Ab dem 02.06.2025 können Bürger und Bürgerinnen, die ein Ausweisdokument beantragen, im Meldeamt der Gemeinde Augustdorf mit moderner Technik das Lichtbild aufnehmen lassen.
Lassen Sie Ihr biometrisches Lichtbild direkt in der Behörde aufnehmen
Ab dem 02. Juni 2025 wird das Antragsverfahren für Personalausweise und Reisepässe auch in unserer Kommune vereinfacht und digitalisiert. Lichtbilder können Sie direkt in der Behörde anfertigen lassen. Dieser Service kostet zusätzlich zur Dokumentengebühr lediglich 6,00 Euro.
Alternativ können Bürger und Bürgerinnen auch weiterhin Lichtbilder bei zertifizierten Fotostudios und Drogeriemärkten anfertigen lassen. Die Übermittlung des digitalen Lichtbildes erfolgt über ein vom Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziertes, gesichertes Cloudverfahren. Sie erhalten vom Fotodienstleister einen QR-Code als Ausdruck, den sie im Bürgerbüro vorlegen. Über diesen Code wird das Foto direkt aus der Cloud abgerufen.
Papierbasierte Passbilder dürfen für die Dokumentenbeantragung nicht mehr akzeptiert werden.
Technische Systeme zur Lichtbildaufnahme
Ab dem 02. Juni steht im Wartebereich vor den Jobcenter Büros das neue Erfassungssystem PointID® bereit. Es ermöglicht die digitale Aufnahme von Gesichtsbild und Unterschrift – ganz ohne Medienbrüche. Das heißt: Lichtbilder werden nicht mehr auf Fotopapier ausgedruckt und anschließend wieder eingescannt. Die Beantragung hoheitlicher Ausweisdokumente verläuft künftig vollständig digital.
Bürgerinnen und Bürger können während der Wartezeit selbstständig ihr Gesichtsbild und Unterschrift erfassen. Die Daten werden dann bei der Antragstellung direkt von unseren Mitarbeitenden abgerufen.
Wir empfehlen bei Kindern im Alter 0-6 Jahren die Fotos direkt beim Fotodienstleister zu fertigen.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Rathaus_2.png8041208sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-06-03 09:56:382025-06-03 09:56:42 Neue Aufnahmesysteme zur digitalen Lichtbildaufnahme im Meldeamt Augustdorf verfügbar
Sicherungskompanie der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ wird aufgestellt
Die Panzerbrigade 21 ist im Umbruch – das ist kein Geheimnis. Die regelmäßigen Verlegungen der Lipperland-Brigade auf ihren GTK Boxer zu Ausbildungen im In- und Ausland sind Beweis der hohen Einsatzbereitschaft. Doch die Transformation ist längst nicht beendet: Jetzt bekommt die Brigade in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf mit der Sicherungskompanie 21 eine neue militärische Einheit und die existierende Stabs- und Fernmeldekompanie der Panzerbrigade 21 eine Schwesterkompanie.
Die Stabs- und Fernmeldekompanie der Panzerbrigade 21 gibt es seit mittlerweile zehn Jahren. Ihr Auftrag leitet sich bereits vom Namen ab: Die Führungsfähigkeit des Brigadestabes auf den jeweiligen Gefechtsständen im Gefecht sicherstellen. Darüber hinaus versorgt sie den Brigadestab mit Wasser, Munition und Co. Dazu besitzt die militärische Einheit hochqualifiziertes IT und Logistikpersonal. „Jeder hier ist ein wertvoller Spezialist auf seinem Gebiet. Jede einzelne Fähigkeit ist unabdingbar für den erfolgreichen Betrieb der Gefechtsstände“ so Major Kai, Chef der Kompanie. Doch der beste Spezialist nützt nichts, wenn die militärische Wirkstätte des Experten nicht geschützt wird. Hierzu wird die neue Sicherungskompanie 21 aufgestellt.
Sicherungskräfte: Mehr als nur der Kampf zu Fuß
Als Spiegelbild zur bereits existierenden Stabs- und Fernmeldekompanie wird sie sich gänzlich auf Aspekte des Kampfes fokussieren und IT und Logistik außer Acht lassen – dies jedoch mit einer Besonderheit, denn die Sicherungskompanie wird nicht aus aktiven Soldatinnen und Soldaten gebildet. Vielmehr bietet sie eine militärische Heimat für mehr als 100 Reservisten. Diese motivierten Reservistinnen und Reservisten zu finden ist zurzeit die Aufgabe von Major Kai und seiner Stabs- und Fernmeldekompanie. „Die Dienstposten müssen jetzt mit einsatzbereitem Personal befüllt werden. Hier gibt es einmalige Chancen, sich beim Aufbau von etwas ganz Neuem einzubringen“, sagt der 36-Jährige.
Das ist so bereits eine Herausforderung, in Zeiten einer überall gefragten starken Reserve noch mehr. Doch in Augustdorf sind Militär und Gesellschaft eng verflochten. „Wir setzen gezielt auf den regionalen Bezug, um der Vereinbarkeit von zivilen Arbeitgebern, Familie und Reservedienstleistung Rechnung zu tragen. Die Resonanz die wir erhalten ist beindruckend, viele melden sich freiwillig, auch weil viele schon hier in Augustdorf gedient haben.“ Die gute Erinnerung an den eigenen Wehrdienst, der meist schon Jahrzehnte zurückliegt, sei sinnstiftend für die Bewerberinnen und Bewerber.
Dennoch steht die Sicherungskompanie 21 erst am Anfang und mehrere Stellen sind noch offen. Insbesondere die Posten für das Schlüsselpersonal, wie Zug- und Gruppenführer, sind noch zu besetzen. Mitmachen kann jeder: Vom normalen Sicherungssoldaten bis hin zu Führungspersonal.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/250602_MIAR_Beginn-Kompanieuebung_Till-Hey-67-scaled.jpg17072560sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-06-02 16:01:562025-06-02 16:02:00Truppengröße wächst an
Am Montag, 26. Mai 2025, findet um 14.30 Uhr wieder die Vorlesestunde in der Gemeindebücherei Augustdorf in Kooperation mit dem Ev. FamZ Kita Regenbogen und Jona und der DRK-Kita, Haustenbecker Straße 2, statt. Dazu möchten wir alle Kinder, Erwachsenen und Erzieher herzlich einladen.
Es wird aus dem Buch„Pfui Spucke Lama“ von Katalina Brause und Carola Steverding vorgelesen. Eine liebevolle Geschichte über Vorurteile und eine ganz besondere Freundschaft. (für Kinder ab 3 Jahren) Wir freuen uns über jeden kleinen und großen Besucher!
