Realschule Augustdorf mit Rekordzahlen beim Übergang in die duale Ausbildung
Die Realschule Augustdorf verzeichnet 2026 einen Rekord im direkten Übergang in die Arbeitswelt. Von 78 Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 10 wechseln 47 in die duale Ausbildung. Dies entspricht einer Übergangsquote von 60%. Verglichen mit anderen Schulen der Region mit Übergangsquoten von rund 25% sei das schon außergewöhnlich, so Kirsten Kuhlmann, zuständige Berufsberaterin der Agentur für Arbeit. Nahezu jeder Absolvent der RSA, der eine duale Ausbildung beginnen wollte, habe auch einen Ausbildungsplatz erhalten, so Kuhlmann weiter.
Bereits seit Jahren könne die Realschule Augustdorf mit vergleichsweise hohen Übergangsquoten in verschiedenste Ausbildungsberufe glänzen, die erfolgreichen Bewerbungsprozesse dieses Jahrgangs seien aber besonders erfreulich, so Michael Ast, Berufswahlkoordinator an der RSA. Ein früher Einstieg in die Berufswahlorientierung mit einem Berufswahlprogramm, das vor allem auf die Verantwortung und Selbststeuerung der Schülerinnen und Schüler und ihren Eltern im Dialog mit der Agentur für Arbeit setze, engagierte Klassenleitungen und ein günstiges Umfeld in den umliegenden Industriegebieten seien die vorrangigen Gründe für diese Zahlen, so Ast. Rückmeldungen aus den Betrieben und Behörden zeigten zudem, dass „unsere Schülerinnen und Schüler auf dem Ausbildungsmarkt gefragt sind und die Arbeit an unserer Schule wertgeschätzt wird“, so Ast weiter.
Zu einem erfolgreichen Konzept gehöre aber auch, Prozesse stetig zu hinterfragen und auf ihre Effizienz zu überprüfen. Nach fünf Jahren „Augustdorfer Ausbildungs- und Berufswahlmesse“ wird es daher 2026 keine erneute Durchführung dieses lokalen Angebotes mehr geben. Die ursprüngliche Idee von Initiator Wolfgang Huppke, Augustdorfer Schülerinnen und Schüler mit Augustdorfer Betrieben zusammenzubringen, sei über die Jahre leider verwässert, sodass zunehmend immer weniger Aussteller aus Augustdorf an der Messe teilnahmen, so Melanie Grimm, Schulleiterin der RSA. Mit dem endgültigen Rückzug des GIKA, dem Gewerbeinitiativkreis Augustdorf, der die Messe anfangs federführend mitgestaltet hat und dem schwindenden Interesse anderer Augustdorfer Unternehmen gab es schlussendlich keinen wirklichen Grund mehr, mit hohem organisatorischen Aufwand eine eigene Messe durchzuführen, wenn die etwa zeitgleich stattfindende Berufe-Live Messe in den Räumlichkeiten der IHK in Detmold ein ungleich vielfältigeres Angebot an Ausstellern aus der Region vorhalte, so Grimm weiter. Den Wunsch nach einem breiteren Angebot offenbarte auch eine Befragung unter den Lernenden der RSA, dem nun Rechnung getragen würde. „Wir danken dennoch allen Unternehmen, die uns über Jahre in Augustdorf die Treue gehalten haben und freuen uns auf ein Wiedersehen auf der Berufe Live 2026 in Detmold, die fortan wieder regelmäßig besucht wird“, bemerkte die Schulleiterin.
Der übrige Teil des Abschlussjahrgangs 2026 strebe auf den umliegenden weiterführenden Schulen das Fachabitur oder Abitur an, erklärte die Schulleiterin. 35 Schülerinnen und Schüler hätten mit besonders guten Zeugnissen den Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe erreicht.



Foto: LWL/Jähne