aufreibenden Partie mit 33:33 gegen den Tabellennachbarn aus Müssen-Billinghausen. Damit bleiben die Sandhasen weiter auf den vierten Tabellenplatz. „Für den Spielverlauf ist ein Punkt zu wenig, wir haben es nicht geschafft, die Führung über die Zeit zu bringen“ ärgert sich Trainer Marius Bolte.
Nachdem sich die Anfangsphase ausgeglichen gestaltet hat, konnten sich die Sandhasen ab der neunten Spielminute langsam absetzen. Aus einem 6:5 wurde binnen fünf Spielminuten ein 10:5. Nach einer Auszeit kamen die Gäste allerdings wieder heran und so gingen beide Mannschaften mit einem 19:16 in die Halbzeitpause.
Auch in der zweiten Halbzeit gelang es dem Gast aus Lage immer wieder, den Spielstand auszugleichen. Mit zwei Treffern in Folge setzten sich die Sandhasen schließlich von einem 29:29 auf 32:29 ab. „Wir haben in der Schlussphase zwei Zeitstrafen erhalten und das Spiel wurde zu hektisch“, resümiert Bolte. Am Ende gleichen die Gäste in der letzten Spielminute das Spiel aus.
„Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, dass sie am Schluss platt waren“, sagt Sandhasen-Coach Bolte. Dieser musste bereits mit einem dezimierten Kader in das Spiel gehen. „Während des Spiels haben sich dann auch noch zwei Spieler verletzte“, so Bolte. Rückraumspieler Tim Beckmann zog sich bereits in der ersten Halbzeit einen Achillessehnenriss zu und wird der Mannschaft länger fehlen.
Textquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof
Fotoquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof
Baumschutzsatzung, Senioren-Wohnprojekt und Verkehrsberuhigung
Am Dienstag tritt der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt zusammen. Die Sitzung beginnt um 18.00 Uhr im Bürgerzentrum, Saal Wanzleben. Auf der Tagesordnung steht neben den Beratungen des Haushaltsplanentwurfs auch die Baumschutzsatzung, Statistiken sowie die Themen Senioren-Wohnprojekt und Verkehrsberuhigung.
Der Ausschuss berät über die unterschiedlichen Investitionen, welche die Gemeinde Augustdorf in den kommenden Jahren bevorstehen. Weiterhin wird auch der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt NRW erörtert. Auch die Statistik zu den Bauanträgen 2023 wird thematisiert. Weiterhin erfolgt auch eine Information zum aktuellen Stand der Bearbeitung des CDU-Antrags für ein Senioren-Wohnprojekt und den Antrag von Anliegerinnen und Anliegern, die Mecklenburger Straße weiter zu beruhigen.
Die Baumschutzsatzung ist ein weiteres Thema im Ausschuss. Nach einer Evaluation der Satzung sei festgestellt worden, dass die Satzung vergleichsweise restriktiv sei. Hier möchte die Gemeindeverwaltung nachsteuern, schreibt diese in der Beschlussvorlage.
Sonntag sind die Sportfreunde Söhre zu Gast – „Bock und Lust aufs Heimspiel“
Zur etwas ungewohnten Stunde treffen die Jungs aus dem Lipperland auf die Sportfreunde Söhre von 1947. Angepfiffen wird dieses Mal am heutigen Sonntag um 17 Uhr in der wineo-ARENA in Augustdorf. „Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung von der Tribüne. Wir wollen wieder eine tolle Heimspiel-Atmosphäre haben und die Gäste vor eine große Aufgabe stellen“, so Trainer Matthias Struck vor dem Spiel gegen die Niedersachsen.
Söhre stiegt zur Saison 2022/2023 erstmals in die 3. Liga auf. „Sie haben sich in dieser Spielzeit nach anfänglichen Schwierigkeiten gefangen und bringen ihre Stärken gut aufs Spielfeld“, so Struck über den kommenden Gegner. Die Sportfreunde aus dem Kreis Hildesheim rangieren derzeit auf dem siebten Platz in der Liga und haben sich schon 15 Punkte erspielt. „Sie decken oft in ihrer 5:1-Abwehr, ohne jedoch zu offensiv zu agieren. Das Abwehrzentrum halten sie kompakt, es gibt wenig Lücken“, sagt der Trainer über die Gäste, die mit einem 30:24-Sieg gegen Baunatal ins Jahr gestartet sind.