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/vorlese-opa.png22222295sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-05-22 03:00:002025-05-21 12:55:41Vorlesestunde in der Bücherei
Die Geschichte zum Kunstwerk in der Dorotheenstraße erzählt Klaus Mai
Mal ehrlich, das geht vielen meiner Altersgenossinnen und -genossen ähnlich: Das Gedächtnis macht manchmal den Eindruck eines Schweizer Käses, voll von Lücken und Löchern. Trotzdem ist es erstaunlich, was da alles noch vorhanden ist. Vom Heimatkunde-Unterricht der Volksschule vor fast 80 Jahren erinnere ich mich sehr intensiv an die Eroberung der Heidelandschaft durch die ersten Menschen in Augustdorf. Dramatisch wurde uns dargestellt, wie die Siedler den Boden urbar gemacht haben, welche Mühe sie aufbringen mussten, um die damals noch wesentlich widerstandsfähigere Heide zu entfernen.
Viel später wurde dem Heimatverein von Reinhard Strohdiek die Arbeit mit der Plaggenhaue (in dörener Platt: Plaggensiebet) demonstriert. Eine Schufterei, die so fest mit der Geschichte Augustdorfs verbunden ist, dass dieses Werkzeug zu Recht im Wappen der Gemeinde einen zentralen Platz hat. Ich bin froh und dankbar, dass unser Leben heute frei ist von solcher Plackerei und der Knechtschaft, die vor 250 Jahren auf die Arbeit noch drauf kam.
Aber mir geht dieser Heidebauer mit seiner Plaggenhaue nicht aus dem Kopf. Und deswegen haben wir uns ein Abbild davon aus Stahl lasern lassen. Bodo Diekmann hat dazu Modell gestanden und Johannes Hölscher hat die grafische Vorlage dazu geliefert. Jetzt steht er in unserem Garten. Fest verankert erinnert er an diese Zeit.
Klaus Mai
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Sennebauer-rost-Kopie-1.jpg14641104sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-05-21 10:07:512025-05-21 10:15:12Der Heidebauer mit dem Plaggensiebet
Zum 150jährigen Bestehen des Hermannsdenkmals hat der Künstler Hans Kordes eine besondere Aktion ins Leben gerufen. Seinen 150. Geburtstag feiert in diesem Jahr das Hermannsdenkmal. Zu diesem besonderen Jubiläum hat der Künstler Hans Kordes 16 identische Skulpturen hergestellt, um sie in jeder lippischen Kommune des Kreises Lippe aufzustellen. Bürgermeister Thomas Katzer freut sich, dass der Jubiläums-Hermann einen repräsentativen Platz vor dem Rathaus bekommen hat. Die Statue misst stattliche 3,92 Meter, was nach Recherche des Künstlers 150 preußischen Zoll entspricht. Die Nieten des Schildes sind als 16 lippische Rosen für die 16 lippischen Kommunen dargestellt. Bis zum Ende des Jahres läuft das Projekt. Danach hat jede Stadt bzw. Gemeinde die Möglichkeit, ihren Hermann zu einem Festpreis von 1.500 EUR zu erwerben. Augustdorf plant aktuell, die Skulptur im Rahmen des jährlich stattfindenden Weihnachtsmarktes zugunsten eines örtlichen sozialen, kulturellen oder gemeinnützigen Projektes zu versteigern.
Und das Beste zum Schluss: Das Hermannsdenkmal wurde damals zum 100jährigen Bestehen der Gemeinde Augustdorf aufgestellt. Nur, dass das historisch leider nicht belegt werden kann – na, wer hätte das gedacht? Vielleicht war es ja auch nur ein sehr gut gehütetes Geheimnis, das jetzt endlich gelüftet wird!
Auf jeden Fall feiert die Kommune in diesem Jahr somit zwei besondere Jubiläen: 150 Jahre Hermann und 250 Jahre Augustdorf.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Foto-3.jpg17921717sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-05-20 13:21:262025-05-20 14:03:19Jetzt hat Augustdorf auch einen eigenen Hermann
Ein musikalisches Abenteuer für Kinder von 4–8 Jahren
Am 25. und 26.05. stehen die nächsten beiden Konzerte der neuen Hochschulreihe „Happy New Ears!“ an: „Ronjas Spurensuche – Von Waldgeschichten und Zauberklängen“ ist ein interaktives Kinderkonzert für junge Musikfans zwischen vier und acht Jahren. Gemeinsam mit Ronja und Maria tauchen die Kinder in eine klangvolle Fantasiewelt ein. Sie erleben die geheimnisvolle Atmosphäre des Waldes und begegnen musikalischen Herausforderungen. Der erste Termin findet um 11.00 Uhr als Familienkonzert statt. Die zweite Veranstaltung erfolgt als Gruppentermin für Kitas.
Das Konzert lebt von Improvisationen und Volksliedern, wie „Komm, wir gehen durch den Wald“ oder „Die Bäume, sie wiegen im Wind“. Auch das kindgerechte Lied „Ein Held“ von Friedrich Ströhmer, das als Lied der Konzertsaison 2024/25 ausgewählt wurde, wird zu hören sein. Ungewöhnliche Instrumente und kreative Spieltechniken regen die Fantasie der Zuhörenden an.
Die Idee und das Konzept zu „Ronjas Spurensuche“ stammen von Nicole Geraldine Kennedy Lopez, die an der Hochschule für Musik Detmold Instrumentalpädagogik mit Hauptfach Klavier im Bachelor studiert. Im Rahmen ihres Wahlfachs Musikvermittlung entwickelte sie gemeinsam mit Ana María Pinilla Patiño und unter der künstlerischen Leitung von Claudia Runde und Birgit Kronshage ein Konzertformat, das Kinder auf fantasievolle Weise an Musik und gemeinschaftliches Erleben durch die Geschichte führt. Ana María Pinilla Patiño studiert im Masterstudiengang Elementare Musikpädagogik (EMP) mit Hauptfach Gesang. Gemeinsam mit weiteren Studierenden wie Maria Vlachodimou (Klavier), Nami Moritz (Geige), Emese Héty (Flöte) gestalten sie das Konzert lebendig und kindgerecht.
