Pressemitteilung zur überörtlichen Prüfung der Gemeinde Augustdorf durch die gpaNRW 

Augustdorf/Herne, 30. November 2023. Die Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen (gpaNRW) hat die Gemeinde Augustdorf im Rahmen der überörtlichen Prüfung unter die Lupe genommen. Das Prüfteam ging dabei insbesondere der Frage nach, ob die Gemeinde sachgerecht, rechtmäßig und wirtschaftlich verwaltet wird. 

Die wesentlichen Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden nun im Gemeinderat durch die Projektleiterin Stephanie Höpker, gpa-Prüferin Isabel Petermann sowie dem Präsidenten der gpaNRW Michael Esken vorgestellt. 

„Ukraine-Krieg, Inflation, Migration, Null-Wachstum und Corona-Pandemie sind purer Stress für die Kommunalfinanzen. Auch die Gemeinde Augustdorf spürt die sich verschlechternde Finanzlage. Erfreulich ist, dass die Gemeinde ihre Finanzen gegenüber unserer letzten Prüfung verbessert hat. Die erreichten Konsolidierungserfolge gilt es in einer turbulenten Zeit zu schützen. Damit dies gelingt, sind Tatkraft, Mut und Konsequenz unerlässlich“, erklärt gpa-Präsident Michael Esken anlässlich der Ergebnispräsentation. 

Im Fokus der Prüfung standen die Themenbereiche Finanzen, Vergabewesen, Informationstechnik (IT) an Schulen, ordnungsbehördliche Bestattungen und Friedhofswesen. 

„Die Haushaltssituation der Gemeinde Augustdorf hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Die Jahresergebnisse waren im Betrachtungszeitraum 2017 bis 2022 überwiegend von Überschüssen gekennzeichnet. Folge: Das Eigenkapital konnte gestärkt werden und die Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzeptes ist entfallen. Erfolge, die auch auf eigene Anstrengungen in Verbindung mit einem guten konjunkturellen Umfeld zurückzuführen sind. Die Verbindlichkeiten sind im interkommunalen Vergleichsjahr 2021 unterdurchschnittlich“, analysiert gpa-Prüferin Isabel Petermann die wesentlichen Haushaltsmerkmale. Wie geht es nun weiter? Die positive Entwicklung setzt sich nach den Plandaten nicht fort. Die Gemeinde erwartet für die nächsten Jahre Haushaltsdefizite. Die Gründe dafür liegen in den aktuellen Vielfachkrisen. „Es besteht weiterhin Handlungsbedarf die Haushaltssituation zu verbessern, um Erreichtes bei der Konsolidierung nicht zu gefährden. Jetzt nicht nachlassen“, empfiehlt Isabel Petermann. Lob erhält die Gemeinde für ihre Haushaltssteuerung: Das regelmäßige Finanzberichtswesen versorgt die Entscheidungsträger mit allen notwendigen Informationen zur Haushaltssituation, so die gpaNRW. 

Das Vergabewesen der Sennegemeinde ist bereits gut organisiert. „Die Gemeinde greift auf die zentrale Vergabestelle des Kreises Lippe zu“, berichtet gpa-Projektleiterin Stephanie Höpker von der interkommunalen Zusammenarbeit in diesem Handlungsfeld. Die gpaNRW regt eine Aktualisierung der Dienstanweisung an. Die Gemeinde hat diese Anregung aufgegriffen und bereits einen ersten Entwurf erarbeitet, der zeitnah in Kraft gesetzt werden soll. Im Umgang mit Nachträgen empfiehlt die gpaNRW eine systematische Auswertung zu etablieren. 

Die Informationstechnik an Schulen war ein weiterer Gegenstand der Prüfung. „In diesem Zukunftsfeld ist Augustdorf sehr gut aufgestellt und hat bereits einiges erreicht. Konkret: Ein schul-übergreifender Medienentwicklungsplan ist erarbeitet und wird umgesetzt. Der Ausstattungsprozess ist nicht nur einheitlich, sondern auch verbindlich geregelt“ lobt Isabel Petermann die Arbeit der Gemeindeverwaltung im Zusammenspiel mit den Akteuren der heimischen Schulen. gpa-Handlungsempfehlung: In Kooperation mit den Schulen eine IT-Sicherheitskonzeption erstellen und daraus abgeleitete Maßnahmen umsetzen. 

