Ähnlich wie bei uns Menschen gibt es auch beim älter werdenden Hund einige Dinge zu beachten. Das häufigste Merkmal des Älterwerdens beim Hund ist sicherlich der abnehmende Bewegungsdrang. Dabei ist auch im Alter regelmäßige Bewegung sinnvoll, vermeiden Sie aber allzu starke körperliche Belastungen und Treppen steigen soweit möglich. Ihr Hund sollte nicht zu lange auf kalten oder nassen Böden liegen. Leidet Ihr Hund bereits an Arthrose oder anderen Gelenkerkrankungen, kann man über den Einsatz spezieller Ergänzungsfuttermittel nachdenken. Hunde können im Alter auch senil werden; sie entwickeln spezielle Eigenarten oder hören schlechter. Mit durchblutungssteigernden Mitteln oder speziellen Medikamenten bleibt Ihr Hund länger fit.

Gesundheitscheck?
Im Alter können vermehrt gesundheitliche Probleme auftreten. Hierzu zählen unter anderem Herz-Kreislauferkrankungen, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Probleme des Bewegungsapparates oder auch Tumoren. Viele dieser Erkrankungen entstehen zunächst unbemerkt. Daher empfiehlt es sich bei älteren Patienten jährlich eine gründliche klinische Untersuchung oder auch eine Blut- bzw. Urinuntersuchung durchführen zu lassen. Sinnvoll ist ein solches Geriatrieprofil bei  kleinen Hunden ab 7 Jahren, bei größeren Hunderassen ab 6 Jahren. Selbstverständlich kann eine routinemäßige Laboruntersuchung auch gleichzeitig mit dem Impftermin erfolgen. Außerhalb dieser Routineuntersuchungen sollten sie unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen, wenn sie eines der folgenden Symptome bei Ihrem Tier feststellen:
-vermehrtes Trinken
-vermehrter Harnabsatz
Gewichtsverlust bzw. – zunahme
Leistungsverlust oder Apathie
Verhaltensänderungen
Probleme beim Laufen
Unsauberkeit

Die Früherkennung von Erkrankungen ist oberstes Ziel bei älteren Patienten, denn je früher eine Therapie beginnt, desto besser kann Ihrem Tier geholfen werden.
Dr. Markus Büker