Tickets kosten 6 Euro pro Person und sind im Vorverkauf bei der Touristinformation am Marktplatz, online über hochschule-detmold.reservix.de sowie an der Tageskasse am Veranstaltungsort erhältlich.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/f3ff7ccd-2d5b-d0e3-7ebb-d9785f1b25cd.jpg1354965sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-05-20 13:18:272025-05-20 13:18:29„Ronjas Spurensuche – Von Waldgeschichten und Zauberklängen“
Litauische Delegation erhält Einblick in Bundeswehrstandort Augustdorf
Augustdorf – 19. Mai 2025. Am letzten Mittwoch besuchte eine hochrangige Delegation aus Litauen die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf. Angeführt wurde sie von der stellvertretenden litauischen Verteidigungsministerin Orijana Mašalė, begleitet vom litauischen Botschafter in Deutschland, Giedrius Puodžiūnas, sowie dem Militärattaché der Republik Litauen und Beratern.
Empfangen wurde die Delegation durch einen Vertreter der Panzerbrigade 21 „Lipperland“. Im Rahmen eines mehrstündigen Rundgangs erhielten die Gäste umfassende Einblicke in die Infrastruktur einer der modernsten und größten Kasernen der Bundeswehr. Besichtigt wurden unter anderem Büroarbeitsplätze für Bataillonsstäbe und Anlagen der technischen Instandsetzung, Abstellflächen für Gefechtsfahrzeuge, sowie Unterkunfts-, Verpflegungs- und Freizeiteinrichtungen.
Ziel des Besuchs war es, deutsche Standards und bewährte Verfahren kennenzulernen, die für den Aufbau der Kasernen der künftig in Litauen angesiedelten Panzerbrigade 45 relevant sind. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die laufende Planung und Umsetzung der dauerhaften Stationierung deutscher Kräfte ein. Aus Augustdorf wird das Panzerbataillon 203 nach Litauen entsandt und dauerhaft stationiert werden.
„Ein leistungsfähiger Standort ist Grundvoraussetzung für Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit“, erklärt Hauptmann Till Hey, Presseoffizier des Standortältesten Augustdorf. „Wir freuen uns, dass Erfahrungen aus dem Bundeswehrstandort Augustdorf einen konkreten Beitrag zur Realisierung der NATO-Verpflichtungen in Litauen leisten können.“ Seit 20 Jahren wird die Infrastruktur in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne kontinuierlich modernisiert und verbessert. Dieses stete Bemühen ist heute sicht- und spürbar: Die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne gilt als eine der modernsten und größten Bundeswehrliegenschaften Deutschlands.
Das Gesundheitszentrum Oerlinghausen lädt am Donnerstag, 22. Mai, zu dem Vortrag „Pflege eines Angehörigen – Schutz vor eigener Überlastung“ in seine Räumlichkeiten in der Detmolder Straße 8 ein. Beginn ist um 10 Uhr.
Die Pflege von Angehörigen stellt im Alltag eine große Herausforderung dar. Nicht selten sind die Pflegenden rund um die Uhr eingespannt, ihr Tagesablauf wird von der Pflege bestimmt. In dieser Situation ist es wichtig, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und sich Freiräume zu schaffen. Nur wer auch an sich denkt, kann langfristig unterstützend tätig sein. Psychologin Katja Pohlheim und das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe im Kreis Lippe referieren über Möglichkeiten, sich im Alltag zu entlasten und diese herausfordernde Situation zu meistern.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/Gesundheitszentrum_Oerlinghausen-338117cc-6e4e3d30@1180w2x.webp7871180sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-05-19 21:12:222025-05-19 21:12:22Pflege eines Angehörigen – Schutz vor eigener Überlastung
…am Internationalen Museumstag im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). Am Sonntag (18.5.) lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ein, das LWL-Freilichtmuseum Detmold bei freiem Eintritt zu besuchen. Anlässlich des internationalen Museumstags erwartet die Besuchenden ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Einblicken in Geschichte, Handwerk und Alltagskultur in Westfalen-Lippe.
Um 11 Uhr findet eine von einer Gebärdensprachen-Dolmeterscherin begleitete Führung durch das Museum statt. Los geht es am Museumseingang, eine Anmeldung ist bis Samstag (17.5.) erforderlich.
Was würden Tiere wohl erzählen, wenn sie sprechen könnten? Einblicke in die „Gedankenwelt“ von Hühnern, Pferden, Ziegen oder Kühen erhalten Besucher:innen zwischen 11 und 17 Uhr beim Erzählerlebnis mit Elke Dießner und Lothar Schröer von der Erderaner Erzähldeele.
Einem Gartenklassiker widmet sich die Vorführung „Holunder – ein magischer Strauch“ im Lauschhaus von 11 bis 16 Uhr. Dabei spüren die Teilnehmer:innen den Mythen, Märchen und Geschichten nach, die sich um den Holunder ranken. Außerdem erfahren sie einiges über seine vielfältige Wirkung und je nach Doldenentwicklung außerdem etwas über die Zubereitung von Holunder.
Im Haus Stöcker findet um 14 Uhr die Führung „Haus Stöcker: Eine Reise in die 60er Jahre“ statt. Das Haus im Siegerländer Weiler zeigt das ländliche Leben der späten 1950er und frühen 1960er Jahre. Darüber hinaus erhalten Besucher:innen Einblicke in das Leben im Spannungsfeld zwischen Modernität und rückständigen Strukturen. Für diese Führung ist eine Anmeldung bis Samstag (17.5.) erforderlich.
Für alle Fotobegeisterten findet von 14 bis 17 Uhr im Haus Schwenger im Paderborner Dorf ein „Foto-Workshop für Einsteiger“ statt. Dabei wird erläutert, wie genau eine Kamera funktioniert und welche Einstellungen welches Motiv optimal zur Geltung bringen. Im Anschluss setzen die Teilnehmer:innen die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam in die Praxis um. Eine Anmeldung ist bis Donnerstag (15.5.) nötig, der Workshop kostet 40 Euro.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/dsf3838.jpg__0x1036_q90_subject_location-21281429_subsampling-2_upscale.jpg10361548sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-05-17 06:59:432025-05-17 06:59:44Freier Eintritt und ein vielseitiges Programm
Rotenburg (Wümme) – Nach rund drei Wochen intensiver Gefechtsübung sind die letzten Kräfte der Panzerbrigade 21 aus Finnland zurückgekehrt. In der Nähe der Stadt Tampere fand die multinationale Übung Mighty Arrow statt. Fünf Nationen, rund 2.700 Soldatinnen und Soldaten sowie ein breites Spektrum an Gefechtsfahrzeugen – vom Radpanzer über Kampfpanzer bis zum Hubschrauber – trainierten Seite an Seite. Mitten im Verband: Eine Kompanie des Jägerbataillons 91 auf GTK Boxer. Das Ergebnis: Mittlere Kräfte funktionieren – auch in Finnland.