In der Gemeinde gibt es nur sehr wenige ordnungsbehördliche Bestattungen. „Die rechtlichen Bestimmungen des Bestattungsgesetzes NRW hält die Gemeindeverwaltung ein“, berichtet Stephanie Höpker über die Prüfungsresultate. Eine Checkliste sollte erstellt werden, um die Verfahren sowie die Dokumentation zu unterstützen. 

Der Wandel in der Bestattungskultur ist auch in Augustdorf spür- und sichtbar. Die Zahl der Ur-nenbestattungen übersteigt seit Jahren die der Erdbestattungen. Ein Ende dieses Trends ist nicht erkennbar. Die Gemeinde hat auf diese Veränderungen in mehrfacher Weise reagiert: 1. bereits seit 2008 gibt es ein islamisches Gräberfeld und 2. alternative Bestattungsarten werden in Form von Urnenbestattungen oder anonymen Urnenreihengräbern angeboten. „Der Kostendeckungsgrad ist im interkommunalen Vergleich überdurchschnittlich. Als Handlungsmöglichkeiten sehen wir ein Friedhofskonzept zu erarbeiten sowie die Pflegestandards zu definieren“, stellt Stephanie Höpker Handlungsempfehlungen der gpaNRW vor. 

„Die Gemeinde Augustdorf hat komplizierte Haushaltsjahre auch durch eigenes Zutun überwun-den. Die Gemeinde verfügt über zeitgemäße Organisationsstrukturen. Dies ist gerade in turbulenten Zeiten ein klarer Vorteil, denn die Summe an Herausforderungen ist aktuell enorm. Die Fortführung des Konsolidierungskurses ist vor diesem Hintergrund erforderlich. Damit kann kommunales Vermögen für zukünftige Generationen erhalten und gleichzeitig eigener Handlungs- und Gestaltungsspielraum gesichert werden“, betont gpa-Präsident Michael Esken. 

Bürgermeister Thomas Katzer erklärt abschließend zu den Ergebnissen der gpaNRW: „Zu-nächst möchte ich mich im Namen der Verwaltung für die sehr gute Zusammenarbeit bedan-ken“, so Bürgermeister Thomas Katzer: „Die Anregungen und Empfehlungen nehmen wir gerne an, um unsere Verwaltung noch weiter zu optimieren.“ Der Bürgermeister lobte auch den Kämmerer und Allgemeinen Vertreter für den von ihm begleiteten Konsolidierungskurs. „Das Ergebnis im Finanzbericht zeigt, dass sich der gemeinsam mit der Politik gegangene Konsolidierungskurs Wirkung gezeigt hat“, so Kämmerer Patrick Herrmann. 

Info zur gpaNRW 

Die gpaNRW ist Teil der staatlichen Aufsicht des Landes über die Kommunen und wurde im Jahr 2003 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Herne. Ihr ist durch Gesetz und Gemeindeordnung die überörtliche Prüfung aller 396 Kommunen, der 30 Kreise sowie der Städteregion Aachen, der beiden Landschaftsverbände und des Regionalverbandes Ruhr (RVR) übertragen. Präsident der gpaNRW ist seit 15. September 2023 Bürgermeister a. D. Michael Esken. 

Die gpaNRW veröffentlicht ihre Prüfungsberichte auf ihrer Homepage unter www.gpa.nrw.de. 

Am Samstag ist die einzige noch verlustpunktfreie Mannschaft von der 1. bis zur 3. Liga – sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen – zu Gast im Lipperland. Eintracht Hildesheim trifft um 18 Uhr in der Augustdorfer wineo-ARENA auf die Gastgeber vom Team HandbALL. „Wir treffen auf eine Mannschaft mit einer hohen individuellen Qualität. Die Favoritenrolle ist ganz eindeutig geklärt“, so Matthias Struck vor dem Spiel gegen den Tabellenführer. „Es geht für alle Spieler und alle im Team einfach darum, am Wochenende mit ganz viel Spaß und Freude an diese Aufgabe zu gehen.“

Das Team von Daniel Deutsch untermauert seine Ambitionen, die Aufstiegsrunde zu erreichen, Woche für Woche: 12 Spiele, 12 Siege. Auch am letzten Wochenende gegen den TuS Spenge gingen die Niedersachsen als Sieger vom Platz. „Hildesheim hat eine hohe individuelle Qualität im Rückraum. Mit beispielsweise Wäger, Tonar und Ehlers, aber auch auf der rechten Seite mit Billepp haben sie sehr starke Leute“, so der Trainer des lippischen Drittligisten, Matthias Struck. „Hinzu kommen auch mit von Hermanni und Gruszka die wohl beiden besten Außenspieler der Liga. Sie sind schon sehr, sehr lange in Diensten von Eintracht Hildesheim und haben schon viel mitgemacht.“