„Wir bekommen aufgrund dieser Deckung sicherlich die Abschlüsse nicht auf dem Silbertablett serviert“, ist sich Trainer Struck sicher. „Wir müssen gezielt angreifen und gute Folgehandlungen aufs Spielfeld bringen. Wir brauchen eine gute Passqualität um den Ball sicher laufen zu lassen, damit wir zu guten Chancen kommen. Die Jungs müssen am Sonntag die nötige Geduld aufbringen und die Übersicht behalten, damit wir da effektiv sind.“
Neben der konzentrierten Angriffsleistung müssen die Jungs vom Team HandbALL wieder schnell zurückarbeiten. „Unser Rückzug muss unbedingt wieder gut funktionieren, damit wir nicht so viele Tempotore bekommen. Das hat in den letzten Spielen gut funktioniert und wir haben die Teams häufig in den aufgebauten Angriff bekommen. Wenn wir das auch gegen Söhre schaffen, dann haben wir gute Möglichkeiten, uns viele Bälle hinten zu erarbeiten und diese selbst für unser eigenes Tempospiel zu nutzen“, so Matthias Struck.
„Wir sind hochmotiviert und freuen uns auf das Spiel“, so der THL-Trainer. „Wir alle haben Bock und Lust, wieder zu Hause zu spielen. Wenn wir es schaffen, an die Leistungen aus dem Heimspiele beim Sieg gegen Schalksmühle und auch an die überzeugende Leistung gegen den Favoriten Emsdetten anzuknüpfen, haben wir gute Chancen, etwas Zählbares zu holen.“
Sandhasen starten in Rückrunde
Am Samstag startet die 1. Herrenmannschaft der SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof in die Rückrunde der Bezirksligasaison 2023/2024. Um 16.00 Uhr treffen die Sandhasen in der wineo-Arena auf den punktgleichen Tabellennachbarn aus Müssen-Billinghausen. Davor spielt bereits die 2. Herrenmannschaft um Punkte. „Nach der Hinrunden-Niederlage sollen die Punkte diesmal bei uns bleiben“, verkündet Trainer Marius Bolte den Plan.
Zum Saisonbeginn mussten die Sandhasen noch in eine 30:27-Niederlage in Müssen-Billinghausen einwilligen. Aufgrund der Niederlage steht die Mannschaft aus dem Lagenser Ortsteil punktgleich auf den dritten Platz vor den Sandhasen. „Müssen hat eine Mannschaft aus erfahrenen Spielern, deswegen müssen wir alles auf die Platte bringen was geht, um die Punkte zu gewinnen“, weiß Bolte.
Im Zentrum des Matchplanes steht erneut die Abwehr: „Über eine aggressive Abwehr wollen wir Müssen zu Fehlern zwingen und so einfache Tore erzielen.“ Entscheidend hierfür sei es, dass die Mannschaft die zweite Welle konsequent zu Ende spielt. „Im Positionsangriff müssen wir mehr Druck auf die Abwehr bekommen, damit auch der Rückraum wieder zu einfachen Torem kommt“, erklärt Bolte. „Wichtig ist, dass wir geduldig bleiben und dann mit aller Entschlossenheit zum Abschluss kommen“, so der Sandhasen-Coach zum Abschluss.
Die Sandhasen-Spiele im Überblick
2. HERREN – TuS Müssen – Billinghausen 3
Samstag, 03.02.2024 um 14.00 Uhr
wineo-Arena, Inselweg, 32832 Augustdorf
HSG Rietberg-Mastholte – mC-JUGEND
Samstag, 03.02.2024 um 14.45 Uhr
Schulzentrum Rietberg, Torfweg, 33397 Rietberg
mB-JUGEND – Wiedenbrücker TV
Samstag, 03.02.2024 um 15.00 Uhr
Halle am Hallenbad, Am Hallenbad, 33758 Stukenbrock
1. HERREN – TuS Müssen – Billinghausen 2
Samstag, 03.02.2024 um 16.00 Uhr
wineo-Arena, Inselweg, 32832 Augustdorf
SG Handball Paderborn 2 – DAMEN
Sonntag, 04.02.2024 um 16.00 Uhr
Sporthalle Sennelager, Bielefelder Straße, 33104 Sennelager
Textquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof
Fotoquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof
Gestärkt in die neue Spielzeit – Sandhasen kooperieren mit Müssen-Billinghausen
Die Handballlandschaft in unserer Region hat sich den letzten Jahren massiv verändert. Zuletzt hat die Corona-Pandemie zu erheblichen Einschnitten geführt, die auch an deutlich zurückgehenden Mannschaftsmeldungen erkennbar sind. Viele der inzwischen angestoßenen Projekte, insbesondere im Bereich der F-, E- und D-Jugend, werden langfristig positive Auswirkungen haben. Allerdings gilt es jetzt zu handeln, um auch den älteren Jahrgängen eine erfolgversprechende Perspektive bieten zu können.