Die Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillon 91 sind wegen der grün-braunen Tarnung im Gesicht kaum zu erkennen, doch die Anstrengung der letzten Tage können sie dennoch nicht verstecken: Müdigkeit unter den Augen, gereizte Haut durch kalte Fahrtluft, Spuren der eisigen Frühlingsnächte im Gesicht. Es ist 6 Uhr morgens, der Himmel gefühlt nie dunkel gewesen. Das Thermometer zeigt Minusgrade an, manchmal sogar bis in die Mittagsstunden. „Kämpfen in Finnland bedeutet auch, die eigene Körperwärme zu erhalten. Dafür sind wir mit moderner modularer Bekleidung ausgerüstet“, erklärt Hauptmann Till Hey, Presseoffizier der Panzerbrigade 21. Während die Finnen ihre beheizten Winterkampf-Zelte für die Nächte nutzen, schläft die Kompanie seit fünf Tagen unter freien Himmel im finnischen Wald. Heute steht ein Angriff bevor: Deutsche GTK Boxer gegen finnische und estnische Kampf- und Schützenpanzer und britische Aufklärer. Ein realistischer Härtetest für das Konzept der mittleren Kräfte.
Doch die Deutschen kämpfen nicht allein, sie sind eingebettet in einen NATO-Kampfverband unter finnischer Führung mit Kampfpanzern aus Finnland und litauischen Schützenpanzern. Den Angriffsbefehl an seine Kompanie hat Kompaniechef Hauptmann Michael P. bereits gegeben, in Kürze startet die Operation auf das feindbesetzte Gebiet im Norden.
Neuer NATO-Partner Finnland: Erste Übung für die Panzerbrigade 21
Die Bundeswehr hat bereits häufig mit finnischen Kräften geübt. Für die Panzerbrigade 21 ist Mighty Arrow dennoch aus zwei Gründen eine Premiere: Es war die erste Übung mit dem neuen NATO-Partner Finnland und zugleich die erste Übung der mittleren Kräfte im hohen Norden.
Getreu der Einsatzgrundsätze wurde auf eigener Achse auf Land und See verlegt – ohne Zwischenfälle. Die Brigade ist routiniert, nicht zuletzt durch zahlreiche Übungen mit vorgeschalteter Verlegung nach Litauen im vergangenen Jahr. Ob Finnland oder Litauen: Die Panzerbrigade 21 verlegt schnell und zuverlässig entlang der gesamten NATO-Ostflanke. So erfolgreich der Marsch nach Finnland aber auch war, das richtige Übungsgefecht folgt erst noch – und das finnische Gelände ist besonders.
Einsatz moderner Drohnentechnologie
Der Angriff läuft. Die finnische Panzerkompanie identifiziert eine Sperre aus „Drachenzähnen“ – schwere Betonelemente, die den Vorstoß stoppen sollen. Die massiven Pyramiden müssen weggeräumt werden. Während die finnischen Kampfpanzer das offene
Gelände und die Hauptstraße überwachen, sitzen die mittleren Kräfte des Jägerbataillons 91 von ihrem GTK Boxer ab und kämpfen sich durch den Wald. Sie müssen vor die Sperre kommen und die finnischen Pioniere beim Räumen der Sperre sichern. Der GTK Boxer folgt der Truppe – seine schweren Maschinengewehre und Granatwerfer sind essenziell für den Kampf auf Distanz. „Unser GTK Boxer und alle zukünftigen Gefechtsfahrzeuge der Panzerbrigade 21 sind auf den abstandswirksamen Kampf ausgerichtet“, erklärt Hey. Mittlere Kräfte sind spezialisiert auf den Kampf auf weitere Entfernung. Dazu braucht es detaillierte Aufklärung zu feindlichen Aktivitäten, hierzu ist die Brigade mit einer Vielzahl von hochmodernen Drohnen ausgestattet. Eine davon lässt Hauptmann P. gerade aufsteigen – mit Wärmebildkamera zur Feindaufklärung im Vorfeld. Seine Kompanie informiert er über den Einsatz. „Der Drohneneinsatz ist fester Bestandteil unseres Gefechtsalltags. Unsere Soldatinnen und Soldaten sind sensibilisiert für die Bedrohung aus der Luft – das gläserne Gefechtsfeld ist Realität“, so Hey. Würde P. seine Soldatinnen und Soldaten nicht über die eigenen Drohnen informieren, würde innerhalb kürzester Zeit ein Feuergefecht auf das Fluggerät ausbrechen.
Wald, Moor, kaum Freifläche – das Gelände fordert taktische Flexibilität
Die Panzerbrigade 21 ist aufgrund ihrer robusten Fahrzeugpanzerung und des durchsetzungsfähigen Waffenmix bei gleichzeitig hoher Beweglichkeit ein wirksames Mittel zur ersten militärischen Krisenreaktion. Die Kampfweise der radbasierten Kräftekategorie wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland konzipiert und erprobt, in Litauen im letzten Jahr bestätigt und sollte nun in Finnland weiter gefestigt werden. Ausschlaggebend für das Kämpfen ist das Gelände, in dem Truppen agieren. Während man im heimischen Deutschland auf eine stete Mischung zwischen Waldgebieten, Freiflächen oder einem Mix von Beidem rechnen kann, dominieren in Finnland schwer passierbare Wälder und Moore. Befahrbare Freiflächen sind rar. Für die Besatzungen der GTK Boxer eine Herausforderung – aber zugleich Beweis für die Flexibilität ihrer Systeme. Anders als Kampfpanzer, die auf weite Entfernungen zum Einsatz ihrer 120 Millimeter Bordkanone angewiesen sind, agieren die mittleren Kräfte in Finnland im schnellen Wechsel auf- und abgesessen aus der Bewegung heraus. Statt durchgängig auf dem Fahrzeug zu verbleiben, kämpfen Soldatinnen und Soldaten und Fahrzeuge nun nebeneinander. Abgesessene Truppe vorne weg, Fahrzeuge folgen und überwachen bis zu mehrere hundert Meter weit entfernt aus der Tiefe.
Gemeinsam stark mit Finnland
Neben taktischer Flexibilität war auch die Zusammenarbeit mit den finnischen Streitkräften ein zentrales Übungsziel. Trotz Detailunterschieden in der Gefechtsführung wurde schnell klar: Es wird dieselbe Sprache gesprochen – taktisch wie wörtlich im NATO-Verbund. Der finnische Gefechtsverband wurde in englischer Sprache geführt. „Es ist wichtig, dass wir die Erkenntnis mitnehmen, dass multinationale Gefechtsverbände mit unseren finnischen Kameradinnen und Kameraden einsatzfähig und erfolgreich agieren können“, resümiert Hey. Insbesondere die reibungslose Verlegung sei ein Beweis für die operative Einsatzbereitschaft der Panzerbrigade 21.