Aber Hildesheim kann nicht nur individuelle Klasse: „Auch im mannschaftstaktischen Bereich sind sie sehr gut. Federführend sind da Ehlers und Tonar, die das Spiel leiten“, blickt Struck auf die Partie am Samstagabend voraus. „Den Jungs von Eintracht Hildesheim unterlaufen nur ganz wenige Fehler, sie spielen vieles auf den Punkt und sehr diszipliniert.“

„Wir müssen im Angriff sehr geduldig spielen und uns nicht zu Würfen hinreißen lassen, die eine 50:50-Chance haben“, appelliert der THL-Trainer an seine Jungs. „Wir müssen einfach ruhig spielen und dürfen auch keine leichten und voreiligen Pässe spielen. Wir benötigen eine hohe Passqualität und Angriffseffektivität.“

Und auch wenn die Favoritenrolle ganz eindeutig geklärt ist, freuen sich die Jungs auf die Partie gegen den Tabellenführer. „Das ist ein Spiel, in welches wir sehr entspannt und locker reingehen können. Es geht für die Jungs und das ganze Team vielleicht einfach darum, mit ganz viel Spaß und Freude an diese Aufgabe zu gehen“, so Struck. „Es kommt nicht sooft vor, dass man eine so starke Mannschaft in der 3. Liga hat auf die man trifft und ich glaube, da sollte der Spaß daran, sich mit den Jungs zu messen, im Fokus stehen.“

Herschenken wird man die Punkte allerdings keinesfalls. „Unterm Strich geht es auch in diesem Spiel um zwei Punkte“, so Struck. „Und so gehen wir auch in dieses Spiel mit der Einstellung, dass wir diese beiden Punkte haben wollen. So gehen wir in jede Angriffs- und jede Abwehraktion und vielleicht, wer weiß, vielleicht sind wir der erste Stolperstein für die Hildesheimer.“

Gespielt wird am Samstag um 18 Uhr in der wineo-ARENA in Augustdorf. „Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung, denn das kann ein ganz besonderes Spiel werden“, so Matthias Struck. „Wir möchten wieder eine tolle Atmosphäre in der Halle haben.“ Karten für das Spiel gibt es online und natürlich auch an der Abendkasse. Das Spiel wird wie gewohnt auf sportdeutschland.tv übertragen.

Textquelle: Team HandbALL

Bildquelle: Max Grote/grote-fotografie.de

Augustdorf (ba) – Traditionell fand am Dienstag dieser Woche in der evangelischen Militärkirchengemeinde in Augustdorf ein beeindruckendes Adventskonzert statt. Schon vor Beginn des Konzerts sorgten Fackelträger vor der Militärkirche für eine festliche Atmosphäre. Die flackernden Flammen tauchten die Umgebung in ein warmes Licht und verbreiteten eine besinnliche Stimmung. Das Konzert selbst wir seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts jedes Jahr veranstaltet. Zum ersten Mal musizierte die Kantorei der Militärkirche in diesem Jahr zusammen mit dem Chor „Querbeet“ der ev. ref. Kirchengemeinde Augustdorf. Militärpfarrer Claus Wagner freut das sehr, dadurch bekamen die Besucher in diesem Jahr den wohl größten Chor in der Geschichte der Adventskonzerte der Miltärkirchengemeinde zu hören, so der Pfarrer.  Das Programm war adventlich bis weihnachtlich. Von Bach´s „Jesu bleibet meine Freude“ über die Telemann Kantate „In einem Wort und Sakarament“ ging es um die Vorbereitung im Advent und die Ankunft Jesu in unserem persönlichen Leben bis hin zu weihnachtlichen Klängen mit einem schwedischen Weihnachtsstück „Jubelnd singt der Engel Scharen!“ Erstmals waren auch die Konzertbesucher zum Mitsingen bei bekannten Adventschorälen aufgefordert. Unter anderem wurde das bekannte Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ im Wechsel mit den Konzertbesuchern gesungen. Die musikalische Leitung hatten an diesem Abend Samuel Ditzinger und Manuel Behre.  