Zunächst für die kommende Spielzeit haben die SG Sandhasen-Augustdorf-Hövelhof und der TuS Müssen-Billinghausen daher aus den geschilderten Beweggründen eine Zusammenarbeit vereinbart, die sich auf die Mannschaften der männlichen C-, B- und A-Jugend bezieht. Dabei sollen gemeinsame Teams erstmals in den überkreislichen und kreisinternen Qualifikationsrunden ab März 2024 antreten. Ziel ist die Qualifikation für die Verbandsliga in der kommenden Saison 2024/2025.
Durch die Zusammenarbeit entsteht keine neue Spielgemeinschaft. Die Teams spielen entweder unter dem Dach der Sandhasen (zwei C-Jugendmannschaften) oder dem des TuS (zwei B-Jugendmannschaft und eine A-Jugendmannschaft).
Bei den Überlegungen hat die zukünftige Einbindung der Trainerinnen und Trainer eine wichtige Rolle gespielt. Diese werden unabhängig von ihrer Vereinszugehörigkeit in allen fünf Teams eingesetzt.
Die Verantwortlichen sind überzeugt, mit der Zusammenarbeit den Jugendlichen eine weiterhin gute handballerische Perspektive bieten zu können. Gleichzeitig setzen beide Partner auf die Unterstützung der Eltern, um die Kooperation mit Leben zu füllen und in eine erfolgreiche, gemeinsame Spielzeit starten zu können.
Textquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof
Grafikquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof
Arbeitskreis soll Slogan finden
Der Rat der Gemeinde Augustdorf hat mehrheitlich beschlossen, dass sich ein Arbeitskreis mit einem Slogan für Augustdorf beschäftigen soll. Auf Antrag der FWG-Fraktion war dies Thema in der vergangenen Ratssitzung. Die Verwaltung hatte zuvor berichtet, dass bereits erste Vorarbeiten erledigt wurden.
Die FWG-Fraktion hatte beantragt, dass sich Augustdorf ein Slogan geben soll. Hierfür solle ein Arbeitskreis ins Leben gerufen werden. Ein Slogan fördere zum einen die Wirtschaft und den Tourismus. Zum anderen stärke dieser auch den Zusammenhalt. Auf Grundlage des durch die Freien Wähler durchgeführten Wettbewerbs könnte ein passender Slogan ausgewählt werden.
„In dem Arbeitskreis müssen wir aber deutlich mehr besprechen als nur einen Slogan“, mahnte Mats Uffe Schubert, Fraktionsvorsitzender der SPD. Für einen Slogan sei es erforderlich, dass Augustdorf als Marke etabliert wird. „Was wollen wir mit dem Slogan bezwecken? Auf die Bundeswehr hinweisen? Auf die Natur? Auf das niedrige Alter?“, fragte Schubert. Grundsätzlich sei ein Marketingkonzept zu erarbeiten, welches der Marke Augustdorf entspricht und dann auch überall wieder zu finden sei.
Hier stellten sich auch der DBA-Fraktion verschiedene Fragen: „Wo soll der Slogan überall stehen? Auf den Briefköpfen? Auf Schildern oder sogar auf der Straße?“, fragte Lutz Müller, Fraktionsvorsitzender der DBA. All dies sei mit Kosten verbunden, auch müsste seitens der Gemeindeverwaltung zuvor eine Vorarbeit geleistet werden. Diese sei bereits teilweise geleistet worden, versicherte Kämmerer Patrick Herrmann. Im Sommer sei geplant, dass die aktuell unbesetzte Stelle in der Wirtschaftsförderung besetzt wird. Ein Arbeitskreis könnte dann danach in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. Hiermit zeigte sich auch Wolfgang Huppke (CDU-Fraktionsvorsitzender) zufrieden.