Die Panzerbrigade 21 ist die erste Brigade des Deutschen Heeres, die der neuen Kräftekategorie „Mittlere Kräfte“ zugeordnet ist. Mit ihren radbeweglichen, hochmobilen Verbänden ist die Brigade zur raschen und weitreichenden Verlegung im gesamten europäischen Operationsraum der NATO befähigt. Durch hohe Mobilität, Feuerkraft und Panzerschutz ist der Großverband flexibel, vielseitig, schnell und effektiv einsetzbar.
Das Jägerbataillon 91, eines der drei Kampftruppenbataillone der Panzerbrigade 21, zeichnet sich durch seine schnelle Einsatzfähigkeit aus. Mit den Radpanzern des Typs GTK Boxer ist es besonders reichweitenstark und kann ohne lange Vorbereitungszeit reagieren. Durch seine hohe Mobilität bildet das Bataillon eine schlagkräftige Erstreaktion auf Krisen und Konflikte und schafft Zeit für die Verlegung schwerer Heereskräfte. Im Jahr 2024 wurde das Bataillon mehrfach an die NATO-Ostflanke in Litauen verlegt und leistete dort einen wichtigen Beitrag zur Abschreckung.
https://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/250507_Mighty-Arrow_Till-Hey-1-scaled.jpg17072560sreichmannhttps://unser-augustdorf.de/wp-content/uploads/unser_augustdorf_logo-web.pngsreichmann2025-05-17 06:56:502025-05-17 06:56:50 Panzerbrigade 21 „Lipperland“ auch im NATO-Norden einsatzbereit
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Die Panzerbrigade 21 ist im Umbruch – das ist kein Geheimnis. Die regelmäßigen Verlegungen der Lipperland-Brigade auf ihren GTK Boxer zu Ausbildungen im In- und Ausland sind Beweis der hohen Einsatzbereitschaft. Doch die Transformation ist längst nicht beendet: Jetzt bekommt die Brigade in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf mit der Sicherungskompanie 21 eine neue militärische Einheit und die existierende Stabs- und Fernmeldekompanie der Panzerbrigade 21 eine Schwesterkompanie.
Die Stabs- und Fernmeldekompanie der Panzerbrigade 21 gibt es seit mittlerweile zehn Jahren. Ihr Auftrag leitet sich bereits vom Namen ab: Die Führungsfähigkeit des Brigadestabes auf den jeweiligen Gefechtsständen im Gefecht sicherstellen. Darüber hinaus versorgt sie den Brigadestab mit Wasser, Munition und Co. Dazu besitzt die militärische Einheit hochqualifiziertes IT und Logistikpersonal. „Jeder hier ist ein wertvoller Spezialist auf seinem Gebiet. Jede einzelne Fähigkeit ist unabdingbar für den erfolgreichen Betrieb der Gefechtsstände“ so Major Kai, Chef der Kompanie. Doch der beste Spezialist nützt nichts, wenn die militärische Wirkstätte des Experten nicht geschützt wird. Hierzu wird die neue Sicherungskompanie 21 aufgestellt.
Sicherungskräfte: Mehr als nur der Kampf zu Fuß
Als Spiegelbild zur bereits existierenden Stabs- und Fernmeldekompanie wird sie sich gänzlich auf Aspekte des Kampfes fokussieren und IT und Logistik außer Acht lassen – dies jedoch mit einer Besonderheit, denn die Sicherungskompanie wird nicht aus aktiven Soldatinnen und Soldaten gebildet. Vielmehr bietet sie eine militärische Heimat für mehr als 100 Reservisten. Diese motivierten Reservistinnen und Reservisten zu finden ist zurzeit die Aufgabe von Major Kai und seiner Stabs- und Fernmeldekompanie. „Die Dienstposten müssen jetzt mit einsatzbereitem Personal befüllt werden. Hier gibt es einmalige Chancen, sich beim Aufbau von etwas ganz Neuem einzubringen“, sagt der 36-Jährige.
Das ist so bereits eine Herausforderung, in Zeiten einer überall gefragten starken Reserve noch mehr. Doch in Augustdorf sind Militär und Gesellschaft eng verflochten. „Wir setzen gezielt auf den regionalen Bezug, um der Vereinbarkeit von zivilen Arbeitgebern, Familie und Reservedienstleistung Rechnung zu tragen. Die Resonanz die wir erhalten ist beindruckend, viele melden sich freiwillig, auch weil viele schon hier in Augustdorf gedient haben.“ Die gute Erinnerung an den eigenen Wehrdienst, der meist schon Jahrzehnte zurückliegt, sei sinnstiftend für die Bewerberinnen und Bewerber.
Dennoch steht die Sicherungskompanie 21 erst am Anfang und mehrere Stellen sind noch offen. Insbesondere die Posten für das Schlüsselpersonal, wie Zug- und Gruppenführer, sind noch zu besetzen. Mitmachen kann jeder: Vom normalen Sicherungssoldaten bis hin zu Führungspersonal.
Vorlesestunde in der Bücherei
Am Montag, 26. Mai 2025, findet um 14.30 Uhr wieder die Vorlesestunde in der Gemeindebücherei Augustdorf in Kooperation mit dem Ev. FamZ Kita Regenbogen und Jona und der DRK-Kita, Haustenbecker Straße 2, statt.
Dazu möchten wir alle Kinder, Erwachsenen und Erzieher herzlich einladen.
Es wird aus dem Buch „Pfui Spucke Lama“ von Katalina Brause und Carola Steverding vorgelesen.
Eine liebevolle Geschichte über Vorurteile und eine ganz besondere Freundschaft. (für Kinder ab 3 Jahren)
Wir freuen uns über jeden kleinen und großen Besucher!
Der Heidebauer mit dem Plaggensiebet
Die Geschichte zum Kunstwerk in der Dorotheenstraße erzählt Klaus Mai
Mal ehrlich, das geht vielen meiner Altersgenossinnen und -genossen ähnlich: Das Gedächtnis macht manchmal den Eindruck eines Schweizer Käses, voll von Lücken und Löchern. Trotzdem ist es erstaunlich, was da alles noch vorhanden ist. Vom Heimatkunde-Unterricht der Volksschule vor fast 80 Jahren erinnere ich mich sehr intensiv an die Eroberung der Heidelandschaft durch die ersten Menschen in Augustdorf. Dramatisch wurde uns dargestellt, wie die Siedler den Boden urbar gemacht haben, welche Mühe sie aufbringen mussten, um die damals noch wesentlich widerstandsfähigere Heide zu entfernen.