Die Gesänge begleitete ein Streichorchester von Studierenden der Hochschule für Musik aus Detmold und sorgte mit seinen harmonischen Klängen für Gänsehautmomente.

Foto: Bundeswehr / Torben Schreiber 

Text: Benjamin Altrogge 

Am heutigen Donnerstag tritt der Rat der Gemeinde Augustdorf zu einer Sondersitzung zusammen. Grund für die zusätzliche Sitzung ist der Bericht der Gemeindeprüfanstalt des Landes NRW. In der Sitzung wird der Politik das Ergebnis der Prüfung bekanntgegeben und erklärt. Prüfungsschwerpunkte waren unter anderem das Vergabewesen, ordnungsbehördliche Bestattungen und das Friedhofswesen. Die Sitzung beginnt um 18.00 Uhr im Bürgerzentrum, Saal Wanzleben.

Die SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof blickt auf ein spannendes Wochenende zurück. Während die E2-Jugend und die 2. Herrenmannschaft Niederlagen einstecken mussten, konnte die wC-Jugend wichtige Punkte erkämpfen. Die mB-Jugend und 1. Herrenmannschaft sind eine Runde weiter im Pokal.

E-JUGEND 2 – SG Handball Detmold 2 (3:16)

Im einzigen Heimspiel dieser Saison in der Kreisklasse musste sich die E2-Jugend dem Gegner aus Detmold geschlagen geben. Am Ende waren die Detmolder eine Nummer zu groß für die „kleinen“ Sandhasen. 

JSG Hesselteich/Loxten 2 – wC-JUGEND (15:18)

Nach ein paar Startschwierigkeiten konnte sich die wC-Jugend der Sandhasen gegen den Gegner aus dem Kreis Gütersloh durchsetzen. Die Sandhasen sammeln damit zwei weitere Punkte und befinden sich nun im Mittelfeld der Tabelle. 

2. HERREN – TV Horn-Bad Meinberg (25:42)

Die Pokalsensation blieb aus. Am Ende konnte sich der Bezirksligist aus Horn und Bad Meinberg deutlich gegen die 2. Herrenmannschaft der Sandhasen durchsetzen. Im Pokal-Achtelfinale war die Rollenverteilung schnell klar. Durch die Niederlage scheiden die Sandhasen damit aus der Pokalrunde aus.

mB-JUGEND – SG Handball Detmold (27:23)

Eine Runde weiter ist die mB-Jugend. Die Mannschaft konnte sich am Ende absetzten und damit das Spiel gewinnen. Die Mannschaft besiegt damit den Bezirksligisten aus Detmold. Im Viertelfinale trifft die Mannschaft auf den Ligakonkurrenten VfL Schlangen.

TSV Schloß Neuhaus – 1. HERREN (31:32 n. V.)

Ein Pokalkrimi erwartete die Zuschauerinnen und Zuschauer am Samstagabend in der Sporthalle in Schloß Neuhaus. Nachdem die Gastgeber zuerst besser ins Spiel gefunden hatten, starteten die Sandhasen rund sieben Minuten vor Ende mit der Aufholjagt. Aus einem sechs-Tore-Rückstand konnte eine Minute vor Ende ein Unentschieden erreicht werden. In der Verlängerung setzten sich die Sandhasen schließlich durch. „Ich bin stolz auf das ganze Team“, freut sich Trainer Marius Bolte.

Im Viertelfinale sollten die Sandhasen auf den HC Steinheim treffen. Die Mannschaft wurde am Montag überraschend zurückgezogen. Damit stehen die Sandhasen bereits jetzt als Teilnehmer des Pokal-FinalFour am 25. und 26. Mai 2024 fest.

Die 1. Herrenmannschaft der SG Sandhasen – Augustdorf – Hövelhof hat das Achtelfinale des Pokals der Lippischen Landesbrandversicherung gewonnen. Nach Verlängerung stand ein 31:32 auf der Anzeigentafel in Schloß Neuhaus. Weil sich gleichzeitig der HC Steinheim vom Spielbetrieb zurückgezogen hat, stehen die Sandhasen im Halbfinale des Final4. “Die ersten 53 Minuten war das nichts von uns, aber dann sind wir zurückgekommen”, freut sich Trainer Marius Volte nach dem Spiel.