Einzig die FDP-Fraktion konnte von der Antragsidee nicht überzeugt werden. „Wir haben noch eine Menge anderer, wichtiger Aufgaben vor uns“, mahnte Fraktionsvorsitzender Roger Ritter. Diese Aufgaben müssen vorher bearbeitet werden, bevor über einen Slogan nachgedacht werden könnte. Entsprechend stimmte am Ende nur die FDP gegen den Antrag.
Aufstehen gegen Rechtsextremismus – Kundgebung in Augustdorf
Unter dem Motto „Aufstehen gegen Rechtsextremismus“ ruft die SPD Augustdorf am kommenden Sonntag, 04.02.2024 zu einer Kundgebung in Augustdorf auf. Hintergrund sind die Rechercheergebnisse rund um das „Potsdamer Treffen“ bei dem „Remigrationspläne“ besprochen wurden. „Überall in Deutschland gehen Menschen in diesen Tagen auf die Straße, um ein Zeichen zu setzen. Auch in Augustdorf müssen wir auf dieses Thema aufmerksam machen“, erklärt Mats Uffe Schubert, Mitorganisator der Kundgebung.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, sich um 11.00 Uhr vor der Dorfkirche zu versammeln. Gemeinsam werden die Menschen zum Rathaus gehen, an welchem es gegen 11.30 Uhr eine Kundgebung geben wird. „Die Geschichte Deutschlands hat gezeigt, welche Folgen es haben kann, wenn die Menschen wegschauen“, erklärt Mats Uffe Schubert die Beweggründe.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, sich dieser wichtigen Kundgebung anzuschließen und ein Zeichen für Gemeinschaft, Zusammenhalt und gegen jegliche Form von Extremismus zu setzen. „Augustdorf besteht aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Wir müssen ein Zeichen setzen, dass wir zusammenhalten und uns nicht von rechtsextremistischem Gedankengut auseinanderreißen lassen“, so Schubert zum Abschluss.
Zu der Teilnahme an der Kundgebung rufen neben der SPD Augustdorf auch die FWG Augustdorf und die Demokratische Bürger-Union Augustdorf auf. „Wir lehnen jede Art von Extremismus ab, links wie rechts“, erklärt Lutz Müller kurz und knapp für die DBA. „Rechtsextreme versuchen im Gewand der bürgerlichen Mitte seit Jahren, Hass und Spaltung in unserer Gesellschaft zu fördern. Die menschenverachtenden Ideen, welche beim Treffen in Potsdam offengelegt wurden, sind nur die Spitze des Eisbergs“, mahnt Dennis Marx, Vorsitzender der FWG.
Textquelle: SPD Augustdorf
Grafikquelle: SPD Augustdorf
Finanzausschuss berät über Haushalt
Am Donnerstag kommen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses zur ersten Sitzung des Jahres 2024 zusammen. Die Sitzung beginnt um 18.00 Uhr im Bürgerzentrum, Saal Wanzleben. Auf der Tagesordnung steht die Beratung über die Veränderungsliste zum Haushaltsplanentwurf 2024.
mC-Jugend sichert sich wichtige Punkte
Am vergangenen Wochenende haben drei Mannschaften der SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof zum Ball gegriffen. In zwei der drei Spielen konnten sich die Sandhasen durchsetzen und wichtige Punkte sammeln. Die mC-Jugend verteidigt mit dem Sieg die Tabellenspitze.
mC-Jugend – TuS Müssen-Billinghausen (35:34)
In einem umkämpften Spiel setzten sich am Ende die Sandhasen durch. In der Hinrunde trennten sich beide Mannschaften im Spitzenspiel noch mit einem 28:28-Unentschieden. Im Rückspiel hatten die Sandhasen nun die Nase vorne.
2. HERREN – TSV Schloß Neuhaus 2 (18:34)
Die Gäste aus Neuhaus setzten sich am Ende deutlich gegen die 2. Herrenmannschaft der Sandhasen durch. Bereits früh setzten sich die Gäste ab. Nach einem 2:4 in der 11. Spielminute stand es nach weiteren 13 Spielminuten 2:10.
1. HERREN – TSV Schloß Neuhaus (29:22)
Mit einem Sieg gegen den Nachbarn aus dem Kreis Paderborn beendet die 1. Herrenmannschaft der SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof die Hinrunde in der Bezirksliga. Mit 13:7 Punkten stehen die Sandhasen aktuell auf dem vierten Tabellenplatz. Bereits am Samstag startet die Mannschaft um Trainer Marius Bolte mit einem Spiel gegen den TuS Müssen-Billinghausen in die Rückrunde.
Textquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof
Fotoquelle: SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof
„Machen Sie auf sich aufmerksam“ – Haushalt 2024 eingebracht
Die Einbringung des Haushalts ist traditionell die Stunde des Kämmerers. So war es auch in der vergangenen Sitzung des Rates der Gemeinde Augustdorf. Kämmerer Patrick Herrmann nutzte die Gelegenheit, um die Politik auf die kommenden Jahre einzuschwören. Weil die nächsten Jahre nur gemeinsam gemeistert werden können, schenkte der Kämmerer den Ratsmitgliedern eine Trillerpfeife.
Die gute Nachricht verriet Kämmerer Herrmann direkt zu Beginn: „Unser Haushalt ist zu mindestens fiktiv ausgeglichen.“ Hierdurch muss die Gemeinde Augustdorf kein Haushaltssicherungskonzept aufstellen und bewahrt sich ein Stück finanzielle Freiheit. Dennoch betonte Herrmann, dass die Finanzen alles andere als rosig sein.
Die Kämmerei plant für die Jahre 2024 bis 2026 mit einem Defizit von insgesamt mehr als fünf Millionen Euro. Das größte Defizit soll es in diesem Jahr geben: Mit rund 3,17 Millionen Euro Defizit plant der Kämmerer für 2024. Erst ab 2027 sieht die Gemeindeverwaltung wieder einen Haushaltsüberschuss. Vorteil für die Gemeinde Augustdorf ist, dass in den vergangenen Jahren aufgrund von Jahresüberschüssen eine Rücklage gebildet werden konnte. „Diese wird nach der aktuellen Planung im Jahr 2026 aufgebraucht“, erklärt Herrmann.
In seiner Rede erinnert Herrmann an das vergangene Jahr. Damals schenkte er den Ratsmitgliedern ein Tau. Dabei ging verglich er die Augustdorfer Finanzlage mit einem Frachtschiff, dass durch einen Sturm manövriert werden müsste. Auch in diesem Jahr griff er diesen Vergleich auf: Die Fracht sei dieselbe, nur sei diese zum Teil deutlich schwerer geworden. Insbesondere die Steigerungen der Baupreise um teilweise zehn Prozent schlagen zubuche.
Auf der Seite der Investitionen stehen neben den Feuerwehrgerätehaus, dem Rathausvorplatz auch die beiden Grundschulen. Während die Grundschule Auf der Insel für den Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz gewappnet werden soll, steht die Grundschule In der Senne vor weitreichenderen Veränderungen. Hier muss geklärt werden, ob ein Ausbau oder Ersatzneubau erfolgen soll.
Auch die gestiegenen Kreis- und Jugendamtsumlagen treffen die Gemeinde Augustdorf. Gleichzeitig sinken die Zuweisungen des Landes NRW, weil die Gewerbesteuereinnahmen deutlich gestiegen sind. Der Kämmerer plant „optimistisch“ im Jahr 2024 mit Einnahmen von rund 8,9 Millionen Euro. Dieser Wert liegt 1,9 Millionen Euro über dem Ansatz für 2023.
Dann erinnerte Patrick Herrmann erneut an die vergangene Haushaltseinbringung. Das Tau solle auch dafür sorgen, dass die Politik zusammenarbeite. Als zusätzliche Ausrüstung gab es vom Kämmerer eine Trillerpfeife und zog einen Vergleich zu Kreuzfahrten: „Hier werden auch immer Übungen abgehalten. Und an den Schwimmwesten befinden sich Trillerpfeifen, um im Ernstfall auf sich aufmerksam zu machen.“ Und das riet der Kämmerer auch den Ratsmitgliedern: „Egal aus welchem politischen Lager sie kommen, machen Sie auf sich aufmerksam auf Landes- und Bundesebene.“
Die Fraktionen und der Bürgermeister bedanken sich bereits bei der Einbringung für die Arbeit des Kämmerers und seines Teams. Alle seien gespannt auf die Haushaltsberatungen. Kämmerer Herrmann betonte, dass in den kommenden Wochen auch eine strategische Planung zu den Zielen in den nächsten Jahren erfolgen soll.