Viel später wurde dem Heimatverein von Reinhard Strohdiek die Arbeit mit der Plaggenhaue (in dörener Platt: Plaggensiebet) demonstriert. Eine Schufterei, die so fest mit der Geschichte Augustdorfs verbunden ist, dass dieses Werkzeug zu Recht im Wappen der Gemeinde einen zentralen Platz hat. Ich bin froh und dankbar, dass unser Leben heute frei ist von solcher Plackerei und der Knechtschaft, die vor 250 Jahren auf die Arbeit noch drauf kam.
Aber mir geht dieser Heidebauer mit seiner Plaggenhaue nicht aus dem Kopf. Und deswegen haben wir uns ein Abbild davon aus Stahl lasern lassen. Bodo Diekmann hat dazu Modell gestanden und Johannes Hölscher hat die grafische Vorlage dazu geliefert. Jetzt steht er in unserem Garten. Fest verankert erinnert er an diese Zeit.
Klaus Mai
Jetzt hat Augustdorf auch einen eigenen Hermann
Zum 150jährigen Bestehen des Hermannsdenkmals hat der Künstler Hans Kordes eine besondere Aktion ins Leben
gerufen. Seinen 150. Geburtstag feiert in diesem Jahr das Hermannsdenkmal. Zu diesem besonderen Jubiläum hat der Künstler Hans Kordes 16 identische Skulpturen hergestellt, um sie in jeder lippischen Kommune des Kreises Lippe aufzustellen.
Bürgermeister Thomas Katzer freut sich, dass der Jubiläums-Hermann einen repräsentativen Platz vor dem Rathaus bekommen hat. Die Statue misst stattliche 3,92 Meter, was nach Recherche des Künstlers 150 preußischen Zoll entspricht. Die Nieten des Schildes sind als 16 lippische Rosen für die 16 lippischen Kommunen dargestellt. Bis zum Ende des Jahres läuft das Projekt. Danach hat jede Stadt bzw. Gemeinde die Möglichkeit, ihren Hermann zu einem Festpreis von 1.500 EUR zu erwerben. Augustdorf plant aktuell, die Skulptur im Rahmen des jährlich stattfindenden Weihnachtsmarktes zugunsten eines örtlichen sozialen, kulturellen oder gemeinnützigen Projektes zu versteigern.
Und das Beste zum Schluss: Das Hermannsdenkmal wurde damals zum 100jährigen Bestehen der Gemeinde Augustdorf aufgestellt. Nur, dass das historisch leider nicht belegt werden kann – na, wer hätte das gedacht? Vielleicht war es ja auch nur ein sehr gut gehütetes Geheimnis, das jetzt endlich gelüftet wird!
Auf jeden Fall feiert die Kommune in diesem Jahr somit zwei besondere Jubiläen:
150 Jahre Hermann und 250 Jahre Augustdorf.
„Ronjas Spurensuche – Von Waldgeschichten und Zauberklängen“
Ein musikalisches Abenteuer für Kinder von 4–8 Jahren
Am 25. und 26.05. stehen die nächsten beiden Konzerte der neuen Hochschulreihe „Happy New Ears!“ an: „Ronjas Spurensuche – Von Waldgeschichten und Zauberklängen“ ist ein interaktives Kinderkonzert für junge Musikfans zwischen vier und acht Jahren. Gemeinsam mit Ronja und Maria tauchen die Kinder in eine klangvolle Fantasiewelt ein. Sie erleben die geheimnisvolle Atmosphäre des Waldes und begegnen musikalischen Herausforderungen. Der erste Termin findet um 11.00 Uhr als Familienkonzert statt. Die zweite Veranstaltung erfolgt als Gruppentermin für Kitas.
Das Konzert lebt von Improvisationen und Volksliedern, wie „Komm, wir gehen durch den Wald“ oder „Die Bäume, sie wiegen im Wind“. Auch das kindgerechte Lied „Ein Held“ von Friedrich Ströhmer, das als Lied der Konzertsaison 2024/25 ausgewählt wurde, wird zu hören sein. Ungewöhnliche Instrumente und kreative Spieltechniken regen die Fantasie der Zuhörenden an.
Die Idee und das Konzept zu „Ronjas Spurensuche“ stammen von Nicole Geraldine Kennedy Lopez, die an der Hochschule für Musik Detmold Instrumentalpädagogik mit Hauptfach Klavier im Bachelor studiert. Im Rahmen ihres Wahlfachs Musikvermittlung entwickelte sie gemeinsam mit Ana María Pinilla Patiño und unter der künstlerischen Leitung von Claudia Runde und Birgit Kronshage ein Konzertformat, das Kinder auf fantasievolle Weise an Musik und gemeinschaftliches Erleben durch die Geschichte führt. Ana María Pinilla Patiño studiert im Masterstudiengang Elementare Musikpädagogik (EMP) mit Hauptfach Gesang. Gemeinsam mit weiteren Studierenden wie Maria Vlachodimou (Klavier), Nami Moritz (Geige), Emese Héty (Flöte) gestalten sie das Konzert lebendig und kindgerecht.
Tickets kosten 6 Euro pro Person und sind im Vorverkauf bei der Touristinformation am Marktplatz, online über hochschule-detmold.reservix.de sowie an der Tageskasse am Veranstaltungsort erhältlich.
Vorbildkaserne Augustdorf
Litauische Delegation erhält Einblick in Bundeswehrstandort Augustdorf
Augustdorf – 19. Mai 2025. Am letzten Mittwoch besuchte eine hochrangige Delegation aus Litauen die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf. Angeführt wurde sie von der stellvertretenden litauischen Verteidigungsministerin Orijana Mašalė, begleitet vom litauischen Botschafter in Deutschland, Giedrius Puodžiūnas, sowie dem Militärattaché der Republik Litauen und Beratern.
Empfangen wurde die Delegation durch einen Vertreter der Panzerbrigade 21 „Lipperland“. Im Rahmen eines mehrstündigen Rundgangs erhielten die Gäste umfassende Einblicke in die Infrastruktur einer der modernsten und größten Kasernen der Bundeswehr. Besichtigt wurden unter anderem Büroarbeitsplätze für Bataillonsstäbe und Anlagen der technischen Instandsetzung, Abstellflächen für Gefechtsfahrzeuge, sowie Unterkunfts-, Verpflegungs- und Freizeiteinrichtungen.
Ziel des Besuchs war es, deutsche Standards und bewährte Verfahren kennenzulernen, die für den Aufbau der Kasernen der künftig in Litauen angesiedelten Panzerbrigade 45 relevant sind. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die laufende Planung und Umsetzung der dauerhaften Stationierung deutscher Kräfte ein. Aus Augustdorf wird das Panzerbataillon 203 nach Litauen entsandt und dauerhaft stationiert werden.