Zu Beginn zeigten sich die Sandhasen oftmals zu nervös. Der Gastgeber aus Schloß Neuhaus nutzte seine Chancen und traf gleich doppelt. “Die ersten 53 Minuten haben wir in der Abwehr einfach überhaupt keinen Zugriff bekommen”, ärgert sich Bolte. “Da fehlte einfach der letzte Wille und die notwendige Aggressivität.” So schaffte es Neuhaus immer wieder, einfache Tore zu erzielen. Nach einem zwischenzeitlichen 10:11 in der 24. Spielminute konnten die Gastgeber das Spiel zum Ende der ersten Halbzeit erneut drehen und mit einem 14:12 in die Halbzeit gehen.

Auch in der zweiten Halbzeit bekam die Mannschaft keinen richtigen Zugriff. So erhöhten die Gastgeber langsam ihren Vorsprung. Von 16:15 über 19:15 und 22:18 zogen die Spieler aus Neuhaus schließlich auf 24:18 davon. Dann wechselte Sandhasen-Coach Bolte seine Taktik und stellte auf eine offensive 3:3-Abwehr um: “Wir haben den kompletten Rückraum von Neuhaus in Manndeckung genommen. Da hat Neuhaus dann richtig Probleme bekommen”, so Bolte.

In den folgenden Minuten holten die Sandhasen den Rückstand langsam auf. Über 26:22, 26:24 schafften die Sandhasen eine Minute vor Spielende den Ausgleich zum 27:27. “Man spürte, wie plötzlich ein positiver Ruck durch das Team ging und die Emotionen positiv kochten”, freut sich der Coach. Nach 60 Minuten Spielzeit standen dann zweimal fünf Minuten Verlängerung auf dem Programm.

“Wir wussten, dass wir auch die Verlängerung gewinnen werden”, beschreibt Bolte die Situation. Gemeinsam habe sich die Mannschaft dazu entschieden, die offensive Deckung beizubehalten. “Damit haben wir auf die richtige Karte gesetzt und das Spiel als Team gewonnen”, so Bolte. Auch wenn die Gastgeber zunächst wieder in Führung gingen, schafften die Sandhasen in der 68. Spielminute das vorentscheidende 29:31.

“Dieses Spiel war sehr wichtig für unser junges Team”, erklärt Bolte und ergänzt: “Davon werden wir in Zukunft sicherlich noch profitieren.” Das Final4-Wochenende mit Halbfinale und Finale findet am 25. und 26. Mai 2024 statt. Der Austragungsort steht noch nicht fest. “Ich bin stolz auf das gesamte Team”, so Bolte zum Abschluss.

Fotoquelle: SG Sandhasen-Augustdorf-Hövelhof 

Landrat Dr. Axel Lehmann und Kreissportbund (KSB)-Präsident Friedhelm Böger besiegeln mit ihren Unterschriften eine Zusammenarbeit für die kommenden fünf Jahre. Der Kreis Lippe bleibt auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner und Förderer für den KSB. Mit der Unterzeichnung bleiben die Fördermittel auf fünf Jahre stabil bei 135.000 Euro jährlich. In zehn Handlungsfeldern bündeln Kreis und KSB auf 30 Seiten die wichtigsten Aufgaben im Sport in Lippe.

Der Pakt umfasst beispielsweise Unterstützung der Sportvereine bei Digitalisierung und Ehrenamt oder auch die Gesundheitsförderung im Breitensport. Weitere Themen sind auch die Förderung von Leistungssport und Bewegung für Kinder und Jugendliche. Ebenfalls umfasst der Pakt die Präventionsarbeit zur Vorbeugung von Gewalt im Sport und Handlungsfelder, um Integration und Vielfalt im Sport zu stärken.

„Das Besondere an unserem Lippischen Pakt ist, dass er in enger Zusammenarbeit mit der Sportförderung des Kreises und dem KSB entstanden ist und viel mehr als ein Vertrag über die Zusammenarbeit repräsentiert. Er stellt eine Themenübersicht mit Zielen und Maßnahmen für anstehende Herausforderungen im Sport und der Gesellschaft dar“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.