„Ein leistungsfähiger Standort ist Grundvoraussetzung für Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit“, erklärt Hauptmann Till Hey, Presseoffizier des Standortältesten Augustdorf. „Wir freuen uns, dass Erfahrungen aus dem Bundeswehrstandort Augustdorf einen konkreten Beitrag zur Realisierung der NATO-Verpflichtungen in Litauen leisten können.“ Seit 20 Jahren wird die Infrastruktur in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne kontinuierlich modernisiert und verbessert. Dieses stete Bemühen ist heute sicht- und spürbar: Die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne gilt als eine der modernsten und größten Bundeswehrliegenschaften Deutschlands.
Pflege eines Angehörigen – Schutz vor eigener Überlastung
Vortrag im Gesundheitszentrum Oerlinghausen
Das Gesundheitszentrum Oerlinghausen lädt am Donnerstag, 22. Mai, zu dem Vortrag „Pflege eines Angehörigen – Schutz vor eigener Überlastung“ in seine Räumlichkeiten in der Detmolder Straße 8 ein. Beginn ist um 10 Uhr.
Die Pflege von Angehörigen stellt im Alltag eine große Herausforderung dar. Nicht selten sind die Pflegenden rund um die Uhr eingespannt, ihr Tagesablauf wird von der Pflege bestimmt. In dieser Situation ist es wichtig, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und sich Freiräume zu schaffen. Nur wer auch an sich denkt, kann langfristig unterstützend tätig sein. Psychologin Katja Pohlheim und das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe im Kreis Lippe referieren über Möglichkeiten, sich im Alltag zu entlasten und diese herausfordernde Situation zu meistern.
Um telefonische Anmeldung unter (0 52 31) 62 77 20 oder per E-Mail an ed.eppil-sierk@nesuahgnilreo-murtnezstiehdnuseg wird gebeten.
Weitere Informationen zu den Angeboten des Gesundheitszentrums gibt es im Internet unter www.gesundheitszentrum-oerlinghausen.de.
Freier Eintritt und ein vielseitiges Programm
…am Internationalen Museumstag im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Detmold (lwl). Am Sonntag (18.5.) lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ein, das LWL-Freilichtmuseum Detmold bei freiem Eintritt zu besuchen. Anlässlich des internationalen Museumstags erwartet die Besuchenden ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Einblicken in Geschichte, Handwerk und Alltagskultur in Westfalen-Lippe.
Um 11 Uhr findet eine von einer Gebärdensprachen-Dolmeterscherin begleitete Führung durch das Museum statt. Los geht es am Museumseingang, eine Anmeldung ist bis Samstag (17.5.) erforderlich.
Was würden Tiere wohl erzählen, wenn sie sprechen könnten? Einblicke in die „Gedankenwelt“ von Hühnern, Pferden, Ziegen oder Kühen erhalten Besucher:innen zwischen 11 und 17 Uhr beim Erzählerlebnis mit Elke Dießner und Lothar Schröer von der Erderaner Erzähldeele.
Einem Gartenklassiker widmet sich die Vorführung „Holunder – ein magischer Strauch“ im Lauschhaus von 11 bis 16 Uhr. Dabei spüren die Teilnehmer:innen den Mythen, Märchen und Geschichten nach, die sich um den Holunder ranken. Außerdem erfahren sie einiges über seine vielfältige Wirkung und je nach Doldenentwicklung außerdem etwas über die Zubereitung von Holunder.
Im Haus Stöcker findet um 14 Uhr die Führung „Haus Stöcker: Eine Reise in die 60er Jahre“ statt. Das Haus im Siegerländer Weiler zeigt das ländliche Leben der späten 1950er und frühen 1960er Jahre. Darüber hinaus erhalten Besucher:innen Einblicke in das Leben im Spannungsfeld zwischen Modernität und rückständigen Strukturen. Für diese Führung ist eine Anmeldung bis Samstag (17.5.) erforderlich.
Für alle Fotobegeisterten findet von 14 bis 17 Uhr im Haus Schwenger im Paderborner Dorf ein „Foto-Workshop für Einsteiger“ statt. Dabei wird erläutert, wie genau eine Kamera funktioniert und welche Einstellungen welches Motiv optimal zur Geltung bringen. Im Anschluss setzen die Teilnehmer:innen die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam in die Praxis um. Eine Anmeldung ist bis Donnerstag (15.5.) nötig, der Workshop kostet 40 Euro.
Panzerbrigade 21 „Lipperland“ auch im NATO-Norden einsatzbereit
Rotenburg (Wümme) – Nach rund drei Wochen intensiver Gefechtsübung sind die letzten Kräfte der Panzerbrigade 21 aus Finnland zurückgekehrt. In der Nähe der Stadt Tampere fand die multinationale Übung Mighty Arrow statt. Fünf Nationen, rund 2.700 Soldatinnen und Soldaten sowie ein breites Spektrum an Gefechtsfahrzeugen – vom Radpanzer über Kampfpanzer bis zum Hubschrauber – trainierten Seite an Seite. Mitten im Verband: Eine Kompanie des Jägerbataillons 91 auf GTK Boxer. Das Ergebnis: Mittlere Kräfte funktionieren – auch in Finnland.
Die Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillon 91 sind wegen der grün-braunen Tarnung im Gesicht kaum zu erkennen, doch die Anstrengung der letzten Tage können sie dennoch nicht verstecken: Müdigkeit unter den Augen, gereizte Haut durch kalte Fahrtluft, Spuren der eisigen Frühlingsnächte im Gesicht. Es ist 6 Uhr morgens, der Himmel gefühlt nie dunkel gewesen. Das Thermometer zeigt Minusgrade an, manchmal sogar bis in die Mittagsstunden. „Kämpfen in Finnland bedeutet auch, die eigene Körperwärme zu erhalten. Dafür sind wir mit moderner modularer Bekleidung ausgerüstet“, erklärt Hauptmann Till Hey, Presseoffizier der Panzerbrigade 21. Während die Finnen ihre beheizten Winterkampf-Zelte für die Nächte nutzen, schläft die Kompanie seit fünf Tagen unter freien Himmel im finnischen Wald. Heute steht ein Angriff bevor: Deutsche GTK Boxer gegen finnische und estnische Kampf- und Schützenpanzer und britische Aufklärer. Ein realistischer Härtetest für das Konzept der mittleren Kräfte.
Doch die Deutschen kämpfen nicht allein, sie sind eingebettet in einen NATO-Kampfverband unter finnischer Führung mit Kampfpanzern aus Finnland und litauischen Schützenpanzern. Den Angriffsbefehl an seine Kompanie hat Kompaniechef Hauptmann Michael P. bereits gegeben, in Kürze startet die Operation auf das feindbesetzte Gebiet im Norden.