Friedhelm Böger ergänzt: „Der ‚Pakt‘ spiegelt die gesamte Arbeit des KSB Lippe und auch der Sportförderung wider. Eine Gesamtstrategie für den Sport in Lippe, die weit über eine Förderung hinausgeht. Im Pakt sind alle Themen und die zugehörigen Mittel, wie die des Landessportbundes NRW oder Mitgliedsbeiträge, enthalten. Es ist wichtig eine gemeinsame langfristige Strategie mit Zielen und Maßnahmen für den Sport in Lippe zu haben. Danke an alle, die daran mitgewirkt haben und auch das Vertrauen und die Anerkennung durch den Kreis Lippe.“

Die Sportförderung des Kreises ist gut aufgestellt und unterstützt Sportvereine, Landesleistungsstützpunkte sowie Schulen und Kitas. Konkrete Projekte, die der KSB und die Sportförderung bereits umgesetzt haben, sind beispielsweise die Bewegungsförderung „Fiete Fuchs“ in Kitas, der Fachtag für den Schulsport, die „Übungsleiter:innen-Messe“ sowie die Netzwerktreffen im Bereich Prävention von sexualisierter und interpersoneller Gewalt im Sport. 

Foto: Kreis Lippe

Das Detmolder Zentrenmanagement verläuft sehr erfolgreich. Das Land erneuert seine Förderzusage.

Detmold(PM). Das Programm „In Zukunft Innenstadt Detmold“ wird verlängert. Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Zuschlag für eine weitere Förderung einer zukunftsfähigen City gegeben. Damit kann die Arbeit des Zentrenmanagements fortgesetzt werden, die zu der im Landesvergleich äußerst niedrigen Detmolder Leerstandsquote geführt hat.

Aktuell sind in der Detmolder Innenstadt elf Ladenlokale für eine Neunutzung verfügbar. Das entspricht einer Leerstandsquote von elf Prozent. Im Landesdurchschnitt liegt diese Quote bei 38 Prozent. In den vergangenen zwei Jahren sind insgesamt 40 Läden neu vermietet worden, 90 Prozent der Neugründung waren im Markt erfolgreich. Für die Innenstadtförderung stand eine Fördersumme in Höhe von 415.000 Euro zur Verfügung, 406.000 Euro wurden in Zuschüsse für neue Ladennutzungen und flankierende Maßnahmen investiert. Auch das ist im Vergleich ein Spitzenwert in NRW.

Diese Zahlen berichteten Gilde-Geschäftsführer Thorsten Brinkmann und Citymanagerin Ulrike Levri am Montag, 27. November, dem Haupt- und Finanzausschuss. Die Gilde-Wirtschaftsförderung kümmert sich um die Innenstadtvermarktung, Carina Fobbe bildet als dritte im Team „In Zukunft Innenstadt“ das Bindeglied zur Verwaltung.

Die Arbeit für die Zukunft der Innenstadt kann in den nächsten drei Jahren fortgesetzt werden. Ein neuer Förderbescheid in Höhe von rund 540.000 Euro liegt bei der Stadt vor. Inklusive Eigenmittel der Stadt können von 2024 bis Ende 2026 insgesamt Maßnahmen für 900.000 Euro angestoßen werden. Rund 677.000 Euro hält die Stadt Detmold für den „Verfügungsfonds Anmietung“ bereit. Daraus können Gewerbetreibende für die Anmietung ihres Ladenlokals einen Zuschuss erhalten. Das Modell sieht vor, dass die Vermieter auf mindestens 30 Prozent ihrer letzten Kaltmiete verzichten, die Mietenden mindestens 40 Prozent der Alt-Kaltmiete zahlen und die Stadt den Rest hinzugibt. Von diesem städtischen Anteil übernimmt das Land wiederum 60 Prozent. Genutzt wird die Summe für die Bezuschussung langfristiger Mietverträge, aber auch kurzfristiger „Pop-up-Stores“ mit denen neue Ideen auf ihre Marktfähigkeit hin getestet werden können. 24 Pop-up-Stores wurden zusätzlich zu den Vermietungen im Jahr 2023 realisiert. Unter anderem war die Polizei für eine Woche in einem Innenstadtlokal mit einer Aufklärungskampagne präsent, auch die Detmolder Design Woche nutzte diese Möglichkeiten, daneben ergriffen zahlreiche kleine Handelsunternehmungen die Chance.

Ziel der neuen Runde für „In Zukunft Innenstadt“ wird es laut Gilde-Geschäftsführer Thorsten Brinkmann sein, die multifunktionale Nutzung der Innenstadt auszubauen. Damit ist gemeint, dass neben Handel und Gastronomie weiterhin auch Kreativwirtschaft, Gesundheitswirtschaft oder andere innenstadtnahe Gewerbeformen ins Auge gefasst werden – auch City-Repräsentanzen für große Unternehmen nach dem Vorbild der Weidmüller-Welt gehören zum Förderportfolio.

Rund 113.000 Euro werden in den nächsten drei Jahren für die Unterstützung der Gewerbetreibenden mit Informationen und die Kommunikation nach außen zur Verfügung stehen. Unter anderem soll die Reihe „Frühstart“ mit Impulsvorträgen für Handel und Gewerbe fortgesetzt werden. Weitere 100.000 Euro können für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt angewendet werden. Dazu gehören zum Beispiel Beleuchtung, Begrünung, Spielangebote oder Street-Art-Aktionen.

Das Team HandbALL unterlag am Samstagabend beim GSV Eintracht Baunatal mit 29:32. „Ich glaube, das Spiel war knapper, als es das Ergebnis am Ende aussagt“, so Trainer Matthias Struck nach der Partie bei den Nordhessen. Erst in den Schlussminuten bogen die Gastgeber auf die Siegerstraße ein, zuvor war die Partie beinahe komplett ausgeglichen. „Unterm Strich sind es Kleinigkeiten gewesen, aber es war dennoch ein gutes Spiel“, ergänzte der Trainer der Lipper. „Das ist wichtig für die Jungs, wir haben eine sehr junge Mannschaft, da geht es um Entwicklung und auch aus dieser Partie können die Jungs wieder viel Gutes mitnehmen.“

Es ging immer wieder hin und her in der Baunataler Rundsporthalle. Das Team HandbALL legte zunächst vor, dann übernahm der GSV die Rolle des Führenden, aber beim 13:11 zogen die Lipperländer den Vorsprung wieder auf ihre Seite. Kurz vor der Pause konnte dann wieder die Eintracht vorlegen. „Wir haben ein hart umkämpftes Spiel gesehen, auf beiden Seiten wurde viel in die Deckung investiert, die Jungs haben geackert und gekämpft, das war auch zu erwarten“, bilanzierte Matthias Struck nach der Partie.

„Wir waren sehr gut eingestellt, die Jungs haben sehr gute Ansätze in der Abwehr gezeigt, um den wurfgewaltigen Rückraum von Baunatal ein wenig einzuschränken“, so Struck weiter. „In der ersten Halbzeit haben wir uns im Innenblock etwas zu sehr geöffnet, sodass wir zu viele Pässe an den Kreis kassiert haben, wobei sich aber die Ausbeute an Toren noch im Rahmen hielt. Da wollten wir ein bisschen dran drehen in der zweiten Halbzeit“, in die es mit einem knappen 14:16 aus der Sicht vom Team HandbALL ging.

In die zweite Halbzeit starteten die Gäste gut und bogen mit einem 8:3-Lauf das Spiel wieder um. Das 22:19 erzielte Ralfs Geislers in der 42. Spielminute. Allerdings schafften es die Hessen auch wieder, das Spiel abermals zu drehen. In die Crunchtime ging es mit einem 27:27, das Spiel war fünf Minuten vor dem Ende völlig offen und beide Teams hatten die Chance, zu punkten. Schlussendlich hatte aber der GSV Eintracht Baunatal am Ende den längeren Atem und sicherte sich beide Zähler.

„Unterm Strich war der Knackpunkt, dass wir nicht so richtig ins Tempospiel gekommen sind und dass wir uns zweimal, dreimal, wo wir wirklich sehr gute Chancen rausgespielt haben und frei durch waren, uns nicht mit dem Tor belohnt haben“, so der THL-Coach der Partie. „Das klappte bei Baunatal besser und sie hatten dann vielleicht etwas mehr Energie zum Schluss, eben wahrscheinlich deshalb, weil ihnen die Tore leichter von der Hand gegangen sind.“ Nach 60 Minuten musste das Team HandbALL in die Niederlage einwilligen, die jedoch weniger deutlich als die drei Tore Abstand war. „Glückwunsch an Baunatal, es war von beiden Teams eine gute Leistung.“

Am kommenden Wochenende ist die zweite Eintracht in der Staffel Nord-West zu Gast in der Augustdorfer wineo-ARENA. Hildesheim stellt sich am Samstag vor. „Wir haben ein paar Dinge, an denen wir drehen müssen, damit wir dann nächste Woche einfach wieder einen Schritt weiter sind“, blickt Struck kurz auf die kommende Woche voraus. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, viele Jungs spielen ihr erstes Senioren-Jahr. Sie machen es gut, aber es ist schade, dass wir uns an der ein oder anderen Stelle nicht schon mit mehr Punkten belohnt haben.“

Team HandbALL: Kleinschmidt, Goldbecker; Runge 5, ter Duis, Hasenkamp, Puls, Tomashevskyi, Bakker 1, Bilanzola 5, Geislers 6, Hansen 10/6, Micheely 2, Hollstein.