Neuer NATO-Partner Finnland: Erste Übung für die Panzerbrigade 21
Die Bundeswehr hat bereits häufig mit finnischen Kräften geübt. Für die Panzerbrigade 21 ist Mighty Arrow dennoch aus zwei Gründen eine Premiere: Es war die erste Übung mit dem neuen NATO-Partner Finnland und zugleich die erste Übung der mittleren Kräfte im hohen Norden.
Getreu der Einsatzgrundsätze wurde auf eigener Achse auf Land und See verlegt – ohne Zwischenfälle. Die Brigade ist routiniert, nicht zuletzt durch zahlreiche Übungen mit vorgeschalteter Verlegung nach Litauen im vergangenen Jahr. Ob Finnland oder Litauen: Die Panzerbrigade 21 verlegt schnell und zuverlässig entlang der gesamten NATO-Ostflanke. So erfolgreich der Marsch nach Finnland aber auch war, das richtige Übungsgefecht folgt erst noch – und das finnische Gelände ist besonders.
Einsatz moderner Drohnentechnologie
Der Angriff läuft. Die finnische Panzerkompanie identifiziert eine Sperre aus „Drachenzähnen“ – schwere Betonelemente, die den Vorstoß stoppen sollen. Die massiven Pyramiden müssen weggeräumt werden. Während die finnischen Kampfpanzer das offene
Gelände und die Hauptstraße überwachen, sitzen die mittleren Kräfte des Jägerbataillons 91 von ihrem GTK Boxer ab und kämpfen sich durch den Wald. Sie müssen vor die Sperre kommen und die finnischen Pioniere beim Räumen der Sperre sichern. Der GTK Boxer folgt der Truppe – seine schweren Maschinengewehre und Granatwerfer sind essenziell für den Kampf auf Distanz. „Unser GTK Boxer und alle zukünftigen Gefechtsfahrzeuge der Panzerbrigade 21 sind auf den abstandswirksamen Kampf ausgerichtet“, erklärt Hey. Mittlere Kräfte sind spezialisiert auf den Kampf auf weitere Entfernung. Dazu braucht es detaillierte Aufklärung zu feindlichen Aktivitäten, hierzu ist die Brigade mit einer Vielzahl von hochmodernen Drohnen ausgestattet. Eine davon lässt Hauptmann P. gerade aufsteigen – mit Wärmebildkamera zur Feindaufklärung im Vorfeld. Seine Kompanie informiert er über den Einsatz. „Der Drohneneinsatz ist fester Bestandteil unseres Gefechtsalltags. Unsere Soldatinnen und Soldaten sind sensibilisiert für die Bedrohung aus der Luft – das gläserne Gefechtsfeld ist Realität“, so Hey. Würde P. seine Soldatinnen und Soldaten nicht über die eigenen Drohnen informieren, würde innerhalb kürzester Zeit ein Feuergefecht auf das Fluggerät ausbrechen.
Wald, Moor, kaum Freifläche – das Gelände fordert taktische Flexibilität
Die Panzerbrigade 21 ist aufgrund ihrer robusten Fahrzeugpanzerung und des durchsetzungsfähigen Waffenmix bei gleichzeitig hoher Beweglichkeit ein wirksames Mittel zur ersten militärischen Krisenreaktion. Die Kampfweise der radbasierten Kräftekategorie wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland konzipiert und erprobt, in Litauen im letzten Jahr bestätigt und sollte nun in Finnland weiter gefestigt werden. Ausschlaggebend für das Kämpfen ist das Gelände, in dem Truppen agieren. Während man im heimischen Deutschland auf eine stete Mischung zwischen Waldgebieten, Freiflächen oder einem Mix von Beidem rechnen kann, dominieren in Finnland schwer passierbare Wälder und Moore. Befahrbare Freiflächen sind rar. Für die Besatzungen der GTK Boxer eine Herausforderung – aber zugleich Beweis für die Flexibilität ihrer Systeme. Anders als Kampfpanzer, die auf weite Entfernungen zum Einsatz ihrer 120 Millimeter Bordkanone angewiesen sind, agieren die mittleren Kräfte in Finnland im schnellen Wechsel auf- und abgesessen aus der Bewegung heraus. Statt durchgängig auf dem Fahrzeug zu verbleiben, kämpfen Soldatinnen und Soldaten und Fahrzeuge nun nebeneinander. Abgesessene Truppe vorne weg, Fahrzeuge folgen und überwachen bis zu mehrere hundert Meter weit entfernt aus der Tiefe.
Gemeinsam stark mit Finnland
Neben taktischer Flexibilität war auch die Zusammenarbeit mit den finnischen Streitkräften ein zentrales Übungsziel. Trotz Detailunterschieden in der Gefechtsführung wurde schnell klar: Es wird dieselbe Sprache gesprochen – taktisch wie wörtlich im NATO-Verbund. Der finnische Gefechtsverband wurde in englischer Sprache geführt. „Es ist wichtig, dass wir die Erkenntnis mitnehmen, dass multinationale Gefechtsverbände mit unseren finnischen Kameradinnen und Kameraden einsatzfähig und erfolgreich agieren können“, resümiert Hey. Insbesondere die reibungslose Verlegung sei ein Beweis für die operative Einsatzbereitschaft der Panzerbrigade 21.
Die Panzerbrigade 21 ist die erste Brigade des Deutschen Heeres, die der neuen Kräftekategorie „Mittlere Kräfte“ zugeordnet ist. Mit ihren radbeweglichen, hochmobilen Verbänden ist die Brigade zur raschen und weitreichenden Verlegung im gesamten europäischen Operationsraum der NATO befähigt. Durch hohe Mobilität, Feuerkraft und Panzerschutz ist der Großverband flexibel, vielseitig, schnell und effektiv einsetzbar.
Das Jägerbataillon 91, eines der drei Kampftruppenbataillone der Panzerbrigade 21, zeichnet sich durch seine schnelle Einsatzfähigkeit aus. Mit den Radpanzern des Typs GTK Boxer ist es besonders reichweitenstark und kann ohne lange Vorbereitungszeit reagieren. Durch seine hohe Mobilität bildet das Bataillon eine schlagkräftige Erstreaktion auf Krisen und Konflikte und schafft Zeit für die Verlegung schwerer Heereskräfte. Im Jahr 2024 wurde das Bataillon mehrfach an die NATO-Ostflanke in Litauen verlegt und leistete dort einen wichtigen Beitrag zur Abschreckung.