Das Thema Bildung bewegt uns als CDU nicht erst seit gestern und steht weiterhin im Fokus der Augustdorfer CDU. Wir beobachten auch aus Gesprächen heraus die schwierigen und unterschiedlichen Situationen im Bildungsbereich an fast allen Schulen in Augustdorf. Ganz besonders jedoch an der „Grundschule in der Senne“. Daher haben wir die Bildungsministerin Frau Dorothee Feller in einem Brief die Situation geschildert und zu einem Besuch eingeladen. Dieser findet nun am 01. Februar 2024 statt.

Aber warum ist das so?
Ein Blick in die Statistik zeigt uns erst einmal ein nüchternes Zahlenwerk, in dem jedoch einiges an Herausforderungen steckt: Mittlerweile zählen wir ca. 10700 Einwohner. Unter ihnen auch ca. 160 Menschen aus der Ukraine nach § 24 Abs. 1 AufenthG. Mit Hilfe der vielen Spätaussiedlerfamilien in Augustdorf, haben viele Ukrainer Wohnungen gefunden oder wurden in Unterkünften der Gemeinde recht dezentral verteilt im Dorf untergebracht.
Hinzu kommen seit einiger Zeit ca. 974 EU-Ausländer (darin sind die Ukrainer enthalten), deren Bevölkerungsanteil bei ca. 9,40 % liegt . Weiterhin haben wir ca. 804 nicht EU-Ausländer in der Gemeinde. Deren Bevölkerungsanteil liegt bei 7,76 % Alle Ausländer zusammen ergeben die stolze Zahl von ca. 1778 Mitmenschen und somit einen Bevölkerungsanteil von ca. 17,15 %. Damit haben wir in Lippe den Spitzenwert.
Das alles hat auch wegen des hohen Anteiles an Kindern, teils erhebliche Auswirkungen auf den schulischen Betrieb. Teils fehlende oder nur sehr unzureichende Sprachkenntnisse, unregelmäßiger Schulbesuch oder stark ausgelastet Klassen gehen zu Lasten der Bildung aller Kinder, gerade in den Grundschulen. Nicht zu vergessen die täglichen Herausforderungen in der Unterrichtsgestaltung für die Lehrerinnen / Lehrer sowie die Schulleitungen, um nur einige zu benennen. Vom begleitenden Thema Inklusion ganz zu schweigen.
Aber wir werden auch darauf hinweisen, dass wir nur einen Schulsozialarbeiter für alle Schulen haben, und dass wir hier aufgrund der schlechten Haushaltslage auf Unterstützung angewiesen sind. Das Problem der bereits mehr als ausgelasteten OGS Gruppen gerade an der Grundschule in der Senne und den daraus resultierenden Mehrbedarf an einer weiteren Gruppe, deren Finanzierung durch den Gemeindehaushalt aktuell nicht realisierbar ist, werden wir ansprechen.


All das und noch mehr hat uns bewogen die Bildungsministern Dorothee Feller in einem Brief auf die besondere Situation in unserer Gemeinde und somit den Schulen hinzuweisen und sie einzuladen. Es dauerte keinen Tag, bis die Zusage erfolgte und so wird sie dann am 1. Februar in der Grundschule in der Senne erwartet.


Um einen umfassenden Einblick in die Lage vor Ort zu gewinnen, haben wir der Bildungsministerin vorgeschlagen, in einer Gesprächsrunde mit allen Schulleitungen, einer Vertretung der Kindergärten, dem Schulsozialarbeiter, der örtlichen Polizei und der Verwaltung ins Gespräch zu gehen. Wir sind zuversichtlich, dass dieser Austausch dazu beitragen wird, gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten, um die Bildungssituation an unseren Schulen zum Wohle unser Schulen etwas zu entspannen.